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3/2025

Frostige Zeiten

- für die Pressefreiheit

Sagen, was ist

„Falls Freiheit überhaupt irgendetwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen“, sagte seinerzeit Eric Arthur Blair, besser bekannt als George Orwell. Eine Aussage, die aktueller ist denn je in einer Zeit, in der Begriffe wie „Lügenpresse“ oder „Systemmedien“ zu politisch instrumentalisierten Schlachtrufen geworden sind, um Misstrauen gegenüber etablierten Medien zu schüren. „Sagen, was ist“ nach Rudolf Augstein bleibt unsere Kernaufgabe – ebenso wie die Verteidigung der Pressefreiheit. Damit einher geht auch, ständig ihre Grenzen neu zu definieren, wie in der Titelstrecke zu lesen ist. Zudem stellen wir die Gewinner*innen des Rainer-Reichert-Preises vor, den der BJV zum Tag der Pressefreiheit verliehen hat: an Hanna Resch für ihren Artikel „Die Gefahr der Selbstzensur“, an Dunja Ramadan für ihre SPIEGEL-Reportage über den Journalisten Wael al-Dahdouh, der im Gazakrieg fast seine gesamte Familie verlor; an ein Team von netzpolitik.org für einen Podcast über einen Redakteur, der wegen eines Links ins Visier der Polizei geriet; und an Konstanze Nastarowitz für eine ZAPP-Reportage, für die sie den Verteidiger Alexander Stevens kritisch begleitete.   Ab Seite 8

Sparmaßnahmen in verschiedenen Medienhäusern, in einigen zudem ein drohender Personalabbau: Darum geht es in unserer Medienszene in verschiedenen Artikeln. Wir hörten uns davor unter anderem um bei der Süddeutschen Zeitung, bei der Abendzeitung und den Nürnberger Nachrichten.   Ab Seite 20

In Sachen Fotovermerke nimmt man es bei der Münchner Abendzeitung nicht allzu genau: Beim BJV-Check „Fotograf*innen haben Namen“ belegte sie den letzten Platz. Wie es deutlich besser geht, zeigt die Fränkische Landeszeitung, bei der fast alle Vermerke korrekt waren.   Ab Seite 42

Michaela Schneider, Leitende Redakteurin

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