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BJV unterstützt Kampf für die Pressefreiheit in Montenegro
Mit einem offenen Brief haben sich zahlreiche montenegrinische Journalisten und Menschenrechtsaktivisten an den Premierminister Montenegros Igor Luksic gewandt. Sie fordern ihn darin auf, umgehend konkrete Schritte zur Sicherung der Pressefreiheit zu unternehmen. Premierminister Luksic habe in den sieben Monaten seiner Amtszeit bedauerlicherweise die Praxis der Einschüchterung und Einschränkung der Pressefreiheit seines Vorgängers Milo Djukanovic weitergeführt, so der Brief weiter. Nach wie vor bemühe sich die Polizei nicht darum, kriminille Akte an regierungskritischen Verlagen und Journalisten aufzuklären. Premierminister Luksic wird in dem Brief aufgefordert, sich umgehend zu den europäischen Werten zu bekennen und Montenegro aus seiner beschämenden Außenseiterrolle zu führen. Seit Dezember 2010 ist Montenegro offizieller EU-Beitrittskandidat.
Den vollständigen Brief an Premierminister Igor Luksic finden Sie am Ende dieses Textes.
Bereits Anfang August hat der Bayerische-Journalisten-Verband die Repressalien, mit denen in Montenegro versucht wird, eine kritische Berichterstattung zu unterdrücken, verurteilt. Der Vorsitzende des BJV, Dr. Wolfgang Stöckel, erklärte sich in einem Schreiben mit den Kolleginnen und Kollegen in Montenegro solidarisch und sicherte die Unterstützung des BJV zu. Ende September wird eine Delegation des BJV nach Montenegro reisen und mit Ministerpräsident Luksic und weiteren Vertretern der Regierung sprechen. Kritische Medienvertreter müssen auch in Montenegro vor Übergriffen zuverlässig geschützt werden, fordert der BJV. Seit über zwei Jahren setzt sich der BJV für die Pressefreiheit in dem kleinen Mittelmeerland ein.
