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Podium am Tag der Pressefreiheit 2016 (v.l.n.r.): Joachim Menze, Henryk Jarczyk, Thomas Morawski und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
Foto: Silvio Wyszengrad

Bezirksverband München-Oberbayern

Geschäftsbericht 2016/17 des Bezirksverbands München – Oberbayern

München, 16.03.2017

Mit seinen rund 4400 Mitgliedern ist der Bezirksverband das größte regionale journalistische Netzwerk in Bayern. In anderen Region Bayerns buhlen so viele Firmen und Organisationen um Aufmerksamkeit der Journalisten, nirgends finden mehr Veranstaltungen statt.

Um den Herausforderungen der sich drastisch ändernden Medienlandschaft zu begegnen und gleichzeitig die vorhandenen Ressourcen so effizient wie möglich einzusetzen, hat der Bezirksvorstand im vergangenen Jahr die bewährten Podiumsdiskussionen fortgesetzt. Hier diskutieren Journalisten, Medienrechtler und Politiker über aktuelle medienpolitische Themen. Die Veranstaltungen werden gemeinsam mit der Geschäftsstelle und den unterschiedlichen Fachgruppen ausgerichtet und über die Branche hinaus einem breiten Publikum geöffnet.

Diskussionsrunden zu Pressefreiheit und Medienethik
So war der Bezirksverband maßgeblich an der Konzeption und Organisation der Podiumsdiskussion am 3. Mai 2016 zum Tag der Pressefreiheit zum Thema „Journalisten in Warschau, Budapest und Ankara unter Druck – Aus für die Pressefreiheit?“ beteiligt. 130 Besucher nahmen an dieser Veranstaltung in den Räumen des Bayerischen Rundfunks teil.

Im Herbst 2016 fand im Literaturhaus München die Podiumsdiskussion „Nizza, München, Ansbach – Journalisten im Krisenmodus. Breaking News im Zeitalter des digitalen Stammtisches“ statt. Durch den Druck der sozialen Netzwerke müssen Live-Berichterstatter sofort entscheiden, was sie senden und was nicht – was Fakt ist und was Fake. Wie lässt sich journalistische Qualität unter diesen Umständen in Zukunft sichern? Einig waren sich die Journalisten auf dem Podium darin, dass Gründlichkeit wieder Vorrang vor der Schnelligkeit haben sollte.

Werkstattgespräch mit Klaus Ott
Besonderer Beliebtheit erfreute sich das Werkstattgespräch „Recherche – Handwerk und Haltung“ mit Klaus Ott, investigativer Journalist bei der Süddeutschen Zeitung. Wie recherchiert man sorgfältig und gewissenhaft, wie ordnet man die Fakten sorgsam ein, was steckt hinter PR-Botschaften, was hängt wie mit wem zusammen, wie komme ich an Themen, wie sichere ich Informationen ab? Klaus Ott vermittelte einem interessierten Publikum: „Recherche ist keine Hexenkunst, sondern solides Handwerk mit Haltung im Sinne von Verantwortung“.

dpa im Medienwandel
Auf großes Interesse stieß die Vorstellung des dpa-Landesbüros Bayern. Dr. Bernward Loheide, Leiter des dpa-Landesbüros gab einen Einblick in den Redaktionsalltag der größten deutschen Nachrichtenagentur in Deutschland im Zeitalter von Bloggern, „Lügenpresse-Vorwürfen“, „fake news“ und „alternativen Fakten“. Da dpa-Beiträge vielfach in Print, Rundfunk und Online übernommen werden gilt: „Sorgfalt vor Geschwindigkeit. Was die dpa sagt, muss stimmen“ (siehe auch Bericht „Glaubwürdigkeit ist unsere Existenzsicherung“).

Der Redaktionsbesuch bei der Bayerischen Landtagspresse, die gemeinsam mit der Fachgruppe Online organisierte Diskussion über „Roboter-Journalismus“ an der LMU München sowie die traditionellen Netzwerktreffen im Sommer und zu Weihnachten rundeten das Angebot ab.

Ein großes Anliegen des Vorstandes ist die Werbung um Neumitglieder. Hier präsentierte der Vorstand den BJV auf Messen.

Neben den „Streitgesprächen“ zu aktuellen und brisanten Themen sind für 2017 weitere interessante Veranstaltungen geplant: eine Podiumsdiskussion zum „Jahr der Ausbildung“, Redaktionsbesuche beim Süddeutschen Verlag, Netzwerktreffen und Werkstattgespräche.

Im April 2017 findet die Vorstandswahl des Bezirksverbandes statt. Der neue Vorstand wird bis Ende Mai 2017 das Programm für 2017/2018 verabschieden.

Marlo Thompson, Vorsitzende des Bezirksverbands München – Oberbayern

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Schlagworte:

#BJV17 | Pressefreiheit

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