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Pressemitteilungen

Mittwoch, 9.7.2008

Augsburger Allgemeine beendet Leiharbeit

Der Bayerische Journalisten-Verband (BJV) begrüßt die Entscheidung der Augsburger Allgemeinen, ihre konzerneigene Leiharbeits-Agentur zu schließen und ihre Redakteure im Leiharbeiter-Status zum 1. Januar 2009 wieder ins Stammunternehmen zurückzuholen. Erstmals kehrt sich damit ein großes deutsches Zeitungshaus von einem verhängnisvollen Weg der Tarifflucht ab. Der BJV-Vorsitzende Dr. Wolfgang Stöckel appelliert an alle anderen Verlagshäuser, die ebenfalls ihre Redakteure aus der Tarifbindung genommen haben, sich am Vorbild der Augsburger Allgemeinen zu orientieren, zumal deren Geschäftsführer Andreas Scherer der Vorsitzende des Verbands Bayerischer Zeitungsverleger ist.

Bayerns größte Journalisten-Organisation erwartet darüber hinaus, dass nicht nur für die Redakteure, sondern auch für die anderen ausgegliederten Unternehmensbereiche die Tarifbindung wieder hergestellt wird. Die Leiharbeiter der konzerneigenen Personalagentur mussten erhebliche Einbußen beim Einkommen und eine längere Wochenarbeitszeit hinnehmen.

Der BJV sieht mit Freude, dass mit dem Kurswechsel bei der Augsburger Allgemeinen Rücksicht auf die Stimmung in der Belegschaft genommen wurde. Eine Umfrage des Betriebsrats hatte vor kurzem ergeben, dass Leiharbeit für die Kollegen eine der größten Belastungen darstellt. Chefredakteur Rainer Bonhorst räumte ein, dass es wegen der unterschiedlichen Behandlung große Unzufriedenheit unter den Redakteurinnen und Redakteuren gegeben habe.

 
Unverständlich bleibt, warum die Leiharbeitsredakteure der Augsburger Allgemeinen noch fünf Monate warten müssen, ehe sie wieder ins tarifgebundene Stammunternehmen zurückkehren.
 
 
Kontakt
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Bernd Aumiller
Referent für Kommunikation
Seidlstr. 8
80335 München
www.bjv.de

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