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Thomas Witzgall

BJVreport

Link-Tipps zum Thema Rechtsextremismus & Journalismus

Ergänzung zum Artikel „Druck von Rechts“ im „BJVreport“ 2/2015

München, 02.04.2015

Ergänzung zum Artikel „Druck von Rechts – Wie Journalisten mit der Bedrohung der Pressefreiheit durch Rechtsextremisten umgehen“ (PDF, drei Seiten, 576 kb) von Thomas Mrazek im BJVreport 2/2015 innerhalb des Titelthemas Pressefreiheit.
Diese Seite wird weiter aktualisiert, die neuesten Artikel zum Thema erscheinen ganz oben. Außerdem verweisen wir auf unsere seit Januar 2016 bestehende und stets aktualisierte Linksammlung „Flüchtlinge und Journalismus“.

+++ 30.11.2016: Droemer-Knaur weist heute auf ein neues Werk von Andrea Röpke hin, welches am 10. Januar 2017 erscheint:
2017 Jahrbuch rechte Gewalt – Hintergründe, Analysen und die Ereignisse. Chronik des Hasses
„Andrea Röpke versammelt in ihrer Chronik alle Gewalttaten mit rechtsradikalem Hintergrund, dokumentiert einzelne Fälle und Täter in Reportagen und Porträts. Sie leuchtet Vorgehensweisen, Tätergruppen, lokale Schwerpunkte und Tendenzen in Hintergrundberichten aus und berichtet über die Verbindung zwischen Hooligans und Pegida, AfD-Demonstrationen und NPD-Aktionen, überBrandserien im Havelland,wegschauende Bürger und Lokalpolitiker, die Hintergründe und der Prozess nach dem Angriff auf den Leipziger Stadtteil Connewitz. Vieles hat sich in den letzten Jahren verändert:Akademiker schreiben Hass-Emails, Familienväter zünden Häuser an. Es sind nicht mehr nur Neonazis, die "Ausländer raus" brüllen und Gewalttaten gegen Minderheiten begehen. Die Zeiten einfacher Klischees – glatzköpfig, ungebildet, arm – sind vorbei. Zeit für das neue Standardwerk zum Thema „Rechte Gewalt“.“

+++ 23.11.2016: Zapp, Caroline Ebner (@ebner_caro): Gefährliche Übernahme: Rechte Sprache in den Medien
Die vermeintliche „Sorge vor Überfremdung“ oder der sogenannte „Flüchtlingsstrom“: In der Flüchtlingspolitik übernehmen Medien kritische Begriffe von Populisten – das ist gefährlich.

+++ 20.11.2016: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Justus Bender: AfD-Parteitag: Journalisten? Bitte draußen bleiben
Die AfD hat allen Journalisten den Zugang zu ihrem Landesparteitag verboten. Unser Autor hat trotzdem versucht reinzukommen.

+++ 09.11.2016: FALTER, Florian Klenk (@florianklenk): Boris wollte mich verbrennen
„Kann den wer anzünden bitte?“, schrieb Boris auf einer FPÖ-Facebook-Seite. Er meinte mich. Ich fuhr zu ihm und lernte, wie heute Politik und Propaganda funktionieren

+++ 08.11.2016: Correctiv, Alexej Hock: Die Plattform #crowdgezwitscher startet und dokumentiert rechtsradikale Demos in Sachsen
Ein Netz von mobilen Reporter und Bürgern berichtet künftig auf einer eigenen Internetseite und unter einem einheitlichen Twitter-Suchbegriff über die zahlreichen fremdenfeindlichen Kundgebungen in Sachsen. Das Projekt wurde über ein Correctiv-Crowdfunding finanziert. Einer der Köpfe hinter #crowdgezwitscher, Alexej Hock, berichtet hier über den aktuellen Stand des Vorhabens.

+++ 21.10.2016*: Bundeszentrale für politische Bildung, Dossier Rechtsextremismus: Debatte: Soll man mit Neonazis reden?
U.a. mit Statements von Stefan Niggemeier: Journalisten müssen ihr „Nein“ heute besser begründen als früher
* Veröffentlichung erfolgte bereits im Sommer 2016.

+++ 20.10.2016: Der Standard, ohne Autor: Rechtsextremer auf dem Podium: Gäste sagen „Talk im Hangar-7“-Teilnahme ab
Drei von fünf Teilnehmern der Servus-TV-Diskussion ziehen ihre Zusage zurück, weil „Identitären“-Chef Sellner ebenfalls eingeladen ist

+++ 19.10.2016: Der Tagesspiegel, Joachim Huber: „Tagesschau“ nennt AfD nicht immer „rechtspopulistisch“
Die ARD will in Nachrichtensendungen die AfD nicht permanent als „rechtspopulistisch“ bezeichnen. AfD-Chefin Petry und Vize Gauland freuen sich.

+++ 17.10.2016: Bildblog, Benedikt Frank: „Compact“ könnte es besser wissen

+++ 16.10.2016: Übermedien, Ronnie Grob: Hasswort: Rechtspopulist
„Die sprachliche Lösung der deutschen Journalisten, um ‹Rechte› zu benennen, die nicht als ‹rechtsradikal› bezeichnet werden können, weil dazu kein Anlass oder Grund besteht, ist der ‹Rechtspopulist›. Weil seine politische Richtung vielen der Journalisten nicht behagt, setzen sie seinen politischen Willen herab, in dem sie seine Anliegen allesamt als ‹populistisch› deklarieren – selbst wenn es Vorschläge sind, die politisch durchaus umsetzbar, also nicht populistisch sind.“

+++ 15.10.2016:
Bayerischer Rundfunk/Zündfunk Netzkongress: Anna Mareike Krause – Strategien gegen den Hass (Video, 44:11 Min.)

+++ 15.10.2016: Bayerischer Rundfunk/Zündfunk Netzkongress: Liane Bednarz – Der neurechte Griff nach dem Bürgertum (Video, 1:04:47 Min.)

+++ 15.10.2016: Bayerischer Rundfunk/Zündfunk Netzkongress: Patrick Gensing – Flüchtige Moderne 2.0 (Video, 43:54 Min.)
Patrick Gensing über das Individuum in den Sozialen Netzwerken. Das ist zumeist auf der Suche nach Anerkennung, Geborgenheit und Sinn. Diese Sehnsüchte sind Ausdruck der flüchtigen Moderne.

+++ 15.10.2016:
Bayerischer Rundfunk, Medienmagazin, Sissi Pitzer (@sip_media): Zündfunk Netzkongress: Über den Umgang mit rechter Hetze im Netz
Dazu gaben Sissi Pitzer drei renommierte KollegInnen Auskunft: Liane Bednarz (@L_Bednarz) beschäftigt sich mit der neuen Rechten und ihren Türöffnern, Patrick Gensing (@PatrickGensing) analysiert AfD, Pegida und ihre Sprachverdrehungen, Anna-Mareike Krause (@mlle_krawall) kümmert sich bei tagesschau.de darum, dass in den Kommentaren die Menschenwürde gewahrt bleibt.

+++ 13.10.2016:
Süddeutsche Zeitung, Peter Frey: Außenansicht: Standhalten
Wahrnehmung, nicht Ausgrenzung – wie Journalisten mit der AfD und anderen Populisten umgehen sollten

+++ 12.10.2016: Zapp, diverse Autoren: Post-Truth-Ära: Wenn Fakten nicht mehr zählen
„(...) Auch wenn es einer Sisyphosarbeit gleicht und sie durch ihre Arbeit zur Zielschiebe für Anfeindungen werden, versuchen viele Journalisten wie Dunja Hayali oder Michael Würz („Zollern-Alb-Kurier“) regelmäßig Gerüchte aufzudecken, die Ängste der Menschen ernst zu nehmen und durch Fakten abzubauen. Wie schwer das ist, und wie andere Medien den Lügen und der Hetze in diesem postfaktischen Zeiten begegnen, darüber hat ZAPP mit u.a. mit Dunja Hayali („ZDF-morgenmagazin“), Sascha Lobo („Spiegel“), Roland Nelles („Spiegel“) und Heribert Prantl („SZ“) gesprochen.“

+++ 11.10.2016:
Augenzeugenblog/DJV, Björn Kietzmann: Polizei will Neonazis bei Bautzen-Aufmarsch „nicht stören“

+++ 10.10.2016: NDR-Info, Das Forum, Claudia Gorille: Bragida– Meinungsfreiheit oder Nazi-Propaganda? (Feature, 24:19 Min., auch das Manuskript kann hier abgerufen werden)
An fast jedem Montag protestieren in Braunschweig Anhänger der sogenannten Bragida-Bewegung. Immer wieder gibt es Gegendemos – längst ein Ritual unter Beobachtung der Polizei.
Anmerkung: Gelungenes Hörfunk-Feature

+++ 10.10.2016: Das physische Behindern eines Journalisten bei seiner Arbeit während der Pegida-Demonstration am Montagabend in München wurde von der Polizei München offenbar als Lappalie abgetan. Quelle: Twitter
24mmjournalism: Kollegin wurde von Beamten geantwortet (sinng.): Kein Sturz, deswegen nichts passiert, keine Anzeige.
24mmjournalism: Rolf H. wird ein weiteres Mal handgreiflich und verhindert Videoberichterstattung durch Kollegen.

Reflektierter Bengel: Gleichzeitig werden Pressevertreter*innen von #Pegida #München Ordnern am Arbeiten gehindert und bedroht.

+++ 08.10.2016: BR24, Roland Hindl und Jürgen P. Lang: Rechte fälschen BR24-Artikel: Lügenpresse selbstgemacht

+++ 07.10.2016: Zeit Online, Jakob Pontius: Straßengezwitscher: „Sachsen will eine kleine Modelleisenbahnwelt sein“
Twittern über rechte Demos brachte Straßengezwitscher den Grimme-Online-Award. Jetzt will Gründer Johannes Filous anderen helfen, sich gegen Rassismus zu engagieren.

+++ 07.10.2016: MDR Sachsen, ohne Autor: Erneut Demonstrationen in Bautzen
„(...) Laut Polizei haben zwei Journalisten Strafanzeige gestellt. Sie seien im Bereich der rechten Demonstranten unterwegs gewesen und dort bedrängt worden. Einem Journalisten sei die Kamera ins Gesicht gedrückt worden. Es werde ermittelt. (...)“
MDR Aktuell, ohne Autor, bei Twitter, @MDRaktuell: „Zwei Journalisten nach eigenen Angaben von rechten Demonstranten in Bautzen bedrängt. Auf Kamera eingeschlagen. #bz0710“

+++ 04.10.2016: Übermedien, Moritz Tschermak: Kopp-Verlag: Fürchtet euch!

+++ 04.10.2016: DJV-Blog, Anna-Maria Wagner: Pegida: Wie Thai PBS in Dresden recherchierte

+++ 02.10.2016: Der Standard, Noura Maan, Fabian Schmid: „Zur Info“: Das Facebook-Universum des HC Strache
Mehr als 400.000 Menschen verfolgen, was der FPÖ-Chef online postet – heuer bislang 3.400 Beiträge, die von Inhalten aus der „Kronen Zeitung“ dominiert werden und auch Falschinformationen beinhalten

+++ 30.09.2016: Übermedien, Stefan Niggemeier: Hörensagen: Journalisten hören Stimmen im Zschäpe-Prozess

+++ 29.09.2016: Veranstaltungshinweis: 2gather – gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Die Rolle des Journalismus, der Zivilgesellschaft, der Kunst und der Politik
Am 8./9. Oktober in Dresden, Veranstalter ist Straßengezwitscher e.V. (@streetcoverage).

+++ 27.09.2016: VICE/Motherboard, Sebastian Lipp: Die Banalität der Brandstiftung: Wenn Neonazis über WhatsApp nach Waffen fragen

+++ 23.09.2016: Sächsische Zeitung, ohne Autor: Übergriffe auf SZ-Reporter

+++ 22.09.2016: Mediendienst Integration, Pavel Lokshin: AfD und die Medien: „Ein symbiotisches Verhältnis“
Der Erfurter Medienwissenschaftler Kai Hafez vertritt eine starke These: Die Alternative für Deutschland (AfD) und die Medien profitierten voneinander, sagt er. Im MEDIENDIENST-Interview spricht Hafez darüber, warum die AfD medial erfolgreich ist und warum Engagierte in der Flüchtlingshilfe eher selten in den Medien vorkommen.

+++ 21.09.2016: Augenzeugenblog/DJV, Anita Grasse und Ralf Leifer: Holger Poppenhäger: „Pressevertreter sollten sich zu erkennen geben“
Dr. Holger Poppenhäger ist seit Dezember 2014  Innenminister des Freistaats Thüringen im Kabinett Ramelow. Zuvor war er von November 2009 bis Dezember 2014 Justizminister. Im Interview mit Ralf Leifer und Anita Grasse vom DJV-Landesverband Thüringen spricht er über Konflikte zwischen Berichterstattern, Demonstranten und der Polizei.

+++ 20.09.2016: taz, Anne Fromm: Mundtot machen – Rechter verklagt Erfurter Radio F.R.E.I.
Ein NPD-Funktionär setzt ein freies Radio in Erfurt unter Druck. Es ist nicht der einzige Sender, der sich derzeit juristisch mit Rechten streitet.

+++ 16.09.2016:
Tagesspiegel, Matthias Meisner und Ingo Salmen: Bautzen in Sachsen: Nach Krawallen mit Flüchtlingen treffen Nazis auf Antifa
U.a. berichten die Kollegen: „Zu Übergriffen kam es auch auf Medienvertreter, die daraufhin teilweise die Berichterstattung einstellten.“

+++ 13.09.2016: DJV-Pressemitteilung, Hendrik Zörner: Sicherheitskonzepte von Live-Sendungen überprüfen
Der Deutsche Journalisten-Verband fordert die Hörfunk- und Fernsehsender in Deutschland auf, ihre Sicherheitskonzepte für Live-Sendungen zu überprüfen. „Anlass sind die massiven Störungen der Live-Sendung „Im Salon“ des RBB-Kanals Radioeins am Montagabend durch Mitglieder der rechtsextremen Gruppe „Identitäre Bewegung“. „Die Aktion zeigt, dass die Rechtsextremen Live-Sendungen für ihre miesen Propagandatricks nutzen wollen“, sagt DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall.“

+++ 13.09.2016:
rbb, ohne Autor: Parolen bei „Im Salon“: „Identitäre Bewegung“ stört Radioeins-Livesendung mit Augstein
Bei einer Live-Sendung von Radioeins mit Jakob Augstein und der Theologin Margot Käßmann ist es zu einer Störung gekommen. Mehrere Minuten lang skandierte die rechtsextreme Gruppe „Identitäre Bewegung“ rechte Parolen, bis sie aus dem Saal geleitet wurde.

+++ 08.09.2016:
Theodor-Wolff-Preis: „(...) Preisträger in der Sparte „Reportage“ (6.000 Euro) ist Tobias Haberl mit seinem in einer Langzeitbeobachtung entstandenen, nüchternen Porträt des einzigen NPD-Abgeordneten im Europäischen Parlament, Udo Voigt: „Reihe 7, Platz 88“ (SZ Magazin, München).“Text mit Fotos von Daniel Delang im SZ-Magazin.

+++ 06.09.2016: Huffington Post, Marc Steinau: Rechtsextreme attackieren Demonstranten bei AfD-Wahlparty in München

+++ 06.09.2016:
Augenzeugenblog/DJV, Anna-Maria Wagner: Demonstranten und Fotografen bei AfD-Wahlparty attackiert

+++ 05.09.2016:
Der Standard/APA, o.A.: Journalisten-Vertreter: „Über AfD ohne Schaum vor dem Mund berichten“
Frank Überall ist für einen professionellen Umgang der Medien mit deutschen Rechtspopulisten
Siehe hierzu auch: +++ 13.09.2016: Übermedien: „Welt am Sonntag“ trennt Frauke Petry von ihrer Familie

+++ 05.09.2016: Süddeutsche Zeitung, Thomas Anlauf: Polizei München: Bei AfD-Wahlparty: Rechtsextreme greifen Fotografen an

+++ 05.09.2016: Zeit Online/Störungsmelder: Johannes Radke: Gewaltausbruch bei AfD-Wahlparty in München

+++ 05.09.2016: tz, Dorita Plange: Karate-Angriff bei der AfD-Wahlparty: "Ich hatte wirklich Angst" auch bei Merkur.de: Karate-Angriff bei der AfD-Wahlparty: "Ich hatte wirklich Angst"
„(...) Ein Kampfsportler im blauen Hemd griff mehrfach Presse-Fotografen an. Diese Fotos kursieren mittlerweile auf Facebook und Twitter. Eine Fotografin sah mit Entsetzen, wie der hochaggressive Mann mehrfach massiv ihre Kollegen angriff, einen sogar regelrecht ansprang und ihn dabei auf den Kopf schlug. „Er ging dann kurz zurück und kam ohne sein Hemd wieder. Dann sind wir geflohen. Ich war echt geschockt von der Gewalttätigkeit. Ich hatte wirklich Angst“, sagte sie am Montag. (...)“

+++ 05.09.2016: Die Welt, mli: Prügelei bei AfD-Wahlparty in München
„(...) Eine weitere Fotografin zeigt auf ihrem Twitter-Account, wie der "Rapper" Ares versucht, einen Pressefotografen mit einem Tritt zu traktieren. (...)“

+++ 04.09.2016: Anne Wild, @annewild_muc, via Twitter (drei Fotos): „AfD-Wahlparty München: Angriff auf Pressefotografen durch Chris A. (Rapper "Deutscher Patriot")“ 

+++ 03.09.2016: Correctiv, Raphael Thelen (@RaphaelThelen): Niedertracht und Propaganda
Folge 9 #obenrechts: Laut AfD-Mann Grimm hausen die Flüchtlinge in Mallentin wie die Wilden. Der Politiker lügt.

Daniel Drepper, Senior Reporter bei Correctiv (@danieldrepper), schreibt zu dieser Folge im – übrigens empfehlenswerten – Correctiv-Newsletter Spotlight: „30 Tage lang ist der freie Reporter Raphael Thelen vor der Wahl in Mecklenburg-Vopommern unterwegs, um zu verstehen, warum sich die Menschen im Bundesland oben rechts abgehängt fühlen. Und warum morgen offenbar jeder Fünfte der AfD seine Stimme geben will. Herausgekommen sind ganz wunderbare Texte. Texte über Menschen, über gesellschaftliche Entwicklungen, über ein selten in den Blick genommenes Bundesland. Und über Politik.

Raphael hat zum Beispiel den AfD-Direktkandidaten Christoph Grimm begleitet, der zuvor 33 Jahre lang in der SPD war und jetzt gegen Flüchtlinge hetzt. Zwei Tage später ist Raphael der Hetze Grimms nachgegangen und hat die angeblich so barbarisch hausenden Flüchtlinge in Mallentin besucht. Grimms Hetze entlarvt Raphael als böse Lüge. Ein Lehrstück über rechte Propaganda.“
Die Serie erscheint parallel auch bei Zeit Online.

+++ 01.09.2016: Augenzeugen-Blog des DJV [Zweitveröffentlichung], Thomas Witzgall (@wit15215): Acht Monate auf Bewährung für Kopfstoß gegen Journalisten
Im Zuge der massiven Zunahme rechtspopulistischer Veranstaltungen verzeichneten Journalistenverbände eine zunehmende Zahl von Einschüchterungsversuchen und auch tatsächlicher Gewalt gegenüber Medienvertretern. Von „Lügenpresse – halt die Fresse!“ war und ist es nicht weit zur Parole „Lügenpresse – auf die Fresse!“ Nicht selten heizen rechtspopulistische Redner die Ressentiments gezielt an. Rolf H., der bei einer AfD-Veranstaltung in Nürnberg Berichterstatter attackierte, kam jedoch wenigstens nicht ungestraft davon.

+++ 28.08.2016: Endstation Rechts Bayern, Redaktion: Nürnberg: 15 Neonazis durften nahe historischer Orte hetzen
U.a. berichtet die Redaktion:„Bisher gab es das noch nicht in Nürnberg: Polizisten der USK-Einheiten „Mfr 7112 und „Mfr 7113 griffen mehrmals zwei Pressefotografen an, versetzten ihnen Schläge auf den Brustkorb und drängten sie ab. Der Hinweis auf den Presseausweis wurde abgebügelt mit der Bemerkung, das interessiere sie nicht. (...)“ Siehe auch Tweets vom 27.08.2016.

+++ 27.08.2016:
Bei einer Aufmarsch der Partei Die Rechte in Nürnberg beklagen sich Berichterstatter über Behinderungen durch die Polizei. Folgende Tweets hierzu: „Polizei zwingt Presse in die Gegendemo“ (Roland Sauer), „[A]uf zur nächsten Station, wieder ewige Diskussion mit der Polizei wg. Presseausweis“ (Roland Sauer), „Naziaufmarsch in Nbg: Polizei geht teilw. mit Gewalt gegen Journalisten vor. Stadt der Menschenrechte?“ (Rüdiger Löster) – „Kann ich so bestätigen, ich war auch betroffen“ (Roland Sauer). „Stadt der Menschenrechte ohne Pressefreiheit“ (Endstation Rechts Bayern).

+++ 25.08.2016: Endstation Rechts Bayern, Thomas Witzgall: Nach AfD-Veranstaltung: 8 Monate auf Bewährung für Kopfstoß gegen Journalisten
Mit Kommentar des BJV-Vorsitzenden Michael Busch.

+++ 23.08.2016: Neues Deutschland, o. A.: Pegida: Erneut Angriff auf Journalisten

+++ 22.08.2016:
taz, Michelle Sensel: Blog über Gewalt gegen Journalisten: „Lügenpresse – auf die Fresse“
Immer wieder werden Journalisten auf rechten Demos attackiert. Die Polizei greift nicht ein. Das „Augenzeugen“-Blog des DJV soll aufklären.

+++ 22.08.2016:
Robert Andreasch bei Twitter: „#PEGIDA #München: Dan #Eising droht in seiner Rede u. a. mir namentlich, wir würden nach dem „Systemsturz" auf „den Marktplatz gestellt“.

+++ 10.08.2016: Übermedien, Michael Würz (@michaelwuerz): Wie wir mit der Hetze fertig geworden sind
Als bekannt wird, dass in dem winzigen baden-württembergischen Städtchen Meßstetten tausend Flüchtlinge untergebracht werden sollen, beginnt ein Ausnahmezustand für die Lokalzeitung. Die Journalisten kämpfen gegen Hass, Drohungen, Gerüchte – und für ihre Facebookseite. Mit Erfolg.

+++ 29.07.2016: Bayerischer Rundfunk, Jonas Miller (@jm_fue): Neonazis mit Presseausweis: Falsche Journalisten

+++ 27.07.2016: Veranstaltungshinweis: 2gather – gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Die Rolle des Journalismus, der Zivilgesellschaft, der Kunst und der Politik
Am 8./9. Oktober in Dresden, Veranstalter ist Straßengezwitscher e.V. (@streetcoverage).

+++ 21.07.2016: SWR, o.A.: Hetz-Seite auf Facebook gegen Journalistin
Die rechte Szene betreibt auf Facebook eine Hetz-Seite gegen eine Lörracher Zeitungsjournalistin. Sie berichtet seit einiger Zeit über die Aktivitäten der Rechten im Dreiländereck.

+++ 10.07.2016: Nordbayern.de, feb: Neonazis machen Jagd mit der Kamera
Rechtsextreme nehmen als selbst ernannte Journalisten Andersdenkende ins Visier

+++ 05.07.2016: Main-Post, Benjamin Stahl: „Lügenpresse“ – Von oben gesteuert?
Bei einer Podiumsdiskussion an der Uni Würzburg kritisierte AfD-Politiker Armin-Paul Hampel die Medien. Vor allem mit einem WDR-Redakteur geriet er dabei aneinander.

+++ 05.07.2016:
Bayerischer Rundfunk, o.A.: Würzburger Mediengespräche: Wenn Medienskepsis in Hass umschlägt

+++ 01.07.2016:
BR-Medienmagazin, Nina Landhofer: Interview mit Alexej Hock von Straßengezwitscher (Audio, 4:20 Min.)
Die Grimme-Preise sind so etwas wie die Oscars unter den Fernsehpreisen in Deutschland. Seit 15 Jahren werden auch digitale Projekte ausgezeichnet – mit dem Grimme Online-Award. In der Kategorie „Information“ hat 2016 kein großes digitales Projekt den Preis für publizistische Qualität im Netz gewonnen, sondern ein Twitter-Account [@streetcoverage].

+++ 30.06.2016:
Der Tagesspiegel, Matthias Meisner: „Störungsmelder“ und Pressefreiheit: Justiz blockt Neonazi-Watchblog
Ein „Zeit“-Blog berichtet über Rechtsextreme, doch Ämter verweigern ihm Auskünfte. Ein Gericht bestreitet, dass es sich um Journalismus handelt.

+++ 30.06.2016:
Lorenz Meyer, Facebook: Liebe AfD,

+++ 30.06.2016: Bayerischer Rundfunk, Jürgen P. Lang und Thies Marsen: AfD in Bayern: Bystron und die Neonazis

+++ 30.06.2016: Augenzeugen.info, Frank Überall: Hartmut Schneider: „Blessuren gelten als Statussymbol“

+++ 29.06.2016:
Endstation Rechts Bayern, Thomas Witzgall: Fränkische „Nachrichtenseite“ bringt Neonazis und AfD zusammen

+++ 21.06.2016: Die Zeit, 9. Juni 2016, Christian Fuchs und Fritz Zimmermann: „Compact“: Hauspost für die Wütenden
Die Zeitschrift „Compact“ feiert die AfD. Chefredakteur ist Jürgen Elsässer – der früher an der linken Front kämpfte.
Eine Art Werkstattbericht hierzu von Christian Fuchs im Zeit Online-Blog Fragen der Zeit: Was ein Reporter erlebt, der das Gespräch mit den „Lügenpresse“-Kritikern sucht

+++ 13.06.2016: taz, Konrad Litschko: Pressefreiheit in Thüringen: Die Polizei, Helfer der Rechten?
Journalisten wollten über ein Rechtsrockkonzert berichten – und kassierten Platzverweise. Jetzt klagen sie gegen die Einschränkung der Pressefreiheit.

+++ 10.06.2016: Vorwärts, Frank Überall: Warum Angriffe auf Journalisten die Demokratie gefährden

+++ 29.05.2016: Störungsmelder/Zeit Online: Kai Budler: „National befreite Zone” mit Hilfe der Polizei“

+++ 24.05.2016: ZDF heuteplus, Thomas Bärsch: Wird über linksmotivierte Straftaten weniger oft berichtet als über rechte? Wir haben nachgefragt. (Video, 3:04 Min.)

+++ 14.05.2016:
Endstation Rechts, Oliver Cruzcampo: Unverhohlene Drohung: NPD-nahe Seite stellt Fotos und Namen von Journalisten online
In Schwerin und Demmin gab es Anfang Mai gleich zwei Demonstrationen der NPD in Mecklenburg-Vorpommern. Am darauffolgenden Tag werden auf einer NPD-nahen Facebook-Seite Fotos der anwesenden Journalisten und deren Namen veröffentlicht. Nur kurz zuvor hatte Fraktionschef Udo Pastörs in seiner Rede von „Journallie-Schmierern“ und „Schweinejournalismus“ gesprochen

+++ 12.05.2016: Augenzeugen-Blog/DJV/ZDF: Udo Pastörs: „Feine Journaille-Schmierer“

+++ 12.05.2016: Die Zeit, Martin Machowecz: Was ist bloß in Sachsen los?
Auf der Suche nach Antworten reisen der Fotograf Thomas Victor und der Autor Raphael Thelen seit vier Wochen quer durch das Bundesland. Ein Gespräch über die Enthemmung im Alltag, die Wut auf der Straße – und darüber, wie Sachsen noch zu retten ist

+++ 06.05.2016: Alvar Freude, Youtube: PEGIDA, AfD und die Angst vor der Meinungsfreiheit
PEGIDA lässt unabhängige Berichterstatter von der Polizei entfernen: Die Leute von PEGIDA München haben wohl Angst, dass Demo-Teilnehmer Unsinn erzählen, wenn sie interviewt werden und wollen daher die Meinungsfreiheit einschränken. Denn gerade als drei Herren von der AfD erzählen wollten, wurde ich daran gehindert das Interview fortzusetzen und ein Ordner ließ mich durch die Polizei von der Demonstration ausschließen. (...)

+++ 02.05.2016: Deutscher Journalisten-Verband, Hendrik Zörner, Pressemitteilung: AfD: Gestörtes Demokratieverständnis
„Der Deutsche Journalisten-Verband weist die wiederholten Angriffe der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry auf Medien und Journalisten zurück.“

+++ 28.04.2016: Auch für JournalistInnen interessant ist diese heute veröffentlichte Publikation:
Amadeu Antonio Stiftung: Nachfragen, Klarstellen, Grenzen setzen –  Handlungsempfehlungen zum Umgang mit der AfD (Download als PDF, 16 Seiten). Druckexemplare können bei der Amadeu Antonio Stiftung bestellt werden.

+++ 26.04.2016: Hinterland, Florian Feichtmeier: „Die Aggressionen gegen uns haben bundesweit zugenommen“ (PDF, Seite 54-57, 2 MB)
„Würden kritische Journalistinnen und Journalisten extrem rechte Veranstaltungen nicht regelmäßig begleiten, läge vielerlei des menschenfeindlichen Treibens im Dunkeln. Robert Andreasch von der Antifaschistischen Informations-, Dokumentations- und Archivstelle (a.i.d.a) dokumentiert seit Jahren extrem rechte Kundgebungen, Versammlungen und Veröffentlichungen in Bayern. Bei seiner Arbeit begegnet Andreasch häufig Michael T., der für seinen Blog „24mm-Journalism“ tagesaktuell und auf Englisch über rassistische Kundgebungen berichtet. Im Kontakt mit den Rechten setzen sich die beiden Journalisten regelmäßig Anfeindungen aus.“

+++ 23.04.2016: VICE, Felix Huesmann: Ich wurde von einem AfD-Demonstranten beraubt

+++ 22.04.2016: InFranken/DPA: Nazigegner aus Nürnberg werden per Postkarte zur Ausreise aufgefordert
Politiker, Gewerkschafter, Journalisten und Rechtsextremismus-Experten aus Nürnberg und ganz Bayern wurden mit Postkarten zur Ausreise aufgefordert

+++ 20.04.2016: Reporter ohne Grenzen: Rangliste der Pressefreiheit
„Deutschland hat sich in der diesjährigen Rangliste um vier Plätz auf Rang 16 verschlechtert – eine Folge der stark gestiegenen Zahl von Anfeindungen, Drohungen und gewalttätigen Übergriffen gegen Journalisten.“ Vertiefende Informationen zur Situation in Deutschland gibt es in einem Länderreport.

+++ 20.04.2015: Zeit Online, Kai Biermann und Astrid Geisler: Reichsbürger: Ein Volk, viele Reiche, noch mehr Führer
Die Reichsbürger – ein Sammelbecken harmloser Spinner? Verfassungsschützer fürchten terroristische Einzeltäter aus der von Verschwörungstheorien geprägten Szene.

+++ 20.04.2016:
Meedia, Marvin Schade: Wegen Pegida-Angriffe auf Journalisten: Deutschland verliert auf Liste der Pressefreiheit vier Plätze

+++ 19.04.2016: Süddeutsche Zeitung, Luise Checchin: Wer auf Youtube rechte Propaganda sehen will, muss zuerst einem Flüchtling zuhören
Auf der Suche nach fremdenfeindlichen Inhalten stoßen Betrachter seit heute zunächst einmal auf Statements von Flüchtlingen. Was steckt dahinter?

+++ 16.04.2015: Diverse Quellen: Journalisten berichten, dass bei einer AfD-Kundgebung heute in München Übergriffe auf sie erfolgten, Drohungen wurden ausgesprochen – Ansprechpartner aus der Pressestelle der Münchner Polizei seien nicht anwesend gewesen. An der Demonstration sollen auch Neonazis teilgenommen haben.

+++ 08.04.2015: Augenzeugen.info, Frank Überall: Michael Klarmann: „Für Rechtsextreme ein personifiziertes Feindbild“

+++ 06.04.2015: Der Tagesspiegel, Martin Niewendick: Berichterstattung über Rassismus in Sachsen: Wächterpreis für Matthias Meisner
Der Tagesspiegel-Redakteur wurde für seine Reportage über das Twitter-Projekt „Straßengezwitscher“ geehrt.

+++ 03.04.2016: Blätter für deutsche und internationale Politik, Frank Überall: Fünfte versus Vierte Gewalt: Journalismus unter Beschuss
Kein Tag vergeht, an dem nicht irgendwo in der Republik gegen die „Lügenpresse“ gepöbelt wird. Kein Tag, an dem Journalisten nicht Zigtausende von Hass-Mails erhalten. Und all das in einer Zeit, in der die Arbeitsbedingungen für Journalisten immer prekärer werden – gesellschaftlich, politisch, aber auch ökonomisch.

+++ 30.03.2016: BR/Das Erste/WDR/SWR, Team: NSU – Rechter Terror damals und heute: webdoku.nsu-terror.de
„(...) Diese interaktive Webdoku begleitet die drei DasErste-Spielfilme über den NSU und stellt sie in einen aktuellen Kontext: Die Recherche der Reporterin Laura Beck beginnt bei den Ereignissen der 90er Jahre, der Zeit, in der Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt sich radikalisiert haben. Eine Zeit, in der Politiker Sätze sagen wie „Das Boot ist voll“, in der Asylunterkünfte brennen und Menschen fremder Herkunft auf offener Straße verfolgt werden. Eine Zeit, die gefährlich an die aktuelle Stimmung in Deutschland erinnert. Die Zuschauer begleiten die Reporterin und werden dabei selbst immer wieder zu Rechercheuren, die dabei helfen, folgende Fragen zu ermitteln: Wie wurde der NSU zur Terrorzelle? Wie haben rechte Netzwerke dem NSU dabei geholfen, Waffen und Unterkunft zu finden? Welche Fehler haben die Ermittler bei der Verfolgung des NSU gemacht? Welche Fragen hat der NSU-Prozess bis heute nicht beantworten können? Und: Ist so etwas wie der NSU auch heute wieder möglich?“

+++ 29.03.2016: Drehscheibe, Johanna Rüdiger: Die Lausitzer Rundschau wird von Rechtsextremen angefeindet [Video, 4:16 Min.]
Die Lokaljournalisten der Lausitzer Rundschau arbeiten unter schwierigen Bedingungen. Immer wieder müssen sie Attacken aus dem rechtsextremen Milieu abwehren. Die Redaktion wurde für ihre mutigen Recherchen in der Neonazi-Szene bereits mit diversen Preisen ausgezeichnet. Chefredakteur Johannes M. Fischer erklärt der drehscheibe, was seine Lokalredaktionen so stark macht und warum er die Lügenpresse-Debatte zum großen Teil für hausgemacht hält.

+++ 19.03.2016: Marco Weiß: Das Phänomen rechte Gewalt verständlich erklärt
Das Datendossier der Schwäbischen Zeitung gibt einen Überblick über die Arten rechtsextremistisch motivierter Gewalttaten in Deutschland, über regionale Schwerpunkte und die zeitliche Verteilung.

+++ 18.03.2016: Freie Presse, Jürgen Becker: Hausverbot unter freiem Himmel
Die Gewalt gegen Journalisten im Umfeld von Pegida & Co. nimmt zu. Jetzt will die Anti-Asyl-Initiative „Heimattreue Niederdorf“ die Berichterstattung eines Reporters der „Freien Presse“ sogar ganz unterbinden.

+++ 15.03.2016: Augenzeugen.info, Frank Überall: Pegida in Dresden: Zwischen Agitation und Ausflugsstimmung

+++ 15.03.2016 Endstation Rechts Bayern, Thomas Witzgall: Pegida München fälschte Zitate von Grünen-Politikern

+++ 13.03.2016: Bayerischer Rundfunk, Diane Deutschle: Angriff gegen Journalisten: Fotograf auf Nürnberger AfD-Demo attackiert

+++ 13.03.2016:
Die Zeit, Malte Henk: Wie ich auszog, die AfD zu verstehen
Unser Reporter ist linksliberal und hat nichts gegen Merkels Flüchtlingspolitik. Mit AfD-Gerede von „Volksverrätern“ und „Tugendterror“ kann er nichts anfangen. Wer denkt so? Auf der Suche nach einer Antwort findet Malte Henk nicht nur Rechtsextreme – sondern viele Menschen, die ihm seltsam vertraut vorkommen.

+++ 13.03.2016: La Vie Vagabonde, Felice Vagabonde: 7 Tage undercover auf Dunkelfacebook

+++ 11.03.2016: Wirtschaftswoche, Konrad Fischer: Kasse machen mit den Rechtspopulisten
Der auf Verschwörungstheorien spezialisierte Kopp-Verlag und andere randständige Medienunternehmen gehören zu den wirtschaftlichen Profiteuren des Aufstiegs der AfD.

+++ 10.03.2016:
BR24: Manipulierte Schlagzeile: Münchner AZ geht auch gegen Pegida-Ableger vor
siehe auch: Abendzeitung, Timo Lokoschat: Auf Facebook: Pegida manipuliert AZ-Schlagzeile

+++ 09.03.2016 Aktualisierung: Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) bietet innerhalb ihres Projekts „Gegen Rechtsextremismus“ wieder eine mehrtägige Fortbildungsveranstaltung „Schreiben über Rechts“ an. Die Veranstaltung findet vom 31. Mai bis 3. Juni 2016 in Berlin statt. Anmeldefrist ist der 30. April 2016. An der Veranstaltung haben bereits BJV-KollegInnen teilgenommen und empfehlen die Teilnahme.

„Das Seminar richtet sich vor allem an BerufseinsteigerInnen und an JournalistenInnen, für die Rechtsextremismus (noch) kein Spezialgebiet ist. Es ist für JournalistenInnen aller Mediengattungen geeignet (Print, TV/Radio, Online). Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben. Die Friedrich-Ebert-Stiftung trägt Hotel- und Verpflegungskosten während des Seminars. Für die Anreise sind die TeilnehmerInnen selbst verantwortlich“. Mehr zum Programm erfahren Sie in einem PDF, welches Sie über Gaby Rotthaus, Gaby.Rotthaus@fes.de, anfordern können.

+++ 08.03.2016: Abendzeitung, Timo Lokoschat: Manipulation auf Facebook: Dreist: AfD fälscht Abendzeitungs-Überschrift
Die Abendzeitung hat ihre Anwaltskanzlei mit dem Fall beauftragt.

+++ 07.03.2016: Kress, Bülend Ürük: Interne Anweisung von AfD-Chefin Frauke Petry legt Medienstrategie offen: „Provokante Aussagen unerlässlich, sie sorgen für notwendige Aufmerksamkeit“
Im Aufwind befindet sich nach der Kommunalwahl in Hessen die rechts-populistische „Alternative für Deutschland“. In einer Nachricht an ihre Parteifreunde, die kress.de vorliegt, legt Parteichefin Frauke Petry erstmals ihre Medienstrategie offen. Provozieren um jeden Preis, um in den Medien vorzukommen.

+++ 07.03.2016: Südwestrundfunk, Thomas Reutter: Terror von Rechts [Video: 44:02 Min.]
„Deutschland, Ende 2015: Mehr als 500 mal wurden Flüchtlingsunterkünfte angegriffen, mehr als doppelt so viele wie im letzten Jahr. Darunter waren viele Brandanschläge und – was kaum einer weiß – auch Anschläge mit Sprengstoff. Ermittler und Politik sind aufgeschreckt. Hinter den verbal-radikalen Pegida-Parolen wird eine Szene sichtbar, die vor Gewalt und womöglich terroristischen Anschlägen nicht mehr zurückschreckt. Vier Jahre nach dem Auffliegen der NSU-Mordserie gibt es einen neuen Terror von Rechts: Deutsche Neonazis verfügen über hunderte Schusswaffen. Sie beschaffen Pyrotechnik und Sprengstoff. Sie planen Anschläge und sie führen sie durch. Die Täter bleiben oft unerkannt. Manche tauchen ab.“

Südwestrundfunk
, Webdoku: Terror von Rechts, terror-von-rechts.de
„Die Zahl der Rechtsextremisten steigt. Die Gewaltbereitschaft nimmt zu. Wie rechts ist Deutschland vier Jahre nach dem Auffliegen der rechtsterroristischen NSU? Und wie reicht der rechte Hass in die Mitte der Gesellschaft? Eine Webdoku von Marion Dilg, Sandra Kaupmann und Katja Beck zum Film von Thomas Reutter.“

+++ 07.03.2016: Drehscheibe, Johanna Rüdiger: Wenn Rechtsextreme Lokaljournalisten bedrohen [Video: 4:50 Min.]
Bedroht, bedrängt, verfolgt – in Dortmund arbeiten Lokaljournalisten unter erschwerten Bedingungen, denn sie werden von einer militanten rechtextremen Szene bedroht und angegriffen. Die drehscheibe fragt den Chefredakteur der Ruhr Nachrichten, Wolfram Kiwit, wie seine Redaktion mit der Situation umgeht und warum es gerade in solchen Situationen wichtig ist, umfassend über die Flüchtlingskrise zu berichten.

+++ 04.03.2016: Netz-gegen-Nazis.de, Simone Rafael: Rechtspopulistische Gesprächsstrategien und wie wir damit umgehen

+++ 04.03.2016: Main-Echo, Martin Schwarzkopf: Grenze überschritten: AfD-Sympathisanten bedrohen Main-Echo-Redakteur
Im „Liveticker Pro und Contra AfD in Wertheim“ des Main-Echos gibt es u.a. folgende Beiträge von Redakteuren:

  • Matthias Schätte: „Die AfD hat mich eben von der Berichterstattung ausgeschlossen und mir Hausverbot erteilt. Ich sei ein Lügner – und die kämen nicht rein, sagt AfD-Kreisvorsitzende Christina Baum. Ordner drängen mich unter körperlichem Zwang aus dem Eingangsbereich der Halle.“
  • Matthias Schätte: „Draußen bedroht mich ein Anhänger, als ich sage, man solle mich nicht anfassen: Nach der nächsten Wahl fasse ich Dich an", wird mir gedroht.“
  • Gunter Fritsch: „Auch die Kollegin der Fränkischen Nachrichten Katharina Gabel darf die Halle nicht betreten. Zwei Ordner weisen die Redakteurin aus der Halle. Sie "störe" die Veranstaltung , heißt es zur Begründung."
  • Gunter Fritsch: „Kreisvorsitzende Christina Baum spricht Main-Echo-Redakteur Matthias Schätte Hausverbot aus, weil er, wie sie behauptet, "einmal gelogen habe". Sie kündigt an, einem weiteren Pressevertreter Hausverbot erteilen zu wollen. Dazu werde sie sich öffentlich äußern.“
  • Gunter Fritsch: „Viel Applaus gibt es für ihre Medienschelte: Rundfunkgebühren sollten abgeschafft werden, Zeitungen bräuchten nicht mehr abonniert werden. Sie greift den Würzburger Main-Post Redakteur Michael Czygan persönlich an, er werde zu keiner AfD-Veranstaltung mehr eingeladen. Czygan hatte über die AfD-Veranstaltung in Unterbalbach berichtet.“

Der freie Journalist Wolfgang Jung berichtet auf seiner Facebook-Seite, dass bei einer AfD-Wahlkampf-Veranstaltung in Wertheim drei zwei Journalisten „rausgeschmissen“ wurden und dass gegen einen Journalisten der Main-Post quasi ein Bann öffentlich ausgesprochen wurde.

+++ 03.03.2016: Die Welt, Stefan Laurin: Extremisten mit Presseausweis werden zum Problem
Auf Demonstrationen von Rechten wie Linken wimmelt es von Menschen mit einem Presseausweis. Den bekommt inzwischen jeder für wenig Geld im Internet. Der Polizei bereitet das zunehmend Schwierigkeiten.

+++ 03.03.2016: Augenzeugen.info, Anna-Maria Wagner: Mario Bialek: Anzeige gegen Anzeige
Seit acht Jahren dokumentiert der Fotograf Mario Bialek kontinuierlich Demos von rechten und rechtsextremen Gruppierungen. (...) Bei einer AfD-Demo am 11. Januar 2016 in Merseburg wurde er als begleitender Fotograf angegriffen und erstattete Strafanzeige. Die im Polizeirevier eingereichte Fallschilderung dokumentieren wir hier gekürzt.

+++ 03.03.2016: Stefan Plöchinger: Über den Hass
Auch in journalist 3/2016: Wut, Hetze, Hass – und wir Journalisten mittendrin. Was passiert da bloß im Netz?
Warum haben Journalisten das Gefühl, gegen eine Wand zu argumentieren? Warum kapitulieren Redaktionen vor der Hetze im Netz? Und warum heizen andere Redaktionen sie bewusst an? Stefan Plöchinger, Digitalchef der Süddeutschen Zeitung, mit einem Erklärungsversuch – der auch Mut machen soll. Denn: „Die öffentliche Debatte zu moderieren, ist ein Kern unseres Jobs.“ Kapitulieren geht nicht. Auch wenn es weh tut: Das Spiel mit den steilen Thesen (€ 0,99 Euro bei Blendle)

+++ 03.03.2016: taz, Reinhard Wolff, Anne Fromm: Finnischer Kampf gegen Hetze im Netz: Journalisten gegen „Lügenmedien“
Finnische Chefredakteure haben sich gemeinsam gegen Hetze im Netz ausgesprochen. Das wäre in Deutschland kaum denkbar.

+++ 29.02.2016: Die Friedrich-Ebert-Stiftung bietet innerhalb ihres Projekts „Gegen Rechtsextremismus“ wieder eine mehrtägige Fortbildungsveranstaltung „Schreiben über Rechts“ an. Die Veranstaltung findet vom 31. Mai bis 3. Juni 2016 in Berlin statt. An der Veranstaltung haben bereits BJV-KollegInnen teilgenommen und empfehlen die Teilnahme. Informationen bitte unter info@fes.de anfordern. 

+++ 23.02.2016: ARD/Morgenmagazin/MDR, Danko Handrick: Reporter trifft Demonstranten: Die verquere Sicht von Pegida auf Clausnitz [Video, 4:48 Min.]
Vor einem Monat traf MDR-Reporter Danko Handrick bei Pegida zwei Teilnehmer und lud sie ein zur „Lügenpresse“ [zum Beitrag]. Nach den fremdenfeindlichen Ereignissen von Clausnitz und Bautzen traf er die beiden nun wieder. Ihre Meinung zu Clausnitz: Schuld haben die Flüchtlinge.

+++ 22./23.02.2016: Süddeutsche Zeitung, Seite Drei, Cornelius Pollmer: Routine (€ Süddeutsche Zeitung und Blendle)
Es tobt der Mob gegen Flüchtlinge – und wieder können hinterher alle alles erklären. Über ein furchtbares Wochenende in Sachsen und die deutsche Gegenwartsbewältigung
Hierzu auch: Stefan Niggemeier, Übermedien: „Cornelius Pollmer hat es in der SZ geschafft, übermüdet und wach, verzweifelt und manchmal fast tragikomisch über Clausnitz und die Exzess-Routine zu schreiben. Besondere Lese-Empfehlung.“
Detlef Esslinger, Süddeutsche Zeitung, lobt den Artikel seines Kollegen Pollmer bei Facebook ebenso.

+++ 22.02.2016: der Freitag, Bartholomäus von Laffert und Konstantin Nowotny: Pegidas Märchen
Auch wer „Lügenpresse“ schreit, braucht Infos. Was sind das für Portale, die ständig Öl ins Feuer gießen?

+++ 22.02.2016: Nordbayern.de, Matthias Oberth: Kommentar: Wir waren zu gutgläubig
Warum es gefährlich ist, jeder „Meinung“ eine Plattform zu bieten – Die Vorfälle in Bautzen und Clausnitz haben uns aufgezeigt, wie naiv wir waren.

+++ 22.02.2016: Hamburger Morgenpost: Pegida-Boss Lutz Bachmann droht der MOPO

+++ 22.02.2016: NDR 1, Radio MV, Stefan Ludmann: Journalistenverband: AfD verletzt Pressefreiheit

+++ 21.02.2016: Daniel Bouhs/Youtube: „Pegida geht gegen Ende zu – die AfD übernimmt“: Ulrich Wolf („Sächsische Zeitung“) [Video, 14:07 Min.]
Auf der Feier „Journalisten des Jahres“ in Berlin wird Ulrich Wolf von der „Sächsischen Zeitung“ als Reporter des Jahres 2015 (regional) ausgezeichnet. Die Laudatio auf Wolf hält Annette Ramelsberger („Süddeutsche Zeitung“).

+++ 20.02.2016:
Die Medienwoche, Adrian Lobe: „Wer die AfD verstehen will, muss die ‚Junge Freiheit‘ lesen“

+++ 18.02.2016: Meedia: Volksverhetzung? HAZ zeigt Facebook-Hasskommentare an

+++ 16./17.02.2016:
Leipziger Internet Zeitung: LEGIDA und die Polizei: Maßnahmen gefordert, Einstellung der L-IZ-Liveberichterstattung
Hierzu auch die Meldung auf dem DJV-Blog Augenzeugen.info: Offener Brief der L-IZ.de und eine Pressemitteilung des DJV: Verheerendes Signal. Auch die DPA berichtet, hier in der Welt: Leipziger Journalisten stellen Legida-Berichte ein

+++ 10.02.2016:
Süddeutsche Zeitung, Die Seite Drei, Bernd Kastner [€]: Hausbesuch
„Täglich schreiben Leserinnen und Leser an die „Süddeutsche Zeitung“. Vor allem die Briefe der Anhänger von Pegida sind voller Wut, oft auch voller Hass. Zeit für ein paar Gespräche.“

+++ 09.02.2016: Zeit Online, DPA: Gericht verbietet Hasskommentare gegen Dunja Hayali

+++ 08.02.2016: 24mmjournalism [Video, 1:08 Min.]: PEGIDA am Rosenmontag – Übergriffe durch Polizei gegen Journalisten [in München]

+++ 05.02.2016:
Funkturm, Nicole Kirchner und Peter Stawowy: „Soll jetzt Lutz Bachmann ein Praktikum bei uns machen?“
Via Bildblog, 6 vor 9 (Linktipps), Lorenz Meyer: „Langfassung eines Gesprächs, in dem drei Medien-Fachleute aus Sachsen nach Lösungen ringen, wie man das Bild der Presse in der Bevölkerung verbessern kann und mit der Wut auf die Medien umgehen soll. Man merkt den Gesprächspartnern das Bemühen an, die „Lügenpresse“-Rufer zu erreichen. Andererseits wird die komplizierte und verfahrene gesellschaftspolitische Gemengelage deutlich, und an manchen Stellen schimmern Hilf- und Ratlosigkeit durch. Ein Gespräch, das auch außerhalb von Sachsen seine Bedeutung hat.“

+++ 04.02.2016:
Süddeutsche Zeitung, Hannes Munzinger, Antonie Rietzschel und Hauke Bendt: Pegida auf Facebook: Hetze im Sekundentakt

+++ 30.01.2016: Bayerischer Rundfunk, Susanne Betz: Rechtsextreme Verschwörer: Fiction für den  „Volkswiderstand“
„Sie mixen einen Verschwörungscocktail aus Rassismus und reiner Fiction. Ein rechtsextremes publizistisches Netzwerk füttert AfD und Pegida mit abstrusen Theorien. Stoff für den selbsternannten „Volkswiderstand“ gegen „Lügenpresse“, Gendermainstreaming und „Überfremdung“.“

+++ 30.01.2016: Ostsee-Zeitung, ohne Autorennennung: Rostock-Lichtenhagen: Rechte Demonstranten attackieren Journalisten

+++ 29.01.2016: Bayerischer Rundfunk – Medienmagazin, Daniel Ronel: Angriffe auf Journalisten in Magdeburg: [Interview] Holger Stahlknecht, CDU, Innenminister von Sachsen-Anhalt (Audio 5:34 Min.)
„Immer häufiger werden Journalisten bei rechten Demonstrationen massiv behindert. „Lügenpresse“-Rufe sind das eine, die Aufforderung zu Gewalt das andere. Pegida-Frontfrau Festerling hatte kürzlich dazu aufgefordert, „Eliten ... aus den Pressehäusern zu prügeln“. In Magdeburg wurden jetzt TV-Teams von MDR und ZDF mit Pfefferspray angegriffen und verletzt.

+++ 28.01.2016: quer: Pegida in München (Video, 5:00 Min, Behinderung der Berichterstatter zirka bei 4:30 Min.)
Ein Interview mit quer lehnten Münchner Pegida-Vertreter ab; bei der Pegida-Demonstration am Montag wurde ein quer-Berichterstatter von einem Teilnehmer angegangen und die Kamera beschädigt. Es entstand ein geringer Sachschaden, aber die Aufnahmen konnten nicht fortgeführt werden, die Journalisten meldeten den Vorfall bei der Polizei.

+++ 28.01.2016: Meedia: Bei AfD-Demo in Magdeburg: Journalisten mit Reizgas attackiert

+++ 27.01.2016: Krautreporter, Rico Grimm: Die neuen Rechten, verständlich erklärt
Bin ich ein Nazi, wenn ich gegen mehr Einwanderung bin? Was ist eigentlich „rechts“? Woher haben Pegida und AfD ihre Ideen? Führen die Flüchtlinge zu einem Rechtsruck in Deutschland? Krautreporter gibt Antworten, die jeder versteht.

+++ 27.01.2016:
Augenzeugen.info, Anna-Maria Wagner: Wie sich Journalisten gegen Drohungen zur Wehr setzen

+++ 26.01.2016: Berliner Zeitung, Arno Schupp: In eigener Sache: Uns reicht es!
„Dass in sozialen Netzwerken zu Gewalt gegen Einzelpersonen aufgerufen wird, ist nicht hinzunehmen. Die Berliner Zeitung wird juristisch gegen alle vorgehen, die unsere Redakteure bedrohen und diffamieren. Eine erste Strafanzeige wurde gestellt.“

+++ 25.01.2016: MDR Info/ARD Morgenmagazin, Stephan Zimmermann: Zwei Demonstranten beim MDR: Pegida zu Besuch bei der „Lügenpresse“

+++ 15.01.2016:
Augenzeugen.info: Strafanzeige wegen Volksverhetzung
Der DJV hat am 13. Januar Strafanzeige wegen Volksverhetzung und aller sonst in Betracht kommenden Straftaten gegen die Pegida-Organisatorin Tatjana Festerling erstattet.

+++ 14.01.2016: FAZ, Urs Humpenöder: Gewalt gegen Journalisten: Prügel, bis die Polizei kommt
„Am Montagabend ist die MDR-Reporterin Ine Dippmann in Leipzig von Legida-Demonstranten tätlich angegriffen worden. Der Angriff ist kein Einzelfall. Die Gewalt gegen Journalisten nimmt zu.“

+++ 13.01.2016: Der Standard/APA: Deutschland: Journalisten als Zielscheibe rechter Gewalt

+++ 13.01.2016: Zapp, Daniel Bouhs: Wer schützt das Grundrecht „Pressefreiheit“?
Textbeitrag und Video (7:59 Min.).

+++ 13.01.2016: DJV, Pressemitteilung Hendrik Zörner: Augenzeugen.info: Blog zu Gewalt gegen Journalisten
Augenzeugen.info heißt das Blog, das der Deutsche Journalisten-Verband am heutigen Mittwoch gestartet hat.

+++ 12.01.2016: DrMorbid (bei Twitter verwendetes Pseudonym): Examples of aggression by #pegida against the #press with no police intervention (Pegida-Demonstration in München, 11.01.2016)

+++ 12.01.2016: Tagesspiegel, Matthias Meisner: Gewalt bei Pegida: „Linksversifft, Lügenpresse, das volle Programm“
Die MDR-Reporterin Ine Dippmann berichtete am Montag über den ersten Geburtstag des Pegida-Ablegers Legida. Als sie Lutz Bachmann fotografierte, bekam sie von einer Demonstrantin einen Schlag ins Gesicht.

+++ 12.01.2016: MDR.de: MDR-Intendantin: „Wir lassen uns nicht einschüchtern“
„(...) „Wir haben beschlossen, Reporterinnen und Reporter bei solchen Einsätzen künftig generell von Sicherheitspersonal begleiten zu lassen“, erklärt Jana Hahn, Hörfunkchefin der Hauptredaktion Information.“

+++ 12.01.2016: Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger, BDZV, Anja Pasquay, Pressemitteilung: Pegida-Spitze das Handwerk legen: Pegida-Spitze das Handwerk legen: BDZV verurteilt Leipziger Hetzreden auf das schärfste

+++ 12.01.2016: Meedia, Marvin Schade: „Eliten aus Pressehäusern prügeln“: Pegida-Frontfrau ruft zu Gewalt gegen Journalisten auf

+++ 11.01.2016: MDR.de: Ticker zu den Ereignissen in Leipzig
Auszug: „+++ 22:42 Uhr – MDR-Reporterin angegriffen +++
Eine Reporterin des MDR ist am Rande der Legida-Demonstration angegriffen worden. Eine Frau hat ihr zunächst das Handy aus der Hand geschlagen. Anschließend wurde ihr mit voller Wucht ins Gesicht geschlagen.“

+++ 11.01.2016: Tichys Einblick, David Berger: So macht man Neonazis Freude

+++ 31.12.2015: Stern, Ulrich Wolf (€): „Auf die Fresse“
Die Stimmung gegen Journalisten in Sachsen ist aggressiv. Ein Redakteur der „Sächsischen Zeitung“ über seinen Arbeitsalltag

+++ 31.12.2015: Die Presse, Philip Baugut und Katharina Neumann: Neonazis, Gewalt und die Berichterstatter
Schwache Analyse! tm

+++ 30.12.2015:
journalist/Presseportal: augenzeugen.info startet
„Bereits im Januar soll "augenzeugen.info" starten, ein Blog, in dem der DJV-Vorsitzende über die zunehmende Bedrohung gegen Journalisten berichten wird. "Ich will dort Texte und Interviews zusammenstellen, die einen Blick darauf werfen, was in dieser Szene tatsächlich passiert", so Frank Überall. Das können Erfahrungsberichte von Kollegen, ein Interview mit einem Redaktionsleiter oder Beiträge von Wissenschaftlern sein, die sich um das Phänomen Rechtsextremismus kümmern. Der DJV hatte kürzlich dazu aufgerufen, Fälle von Übergriffen gegen Journalisten zu melden. Auch diese Informationen sollen für augenzeugen.info aufbereitet werden.

+++ 29.12.2015: ARD-Morgenmagazin, Anna Planken: „Pegida ist mit klassischen Medien nicht zu erreichen“ (Video: 5:01 Min.)
Interview mit Ulrich Wolf, Sächsische Zeitung

+++ 23.12.2015: Deutsche Welle, Yalda Zarbakhch: #prideandprejudice: Leaving the Nazi-past behind
Singing racist songs and organizing neo-Nazi marches: Once, Felix [Benneckenstein] was deep into the right-wing scene. But then he found out how wrong it is. Since then, he's helped others exit the scene.

+++ 21.12.2015: Vorwärts, Kai Doering: Pressefreiheit: Warum Journalisten zur Zielscheibe von Pegida werden
Interview mit dem DJV-Vorsitzenden Frank Überall

+++ 19.12.2015:
BJV.de: Neue Link-Sammlung zum Thema Flüchtlinge & Journalismus als Ergänzung zum Titelthema des BJVreport 6/2015 „Flüchtlinge in den Medien“: bjvlink.de/fluechtlinge

+++ 19.12.2015: Hamburger Abendblatt, Karolin Jaquemain: Wird über Flüchtlinge ausgewogen berichtet?
Moderatorin Anja Reschke hat ein Buch zu dem Thema des Jahres herausgegeben. Ein Gespräch über Willkommenskultur, Hetze und „Lügenpresse“

+++ 15.12.2015: NDR-Journalistin Anja Reschke hat ein Buch zum Thema herausgegeben:
Anja Reschke (Hg.): Und das ist erst der Anfang – Deutschland und die Flüchtlinge. Rowohlt, Hamburg, 2015, 336 Seiten, 12,99 Euro (E-Book 10,99 Euro), ISBN 978-3-499-63184-9 (ISBN E-Book 978-3-644-57071-9). Weitere Informationen beim Rowohlt Verlag, dort gibt es auch eine Leseprobe (PDF, 26 Seiten, 227 kb).

+++ 15.12.2015:
Dresdner Neueste Nachrichten/DPA: Pegida-Aufmärsche: Studie listet Angriffe gegen Journalisten auf
Bei Pegida-Aufmärschen wird gegen die „Lügenpresse“ gehetzt. Journalisten sind Teil des Feindbildes geworden. Das Leipziger Zentrum für Pressefreiheit hat Attacken gegen Medienvertreter untersucht.

+++ 15.12.2015: European Centre For Press And Media Freedom (ECPMF): [Interaktive Karte] Journalism as a provocation
„For our study on right-wing populist violence against journos in GER we launched an impressive story-telling map.“

+++ 09.12.2015: Frankfurter Rundschau, Katja Thorwarth: NSU: Mutmaßliche Mörderin wird zum Popstar
„(...) Die Medien tragen ihre [Beate Zschäpes] Inszenierung als Popstar bereitwillig mit. Ein Kommentar.“

+++ 08.12.2015: FAZ/FAS, Friederike Haupt/Volker Zastrow: Alternative für Deutschland: Die völkische Bewegung stellt sich vor

+++ 08.12.2015: Der Tagesspiegel, Maria Fiedler: „Lügenpresse“: Warum verlieren Medien an Glaubwürdigkeit?

+++ 07.12.2015: taz, Daniel Bouhs: D-Radio-Journalistin über Pegida-Demos – „Grenzüberschreitungen jeglicher Art“

+++ 04.12.2015: reDDakteur, Andreas Szabo: Über 25 Übergriffe auf Journalisten in Sachsen

+++ 03.12.2015: Dunja Hayali bei Facebook: „Haben wir im ZDF morgenmagazin gelogen? Sind mir bei „hart aber fair“ die Gesichtszüge entglitten? Bin ich selbst schuld an den krassen Beleidigungen, die hier gepostet werden?“

+++ 03.12.2015: couragiert, Tom Waurig: Was tun gegen Facebook-Hetze?

+++ 03.12.2015:
Zeit Online/Die Zeit, Paul Blickle, Kai Biermann, Philip Faigle, Astrid Geisler, Götz Hamann, Lenz Jacobsen, Anna Kemper, Martin Klingst, Karsten Polke-Majewski, Stefan Schirmer, Hannes Soltau, Julian Stahnke, Toralf Staud, Tilman Steffen und Sascha Venohr: Gewalt gegen Flüchtlinge: Es brennt in Deutschland
Aufwändige Recherche und zugleich auch eine gute Recherchequelle.

+++ 02.12.2015: starke-meinungen.de, Christoph Giesa: Gestatten, ARD – Rundfunk für besorgte Bürger

+++ 01.12.2015:
journalist, Matthias Daniel: Was Pegida anrichtet

+++ 01.12.2015: journalist, Svenja Siegert: [€] „Angst ist das falsche Wort“
Für die Titelgeschichte hat journalist-Redakteurin Svenja Siegert die Macher von Streetcoverage in Dresden getroffen – zwei 26-Jährige, die Montag für Montag auf die Straße gehen, um live zu berichten. Via Twitter. Der Text versucht, die Stimmung in Dresden einzufangen. Was macht ‪#‎Pegida‬ mit den Journalisten vor Ort? Wie bedroht fühlt sich die „Lügenpresse“ tatsächlich? Wie hält man das alles aus? Journalisten erzählen davon, warum sie ihr Mikro häufig in der Tasche lassen, warum sie auf manche Demos nicht mehr allein gehen, warum sie einen Fahrradhelm dabei haben, warum sie schon mal mit dem Gedanken gespielt haben, aus Dresden wegzugehen. Denn: Pegida hört ja mit Feierabend nicht auf. Hier der Link zum Text auf Blendle Deutschland (0,99 €).

+++ 28.11.2015: n-tv.de, Christoph Herwartz: „Pinocchio musste auch lernen“: AfD versucht es noch einmal mit der Presse

+++ 28.11.2015: Störungsmelder/Zeit Online, Johannes Radke: Morddrohung gegen Störungsmelder-Autor
Mit Dokumentation der Pressemitteilung vom ver.di Bezirk Mittelfranken und den Betroffenen: „Todesdrohungen lassen Nazigegner kalt

+++ 28.11.2015:
Endstation Rechts.Bayern: Todesdrohungen lassen Neonazi-Gegner kalt

+++ 27.11.2015:
Bayerischer Rundfunk, Thies Marsen: Attacken in Franken: Neonazi-Gegner erhalten Todesdrohungen
„(...) Betroffen von den fingierten Todesanzeigen sind die Sozialwissenschaftlerin Birgit Mair, die regelmäßig in Schulen über Neonazis aufklärt sowie der verdi-Gewerkschaftssekretär Ulli Schneeweiß und der freie Journalist Jonas Miller, der unter anderem für ‚Die Zeit’ und den Bayerischen Rundfunk arbeitet. (...)“

+++ 27.11.2015: Daniel Bouhs, Interview mit Nadine Lindner, Deutschlandfunk: Als Korrespondentin bei Pegida-Demos: „Von der Polizei wünsche ich mir ein höheres Maß an Sensibilität” (Audio, 17:47 Min., auch thematisch untergliedert anhörbar)

+++ 27.11.2015: ZDF morgenmagazin: Rohmaterial der AfD-Demo in Cottbus (Video, 15:43 Min.)
Nach dem Angriff auf ZDF-Journalistin Britta Hilpert auf einer AfD-Demo in Cottbus, gibt es hier das Rohmaterial.

+++ 27.11.2015: Handelsblatt, Dietmar Neuerer: Gewalt gegen ZDF-Reporterin: Schwere Vorwürfe gegen AfD-Vize Gauland

+++ 27.11.2015:
Tagesspiegel, Matthias Meisner: Pegida, AfD, NPD und die Medien: „Es gibt No-go-Areas für Journalisten“

+++ 26.11.2015:
Reporter ohne Grenzen, Pressemitteilung: ROG-Vorstand auf AfD-Demonstration angegriffen, Britta Hilpert war als ZDF-Reporterin unterwegs
Siehe hierzu auch Beitrag von Britta Hilpert im ZDF morgenmagazin vom 27.11.2015 (Video, 2:20 Min.)

+++ 26.11.2015: Meedia, Stefan Winterbauer: Die neue Pegida-Presse: Wie Querfront-Medien sich ihr krudes Weltbild zurechtbiegen

+++ 25.11.2015: Zapp, Bastian Berbner: Machtlos gegen Flüchtlingsgerüchte? Text und Video (7:38 Min.)
Gerüchte über Flüchtlinge sind in Deutschland allgegenwärtig. Wie kann man ihnen journalistisch begegnen?

+++ 25.11.2015:
DJV-Blog: Wir wollen's wissen
Übergriffe auf Journalisten, Schlagen, Prügeln, Treten kommen bei rechtsradikalen Demos immer öfter vor. Wir sammeln jetzt die Fälle. Journalisten, meldet euch!

+++ 24.11.2015:
Deutschlandradio Kultur, Dieter Kassel: Gewalt gegen Journalisten: „Das kannte ich nur aus autoritären Regimen“
„Geschubst, bespuckt, mit Mord bedroht: Journalisten sähen sich hierzulande wachsender rechtsextremer Gewalt ausgesetzt, sagt Frank Überall. Gleichzeitig fordert der DJV-Chef mehr Selbstkritik der Medien: Nicht immer würden Bericht und Kommentar deutlich getrennt.“

+++ 23.11.2015: taz-Hausblog, Andreas Speit: Bewährungschance missachtet: taz-Autor darf nicht vom NPD-Bundesparteitag berichten

+++ 18.11.2015: Volksstimme, Alexander Dinger, Christopher Kissmann und Matthias Fricke: AfD attackiert Grüne und Linke – Auszug: „Als ein Reporter der Volksstimme mit einem AfD-Demonstranten aus Magdeburg sprach, ging ein Ordner dazwischen. Er fotografierte den Reporter erst mit seinem Handy und führte den Magdeburger Rentner dann weg und sagte: "Wir reden nicht mit der Lügenpresse". Als der Volksstimme-Reporter später fragte, warum er das Gespräch unterbunden habe, sagte der Ordner: "Das ist ein freies Land. Ich muss das nicht begründen."“

+++ 17.11.2015: 24mmjournalism.com/Youtube: PEGIDA MÜNCHEN – Presseteilnehmer bedrängt (Video: 2:09 Min.)

+++ 16.11.2015: Freie Presse, Julia Lappert: „Freie Presse“-Redaktion in Glauchau angegriffen

+++ 12.11.2015: taz, Claudia Hennen: Bedrohter Journalist [Interview mit Peter Bandermann] über Rechte: „Ich bin kein Einzelfall“

+++ 11.11.2015: Zapp, Tom Fugmann, Janina Kalle: Pegida-Demos: Journalisten geraten ins Visier (Video: 4:44 Min.)

+++ 11.11.2015: Zapp, Daniel Schmidthäussler: „Lügenpresse“: Medienkritik besorgter Bürger (Video: 6:03 Min.)

+++ 10.11.2015:
Hamburger Abendblatt, Maike Schiller: Gewalt gegen Journalisten – Katja Gloger: „Aus Wutbürgern werden Hassbürger“

+++ 09.11.2015: BJV bei Facebook: Pegida hat vor der Öffentlichkeit offensichtlich viel Angst. Fotografen werden bei der Arbeit behindert.

+++ 03.11.2015: FAZ, Leonie Feuerbach: Hetzjagd auf Journalisten

+++ 03.11.2015: Spiegel Online: Angriffe auf Journalisten: Rechtsradikale attackieren erneut Reporter

+++ 03.11.2015:
BJV/Facebook: Dokumentation einiger Tweets zu gestrigen #Pegida-Demonstration in München – u.a. wird das Verhalten der Polizei kritisiert

+++ 02.11.2015:

- taz, Jürn Kruse: Angriff auf Tagesspiegel-Autor in Berlin: „Du linke Drecksau“
- Tagesspiegel:
Rechte Gewalt: Tagesspiegel-Autor Helmut Schümann angegriffen
- B.Z. Berlin
, Matthias Lukaschewitz: Wegen Kolumne: Tagesspiegel-Redakteur von rechtem Schläger attackiert
- Turi2, Tatjana Kerschbaumer: „Tagesspiegel“-Journalist von Rechten attackiert

+++ 02.11.2015: Reflektierter Bengel/Twitter: „Wir haben bis jetzt keine Demo begleitet bei der #Pressefreiheit so eingeschränkt war wie heute bei #Pegida #München“ und „#Neonazis und Rechtspopulisten konnten vor der #Polizei mit Deutschlandfahnen nach Journalisten schlagen u. Objektive verdecken“

+++ 02.11.2015: Meedia/DPA, ms: Welt-Reporter bei Neonazi-Demo attackiert, Kolumnist auf Straße niedergeschlagen

+++ 02.11.2015: DJV-Pressemitteilung: Übergriffe: Solidarität mit mutigen Journalisten

+++ 28.10.2015: Da Hog'n, Thomas Witzgall und Stephan Hörhammer: Vor der AfD-Demo in Passau: Bezirksvorsitzender nimmt es nicht allzu genau mit Tatsachen
U.a.: „Das Publikum greift daraufhin die Anschuldigungen auf – und skandiert ein mehrfaches, lautes „Lügenpresse“. Ohne den Vorfall – vor allem zeitlich – einzuordnen, geht Protschka sogleich zum nächsten Thema über. Beides, sowohl die Vergewaltigung durch eine Gruppe als auch das Verschweigen einer solchen Straftat durch die Presse sind schwerwiegende Vorwürfe.“

+++ 28.10.2015: Reflektierter Bengel/Youtube (1:18 Min.): Pressefreiheit und die Münchner Polizei

+++ 27.10.2015: Journalismus-Handbuch, Paul-Josef Raue, Peter Bandermann: Neonazis stellen Lokalredakteur unentwegt nach: Die ganze Geschichte

+++ 26.10.2015:
Bayerischer Rundfunk/kontrovers, Astrid Halder (Video: 4:42 Min.): Medien und Flüchtlinge: Schwierige Berichterstattung
Jedes Bild hat Macht, jedes Wort zählt - gerade bei einem Thema, das so emotional diskutiert wird wie die Flüchtlingsfrage. Umso wichtiger ist eine umfassende, objektive Berichterstattung. Aber dabei haben Journalisten mit unterschiedlichen Schwierigkeiten zu kämpfen ...

+++ 26.10.2015: Spiegel Online, Anne Martin und Leonie Voss: Journalisten auf Pegida-Demos: „Das ist eine Hetzjagd“, Video (3:48 Min.)
Sie werden beschimpft, beleidigt und sogar geschlagen: Immer häufiger sind Journalisten Angriffsziel von Pegida-Anhängern in Dresden. Seit einem Jahr jeden Montag mitten drin, die Reporter der Sächsischen Zeitung. Ein Bericht aus dem Herzen der „Lügenpresse“.

+++ 26.10.2015:
@robertandreasch: Rolf H. verletzte am Samstag in #Nürnberg Fotografen mit Kopfstoß. Bei "PEGIDA" #München droht er, mir Zigarette im Gesicht auszudrücken.

+++ 26.10.2015: Drehscheibe, Sonderschwerpunkt: Angekommen. Flüchtlinge in Deutschland, PDF, elf Seiten, 1,4 MB
U.a. Interview mit einem Fotografen, der am Rande einer Pegida-Demonstration angegriffen wurde. Und: „Seit Pegida-Demonstranten in Dresden Journalisten tätlich angegriffen haben, diskutiert die Branche über die Bedrohung der Pressefreiheit. Ulrich Wolf, Reporter der Sächsischen Zeitung, rät hingegen dazu, Probleme nicht hochzuschreiben.“

+++ 26.10.2015: Journalismus-Handbuch, Paul-Josef Raue: Neonazis stellen Redakteur nach – Staatsanwalt zuckt mit den Schultern: „Nicht schwerwiegend“

+++ 25.10.2015:
Fränkischer Tag, Johannes Görz: [€] Unter Rechten: Wie ich mich mit 500 Neonazis befreundete

+++ 23.10.2015: Südwest Presse, Ulrich Becker: Der Hass widert uns nur noch an
„Täglich laufen in der Redaktion der SÜDWEST PRESSE Mails ein, deren Inhalt uns mittlerweile – mit Verlaub – ankotzt. Einhellig berichten die Kollegen darüber, dass die Debatte um die Flüchtlinge eine Wut entfacht hat, die sie in dieser Weise noch nie in ihrem Berufsleben erfahren haben. Ein Kommentar von Chefredakteur Ulrich Becker.“

+++ 20.10.2015: Twitter-Meldungen zur gestrigen Pegida-Demonstration in München:
- „Erneut #Pressevertreter bei #Pegida #München bedroht: Wir finden dich und deine Familie und bringen dich um! @BJVde #neonazis #freepress“
- „Ausserdem hinderte die Polizei München wieder einmal die Presse Vertreter und fotografierte sie ab. #München @BJVde“

+++ 16.10.2015: Offener Brief des BJV-Vorsitzenden an den Münchner Polizeipräsidenten Hubertus Andrä – Polizei muss freie Berichterstattung über Pegida-Demonstrationen gewährleisten

+++ 15.10.2015: Die Kollegen von Straßengezwitscher melden per Twitter aus Dresden-Klotzsche von einer AfD/Pegida-Demonstration gegen eine Flüchtlingsunterkunft: „Wir wurden massiv bedrängt, uns wurde auf die Kamera geschlagen von einem vermummten Demonstranten. Wir brechen ab.“ und „Demonstranten (teils vermummt) und Ordner greifen Pressevertreter an“. Hierüber berichtet u.a. das Blog reDDakteur: Wie die AfD Dresden zur Lügenpresse wurde.

+++ 14.10.2015: Pressemitteilung der Mitteldeutschen Zeitung, Halle, Chefredakteur Hartmut Augustin: „Funktionäre und Mitglieder des Landesverbands der Alternative für Deutschland (AfD) haben politische Gegner und Journalisten mit dem Tod bedroht. (...) Unterdessen hetzten AfD-Mitglieder und Sympathisanten in öffentlich zugänglichen Internetforen auch gegen Journalisten. Auf der Facebook-Seite ‚Bitterfeld  Meine Heimat‘ etwa war eine MZ-Redakteurin regelmäßig Ziel solcher Angriffe. (...)“. Ausführlich berichtet Hendrik Kranert-Rydzy in der Mitteldeutschen Zeitung im Artikel „AFD-Funktionär droht Andersdenkenden auf Facebook ‚An die Wand gestellt‘“.

+++ 14.10.2015:
„Goldene Victoria für Pressefreiheit“ u.a. für Berichterstattung über Rechtsextreme in Dortmund
Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) verleiht am 2. November erstmals die „Goldene Victoria für Pressefreiheit“. Auf seiner Website meldet der VDZ:
„Der dritte Preisträger ist der Redakteur und Journalist Peter Bandermann. Er berichtet trotz anhaltender Drohungen seit 15 Jahren für die Ruhr Nachrichten über die rechtsextreme Szene in Dortmund. ‚So unterschiedlich sie sind, alle drei zeigen sie mit ihren Beiträgen, Kommentaren und Äußerungen, aus welchen Richtungen Journalisten attackiert werden, wieviel Courage man benötigt, um die Schere im Kopf zu verdrängen und wie zentral unabhängige und faktenbasierte Berichterstattung sind‘, mahnt [VDZ-Hauptgeschäftsführer Stephan] Scherzer.“
In den Ruhr Nachrichten berichtete Gaby Kolle über die Auszeichnung für ihren Kollegen: „Seit 15 Jahren berichtet RN-Redakteur Peter Bandermann über die rechtsextreme Szene in Dortmund – trotz Drohungen, Nazi-Post und eines Farbanschlags auf sein Privathaus. (...)“Artikel von Peter Bandermann finden Sie auf der Website der Ruhr Nachrichten; Bandermann twittert unter rn_bandermann.

+++ 13.10.2015: Bild München, Oliver Grothmann und Kathrin Stangl: Nazis in der Feldherrnhalle: Warum verhinderte die
Polizei nicht diese Provokation? Im Text bemerken die KollegInnen auch: „Als die Nazis die Feldherrnhalle wieder verließen, bedrängten sie außerdem noch Fotografen.“ BerufsfotografInnen beschwerten sich wiederholt über das Verhalten der Münchner Polizei.

+++ 12.10.2015: 3sat/Kulturzeit, Alexander Glodzinski: Ganz weit rechts – Was steckt hinter der Partei "Der III. Weg"? (Video: 7:43 Min.),
außerdem Interviews mit Markus Schäfert, Bayerischer Verfassungsschutz (Video: 2:55 Min.); Robert Andreasch, aida-Archiv (Video: 3:44 Min.); Bernd Wagner, Extremismus-Experte (Video: 4:36 Min.) und Hajo Funke, Politikwissenschaftler (Video: 3:43 Min.).

+++ 12.10.2015: Das Erste/Die Story im Ersten, Jo Goll, Torsten Mandalka und Olaf Sundermeyer: Dunkles Deutschland  Die Front der Fremdenfeinde (Video: 44:03 Min.).

+++ 10.10.2015: WDR/ARD-Dokumentation, Mareike Wilms: BVB gegen Rechts  Dortmund und seine Fans (Video: 30:01 Min.).

+++ 08.10.2015: Ein sehr gelungenes Recherchestück: Die Zeit [Blendle, 0,89 Euro], Christian Fuchs und Daniel Mülller: Heidi und die Brandstifter
„Sie stammt aus einer Familie von treuen Nazis, als Kind wurde sie in geheimen Lagern gedrillt. Ihre früheren Kameraden zündeln heute bei NPD und Pegida. Doch Heidi Benneckenstein hat sich anders entschieden.“

+++ 07.10.2015:
3sat/Kulturzeit, Clemens Riha: Der braune Osten (Video: 6:52 Min.)
Die Hälfte aller rassistischen Gewalttaten ging in den vergangen Monaten auf das Konto der neuen Bundesländer, obwohl die nur 17 Prozent der gesamten Bevölkerung in Deutschland ausmachen. Warum?

+++ 07.10.2015:
Horizont, Ingo Rentz: Die „Lügenpresse“ wehrt sich: Wie Jung von Matt eine Pegida-Demo crashte

+++ 06.10.2015:
Panorama – die Reporter: Im Nazidorf (Video: 30:43 Min.) Jamel in Mecklenburg-Vorpommern gilt als Nazidorf: Die meisten Einwohner gehören der rechtsextremen Szene an. Doch diesen Sommer wohnte Michel Abdollahi mitten unter ihnen. Zusätzlich gibt es ein Interview zu diesem journalistischen Experiment von Dietmar Schiffermüller: Abdollahi: „Ich wollte die Nazis interviewen“.

+++ 06.10.2015: 24MM Journalism: PEGIDA Munich marches – board-member suspect in terror investigation – freedom of press restricted

+++ 06.10.2015: Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen – rosa liste München, Pressemitteilung: Skurriles Vorgehen der Münchner Polizei gegen Anti-Pegida-Demonstranten
„Am Rande der gestrigen Pegida-Kundgebung kam es zu einem skurrilen Zwischenfall. Die Polizei nahm die Personalien eines Fotografen auf, gegen ihn wird nun wegen Körperverletzung ermittelt. Der Grund: er habe mit seinem Blitz Pegida-Anmelder Heinz M. geblendet, gegen den aktuell ein Verfahren wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung läuft. (...)“ Siehe hierzu auch Bericht von München.tv vom 08.10.2015: Grüne werfen Polizei mangelnde Neutralität vor (Video: 3:09 Min.) Der stellvertretende Pressesprecher der Münchner Polizei, Thomas Baumann, beruft sich bezüglich der Anzeige gegen den Fotografen auf das Legalitätsprinzip, wonach jeder Anzeige nachgegangen werden müsse.

+++ 05.10.2015: MDR, Uta Deckow: Pressefreiheit ja – solange es die eigene Meinung deckt

+++ 05.10.2015: DJV-Sachsen: Sicherheit für Medienvertreter gefordert – DJV-Landesverbände, MDR und Sächsischer Zeitungsverlegerverband wollen mehr Sicherheit bei der Berichterstattung

+++ 05.10.2015: journalist [€], Svenja Siegert: „Das geht nicht spurlos an einem vorbei“ – Interview mit Dunja Hayali
„Dunja Hayali zeigt Gesicht. Die Moderatorin des ZDF-Morgenmagazins besucht Flüchtlingsheime, diskutiert in Schulen über Nazis und versucht, in sozialen Netzwerken rechten Hassparolen etwas entgegenzusetzen. Das bietet Angriffsfläche. Ein Gespräch über Emotionen, Engagement und die Zukunft eines ZDF-Experiments namens Donnerstalk.“

+++ 02.10.2015: Bayerischer Rundfunk/Medienmagazin, Sammy Khamis: Kommentar: Rechte greifen in Sachsen Journalisten an (Audio: 2:54 Min.)

+++ 01.10.2015: Neues Deutschland: Pegida stürmt auf Journalisten: Polizei tatenlos

+++ 01.10.2015:
DJV-Pressemitteilung: DJV empört über Untätigkeit der sächsischen Polizei

+++ 01.10.2015: MDR.de/DPA, Nils Bastek: Zwei Dresdner Studenten twittern gegen Rassismus

+++ 29.09.2015: BR2/Zündfunk, Sammy Khamis: Aus dem Tagebuch: Pegida ohne Ende. Vier Tage Sachsen – und fünf Demos „(...) Angriffe auf das Technische Hilfswerk, Polizei, Flüchtlinge und Journalisten.“

+++ 29.09.2015: Download-Tipp: klicksafe.de: Hass gegen Fremde im Netz ist alltägliche Realität, Artikel zum Erscheinen der Publikation von Jugendschutz.net: Rechtsextremismus online beobachten und nachhaltig bekämpfen. Bericht über Recherchen und Maßnahmen im Jahr 2014 (PDF, 24 Seiten, 1,3 MB)

+++ 29.09.2015: Dresdner Neueste Nachrichten: Angriff auf Journalisten: Die Hemmschwelle bei Pegida sinkt

+++ 29.09.2015: MDR.de: Dresden: Fotografen von Pegida-Teilnehmern angegriffen

+++ 29.09.2015: DJV-Blog, Hendrik Zörner: Pegida-Demo: Das Pack schlägt zu

+++ 28.09.2015: Straßengezwitscher [Tweet]: Am Rande der Pegida Demonstration wurden zwei Journalisten geschlagen und getreten. #Sachsen #Dresden 

+++ 26.09.2015: Straßengezwitscher [Tweet]: Auch dieses Gebaren in #Niederau ist mittlerweile fast alltäglich in #Sachsen: Journalisten bedrohen. #Rassismus

+++ 19.09.2015:
Bei der DJV-Tagung Besser Online 2015 am Samstag, 19. September 2015 in Köln gibt es das Forum „Der Kampf von und gegen Rechts im Netz“. Teilnehmer sind:

  • Robert Andreasch, Mitarbeiter der antifaschistischen informations-, Dokumentations- und Archivstelle München e.V., a.i.d.a.
  • Johannes Filous vom Twitter-Projekt Straßengezwitscher, das im März 2015 gestartete Angebot liefert „Reportagen und Liveticker von dort, wo es brennt. Gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“.
  • Johannes Radke, freier Journalist mit dem Themenschwerpunkt Rechts, er arbeitet u.a. für das Zeit Online-Blog Störungsmelder.
  • Moderation: Thomas Mrazek

+++ 16.09.2015: Dieser Tage ist eine neue Publikation der Amadeu Antonio Stiftung erschienen: „‚Geh sterben‘ Umgang mit Hate Speech und Kommentaren im Internet“(PDF, 40 Seiten, 1,5 MB). Im Kapitel „Journalist_innen berichten: Hate Speech im Redaktionsalltag“ berichten Torsten Beeck, Spiegel Online, und Anna-Mareike Krause, tagesschau.de, über ihre Erfahrungen (Seite 23, 24). Auch interessant ist die kompakte Zusammenfassung von Gegegenstrategien: „Im Umgang mit Hate Speech gibt es verschiedene Möglichkeiten, die alle Vor- und Nachteile haben“ (Seite 22).

+++ 15.09.2015: Report Mainz: Politiker und Ehrenamtliche werden immer häufiger zur Zielscheibe von Rechtsextremen

+++ 08.09.2015: Sächsische Zeitung: Dresdner attackiert Pressefotograf

+++ 03.09.2015:
taz-Hausblog, Malene Gürgen: Reporterin unter Verdacht: Wie die Berliner Polizei meine Arbeit behinderte

+++ 30.08.2015: BR-Medienmagazin, Jonathan Schulenburg (Audio: 6:01 Min.): Berichterstattung über Flüchtlinge: Neue Quellen – alter Hass. Interview mit Matthias Meisner vom Tagesspiegel Berlin. Matthias Meisners empfehlenswertes Twitter-Account finden Sie unter: twitter.com/MatthiasMeisner.

+++ 29.08.2015: SZ.de, Carolin Gasteiger: Dunja Hayali gegen Fremdenhass"ABER WAS???". Die ZDF-Moderatorin ist selbst von rechtsextremen Anfeindungen betroffen.

+++ 28.08.2015: inFranken.de: inFranken.de zeigt Gesicht gegen Rassismus und Hass

+++ 28.08.2015:
Kress, Rupert Sommer: „Kein Millimeter Asphalt für Fremdenhass“: So wehren sich Medienmacher gegen Nazi-Kommentare

+++ 27.08.2015: BJVreport, Thomas Mrazek: Flucht vor der Verantwortung – Hass-Kommentare gegen Flüchtlinge verbreiten sich rasant über Facebook. Journalisten spielen dabei zuweilen eine ungute Rolle. (PDF, eine Seite, 58 kb)

+++ 25.08.2015: DJV-Blog, Hendrik Zörner: Rechtsextremismus: Heidenau ist vielerorts

+++ 25.08.2015: Kress, Froben Homburger: Nachrichtenchef Froben Homburger von dpa: Wie das „vermutlich“ bei Heidenau in die Überschrift kam

+++ 22.08.2015: ENDSTATION RECHTS.: Heidenau: Rassisten-Mob attackiert Polizei und Journalisten

+++ 18.08.2015: Main-Post, Stefan Sauer: [Rechtsradikaler] Leserbrief-Fälscher zahlt 4000 Euro

+++ 17.08.2015: Stefan Niggemeier: Mit Lügen gegen die „Lügenpresse“: Pegida fälscht „Spiegel Online“-Überschrift

+++ 16.08.2015: Deutschlandfunk, Marco Betolaso: Warum wir über „Nazi-Patrouillen in Dortmund“ nicht berichtet haben

+++ 12.08.2015: Deutschlandradio Kultur, Ellen Häring (Audio, 4:52 Min.): Wie Rechte via facebook eine Radio-Reportage missbrauchen & BR.de, Maximilian Zierer: Internet-Fakes: Unter falscher Flagge. Bereits am 6. August schrieb Elke Wittich darüber in der Jungle World: Online-Stürmer auf Facebook. Wittich erwähnt die Website/Initiative Mimikama/ZDDK, die sich u.a. mit Fakes und Hoaxes beschäftigt. Weitere Berichte: SZ.de, Paul Katzenberger: Selbstgemachte „Lügenpresse“; Stuttgarter Zeitung, Natalie Diedrichs: Rechte hetzen mit fingierten Falschmeldungen.

+++ 11.08.2015: Spiegel Online, Vanessa Steinmetz: Blogger kapituliert vor Rechten: „Im Moment bin ich verstummt“ [Interview mit Heinrich Schmitz] & Tagesspiegel, Heinrich Schmitz: Rechte Hassbürger und Meinungsfreiheit: Eine Kapitulationserklärung

+++ 06.08.2015: KONTEXT:Wochenzeitung, Susanne Stiefel: Wächter aus dem Wieslauftal „Sie sind mit ihren Kameras da, wo es weh tut: in der ersten Reihe. Die Fotoreporter der Beobachternews schauen Neonazis auf die Finger, aber auch der Polizei. Mancher Demonstrant fühlt sich seitdem sicherer, mancher Ordnungshüter unter verstärkter Beobachtung. Und das ist ganz im Sinne des Erfinders Alfred Denzinger.“

+++ 03.08.2015: „Wie lange will die Redaktion noch von Beate Zschäpe berichten? Es reicht (Leser fragen)“, titelt der Chefredakteur der Thüringer Allgemeinen, Paul-Josef Raue, in seinem Blog Journalismus-Handbuch. Und Raue gibt eine angemessene Antwort auf diese Frage. Auch zum Thema äußerte sich bereits am 20.07.2015 in der Drehscheibe Rouven Kühbauch: Sie bleiben dran: Lokalzeitungen im NSU-Prozess.

+++ 29.07.2015: Spiegel Online, Maximilian Popp: Attacken gegen Flüchtlinge: Terror in Deutschland. Im Vorspann schreibt Popp: „Die Zahl der Angriffe auf Asylunterkünfte steigt enorm an. Politiker und Journalisten sind mitverantwortlich für die Eskalation der Gewalt: Sie haben Ressentiments gegen Flüchtlinge allzu oft befeuert.“

+++ 28.07.2015: Sueddeutsche.de, Karin Janker: Berichterstattung über Flüchtlinge: Eskalieren, ohne es zu merken

+++ 28.07.2015: Störungsmelder/Zeit Online: Rechte Gewalt und Eingriffe in die Pressefreiheit in Dresden

+++ 28.07.2015:
Ulrich Wolf (Sächsische Zeitung) im Blog von Stefan Niggemeier: Häkelmütze im Pegida-Land, Erstveröffentlichung bei Communicatio Socialis, dort auch als PDF (sechs Seiten, 69 kb) abrufbar.

+++ 27.07.2015: Zeit Online, David Hugendick: Angriffe auf Flüchtlinge: Der neue Name der Rechten: „In die Berichte über brennende Flüchtlingsheime hat sich ein neuer, vermeintlich neutraler Begriff geschlichen: Der fremdenfeindliche Mob heißt nun ‚Asylkritiker‘“

+++ 25.07.2015:
Ruhrbarone: MDR versagt bei Berichterstattung über Nazi-Angriff in Dresden & Flurfunk Dresden: Mopo24.de verbreitet NPD-Hetze

+++ 23.07.2015: Pressemitteilung des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV): Journalisten besser vor rechtsextremer Gewalt schützen

+++ 22.07.2015: In der Süddeutschen Zeitung berichtet Bernd Kastner heute über die Pegida-/Bagida-Kundgebung mit Lutz Bachmann am vergangenen Montag: Festnahmen bei Pegida-Kundgebung. Unter anderem schreibt Kastner unter Berufung auf den Bericht der Münchner Polizei: „Zwischen einem Fotografen aus dem linken Spektrum und einem Pegida-Anhänger kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung, bei der die Kamera beschädigt wurde“. Bei dieser Gelegenheit weise ich auf einen sehr interessanten Artikel von Kastner in der SZ vom 31.01.2015 zum 25-jährigen Bestehen des antifaschistischen Archivs a.i.d.a. hin: Recherchen auf freier Wildbahn sind gefährlich.

+++ 08.07.2015: Die Friedrich-Ebert-Stiftung bietet innerhalb ihres Projekts „Gegen Rechtsextremismus“ wieder eine mehrtägige Fortbildungsveranstaltung „Schreiben über Rechts“ an. Die Veranstaltung findet vom 2. bis 5. November 2015 in Würzburg statt. Unterbringung während des Seminars in der Akademie Frankenwarte. Es wird keine Teilnahmegebühr erhoben. An- und Abreise der TeilnehmerInnen auf eigene Kosten. Informationen bitte unter info@fes.de anfordern. Ich kann dieses Seminar sehr empfehlen, ich habe es 2014 besucht. Die Anmeldung muss bis spätetestens 4. September 2015 erfolgen.

+++ 03.07.2015: netzwerk recherche: nr-Leuchtturm für Ulrich Chaussy: Text und Video (zirka 25 Minuten) mit einer sehr interessanten Laudatio von von Annette Ramelsberger und ebenso interessanten Worten von Chaussy

+++ 30.06.2015:
Endstation Rechts: Attacken auf Medienvertreter bei Münchner Pegida-„Spaziergang“

+++ 21.06.2015:
BR MedienMagazin: (Audio: 3:31 Min.) Ausgezeichnet: Andrea Röpke erhält Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage

+++ 18.06.2015: Cicero Online: Rechtsradikale Kommentare: Liebe Neonazis, verschwindet von unserer Seite!

+++ 17.06.2015: WDR.de: Interview mit Paul-Spiegel-Preisträgerin Andrea Röpke: Neonazi-Szene in NRW „bundesweit Vorbild“

+++ 12.06.2015: Jüdische Allgemeine: „Ich hoffe, dass ich aufklären kann“ Andrea Röpke im Interview mit Martin Krauß über Recherchen im Nazimilieu, journalistischen Alltag und den Paul-Spiegel-Preis.

+++ 08.06.2015: Zentralrat der Juden in Deutschland verleiht Paul-Spiegel-Preis 2015 an die Journalistin Andrea Röpke. Auszug aus der Presseerklärung des Zentralrats: „‚Frau Röpke verdient für ihre Arbeit hohe Anerkennung und Respekt‘, erklärte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster. ‚Sie ist beharrlich über viele Jahre an dem Thema geblieben und hat zahlreiche Verbindungen und Strukturen in der rechtsextremen Szene aufgedeckt. Für ihre Recherchen nimmt sie ein hohes persönliches Risiko auf sich. Ihre mutige Arbeit und ihr beeindruckendes Engagement sind vorbildlich. Frau Röpke leistet damit einen außerordentlich wichtigen Beitrag für unsere Demokratie.‘“ Der Preis wird am 17. Juni 2015 in Düsseldorf verliehen. Mehr über Andrea Röpke und Publikationen von ihr finden Sie in der Wikipedia.

+++ 02.06.2015: Der DJV Nordrhein-Westfalen bietet am 16. Juni in Hagen folgendes Seminar an: „Bedroht durch Rechte: Praxis-Workshop zum sicheren journalistischen Arbeiten über Extremisten“.

+++ 23.05.2015: Interview mit dem Münchner Journalisten Robert Andreasch in der Thüringer Allgemeinen vom 16.05.2015: ‚Ich bin ein Feindbild’: Mutiger Journalist kommt nach Jena

+++ 20.05.2015: Correct!v meldet: „Die Aufklärung der Taten des NSU und seiner Unterstützer ist komplex. Untersuchungsausschüsse in mehreren Bundesländern befassen sich mit den rechten Netzwerken hinter der Terrorgruppe. Doch wer überblickt noch alle Verbindungen? Ein Rechercheteam mit Journalisten aus ganze Deutschland möchte eine neue Website als länderübergreifende Übersicht starten. Dort soll die Aufarbeitung der mutmaßlichen NSU-Morde begleitet werden.“ Die Finanzierung dieses Projektes soll durch Crowdfunding erfolgen; beteiligt sind bei dieser Recherche neben Correct!v die Heilbronner Stimme und die Ruhrbarone. Mehr zu diesem interessanten Rechercheprojekt erfahren Sie bei Correct!v.

+++ 14.05.2015: Die Reportage Reihe 7 Platz 88 im SZ-Magazin von Tobias Haberl, der den NPD-Politiker Udo Voigt bei seiner Arbeit für das EU-Parlament ein Jahr lang begleitetete, ist jetzt online.

+++ 08.05.2015: Der Autor Tobias Haberl hat für das SZ-Magazin den NPD-Politiker Udo Voigt über Monate begleitet. Seine Reportage erschien am 8. Mai 2015 im SZ-Magazin. In einem Video (03:47 Min.) spricht Haberl über seine Recherche – und die Frage, ob einem ein NPD-Politiker sympathisch werden kann.

+++ 07.05.2015: Zapp vom 06.05.2015 (05:05 Min.): Aufmärsche: Journalisten bei Neonazi-Demos

+++ 06.05.2015: journalist, 5/2015: NSU-Prozess: Frau Zschäpe und ich, Bericht des freien Journalisten Tom Sundermann.

+++ 05.05.2015:
Zum zweiten Jahrestag des NSU-Prozess in München hat der Bayerische Rundfunk eine Website mit den Stimmen aller am Prozess beteiligten Parteien (u.a. auch Berichterstatter) online gestellt: www.nsu-interviews.de.

+++ Aktualisierung, 28.04.2015:
Im Verfassungsschutzbericht Bayern 2014, den Innenminister Joachim Herrmann am 27.04.2015 vorstellte, wird unter anderem moniert, dass Rechtsextremisten „vermehrt“ versuchen, „die mit dem Status als Journalist verbundenen Privilegien zu nutzen“. Es dreht sich um die „Beschaffung“ von Presseausweisen. Den entsprechenden Textauszug (Seite 95) finden Sie hier. Den Verfassungsschutzbericht Bayern 2014 und weitere Informationen dazu, finden Sie auf der Website des Bayerischen Innenministeriums.

Artikel-/Linksammlung zum Thema „Rechtsextremismus und Journalismus“

Rund 100 Artikel, das Verzeichnis wird ständig aktualisiert, von Thomas Mrazek bei Medien-Journalismus.de. Hier finden Sie u.a. einen Zapp-Bericht vom März 2015 „Dortmund: Polizeischutz für Journalisten“.

Informationen zum Rechtsextremismus

Linktipps zu Personen aus dem Artikel „Druck von Rechts – Wie Journalisten mit der Bedrohung der Pressefreiheit durch Rechtsextremisten umgehen“ (PDF, drei Seiten, 576 kb) von Thomas Mrazek im BJVreport 2/2015

Felix Benneckenstein

René Wappler

Bernd Kastner

Tagungen zum Thema Rechtsextremismus und Journalismus

Islamhasser und Neonazis – Recherche am rechten Rand
Tippsheets einer netzwerk recherche-Fachkonferenz in Kooperation mit der Akademie für Politische Bildung Tutzing im April 2014
Hierzu gibt es einen Bericht von Thomas Mrazek im BJVreport 3/2014, Seite 30: „Islamhasser: Gefahr von Rechts“ (PDF, 13 MB und in der blätterbaren Version)

bpb-/drehscheibe-Blog Redaktionskonferenz „Recherche Rechtsextremismus“
„Sorgfalt in der Berichterstattung über Rechtsextremismus und vor allem ein kontinuierlicher Umgang mit dem Thema sind die Grundlage für guten Journalismus“, sagt Berthold. L. Flöper, Leiter des Lokaljournalistenprogramms der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb).
Im Mai 2014 fand in München die Redaktionskonferenz „Recherche Rechtsextremismus“ der bpb statt. Die drehscheibe dokumentierte dieses Seminar in einem Blog.

Gute Quellen bietet auch das Portal der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) „Projekt gegen Rechtsextremismus“, hier finden Sie zahlreiche Publikationen, Links und Ansprechpartner. Die FES veranstaltet auch kostenlose Mehrtages-Seminare „Schreiben über Rechts“ (der Autor hat selbst an einem dieser Seminare 2014 teilgenommen und kann es nur weiterempfehlen).

NSU-Prozess in München

journalist-Bericht des freien Journalisten Tom Sundermann über zwei Jahre NSU-Prozess
„Seit zwei Jahren läuft der NSU-Prozess in München, seit zwei Jahren sitzen Dutzende Journalisten im Gerichtssaal. Prozesstag für Prozesstag. Unter ihnen: Tom Sundermann. Bei 140 der gut 200 Verhandlungstage war er dabei. Ein Bericht aus einem Arbeitsleben zwischen Antworten und Anfeindungen“.
journalist
, 5/2015: „NSU-Prozess: Frau Zschäpe und ich“.

Zwei Jahre NSU-Prozess: NSU-Interviews des Bayerischen Rundfunks
Der Bayerische Rundfunk hat am 05.05.2015 ein Interview-Dossier veröffentlicht: „(...) Der Prozess polarisiert, lässt Ansprüche aufeinanderprallen. Deshalb lassen wir Vertreter aller am Prozess beteiligten Parteien einzeln und ausführlich zu Wort kommen, fragen nach Einordnung durch fachkundige Beobachter, stellen Meinungen gegenüber. Die interaktive Darstellung ermöglicht dabei eine Annäherung an den Prozess aus mehreren Blickwinkeln, bietet Zusatzinformationen und weiterführende Links, so dass ein möglichst komplettes Gesamtbild entsteht. Eines, das Antworten auf die wichtigsten Fragen gibt, aber auch Widersprüche zulässt und Standpunkte verdeutlicht. (...)“
www.nsu-interviews.de

Fabian Virchow, Tanja Thomas, Elke Grittmann: „Das Unwort erklärt die Untat“. Die Berichterstattung über die NSU-Morde – eine Medienkritik. Eine Studie der Otto Brenner Stiftung, Frankfurt am Main, 2015
In der Studie wird der Frage nachgegangen, ob auch Medien bei der Aufdeckung der Hintergründe der NSU-Mordserie versagt haben. Die 92-seitige Studie kann in der Print-Version kostenlos bestellt werden, ebenso ist der Download möglich.

Meiner Meinung nach gelungene Berichterstattung zu diesem Thema leisten u.a. der Bayerische Rundfunk und die Süddeutsche Zeitung/Süddeutsche Zeitung Magazin in ihren NSU-Protokollen. Der Bayerische Rundfunk bietet außerdem ein aktuelles Online-Dossier.

NSU Watch
Hier finden sich u.a. detaillierte Protokolle von jedem Tag im NSU-Prozess. Das Projekt wurde bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet.
www.nsu-watch.info

Zeit Online – Das NSU-Prozess-Blog
„Der tägliche Blick nach München. Was wird verhandelt? Wie berichten die Medien?“
blog.zeit.de/nsu-prozess-blog

Info Rechtsextremismus – Tipps für Journalisten
Obgleich dieses von JournalismusstudentInnen der Hochschule Darmstadt in Kooperation mit der Journalistenschule Ruhr zusammengestellte Dossier, „Info Rechtsextremismus – Tipps für Journalisten“, schon etwas älter ist (es entstand 2008), bietet es einige brauchbare Informationen zum Thema, u.a. beispielsweise zu Interviews mit Rechtsextremen

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