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Katharina Fiedler beschreibt die Relevanz der Nacktmulle auf faszinierende und lustige Art und Weise
Foto: Laura Binder

BJV-Landesvorstand

Katharina Fiedler gewinnt den Helmut-Stegmann-Preis 2020

Mit ihrer Reportage „Die nackte Kanone“ zeigt sie die Bedeutung von Nacktmullen

München, 12.11.2020

Keine Preisverleihungsfeier, aber die höchste Auszeichnung: Die Gewinnerin des Helmut-Stegmann-Preises 2020 heißt Katharina Fiedler. Die Jury entschied sich klar für ihre Reportage „Die nackte Kanone“, (Online-Überschrift „Was die Menschheit von den hässlichsten Tieren der Welt lernen kann“) erschienen am 9. Februar 2020 im Tagesspiegel. In der Reportage geht es um ein noch wenig beachtetes Wissenschaftsthema: Die Bedeutung der Nacktmulle für die medizinische Forschung.

Mit dem Helmut-Stegmann-Preis werden junge Journalistinnen und Journalisten für Arbeiten ausgezeichnet, die sie während ihrer Ausbildungszeit verfasst haben und die veröffentlicht wurden. Er richtet sich an die Schülerinnen und Schüler aller in Deutschland anerkannten Journalistenschulen. In diesem Jahr bewarben sich fünf Journalistenschulen mit 20 von ihnen ausgewählten Texten.

Die Jury entschied erstmals für eine Wissenschaftsreportage. „Nach den ersten drei Sätzen, weiß man dass man bis zum Ende weiterlesen muss“, sagt Jury-Mitglied und Chefredakteur des Spiegel, Steffen Klusmann. Ungewöhnliches Thema, sehr informativ, spannend erzählt – so lautet das Jury-Urteil.

Die Preisträgerin Katharina Fiedler (Twitter: @fiedlerkathi) ist seit Oktober 2019 Schülerin des 39. Jahrgangs der Henri-Nannen-Schule in Hamburg. Ihre Leidenschaft für den Journalismus entdeckte sie bereits während ihrer Schulzeit in Berlin, wo sie mehrere Jahre erfolgreich eine Schülerzeitung leitete. Nach dem Abitur studierte sie Geschichts- und Politikwissenschaften in Berlin und Washington D.C. Sie war Stipendiatin der Journalistischen Nachwuchsförderung. Vor der Ausbildung an der Henri-Nannen-Schule arbeitete sie drei Jahre als feste Freie beim ZDF Morgenmagazin in Berlin. 

Die Idee zur Reportage „Die nackte Kanone“ kam Katharina Fiedler während ihres Praktikums beim Tagesspiegel durch eine kuriose Pressemitteilung des Tierparks Berlin, in der vom Sturz der Nacktmullkönigin berichtet wurde. Ressortleiter Sidney Gennies „ließ sie machen“, sie tauchte tief in das spannende Nacktmull-Universum ein und erlebte die Recherche als „unglaublich spannend, faszinierend und lustig“. Je mehr sie über die kleinen Nager erfuhr, umso größer erschien ihr die Relevanz der kleinen Nager für die Menschheit.

Der Preis wurde zum 31. Mal durch den Förderkreis der Deutschen Journalistenschule, der Alumni-Vereinigung der DJS verliehen. Zum zehnten Mal hat der Bayerische Journalisten-Verband BJV das Preisgeld in Höhe von 2500 Euro gestiftet. Die BJV-Schatzmeisterin Stefanie Heckel engagierte sich in der Jury.

Kontakt BJV
Thomas Mrazek, presse@bjv.de

Informationen zum Helmut-Stegmann-Preis
Karin Below, below@djs-online.de

Der Film zum Preis


Film: Tim Wessling, Illustration: Sabrina Nitschke. Enrico Pallazzo

Preis für junge Journalist*innen an Journalistenschulen
Mit dem Helmut-Stegmann-Preis werden junge Journalistinnen und Journalisten für Arbeiten ausgezeichnet, die sie während ihrer Ausbildungszeit verfasst haben und die veröffentlicht wurden. Er richtet sich an die Schülerinnen und Schüler aller in Deutschland anerkannten Journalistenschulen. In diesem Jahr bewarben sich fünf Journalistenschulen mit 25 von ihnen ausgewählten Texten.

Der Preis erinnert an Helmut Stegmann, den 1997 gestorbenen langjährigen Chefredakteur der Münchner Tageszeitung tz. Stegmann absolvierte die erste Lehrredaktion der Deutschen Journalistenschule und war an der DJS viele Jahre als Dozent aktiv.

Seine Familie stiftete 1999 einen Preis, der „Maßstäbe setzen soll für gründlich recherchierten Journalismus, der sich Objektivität und Fairness verpflichtet fühlt und die moralischen Grundsätze eines demokratischen Journalismus aufrecht erhält“.

BJV trägt das Preisgeld
Die Familie Stegmann stellte zehn Jahre lang das Preisgeld zur Verfügung. Seit 2010 wird das Preisgeld in Höhe von 2500 Euro vom BJV getragen. Organisiert wird der Preis vom Förderkreis der Deutschen Journalistenschule e.V.

Preisträger aus den Vorjahren

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