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Landete mit FuPa einen Volltreffer: Michael Wagner (rechts im Bild, neben Daniela Albrecht)
Foto: 
Claudia Grimsmann

Bezirksverband Niederbayern-Oberpfalz

FuPa: Spielfeld für die Hartplatz-Zidanes

Michael Wagner stellte sein erfolgreiches Amateurfußball-Portal vor

Plattling, 22.05.2013

Ganz im Zeichen von „König Fussball“ stand der Themenabend des Bezirksverbands Niederbayern-Oberpfalz im Mai. Der Geschäftsführer des Internet-Portals FuPa, Michael Wagner, informierte über die Erfolgsgeschichte des elektronischen Marktplatzes für fußballbegeisterte Amateure.

2006 ist Wagner ohne wirtschaftliche Hintergedanken an den Start gegangen. Seine Beweggründe: die eigene Begeisterung für den Amateurfußball. Das damalige Motto ist auch heute noch Programm – „Aus Liebe zum Fußball“. Mit Steckbriefen und Logo sollten sich regionale Fußballvereinen online darstellen können.

Mit 75 Besuchern fing FuPa an
Gerade einmal 75 Besucher klickten am ersten Tag die Seite des damals 16-Jährigen an. „Über eine Million Zuschauer tummeln sich an einem Wochenende auf den regionalen Bolzplätzen Bayerns und feuern ihren eigenen Klub oder den aus dem Nachbarort an, von der A-Klasse bis hoch in die Bayernliga“, schilderte der Fürstensteiner seine Motivation. „Nur in den Medien misst man diesen Hartplatz-Zidanes aber fast keine Bedeutung zu.“ Das sollte sich mit FuPa.net ändern. Bei mittlerweile 65.000 täglichen Besucher allein an einem Wochenende in Niederbayern stockt wohl manchem Lokalblatt der Atem.

Heute bietet die Internetseite nicht nur die Präsentation von Fußballvereinen. Mannschafts- und Spielerporträts gehören ebenso dazu, wie Spielberichte und Statistiken. Das Amateurfußballportal überzeugt hauptsächlich durch die Authentizität und Schnelligkeit seiner redaktionellen Inhalte.

„Im Wesentlichen lebt FuPa von Inhalten, die die Nutzer, insbesondere die so genannten Vereinsverwalter selbst einstellen und hochladen, ohne dass die entsprechenden Daten vorab überprüft werden“, erklärt Wagner. Eine umfassende Kontrolle aller Daten erfolge in der Regel nicht.

„Für diese Inhalte wird nur insoweit Verantwortung übernommen, als dass etwaige Rechtsverletzungen durch Nutzung fremder Werke nach entsprechender Kenntnis von FuPa sofort beseitigt werden“, berichtet Wagner. Sofern ein Urheber Kenntnis von solchen Verletzungen seiner Rechte erhält, bitte man um entsprechende Information.

Die Erfolgstory
2009 entschied sich Michael Wagner für die Selbstständigkeit. Mit der FuPa GmbH wurde die Erfolgsgeschichte der heutigen Plattform eingeleitet. Die Marke FuPa.net wurde entwickelt und auch für die Zukunft beibehalten. 2010 erhielt er für seine Idee einen Grimme-Online-Award.

„Viele erkennen in dieser Marke immer noch unseren Hintergrund eines Startups“, sagt Wagner. „Auch wenn jetzt zwölf Hauptberufliche [darunter drei Journalisten, die Redaktion] bei uns arbeiten und mit dem Franchise-System ein irrer Professionalisierungsschub 2012 einsetzte: Es wird uns eine neutrale Wahrnehmung und Glaubwürdigkeit attestiert!“ Seine Einnahmen erzielt das Portal über nationale und regionale Werbung sowie Kooperationen mit Verlagen.

In 13 Bundesländern funktioniert FuPa zwischenzeitlich. 3,4 Millionen Besuche wurden im März gezählt. 8.000 Vereine sind registriert, 10.000 Vereinsverwalter angemeldet. Mediale Kooperationspartner im Print (etwa Augsburger Allgemeine, Kölner Stadt-Anzeiger oder Neue Osnabrücker Zeitung) konnten gewonnen werden.

Die Erfolgsrezepte
Und das sind die Erfolgsrezepte: FuPa.net ist eine Seite „von Fußballern für Fußballer“. Zudem wird eine extrem leichte Handhabung des Redaktionssystems garantiert. Denn die Pflege der redaktionellen Inhalte muss den in der Regel ehrenamtlich Tätigen Spaß machen. Schlussendlich auch ausschlaggebend ist die Liebe zum Detail. „Die ‚Spielerfrau des Monats‘, die ‚Elf der Woche‘, oder den ‚Live-Ticker‘ – das gibt es nur bei uns!“, erläuterte Wagner. Niemals dürfe man sich in seiner Arbeit beschneiden lassen und ständig neue Ideen verfolgen.

Kritik aus den eigenen Reihen
Mit Argwohn mag mancher Redakteur im Lokalsport diesen Entwicklungen im Online-Bereich begegnen. Vor der Veranstaltung kritisierten Journalisten dies. „Ich muss meinen Kollegen als Vertreterin im Journalistenverband doch die Möglichkeit geben, sich auf die Zukunft auszurichten und sich entsprechend fundiert zu informieren“, konterte die Bezirksvorsitzende Daniela Albrecht.

Die Teilnehmer der Themenveranstaltung äußerten jedenfalls positiv: „Ich möchte endlich wissen, wie so etwas funktioniert und nicht immer nur hören müssen, wie etwas nicht funktionieren kann“, sagte Bernd Stuhlfelner.

Claudia Grimsmann

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