Pressemitteilungen
Sonntag, 21.6.2009
Mitgliederversammlung des BJV 2009
Prof. Stephan Ruß-Mohl fordert Journalisten auf, stärker für ihren Berufsstand einzutreten - Dr. Wolfgang Stöckel im Amt bestätigt
Freising – „Im Umgang mit der Krise sind Journalisten
keine Spürhunde sondern eher eine Kreuzung aus Vogel Strauss
und Lemming“, sagte Prof. Stephan Ruß-Mohl von der
Universität Lugano in seinem Eingangsreferat auf der
Mitgliederversammlung des Bayerischen Journalisten-Verbandes
vor etwa 100 anwesenden Journalisten in Freising.
Journalisten sollten aktiver über die Wichtigkeit einer
starken Presselandschaft für das Funktionieren einer
Demokratie informieren. In der anschließenden
Podiumsdiskussion zum Thema “Werteverfall - Quo vadis,
Journalismus?“ diskutierten Prof. Ruß-Mohl, Dr. Klaus-Peter
Potthast, Leiter der Mediengruppe der Bayerischen
Staatskanzlei, Ulrich Brenner, Schulleiter der Deutschen
Journalistenschule und der BJV-Vorsitzende Dr. Wolfgang
Stöckel durchaus kontrovers unter der Moderation von Elke
Löw.
Die Mitglieder des BJV entschieden auch über eine Reihe
von Sachanträgen. Zentrale Forderungen wurden in der
„Freisinger Erklärung“ zusammengefasst, die mit einer klaren
Mehrheit verabschiedet wurde. Darin wird die Bayerische
Staatsregierung aufgefordert, endlich einen Mediengipfel
einzuberufen, bei dem Medienschaffende aller Gattungen
gemeinsame Problemlösungen erarbeiten. Auch die Forderung
nach einem Bayerischen Medienbericht richtet sich an die
Staatsregierung. Zur Förderung der Medienkompetenz soll laut
Freisinger Erklärung die Bayerische Staatsregierung zum Motor
in der Medienerziehung werden. Schließlich stimmten sie der
Forderung nach einem Informationsfreiheitsgesetz zu.
Dr. Wolfgang Stöckel forderte in seiner Rede, dass
trotz aktueller wirtschaftlicher Schwierigkeiten die Qualität
im Journalismus unbedingt mit aller Kraft zu verteidigen ist.
Auch für diese Aufgabe ist der BJV gut und schlagkräftig
aufgestellt. Das zeigten zum Beispiel auch die Erfolge beim
Kampf gegen das bayerische Versammlungsrecht. Man werde in
Zukunft noch intensiver Lobbyarbeit betreiben, um bei den
politischen Entscheidern das Bewusstsein für die Probleme des
Journalistenberufes zu schärfen. Auch in der Öffentlichkeit
muss sich der Berufsstand um ein besseres Ansehen bemühen, um
die Glaubwürdigkeit der Journalisten zu stärken
.
Bei den Wahlen wurde Dr. Wolfgang Stöckel, seit 1993
Vorsitzender des Bayerischen Journalisten-Verbands, mit
großer Mehrheit der Stimmen in seinem Amt bestätigt. Neu ins
Amt des Stellvertreters wurde Dr. Hilde Stadler, Redakteurin
beim BR, gewählt. Dr. Wolfgang Soergel wurde als
Stellvertreter wiedergewählt. Peter Nützel bleibt
Schatzmeister im größten Berufsverband für hauptberufliche
Journalisten in Bayern. Margit Conrad, Redakteurin beim
Freisinger Tagblatt, wurde neue Schriftführerin im
Geschäftsführenden Vorstand des BJV.
Kontakt
Bernd Aumiller
Referent für Kommunikation
Tel.: 0170 - 28 36 987
