Pressemitteilungen
Freitag, 17.10.2008
Friedensnobelpreisträger Al Gore und die Pressefreiheit
BJV verurteilt die ausufernde Regulierungswut
München -
Der Bayerische Journalisten-Verband (BJV) protestiert gegen
die Einschränkung der Berichterstattungsfreiheit, wie sie
anlässlich des heutigen Auftrittes von Al Gore in München
erzwungen wurde. Die New Yorker Agentur Harry Walker, die Al
Gore betreut, hat mit den Medien vertraglich geregelt, dass
Journalisten nur in den ersten fünf Minuten des Vortrages
anwesend sein dürfen. Es ist damit zu rechnen, dass nach dem
offiziellen Beginn um 14:15 Uhr die anwesenden
Medienvertreter um 14:20 Uhr aus dem Saal müssen. In weiser
Voraussicht werden die Journalisten deshalb separat auf dem
Balkon platziert, um die peinliche Vorgehensweise zu
vertuschen.
Trotz massiver Proteste des Deutschen Journalisten-Verbandes
vom Oktober 2007 gegen die Vorgehensweise beim damaligen
Auftritt in Berlin agiert die Agentur in immer dreisterer
Weise. Wurde den Journalisten damals das Zitieren verboten,
so dürfen sie mittlerweile nicht einmal mehr im Saal bleiben.
Kontakt
Bayerischer Journalisten-Verband e. V.
Bernd Aumiller,
Referent für Kommunikation
Seidlstr. 8
80335 München
www.bjv.de
