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Pressemitteilungen

Montag, 12.4.2010

1000 Unterschriften für die Mitarbeiter der "Saale-Zeitung"

Bei einer Solidaritätsveranstaltung für die Beschäftigten der „Saale-Zeitung“ am Samstag, dem 10.4.2010, in der Bad Kissinger Innenstadt konnten bei der Bevölkerung rund 1000 Unterschriften gesammelt werden. Die Forderung von BJV und ver.di lautet: „Die „Saale-Zeitung“ soll auch weiterhin in Bad Kissingen / Nüdlingen geschrieben, gesetzt und gedruckt werden.“ Die Mediengruppe Oberfranken beabsichtigt, Redakteure, Techniker und Verlagsangestellte am Standort zu entlassen und die Aufgaben künftig größtenteils in Bamberg miterledigen zu lassen.
Foto: Michael Anger
Foto: Michael Anger
Die Mediengruppe Oberfranken in Bamberg hatte die „Saale-Zeitung“ zum Jahresbeginn von der WAZ gekauft. Die neuen Besitzer wollen die rund 15.000 Exemplare künftig in Bamberg drucken und bis zu 60 der insgesamt 114 Stellen in Bad Kissingen streichen. Bei der Protestaktion der Beschäftigten, die vom Bayerischen Journalisten-Verband und von ver.di unterstützt wurde, gaben viele Leserinnen und Leser ihrer Befürchtung Ausdruck, dass eine personell reduzierte und inhaltlich von Bamberg abhängige „Saale-Zeitung“ nicht mehr wie bisher Stimme der Region sei. Die Bevölkerung solidarisierte sich mit den von der Entlassung bedrohten Mitarbeitern.
                                                                                                 
Bad Kissinger Unternehmer haben die Geschäftsleitung der Mediengruppe Oberfranken vor der Umsetzung ihrer Pläne gewarnt. Da dies gegen die Interessen Bad Kissingens gerichtet sei, könnte es zu einem Einbruch beim Anzeigengeschäft führen. In der 24.000-Einwohner-Stadt haben noch rund 63 Prozent der Haushalte die Tageszeitung abonniert. Die vom BJV mitinitiierte Unterschriftenaktion läuft in Bad Kissinger Einzelhandelsgeschäften weiter.
 
Für Mittwoch hat der BJV die Beschäftigten der Mediengruppe Oberfranken in Bamberg zu einer Versammlung eingeladen. Die Gewerkschaften BJV und ver.di planen aktuell weitere Aktionen, um den massiven Stellenabbau abzuwenden.
 
Kontakt
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Bernd Aumiller
Referent für Kommunikation
Seidlstr. 8
80335 München
www.bjv.de

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