BR-Tarif 2026
Stillstand bis Juni abgewendet
Streikversammlung beim Bayerischen Rundfunk im Juni 2024.
Der BJV fordert, die Verhandlungen zum Gehaltstarifvertrag bald zu beginnen. Der BR zeigt rasch Einsicht.
Update 20.03.2026: Der Artikel wurde aktualisiert, um die Antwort des BR zu berücksichtigen.
Verwaltungsdirektor Albrecht Frenzel hat auf das Drängen der Gewerkschaften, baldige Termine zu den Gehaltstarifverhandlungen anzusetzen, geantwortet. Angesichts der derzeitigen unklaren Finanzierungslage wollte der BR zunächst nicht vor Juni mit den Verhandlungen beginnen. Für uns war es nicht akzeptabel, die Kolleginnen und Kollegen beim Bayerischen Rundfunk ein halbes Jahr in der Luft hängen zu lassen. Der Gehaltstarifvertrag ist zum 31.01. gekündigt. Der SWR hat bereits Verhandlungen terminiert und im NDR gibt es ein erstes Angebot.
Wir haben uns daher umgehend mit einem Schreiben an Frau Wildermuth und Herrn Frenzel gewandt und die rasche Aufnahme der Verhandlungen gefordert. Die Antwort kam prompt und die schnelle Einsicht des BR ist erfreulich: Es sei nicht beabsichtigt gewesen, den BR von laufenden tariflichen Diskussionen in der ARD abzukoppeln. Die Verwaltungsdirektion des BR hat unserer Verhandlungsdelegation nun zeitnahe Verhandlungstermine nach Ostern in Aussicht gestellt.
Für ein konstruktive Verhandlung ist dieser Schritt des BR in Richtung der Gewerkschaften sehr wichtig. Dennoch müssen wir mit schwierigen Verhandlungen rechnen und können uns auf diesem Erfolg nicht ausruhen. Wir werden die Betroffenen BR-Mitarbeitenden auf dem Laufenden halten und danken diesen bereits jetzt dafür, dass sie sich für erfolgreiche Tarifverhandlungen und das Erreichen unserer Tarifforderungen einsetzten.
Unsere Forderungen in der Tarifrunde 2026 an den Bayerischen Rundfunk:
Für die Festangestellten fordern wir eine
- Erhöhung der Gehälter in einem Gesamtvolumen von 7 % bei einer Laufzeit von 12 Monaten.
- Finanzierung eines Deutschlandtickets / Möglichkeit eines Jobrads
Für die Freien Mitarbeiter*innen fordern wir
- Erhöhung der effektiv gezahlten Honorare, Lizenzen, Gagen sowie Vertragspauschalen um 7 % und eine ebensolche Erhöhung der Mindest- und Höchsthonorare des Honorarrahmens bei einer Laufzeit von 12 Monaten
- Weitergehende Unterstützung der Altersvorsorge fester Freier mittels höherer Beiträge des Bayerischen Rundfunks.
- Strukturelle Verbesserungen hinsichtlich Ausfallzeiten aus bestimmten Gründen, wie Elternzeit, Pflegezeit, (Langzeit-)Erkrankungen.
- Finanzierung eines Deutschlandtickets / Möglichkeit eines Jobrads
- Einführung von METIS (Meldesystem für Texte auf Internetseiten) Zählpixeln zur Erfassung von Onlinetexten (VG Wort)
Für die Volontär*innen fordern wir eine
- Erhöhung der Vergütung um 7 %, mindestens aber 250 Euro, bei einer Laufzeit von 12 Monaten
- Finanzierung eines Deutschlandtickets / Möglichkeit eines Jobrads
Siehe auch: DJV fordert sieben Prozent mehr