Pressemitteilungen
Dienstag, 1.12.2009
BJV missbilligt Beschränkungen für Journalisten zum Demjanjuk Prozessauftakt
Nur 68 Plätze für über 200 akkreditierte internationale Journalisten – enormer Medienandrang führte zur Verzögerung des Prozessbeginns.
Der Bayerische Journalisten-Verband kritisiert, dass
das Landgericht München II nicht angemessen auf die über 200
Akkreditierungen für den Prozessauftakt gegen den
mutmaßlichen NS-Verbrecher John Demjanjuk reagierte. Zwar
wurde die Verhandlung in den größten Schwurgerichtssaal
verlegt, jedoch sind die 68 Sitzplätze für Journalisten in
diesem Saal viel zu wenige. Das große internationale
Medieninteresse war aus Sicht des BJV vorhersehbar.
„Das Landgericht München II wäre gut beraten, den
Prozess in geeignete Räume zu verlegen, um den akkreditierten
Journalisten die Möglichkeit der Berichterstattung zu geben“,
fordert Dr. Wolfgang Stöckel, Vorsitzender des
BJV. Da es sich vermutlich um das letzte
NS-Kriegsverbrecherverfahren handelt, sind die Proteste der
Journalisten nur zu berechtigt. Die Justiz sollte
reagieren.
Kontakt
Bernd Aumiller
Bayerischer Journalisten-Verband e. V.
Tel.: 089 – 54 50 418 – 23
E-Mail: aumiller@bjv.de
Seidlstr. 8
80335 München
www.bjv.de
