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Pressemitteilungen

Montag, 25.8.2008

Pressefreiheit wird durch Politiker eingeschränkt - wenn es um die eigene Sache geht

BJV verurteilt die ausufernden Autorisierungswünsche von Politikern bei öffentlichen Auftritten

München - Der Bayerische Journalisten-Verband (BJV) wendet sich mit Nachdruck gegen den Versuch von Spitzenpolitikern, ihre Aussagen bei Pressegesprächen und öffentlichen Auftritten autorisieren zu lassen. Der BJV bezieht sich dabei auf einen Auftritt der Grünen-Vorsitzenden Claudia Roth am 19. August 2008 in Alzenau/Unterfranken, wo gegenüber Journalisten ein solcher Wunsch geäußert wurde. Gleiches hat bereits zuvor, nach einem Bericht im „Main-Echo“, der hessische Ministerpräsident Roland Koch versucht.

 
BJV Geschäftsführerin Frauke Ancker: „ Journalisten sind keine Erfüllungsgehilfen von Politikern, die den Rettungsanker werfen, wenn einer seine Zunge nicht hüten kann. Auch künftig muss gelten ‚gesagt ist gesagt’.“
 
Wer versucht, eine wahre Berichterstattung zu beeinflussen oder zu verhindern, gefährdet die Pressefreiheit. Nicht ohne Heiterkeit wird registriert, dass ausgerechnet Claudia Roth diese Forderung stellt. Ihr Kampf gegen Zensur jeder Art endet offenbar dort, wo es um die eigene Sache geht.
Im Übrigen zeigt das Ansinnen der Autorisierung, wie wenig Politiker journalistisches Können respektieren: Mit dem Verlangen nach Nachprüfung unterstellen sie, dass Journalisten nicht in der Lage sind, öffentliche Aussagen korrekt wiederzugeben.
 
 
 
Kontakt
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Bernd Aumiller,
Referent für Kommunikation
Seidlstr. 8
80335 München
www.bjv.de

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