BR Tarif 2026
Kein verbessertes Angebot
Streikkundgebung 2022 vor dem Funkhaus des Bayerischen Rundfunks in München.
Am 22.05.2026 trafen sich die Gewerkschaftsvertreter von BJV, unisono und ver.di zur zweiten Verhandlungsrunde mit der Verhandlungsdelegation des BR. Den Vorsitz hatten die Gewerkschaften.
Der BR bewegt sich (noch) kein Stück. Die Arbeitgeberseite nimmt Eure berechtigten Forderungen nicht ernst genug. Da muss mehr gehen!
Am 22.05.2026 kamen wir mit dem BR zum zweiten Verhandlungstermin zusammen – nach unserem wirkungsvollen Streik. Das Streikbuch mit Euren Erwartungen haben wir präsentiert. Fortsetzung folgt...
Ein verbessertes Angebot legte der BR nicht vor. Er beklagte die angespannte finanzielle Situation und richtete den Ausblick auf die anstehende Verhandlung über die Erhöhung des Rundfunkbeitrags vor dem Bundesverfassungsgericht am 23.06.2026.
Das heißt:
Keine echte finanzielle Verbesserung, stattdessen: Reallohnverlust
Keine kürzere Laufzeit, sondern 35 Monate
Keine soziale Komponente
Kein Ausgleich von Leermonaten
und immer noch die Koppelung an die Beitragserhöhung.
Wir warten seit Februar auf ein Lohnplus +++ Die Inflation frisst und frisst +++ Der BR hält uns hin
Das kann es nicht sein!
Einen weiteren Punkt stellte das ARD-weit verfolgte Thema zur Personalgestellung zwischen den einzelnen Anstalten dar. Unabhängig von der Frage, ob wir als Gewerkschaften so etwas überhaupt verhandeln möchten, haben wir hinsichtlich der rechtlichen Umsetzbarkeit des vorgestellten Modells große Zweifel. Wir verfolgen das Thema in Eurem Sinne weiter!
Übrigens: Ihr habt auf dem Streik mitgeteilt, dass manche Führungskräfte die Streikteilnahme erschweren und Angst schüren. Dieses Verhalten haben wir zu Beginn der Runde scharf verurteilt und stießen auf offene Ohren: Verwaltungsdirektor Frenzel bekennt sich ausdrücklich zum Streikrecht. Konsequenzen sollen nicht die Streikenden fürchten, sondern Führungskräfte, die Streikende einschüchtern.
Die nächste Verhandlungsrunde findet am 11.06.2026 statt.
Stimmt das Angebot, können wir schnell abschließen!
Unsere Forderungen in der Tarifrunde 2026 an den Bayerischen Rundfunk:
Für die Festangestellten fordern wir eine
- Erhöhung der Gehälter in einem Gesamtvolumen von 7 % bei einer Laufzeit von 12 Monaten.
- Finanzierung eines Deutschlandtickets / Möglichkeit eines Jobrads
Für die Freien Mitarbeiter*innen fordern wir
- Erhöhung der effektiv gezahlten Honorare, Lizenzen, Gagen sowie Vertragspauschalen um 7 % und eine ebensolche Erhöhung der Mindest- und Höchsthonorare des Honorarrahmens bei einer Laufzeit von 12 Monaten
- Weitergehende Unterstützung der Altersvorsorge fester Freier mittels höherer Beiträge des Bayerischen Rundfunks.
- Strukturelle Verbesserungen hinsichtlich Ausfallzeiten aus bestimmten Gründen, wie Elternzeit, Pflegezeit, (Langzeit-)Erkrankungen.
- Finanzierung eines Deutschlandtickets / Möglichkeit eines Jobrads
- Einführung von METIS (Meldesystem für Texte auf Internetseiten) Zählpixeln zur Erfassung von Onlinetexten (VG Wort)
Für die Volontär*innen fordern wir eine
- Erhöhung der Vergütung um 7 %, mindestens aber 250 Euro, bei einer Laufzeit von 12 Monaten
- Finanzierung eines Deutschlandtickets / Möglichkeit eines Jobrads