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Behinderten Menschen den Zugang zum Journalismus erleichtern – DJV und die SOZIALHELDEN mit ihrem Projekt Leidmedien.de versuchen hier zu helfen
Foto: Andi Weiland, Gesellschaftsbilder.de

Inklusion

„Journalist*innen mit Behinderung – bitte mehr davon“

DJV veröffentlicht mit Sozialhelden umfangreiches Dossier

München, Berlin, 03.05.2018

„Journalist*innen mit Behinderung – bitte mehr davon“ heißt das Dossier, das der Deutsche Journalisten-Verband und der gemeinnützige Verein Sozialhelden veröffentlichten.

Geschrieben wurde der Ratgeber von DJV-Bildungsreferentin Eva Werner sowie Judyta Smykowski und Lilian Masuhr vom Portal Leidmedien.de des Sozialhelden e.V.

Die Autorinnen stellten das Dossier am Freitag, 4. Mai, auf der Digitalkonferenz re:publica in Berlin vor und verteilen dort erstmals die druckfrische Broschüre, die jungen Menschen mit Behinderung Hilfe beim Einstieg in den Journalismus bietet und dazu beitragen soll, Vorurteile bei Arbeitgebern abzubauen.

Diversity noch in Redaktionen angekommen
Diversity wird zwar von Medienschaffenden großgeschrieben, spiegelt sich allerdings zu wenig in den Redaktionen. Wenn es um Vielfalt geht, dann meist im Zusammenhang mit Frauen oder Menschen mit Migrationsgeschichte. Bei Menschen mit Behinderung führen Vorbehalte gegenüber der Leistung und anfallenden Kosten häufig immer noch dazu, dass sie im Journalismus schwer Fuß fassen.

Menschen mit Behinderung in den Medien
„Wir brauchen mehr Menschen mit Behinderung, die als Journalist*innen arbeiten, um andere Sichtweisen in den Redaktionsalltag zu bringen“, betont Judyta Smykowski. Sie ist selbst mit dem Rollstuhl unterwegs und schreibt unter anderem für die taz.

Ihre Kollegin Lilian Masuhr ergänzt: „Wir haben Erfolgsbeispiele gesucht und zusammengetragen, wie Journalistinnen und Journalisten mit Behinderung es in den Beruf geschafft haben.“ DJV-Bildungsreferentin Eva Werner fügt hinzu: „In unserem Dossier kommen Menschen mit Behinderung aus verschiedenen Medienbereichen zu Wort. Zudem haben wir Ausbildungseinrichtungen und Medienhäuser nach ihren Erfahrungen gefragt.“

Online ist das neue Dossier „Journalist*innen mit Behinderung – bitte mehr davon“ ab sofort unter www.djv.de/inklusion abrufbar. U.a. enthält es eine Broschüre (PDF, 44 Seiten, 7,9 MB) mit Tipps für (angehende) Journalist*innen aber auch für Ausbildungsstätten und Medienhäuser.

Behindertenbeauftragte des BJV
Der BJV hat seit Anfang 2018 mit Daniela Albrecht eine Behindertenbeauftragte. Albrecht arbeitet als Redakteurin beim Viechtacher Bayerwald-Boten und engagiert sich zudem als stellvertretende Vorsitzende des BJV. Im BJVreport 1/2018 finden Sie ein Interview von Michaela Schneider mit ihr über ihre Aufgabe als Behindertenbeauftragte: „Täglicher Hürdenlauf“ (PDF, 1 Seite, 134 kb).

Daniela Albrecht erreichen Sie unter albrecht@bjv.de, Twitter @woidschreiberin und facebook.com/daniela.albrecht.735.

Schlagworte:

Inklusion

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