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Thomas Witzgall

BJVreport

Link-Tipps zum Thema Rechtsextremismus/-populismus & Journalismus

Ergänzung zum Artikel „Druck von Rechts“ im „BJVreport“ 2/2015

München, 02.04.2015

Ergänzung zum Artikel „Druck von Rechts – Wie Journalisten mit der Bedrohung der Pressefreiheit durch Rechtsextremisten umgehen“ (PDF, drei Seiten, 576 kb) von Thomas Mrazek (@tmrazek) im BJVreport 2/2015 innerhalb des Titelthemas Pressefreiheit.
Diese Seite wird weiter aktualisiert, die neuesten Artikel zum Thema erscheinen ganz oben. Außerdem verweisen wir auf unsere seit Januar 2016 bestehende Linksammlung „Flüchtlinge und Journalismus“. Außerdem bieten wir seit Juli 2018 eine Linksammlung zur „AfD-Berichterstattung“ an.

+++ Medienpreis „Rechtsextremismus im Spiegel der Medien“ des Ministeriums für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt und des DJV Sachsen-Anhalt. Einsendeschluss am 31.12.2018.

+++ 06.12.2018: BR-Podcast, Thies Marsen: Radiofeature: Was bleibt vom NSU-Prozess? [54 Min.]
Es war eines der größten Gerichtsverfahren der deutschen Geschichte: Der NSU-Prozess in München, mit der Hauptangeklagten Beate Zschäpe. Seit dem Urteil im Juli 2018 sind der NSU und seine Mordtaten aus dem öffentlichen Bewusstsein so gut wie verschwunden. Thies Marsen hat den Prozess von Beginn an begleitet.

+++ 05.12.2018: Beobachter News (BN), Redaktion: Einschüchterung von Journalisten verurteilt
Große Solidarität nach Farbanschlag auf Haus und Wagen des BN-Chefredakteurs – Kundgebung in Rudersberg angekündigt

+++ 04.12.2018: Hannoversche Allgemeine/RND/epd: Verfassungsschutz muss über Maaßens AfD-Treffen Auskunft geben
Ex-Geheimdienstchef Hans-Georg Maaßen wollte keine Auskunft über seine Treffen mit AfD-Größen wie Frauke Petry und Alexander Gauland erteilen. Ein Journalist klagte dagegen. Nun steht die Praxis vertraulicher Treffen auf dem Prüfstand.

+++ 03.12.2018: Neue Zürcher Zeitung, Benedict Neff (@BenedictNeff): Alexander Gauland: „Es gibt ein merkwürdiges Verständnis von Meinungsfreiheit in der AfD“
Die rechte Alternative für Deutschland sitzt seit rund einem Jahr als Oppositionsführer im Parlament. Viele sehen allein in dieser Anwesenheit eine Schande für Deutschland. AfD-Chef Alexander Gauland glaubt, seine Partei habe Deutschland bereits verändert. Das Land erlebe gerade die Rückkehr „echter Debatten“.

+++ 03.12.2018: Deutschlandfunk, @mediasres, Michael Meyer: Lokaljournalismus und AfD: Noch lange kein normales Verhältnis
Die Beziehung zwischen Medien und AfD gilt allgemein als schwierig. Lokalreporter stellt das manchmal vor besondere Herausforderungen – denen sie mit klassischem journalistischem Handwerkszeug begegnen.

+++ 01.12.2018: Neues Deutschland, Georg Seeßlen: Rechtsruck im Journalismus: Rechts, zwo, drei
Über den politischen Abmarsch des zeitgenössischen deutschen Journalismus.

+++ 30.11.2018: taz, Malene Gürgen, Patricia Hecht, Christian Jakob, Sabine am Orde und Ambros Waibel: Die unheilige Allianz
Wie sich christliche FundamentalistInnen, radikale AbtreibungsgegnerInnen und rechte Parteien verbünden, um an die Macht in Europa zu gelangen
[Hier geht es zwar nicht um das Thema Journalismus und Rechtspopulismus und -extremismus, es ist jedoch nicht nur m. E. ein sehr gelungener Beitrag zu diesem Thema; Expertin Liane Bednarz lobt bei Facebook: „Exzellent recherchierte, dreiseitige Titelstory der heutigen taz“.]

+++ 29.11.2018: Übermedien, Stefan Niggemeier (@niggi): Die Lüge von der „Schnüffel-Fibel“ – Kampf gegen Kita-Broschüre
„KEIN WITZ!“, schreibt „Bild“, und tatsächlich ist das, was sie da über eine vermeintliche „Schnüffel-Fibel“ der Amadeu-Antonio-Stiftung aufgeschrieben hat, kein Witz, sondern eine Lüge.

+++ 28.11.2018: Frankfurter Rundschau, Heinrich Detering: Der rechte Redner befiehlt, die Zuhörer folgen
Welche Strategien verwenden die Rechten mit ihrer Sprache? Zur Rhetorik der AfD ein Gastbeitrag von Heinrich Detering.

+++ 28.11.2018: Spiegel Online, Arno Frank: Rechter Terror. „Zehn Morde. Sind ihnen völlig egal“
„Der NSU-Prozess: Das Protokoll“ dokumentiert auf 2000 Seiten das Mammut-Strafverfahren gegen rechten Terror. Annette Ramelsberger [@ARamelsberger]war als Journalistin dabei. Ein Gespräch über Deutschland und seine Dämonen.

+++ 28.11.2018: Neue Westfälische, Blog, Matthias Schwarzer (@MatSchwarzer): Trotz „Vogelschiss“-Zitat: Alexander Gauland sitzt wieder bei „Maischberger“
Im Juni hatte der AfD-Chef die Verbrechen der Nazis relativiert. Jetzt darf Gauland wieder in Talkshows sitzen. Thema bei „Maischberger“ ist der Migrationspakt.

+++ 24.11.2018: Das Projekt gegen Rechtsextremismus der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) – Forum Berlin bietet wieder ein kostenloses (keine Teilnahmegebühr, die FES trägt Übernachtungskosten für Teilnehmende von außerhalb Berlins) Seminar „Schreiben über Rechts“ vom 12. bis 15. Februar 2019 in Berlin an – weitere Infos bitte bei der FES anfordern. Anmeldungen müssen bis 8. Januar 2019 erfolgen.

+++ 24.11.2018: Deutschlandfunk Kultur, Breitband, Tim Wiese (@timwiese): Wo bleibt die Resonanz auf die „Hannibal“-Recherche?
Überall in Deutschland arbeiten Gruppen am Aufbau eines Staates im Staate – Soldaten, Reservisten, Beamte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verfassungsschutzes. Das zeigt eine lange Recherche der „taz“. Warum schlägt diese Erkenntnis kaum Wellen?

+++ 20.11.2018: Deutschlandfunk, @mediasres, Bettina Köster und Michael Borgers, Text (@MichaBorgers): Studie „AfD und Medien“: Es geht, aber auch noch mehr
In der Berichterstattung über die AfD ist Vieles besser geworden, stellt eine wissenschaftliche Langzeitbeobachtung fest. Demnach reagieren Journalisten inzwischen weniger reflexhaft und schauen gezielter hin. Doch es bleiben auch Defizite.Bernd Gäbler im Gespräch mit Bettina Köster /Text von Michael Borgers

+++ 19.11.2018: Otto Brenner Stiftung: Otto Brenner Preis – Newcomer-Preis 2018 für Jonah Lemm, Kölner Stadt-Anzeiger, 28.03.2018: Im rechten Netz (PDF)
Der AfD-Bundesvorstand hat eine Zusammenarbeit mit der Identitären Bewegung verboten. Ein NRW-Funktionsträger jedoch macht gemeinsame Sache mit führenden Köpfen der Rechtsextremen. Bundesweit gibt es zahlreiche Berührungspunkte zwischen der Partei und der Bewegung. Sozialwissenschaftler Alexander Häusler spricht von einer Unterwanderung

+++ 19.11.2018: Otto Brenner Stiftung, Arbeitsheft 95, Bernd Gäbler: AfD und Medien: Erfahrungen und Lehren für die Praxis
Durch Wahlerfolge und mediale Präsenz ist die AfD zu einem festen Bestandteil in der Innenpolitik geworden. Inzwischen liegen auch vielfältige journalistische Erfahrungen mit der immer noch jungen Partei vor. OBS-Autor Bernd Gäbler hat diese Erfahrungen gesichtet, ausgewertet und zu einer kritischen Analyse verdichtet. Die Stiftung hofft auf konstruktive Auseinandersetzungen mit ihren „Anregungen aus der Praxis für die Praxis“.
Download der Studie als PDF, 124 Seiten, 963 kb.

+++ 19.11.2018: Buzzfeed, Karsten Schmehl (@schmarsten): Der Rechtsfluencer
Der 24-jährige Immobilienkaufmann Henryk Stöckl ist einer der auffälligsten rechten Meinungsmacher in Deutschland. Auf Facebook und YouTube verbreitet er falsche Fakten und manipuliert Hunderttausende Menschen.

+++ 19.11.2018: Bildblog, Moritz Tschermak: „B.Z.“ füttert AfD mit falschen Fakten für Fragestunde im Parlament

+++ 18.11.2018:
BR-Medienmagazin, Andreas Neukam (@Heimatsound): Wie bayerische Zeitungen mit der AfD umgehen wollen
Mit 22 Abgeordneten sitzt die AfD nun auch im bayerischen Landtag. Aus anderen Landesparlamenten weiß man, mit ihr wird der Ton ruppiger. Das stellt auch die bayerischen Journalisten vor neue Herausforderungen.

+++ 17./18.11.2018:
SZ/Werkstatt, Jan Heidtmann: Polizei in Sachsen: Hüter von rechts und Ordnung
Unser Autor spricht über die schwierige Recherche in verschwiegenen Polizistenzirkeln.

+++ 17./18.11.2018: SZ [€], Jan Heidtmann, Ulrike Nimz (@Miss_Achtung) und Ronen Steinke (@RonenSteinke): Hüter von rechts und Ordnung
Wenn es um den Einsatz gegen gewaltbereite Rechte geht, scheint die sächsische Polizei mit Blindheit geschlagen zu sein. Ist es Zufall oder hat das System?

+++ 17.11.2018: Kölnische Rundschau, ohne Autor: „Nicht akzeptabel“: Euskirchener AfD fühlt sich durch Studie verunglimpft
[Im Text wird u.a. beschrieben, wie ein AfD-Funktionär den Journalisten Michael Klarmann diffamiert.]

+++ 12.11.2018:
investigativ.de/Die Welt, Uwe Müller (@uwemueller_welt): Leipziger Richter stärken Rechte von Journalisten beim Schutz der privaten Adresse

+++ 09.11.2018: epd Medien, René Martens (@renemartens): Keine Hilfspolizisten
Zum schwierigen Verhältnis von Medien und Polizei

+++ 07.11.2018: Neues Deutschland, Henrik Merker (@J_MkHk): Nazikampfsportevent in Sachsen: Pressefreiheit ausgetrickst
Neonazis in Ostritz versuchen unerkannt zu bleiben. Die sächsische Polizei macht dabei erneut keinen guten Eindruck.

+++ 04.11.2018: Mitteldeutsche Zeitung, ohne Autor: Absurd: AfD-Mitglied jubelt nach Tod eines Journalisten – und lässt Grünen abmahnen

+++ 23.10.2018: Erdinger/Dorfener Anzeiger, Hans Moritz (@HansMoritzED): AfD: Huber kritisiert Kellermann – Streit um Umgang mit Medien – Keine Belege für Wahlbetrug
Im AfD-Kreisverband Erding gibt es nach der Presseschelte des Vorsitzenden Wolfgang Kellermann via Facebook Streit um den Umgang mit den Medien.

+++ 23.10.2018: Sebastian Lipp (@SebastianLipp) bei Twitter: „"Abschaum", "Gleich ordentlich eins auf die Glocke", "persönlich erledigen", ... Die #AfD #Unterallgäu hat ein Problem mit kritischem Journalismus und veröffentlicht Photos von mir bei der Arbeit. Die Anhängerschaft freut's: Die Kommentare strotzen vor Drohungen und Beleidigungen“. Die Fotografin Anne Wild (@annewild_muc) kommentiert: „Die AfD Unterallgäu denunziert einen Pressefotografen auf Facebook. Drohungen und Beleidigungen in den Kommentaren werden nicht gelöscht.“

+++ 22.10.2018: Erdinger/Dorfener Anzeiger, Timo Aichele: Gegen die Heimatzeitung: AfD-Drohung auf Facebook – Attacke auf die Pressefreiheit
Der Tag werde kommen, an dem ein Journalist „zur Rechenschaft gezogen wird“. Das schreibt der AfD-Kreisverband Erding auf Facebook – und meint damit den Redaktionsleiter des Erdinger/Dorfener Anzeiger, Hans Moritz.

+++ 22.10.2018: Erdinger/Dorfener Anzeiger, Timo Aichele, Kommentar: Entlarvt als Antidemokraten
Pressefreiheit gefällt der AfD nur, wenn sie davon profitiert. Hier unser Kommentar zur AfD-Attacke auf den Erdinger/Dorfener Anzeiger.

+++ 21.10.2018: taz, René Martens (@renemartens): Öffentlich-Rechtliche und der Rechtsruck: „Wie ein Reh im Scheinwerferlicht“
Die Rundfunkkommission der Länder tagt. Dort wird über die Erhöhung des Rundfunkbeitrags diskutiert – und über die AfD.

+++ 19.10.2018: taz, Malene Gürgen (@MaleneGuergen), Patricia Hecht (@patrihecht), Christian Jakob (@chrjkb) und Sabine am Orde (@SabineamOrde): Der rechte Propagandakrieg
Wie Europas RechtspopulistInnen versuchen, mithilfe der Medien ihre Macht auszubauen – und dabei voneinander lernen

+++ 18.10.2018: taz, Frederik Schindler (@Freddy2805): AfD-Landtagsfraktion in Bayern: Rechtsradikale im Landtag
In Bayern hat die AfD ihre Fraktion gegründet. Mehrere Mitglieder haben Kontakte zu Rechtsextremen und werden überwacht. Ein Überblick.
Auszug aus dem Text: „In einer auf YouTube einsehbaren Rede äußert sich Magerl zur BR-Berichterstattung. Der BR habe „die Jagd auf uns eröffnet.“ Die Ankündigung, dass er an die Redaktion der regionalen Tageszeitung Der neue Tag den selbsterfundenen Preis „Goldener Spaten“ verleihen möchte, löst Jubelstürme in der Veranstaltung aus. Ein Mann im Publikum gibt sich als Mitarbeiter des Neuen Tags zu erkennen und wird ausgebuht, es folgen „Lügenpresse“-Rufe. Magerl habe auf der Veranstaltung „eine regelrechte Lynchatmosphäre gegen Journalisten geschaffen“, meint Robert Andreasch im Gespräch mit der taz. Andreasch ist Rechtsextremismus-Experte des Aida-Archivs München.“

+++ 15.10.2018: Badische Zeitung/WIR MÜSSEN REDEN, Ombudsmann, Thomas Hauser: Soll die BZ Veranstaltungen der AfD ankündigen? – Verschweigen ist auch keine Lösung
Konflikte müssen ausgetragen werden. Wer versucht, sie totzuschweigen, verschärft sie. Wie also umgehen mit dieser Lesermeinung? "Zum wiederholten Mal fiel mir in der Zeitung ein Veranstaltungshinweis der AfD ins Auge. Völlig unkommentiert wird kostenlos Werbung für eine Hetzveranstaltung gemacht. Warum tut Ihre Redaktion so etwas? Sie sind nicht dazu verpflichtet. Vielmehr sollte sich die Badische Zeitung verpflichtet fühlen, Position gegen Demokratiefeinde und Rassisten einzunehmen."
Hinweis: Dieser Beitrag fiel mir in Zusammenhang mit diesem Beitrag auf:
+++ 19.10.2018: taz, Sophie Spelsberg (@sophiespelsberg): Lokalzeitung drosselt Text zu Bettenhaus: Maßlose NS-Aufarbeitung?
Die „Badische Zeitung“ hält einen Text zurück, der die NS-Vorgeschichte eines Anzeigenkunden thematisiert. Der Autor befürchtet Zensur.

+++ 15.10.2018: Das Erste, Jana Merkel (@JanaMerkel) und Michael Richter: Die Story im Ersten: Am rechten Rand (Video, 44:22 Min., abrufbar bis 15.01.2019)
Welche Gruppen und Einstellungen stehen hinter der Fassade der AfD? Nach intensiver Recherche und zahlreichen Interviews zeigt die Dokumentation die Netzwerke hinter der Partei.
[Kritik auf dem Twitter-Angebot der Fachpublikation Magazin der rechte rand: „»Experte« #VS Mitarbeiter darf auch was sagen: Armin Pfahl-Traughber im #ARD Beitrag ist schon mehr als peinlich. Dann noch Werbung durch Ex #AfD Matthias Manthei für »Fraktion Bürger für Mecklenburg-Vorpommern« Spaltung durch den #Verfassungsschutz? #Maaßen schon vergessen?“]

+++ 12.10.2018: Buzzfeed, Karolin Schwarz (@raeuberhose): Diese AfD-Spitzenkandidatin macht auf Facebook Werbung mit einem Angriff auf einen Journalisten
„Werbeanzeigen zu schalten, um einzelne Journalisten zu diskreditieren, ist sicher eine neue Stufe des Angriffs auf die Kolleginnen und Kollegen.“

+++ 12.10.2018: Correctiv Faktencheck, Marcus Bensmann (@MarcusBensmann), Mitarbeit: Jonas Miller (@jo_mlr): Einige Landtagskandidaten der AfD in Bayern sind rechtsradikal

+++ 12.10.2018: Münchner Merkur, mef: AfD verbietet Journalist Teilnahme an Parteiveranstaltung – Konsequenzen gefordert
Die AfD Oberallgäu lässt einen Journalisten nicht auf ihrer Parteiversammlung zu – jetzt steht die Gewerkschaft ver.di auf den Barrikaden und fordert Konsequenzen.

+++ 12.10.2018: BR24/Correctiv, Tania Röttger (@TanRoet), Cristina Helberg (@CristinaHelberg), Jenny Stern (@jey_stern): Wie Inhalte der AfD den Wahlkampf auf Youtube dominieren
Wer sich auf Youtube über die bayerische Landtagswahl informieren will, landet schnell bei der AfD. Sechs Videos von oder über die Partei schaffen es unter die zehn meistgeklickten Videos im vergangenen Monat. Warum sind die Inhalte so präsent?

+++ 09.10.2018: Deutschlandfunk/@mediasres, Christoph Richter: Gewalt gegen Journalisten: Berichterstattung mit Bodyguard
Chemnitz, Köthen, Dresden: Viele Reporter, die zuletzt von Demonstrationen in diesen ostdeutschen Städten berichten wollten, wurden Opfer von Übergriffen. Auf den Schutz der Polizei scheinen Journalisten nicht mehr setzen zu können. Ein Offenbarungseid, kritisiert der DJV.

+++ 08.10.2018: Meedia, Marvin Schade (@marvin_schade): Aufregung nach Gauland-Gastbeitrag in der FAZ: Wie soll der Journalismus mit Populisten umgehen?
Obwohl Gastbeiträge von NGO-Vertretern, Wirtschaftslenkern und Politikern in den Medien keine Seltenheit sind, hat ein in der FAZ publizierter Meinungsartikel über die Entstehung und Definition von Populismus für Diskussionen und Protest gesorgt. Autor war niemand anderes als Alexander Gauland, Parteivorsitzender der AfD. Ist das ein Ausdruck von Debattenkultur oder "kaum noch Journalismus"?

+++ 06.10.2018: Spiegel Online, Ferda Ataman (@FerdaAtaman): Meinungsfreiheit: Dann nennt uns doch Lügenpresse!
Deutschlands Medienlandschaft ist einzigartig. Wer hier „Lügenpresse“ ruft, hat nicht verstanden, was Meinungsfreiheit bedeutet. Journalisten sollten sich davon nicht aus der Ruhe bringen lassen.

+++ 05.10.2018: Frankfurter Rundschau, Claus-Jürgen Göpfert: AfD-Politiker Alexander Gauland: „Gauland nimmt Rechtsradikale bewusst mit“
Olaf Sundermeyer (@O_Sundermeyer) hat Alexander Gaulands politische Laufbahn begleitet und eine Biografie des AfD-Politikers verfasst. Im Interview mit der FR spricht er über Provokationen Gaulands und dessen Selbstradikalisierung.

+++ 04.10.2018: journalist, Michael Kraske (@KraskeM): „Wir mussten mehrmals wegrennen“
Arndt Ginzel (@GKDJournalisten) ist jener Reporter, der für das ZDF-Magazin Frontal21 bei einer Pegida-Demonstration im Einsatz war und mit seinem Kamerateam von der sächsischen Polizei festgehalten und eine Dreiviertelstunde an der Berichterstattung gehindert wurde. Auch in Chemnitz war der TV-Journalist dabei. Im journalist-Interview fordert Ginzel einen besseren Schutz von Journalisten und ein klares Vorgehen gegen Rechtsextreme.

+++ 03.10.2018: Deutschlandfunk/@mediasres, Brigitte Baetz (@BaetzFm): Medien und Rechtspopulismus: „Ich bin immer der Ausländer für solche Leute“
Der Spiegel-Redakteur Hasnain Kazim (@HasnainKazim) ist der Sohn indisch-pakistanischer Eltern. Das macht es für ihn nicht leichter, über Rechtspopulisten zu berichten. Aber nicht nur für diese bleibt er „der mit dem Migrationshintergrund“.

+++ 03.10.2018: Deutschlandfunk/@mediasres, Brigitte Baetz (@BaetzFm) und Stefan Fries (@stfries): Medien und Rechtspopulismus: Wie soll man berichten? (Audio 28:32 Min.)
Rechtspopulisten sind gegen Journalisten, brauchen sie aber auch, um Öffentlichkeit zu bekommen. Das bringt Medien in ein Dilemma: Lassen sie sich von Populisten für deren Agenda benutzen? Wie können sie es vermeiden? Eine Sendung über die Probleme, die das Berichten über Rechtspopulismus mit sich bringt.

+++ 02.10.2018: Der im Allgäu tätige Journalist Sebastian Lipp (@SebastianLipp) teilt bei Twitter mit, dass er „seit Monaten bei der AfD im Oberallgäu keine Veranstaltung mehr besuchen“ darf. „Angeblich war immer voll“. Jetzt teilte ihm die Partei mit, warum sie ihn nicht an ihren Veranstaltungen teilnehmen lassen möchte, Lipp schreibt: „Meine Berichterstattung ist nicht genehm“ und fügt die Begründung der AfD an seinen Tweet dran.

+++ 02.10.2018: Badische Zeitung/epd, Ellen Nebel (@ellen_nebel): „Jetzt erst recht“
Wie Journalisten reagieren, die in Deutschland zunehmend rechter Gewalt ausgesetzt sind.

+++ 01.10.2018: Neues Deutschland/epd, Ellen Nebel (@ellen_nebel): Immer mehr Übergriffe auf Journalisten
Kameramann wird auf AfD Parteitag verbal angegriffen / Deutscher Presserat fordert Politik auf Verantwortung zu übernehmen

+++ 01.10.2018: taz, Daniel Schulz (@derherrschulz): Jugendliche in Ostdeutschland: Wir waren wie Brüder
Unser Autor ist vor Neonazis weggelaufen und er war mit Rechten befreundet. In den Neunzigern in Ostdeutschland ging das zusammen. Und heute?
Die Leiterin der Deutschen Journalistenschule (DJS), Henriette Löwisch, empfiehlt diesen Text bei Twitter: „Für mich eins der besten 10 journalistischen Stücke des Jahres. Haut rein. #Meisterstück“

+++ 30.09.2018: DWDL.de/Das Hoff zum Sonntag, Hans Hoff: Bewerbung für die Rechtsaußen-Position
Immer mehr eigentlich liberale Medien halten sich einen Rechtsaußen-Kolumnisten, der mit gezielten Provokationen für erwartbare Entrüstung sorgt. Hans Hoff übt schon fleißig – schließlich ist nicht ganz klar, wann die Herausgeber den Irrweg erkennen

+++ 29.09.2018: epd medien, Volker Lilienthal (@LilienthalV): Nervöser Vorschein – Journalismus nach Chemnitz und Köthen
Die Deutung der Ereignisse von Chemnitz und Köthen und die damit verbundene Affäre um Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen beschäftigt seit Wochen die Republik. Volker Lilienthal, Journalistikprofessor an der Universität Hamburg, beschreibt in seinem Gastbeitrag, wie der Journalismus einem zunehmenden Legitimationsdruck aus dem politisch rechten Spektrum ausgesetzt ist und wie Medienhäuser darauf reagieren. Er sieht die Gefahr, dass der weite Äußerungsrahmen, der Medien laut Grundgesetz zusteht, immer stärker eingeengt wird. Der langjährige epd-Redakteur Lilienthal warnt Journalisten aber zugleich vor einem vorschnellen "Framing" von Ereignissen, das Begriffe wie "Hetzjagd" erzeugen können.

+++ 29.09.2018: Tagesspiegel, Ingo Salmen (@IngoSalmen): Ex-„BamS“-Chef rechnet mit „Bild“-Zeitung ab
Jüngstes Beispiel Erdogan-Besuch: Michael Spreng sieht in dem Springer-Blatt unter Julian Reichelt eine „Vorfeldorganisation der AfD“.

+++ 28.09.2018: Flurfunk, owy: AfD Sachsen will Morgenpost und Tag24 boykottieren

+++ 27.09.2018: Obermain-Tagblatt, Till Mayer: AfD-Kandidat Rauh: Interview abgebrochen
Der Landtags-Direktkandidat der „Alternative für Deutschland“ (AfD), Detlef Rauh, hat ein Interview mit dem Obermain-Tagblatt abgebrochen.

+++ 28.09.2018: Nadine Lindner (@ostwestkonflikt): „Nur weil jetzt alle beim Thema #Pressefreiheit in die #Türkei oder #Österreich blicken. So weit muss man gar nicht schauen. Die wird auch in D in Frage gestellt. Zum Beispiel von der #AfD #Sachsen #saxlt. Die will bestimmten Medien keine Fragen mehr beantworten. PM von heute.“
In Lindners Tweet ist die Pressemitteilung der sächsischen AfD dokumentiert.

+++ 26.09.2018: Tagesspiegel/Zeit Online, ohne Autorennennnung: Interaktive Karte: Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland seit der Wiedervereinigung
Nach Tagesspiegel- und Zeit-Online-Recherchen wurden seit 1990 mindestens 169 Menschen von extrem Rechten getötet. Die interaktive Karte stellt die Fälle dar.

+++ 19.09.2018: Telepolis, Marcus Klöckner: „Die AfD will eine andere Republik“
Daniel Bax über die rechte Parallelöffentlichkeit, die Medien und die AfD (...) [Daniel Bax, @bax_daniel], ehemalige[r] Redakteur der taz hat sich in seinem aktuellen Buch „Die Volksverführer – Warum Rechtspopulisten so erfolgreich sind“ genauer mit der AfD, aber auch mit den Medien auseinandergesetzt.

+++ 19.09.2018: Übermedien, Stefan Niggemeier (@niggi): „Welt“-Herausgeber Stefan Aust: Freischwimmer in der braunen Brühe
Wenn man in ein paar Jahren versucht nachzuvollziehen, wie eigentlich die Dämme brachen, wie die rechten Verdrehungen und Verschwörungsvermutungen, ihre Verachtung und ihre Mems ihren Weg in das Herz der seriösen, bürgerlichen Presse fanden, dann sollte unbedingt ein Artikel von Stefan Aust zum umfangreichen Anschauungsmaterial gehören.

+++ 18.09.2018: DWDL.de, Alexander Krei (@AlexanderKrei): Silberstein: „Man kann sich gar nicht dagegen wehren“
Der Satiriker Schlecky Silberstein hat für funk eine Parodie auf die Ereignisse in Sachsen gedreht und sieht sich nach einem Posting der AfD massiven Drohungen ausgesetzt. DWDL.de sprach mit ihm über Filterblasen, Angst und Kunstfreiheit.

+++ 17.09.2018: SCHLECKY SILBERSTEIN, Schlecky Silberstein (@Dieser_Schlecky): Ein Hauch von ‘33 – Und plötzlich stehen sie vor deiner Tür
Und plötzlich steht ein AfD-Abgeordneter im Hausflur und filmt dein Klingelschild. Wenn Politiker bei Künstlern auftauchen, um ihnen zu zeigen “Wir wissen, wo Du wohnst”, dann sind wir wieder soweit, liebe Freunde.

+++ 14.09.2018: T-Online, Lars Wienand (@larswienand): AfD erklärt Satire-Dreharbeiten zum Skandal – SWR ließ drehen
Die Polizei kam, weil Anwohner eine rechte Demo fürchteten, die AfD unterstellte eine Fake-Attacke: Dreharbeiten sorgten in Berlin für Unruhe. Ein Experte kritisiert die Partei.

+++ 12.09.2018: Zapp, Elias Nüse & Sabine Schaper (@SabineSchaper): Rollenwechsel: AfD statt Radio Bremen
Der Bremer Reporter Hinrich Lührssen ist Mitglied im dortigen AfD-Parteivorstand. Ein Problem sieht er darin nicht – einige seiner Auftraggeber dagegen schon.

+++ 12.09.2018: Das Altpapier, René Martens (@renemartens): Ein Verstoß gegen alle Regeln
„(...) Ein Journalist stellt seine eigene „Leistung“ als Interviewer einer rechtsextremen Organisation für deren Propaganda zur Verfügung. Beziehungsweise: Sat 1 überlässt Thügida die Rohversion eines eigenen Produkts, und das, bevor man es selbst verwertet. Der Gegenstand der Berichterstattung wird zu einer Art Berichterstattungspartner. Das wäre natürlich auch dann unzulässig, wenn man diesen Deal nicht mit Nazis gemacht hätte. (...)“

+++ 10.09.2018: Deutsche Welle, Helena Kaschel (@helenakaschel): Pressefreiheit: Gewalt gegen Journalisten: Wenn Twittern zum Sicherheitsrisiko wird
Nach Chemnitz nun auch Köthen: Wieder ist es offenbar auf einer Demonstration rechter Gruppen zu Übergriffen gegen Reporter gekommen. Journalisten-Organisationen schlagen Alarm.

+++ 10.09.2018: Meedia, Thomas Borgböhmer: taz-Reporter Kaul über Köthen-Einsatz: „In diesen aufgeheizten Zeiten sehen wir, wie wichtig Präzision ist“
Martin Kaul [@martinkaul], Redakteur bei der taz, hat die Ereignisse in Chemnitz und nun in Köthen begleitet. Seine neuesten Video-Reportagen bei Twitter haben knapp 100.000 Abrufe. Der Reporter hat sich in diesem Feld als eigene Marke etabliert. Im MEEDIA-Interview spricht er über seine Erfahrungen in Sachsen-Anhalt und warum Journalisten in diesen Zeiten besonders wenige Fehler machen sollten.

+++ 10.09.2018: der rechte rand, Andreas Speit: Position bezogen
Der Präsident des Verfassungsschutzes hat keine belastbaren Informationen, aber eine klare Meinung.
Auszug: „Den Betroffenen rechter Gewalt, den DemonstrantInnen gegen einen rassistischen Mob und den JournalistInnen, die über die extreme Rechte berichten, wurde der staatliche Schutz entzogen.“

+++ 08.09.2018: Deutschlandfunk Kultur, Vera Linß (@VeraLi)und Marcus Richter (@monoxyd): Berichterstattung über Rechtsextremismus: Was bleibt, wenn der Medientross weiterzieht (Audio 7:53 Min.)
Erinnern Sie sich noch an Tröglitz 2015? Und haben Sie je erfahren, was aus dem dortigen Bürgermeister wurde, den Neonazis bedrohten? Bastian Wierzioch berichtet kontinuierlich über Rechtsextremismus in Sachsen. Auch wenn das gefährlicher und „sehr viel brutaler“ geworden ist. Bastian Wierzioch im Gespräch mit Vera Linß und Marcus Richter

+++ 05.09.2018: Zapp, Stefanie Groth (@stefanigroth) und Timo Robben (@TI_MO_RO): Im Visier: Journalisten in Chemnitz
Demo-Reporter haben keinen leichten Job: Sie müssen inzwischen damit rechnen, bepöbelt und angegriffen zu werden. Rund um die Chemnitz-Berichterstattung ist zudem eine Debatte entbrannt.

+++ 05.09.2018: Meedia/DPA, ohne Autor: BKA-Statistik: 33 Gewalttaten von rechts gegen Journalisten in zweieinhalb Jahren
Nach den Erkenntnissen des Bundeskriminalamts (BKA) hat es in Deutschland von Anfang 2016 bis Mitte August diesen Jahres 33 "politisch rechts motivierte" Gewalttaten gegen Journalisten gegeben. Die Zahl geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken hervor. Noch nicht erfasst sind die Attacken auf Medien bei den Kundgebungen in Chemnitz nach dem gewaltsamen Tod eines 35-jährigen Mannes am 26. August.

+++ 02.09.2018: Tagesschau.de, Dominik Lauk (@HerrLauck): Angriffe in Chemnitz: „Noch nie so viel Hass auf Medien erlebt“
Bei den Protesten in Chemnitz griffen Demonstranten immer wieder Journalisten an. Dabei wurden unter anderem Kameras zerstört. Einige Chefredakteure erhoben deshalb schwere Vorwürfe gegen die Polizei.

+++ 01.09.2018: mimikama, Ralf: Faktencheck: Fotojournalist Thomas Victor und der Nazi in Chemnitz
Von rechter Seite wird gerne immer wieder betont, dass sie selbst gar nicht so pöbelhaft und brutal seien, das käme alles von „links“. Beweisen sollen das Fotos von „V-Männern“. Aktuelles Beispiel: Thomas Victor

+++ 01.09.2018: T-Online, Jonas Mueller-Töwe (@JMuellerToewe): Polizeisperre durchbrochen: Rechte Demonstranten greifen Reporter in Chemnitz an
Teilnehmer der AfD-Demo in Chemnitz haben zahlreiche Journalisten angegriffen. Auch unser Reporter wurde Ziel eines Übergriffs. Die Polizei ermittelt.

+++ 31.08.2018: O-Netz (Der Neue Tag), Jürgen Kandziora: Keine Sympathie für Journalisten
Sie glauben, eine Alternative für Deutschland zu sein. Alternativ verhalten sich manche AfD-Politiker auch gerne, wenn sie mit der Meinung von Journalisten nicht klarkommen.

+++ 29.08.2018: Zapp, Timo Robben (@TI_MO_RO) und Leonie Puscher (@LPuscher): Angefeindet: Demo-Reporter in Chemnitz (Video 5:20 Min.)
Demos sind für Journalisten eine Herausforderung, oft geraten sie zwischen die Fronten - oder werden selbst ins Visier genommen. ZAPP hat Reporter in Chemnitz begleitet.

+++ 29.08.2018: Frankfurter Neue Presse, ohne Autor: Gewaltaufruf: AfD Hochtaunus nennt umstrittenen Facebook-Post „unglücklich“
„Unglücklich“ und „taktisch ungeschickt“: So bezeichnet die AfD-Fraktion Hochtaunuskreis einen mittlerweile gelöschten Facebook-Post, in dem sie unverhohlen über Gewalt gegen Journalisten spekuliert. Vom Inhalt distanzieren möchte sie sich aber nicht.

+++ 29.08.2018: Meedia/DPA, Andreas Heimann (@ACHeimann): DJV-Vorsitzender Frank Überall über rechte Demonstrationen: „Ich sehe auch Fortbildungsbedarf bei der Polizei“
Demonstranten wehren sich immer wieder dagegen, fotografiert oder gefilmt zu werden. Oft mit der Behauptung, das sei nicht legal. Zum Teil wenden sie sich dann an die Polizei. „Das scheint wirklich eine neue Masche zu sein“, sagte der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV), Frank Überall, der Deutschen Presse-Agentur. „Daneben ist verbale Gewalt für die Kolleginnen und Kollegen vor allem bei Rechtsaußen-Demonstrationen mittlerweile Alltag.“

+++ 29.08.2018: DJV-Pressemitteilung, Hendrik Zörner: AfD: Objekt für Verfassungsschutz
Der Deutsche Journalisten-Verband fordert das Bundesamt für Verfassungsschutz und seine Landesämter auf, die Partei Alternative für Deutschland (AfD) zu beobachten.

+++ 28.08.2018: ZDF Frontal 21,Arndt Ginzel (@GKDJournalisten), Michael Haselrieder (@MHaselrieder), Conny Hermann (@ConnyHermann) und Ulrich Stoll (@UlrichStoll1): Angriff auf die Pressefreiheit – Strategie von rechts (Video 7:38 Min.)
Immer wieder zeigen AfD- und Pegida-Demonstranten Journalisten an. Der Vorwurf: Die Pressevertreter hätten die Persönlichkeitsrechte der Protestierer verletzt. Dabei müssen Demonstranten sich filmen lassen.

+++ 28.08.2018: Frankfurter Neue Presse, Matthias Thieme (@thieme_matthias): Kommentar: Warum die Ausschreitungen in Chemnitz den Rechtsstaat gefährden
Das Gewaltmonopol liegt beim Staat – und nicht bei den Horden auf der Straße. Alles andere wäre ein Rückschritt in die Barbarei, kommentiert FNP-Chefredakteur Matthias Thieme.
Auszug aus dem Text, Thieme zitiert aus einem inzwischen gelöschten Facebook-Beitrag der AfD-Fraktion im Kreistag Hochtaunus: „Bei uns bekannten Revolutionen wurden irgendwann die Funkhäuser sowie die Presseverlage gestürmt und die Mitarbeiter auf die Straße gezerrt. Darüber sollten die Medienvertreter hierzulande einmal nachdenken, denn wenn die Stimmung endgültig kippt, ist es zu spät!“.

+++ 28.08.2018: Deutschlandfunk/@mediasres, Sebastian Wellendorf (@sebwelle): Berichterstattung zu Ausschreitungen in Chemnitz: „Gegen Rechtsextreme zu sein, ist nicht zwangsläufig links“
In der Berichterstattung über die Ausschreitungen in Chemnitz sei eine komplexe Debatte einfach in zwei Seiten aufgeteilt worden, sagte Thomas Laschyk von der Initiative „Volksverpetzer“ im Dlf. Hier von „linken“ und „rechten“ Demonstranten zu sprechen, verharmlose rechtsextreme Positionen. Thomas Laschyk im Gespräch mit Sebastian Wellendorf

+++ 28.08.2018: Der Tagesspiegel, Claudia Kleine (@Clau_Kleine): Berichterstattung aus Chemnitz: Journalistenverband: Polizei muss Presse viel besser schützen
Ein rechter Mob bedroht und verfolgt Journalisten in Chemnitz. Einige müssen die Berichterstattung abbrechen. Medienvertreter sind entsetzt.

+++ 28.08.2018: T-Online, Lars Wienand (@LarsWienand): Übertragung aus Chemnitz: So erlebte der RTL-Reporter die Live-Schalte mit Hitlergruß
Plötzlich drängt ein Mann in die RTL-Live-Schalte aus Chemnitz und zeigt den Hitlergruß. TV-Reporter Thomas Präkelt erzählt, wie er den Moment erlebte – und dass er trotzdem sagte, was er sagen wollte.

+++ 27.08.2018: Zeit Online, Johannes Grunert (@johannesgrunert): Chemnitz: Der Abend, an dem der Rechtsstaat aufgab
Tausende Rechtsextreme ziehen durch Chemnitz, zeigen den Hitlergruß, greifen Gegendemonstranten und Journalisten an. Die Polizei ist unterlegen und lässt sie gewähren.
Auszug aus dem Text: „Die Journalistinnen und Journalisten haben sich am Montagabend so gut wie möglich gewappnet: Videoteams brachten eigene Securitykräfte in die Chemnitzer Innenstadt mit, Fotojournalisten Helm und Stichschutzhandschuhe. Auf dem angekündigten "Trauermarsch" kommt es bald zu Ausschreitungen, Flaschen fliegen, Böller werden gezündet und Journalisten angegriffen. Gewaltbereite Rechtsextreme können unter den Augen der wenigen Polizeibeamten Straftaten begehen.“

+++ 26.08.2018: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Peter Carstens, Friederike Haupt, Konrad Schuller (@SchullerKonrad), Christoph Strauch: Pegida in Sachsen: Presse, Pöbler, Polizisten
Ministerpräsident Kretschmer will die AfD ausstechen, indem er der Partei zuvorkommt und die Polizei in Schutz nimmt. Dafür rückt er die Journalisten ins Zwielicht. Die müssen immer häufiger mit Angriffen bei der Arbeit klarkommen.

+++ 26.08.2018: Abendzeitung, Jasmin Menrad: Auch in München: Pegida-Anzeigen gegen Journalisten – Polizei im Dilemma
Pegida versucht auch in München, Journalisten bei der Arbeit zu behindern. Die Polizei sagt, sie sei machtlos.

+++ 24.08.2018: Süddeutsche Zeitung, Martin Bernstein (@martinbernstei3): Wie Pegida die DSGVO nutzt, um die Pressefreiheit zu behindern – Verwirrung bei der Polizei
Im Einsatz erweist sich die Polizei in solchen juristischen Fragen jedoch nicht allzu sattelfest.

+++ 24.08.2018: Message, Isabel Schneider (@isicomeeasygo): Rechtsextremismus: „Nicht dabei zusehen, wie diese Gesellschaft immer rassistischer wird“
Seit 25 Jahren wagt sich die Journalistin Andrea Röpke in feindliche Milieus. Vor Journalistik-Studierenden der Universität Hamburg berichtet die Rechts-Expertin über die besonderen Herausforderungen von Recherchen unter Rechtsextremen und Nazis und diskutierte mit Ihnen über die politische Verantwortung von Journalisten in aktuellen politischen Auseinandersetzungen. Das Gespräch führte Jannis Frech (Rudolf-Augstein-Stiftungsprofessur). Fragen kamen auch von den Studierenden und Message-Herausgeber Volker Lilienthal.

+++ 24.08.2018: SWR, ohne Autorin: Vorwürfe gegen Stuttgarter Polizei: „Die Pressefreiheit ist jetzt ausgesetzt“
Nach der umstrittenen Polizeikontrolle eines ZDF-Teams in Dresden gibt es nun auch Kritik am Vorgehen der Polizei in Stuttgart. Journalisten sollen bei ihrer Arbeit behindert worden sein.

+++ 23.08.2018: Süddeutsche Zeitung, Antonie Rietzschel (@arietzschel) und Ulrike Nimz (@Miss_Achtung): Heimatschutz
[Gelungenes Dossier] Rechtsextreme Festivals sind zur Belastungsprobe für die ostdeutsche Provinz geworden. Über zwei Orte und einen Kampf, der noch nicht entschieden ist.

+++ 23.08.2018: drehscheibe, Katharina Dodel (: Wenn das Rathaus dicht macht
Es ist nicht leicht, über Rechtspopulisten zu berichten, das haben nicht zuletzt die Vorfälle am Rande einer Pegida-Demonstration in Dresden gezeigt, wo ein ZDF-Team von Polizisten und einem LKA-Mitarbeiter in seiner Arbeit behindert wurde. In Burladingen ist es gleich der Bürgermeister selbst, der die Berichterstattung unterbinden will. Eine Reporterin des Schwarzwälder Boten wird vom AfD-Bürgermeister öffentlich angegriffen und bekommt Hausverbot. Wie sie damit umgeht, erzählt sie im drehscheibe-Interview.

+++ 22.08.2018: Deutschlandfunk/mediasres, Isabelle Klein (@huiahoi): Rechte Demo-Strategien gegen Journalisten: „Ich kann ein System dahinter erkennen“
Das Vorgehen der sächsischen Polizei gegen ein ZDF-Reporter-Team sorgte bundesweit für Aufsehen. Auf Veranlassung eines Pegida-Demonstranten hin hatten Beamte 45 Minuten lang die Personalien der Journalisten aufgenommen und sie so bei der Berichterstattung behindert. Eine Methode, die in rechten Kreisen schon lange gepflegt wird, sagte Rechtsextremismus-Blogger Henrik Merker im Dlf.

+++ 21.08.2018: Übermedien, Stefan Niggemeier (@niggi): Fernsehreporter wird AfD-Funktionär: „Ich bin ja nicht in die Waffen-SS eingetreten.“

+++ 21.08.2018: ZDF Frontal 21, Arndt Ginzel (@GKDJournalisten): Pressefreiheit in Sachsen (Video 7 Min.)
Am Rande des Besuchs der Bundeskanzlerin in Dresden ist ein Kamerateam, das im Auftrag des ZDF unterwegs war, etwa eine Dreiviertelstunde von der Polizei festgehalten worden. Das Team war vorher von einzelnen Pegida-Demonstranten verbal angegriffen …

+++ 19.08.2018: taz, Georg Löwisch (@georgloewisch): Pressefreiheit in Sachsen: Pegidisten als Hilfspolizei
Bei einer Anti-Merkel-Demo in Dresden wird ein ZDF-Team an der Arbeit gehindert. Die Polizei pfeift die Journalisten zurück. Ein Zwischenruf.

+++ 10.08.2018: Correctiv, Marta Orosz (@martiorosz): Ungarn: Die geheime AfD-Show
AfD-Vertreter lassen sich im ungarischen Staats-TV als anonyme Bürger interviewen – und schüren Vorurteile gegen Migranten. Einer wirkt sogar als Helfer beim Dreh mit.

+++ 10.08.2018: Michael Trammer (@mic_tra) bei Twitter: „Heute #PEGIDA #München: Nachdem diese Woche bereits Kolleg*innen an der Arbeit gehindert wurden hat es nun auch mich erwischt: Versammlungsleiter Meyer ist der Meinung ich hätte ihn und Redner Portraitiert. @PolizeiMuenchen nimmt Personalien auf für “juristischen Vermerk” @BJVde“

+++ 09.08.2018: DJV-NRW Journal, Theo Körner: Bildjournalistinnen und -journalisten unter Druck
Podiumsdiskussion in Dortmund

+++ 09.08.2018: Watson, Felix Huesmann (@felixhuesmann): Pegida versucht, Journalisten zu behindern – und die Polizei München spielt mit
Immer wieder versuchen rechtsextreme Demonstranten, Journalisten zu bedrängen und an ihrer Arbeit zu hindern. Ein aktueller Fall aus München zeigt, wie sie sich dabei auch die Polizei zunutze machen. Der Bayerische Journalisten-Verband spricht von einem Eingriff in die Pressefreiheit.

+++ 08.08.2018: Kontext:Wochenzeitung, Josef-Otto Freudenreich: Maulkorb für Kontext
Kontext darf – vorläufig – nicht mehr schreiben, dass der AfD-Mitarbeiter XXX heißt und ein rechter Hetzer ist. Das hat das Mannheimer Landgericht per einstweiliger Verfügung verboten. Der Mann versichert, er sei nicht Urheber der üblen Äußerungen in den ihm zugeschriebenen Facebook-Chatprotokollen. Darauf stellt Kontext noch im Gerichtssaal Strafanzeige wegen falscher Versicherung an Eides statt.

+++ 08.08.2018:
Kontext:Wochenzeitung, Redaktion: Chapeau, Kolleginnen und Kollegen!
[Mit umfassender Linkliste zur Berichterstattung über die Verhandlung.]

+++ 08.08.2018:
Kontext:Wochenzeitung, Redaktion: Dranbleiben ist Bürgerpflicht
In der Medienlandschaft ist der umstrittene Mannheimer Richterspruch sehr genau registriert worden. Dasselbe gilt für die Politik, die sich mit der AfD und braunen Gesinnungsfreunden auseinanderzusetzen hat. Für Kontext haben kundige Beteiligte mehr oder weniger kurze Stellungnahmen formuliert.

+++ 08.08.2018:
Wiederum bei einer Pegida-Kundgebung in München hat ein Fotograf Probleme mit der Polizei: Der (uns persönlich bekannte) Twitter-Nutzer Reflektierter Bengel schreibt: „Erneut stellt die @PolizeiMuenchen Personalien eines Pressefotografen auf Zuruf von #Pegida #München fest. Diesmal folgt keine Anzeige sondern ein Vermerk zur juristischen Überprüfung. Vorwurf sind erneut Portraitaufnahmen @BJVde @jj_bjv“

+++ 07.08.2018: Allgäu rechtsaußen, Sebastian Lipp (@SebastianLipp): Nazis passen Journalisten ab
Neonazis verfolgen Journalisten, drohen und tauchen später bei einem davon zu Hause auf. Im Vorfeld forschte der Sänger von Faustrecht den Termin aus.

+++ 06.08.2018: Bei einer Pegida-Kundgebung in München hat ein Fotograf Probleme mit der Polizei: Der (uns persönlich bekannte) Twitter-Nutzer Reflektierter Bengel schreibt: „Die @PolizeiMuenchen will bei #Pegida #München erneut Personalien eines Fotografen mit Presseausweis aufnehmen. Es geht um „verbotene Portraitaufnahmen“ die nach Durchsicht der Bilder durch die Beamten gar nicht existieren. @jj_bjv @BJVde #pressefreiheit“. Der BJV kümmert sich um diesen Fall.

+++ 06.08.2018: Deutschlandfunk/@mediasres, Thomas Wagner: Vorwurf des Rechtsextremismus: AfD-Mitarbeiter lässt Pressebericht verbieten
Die Stuttgarter Wochenzeitung „Kontext“ darf nicht mehr behaupten, dass sich ein Mitarbeiter der AfD-Landtagsfraktion in Stuttgart in Chats rassistisch geäußert hat. Die Redaktion hält die Protokolle dagegen für authentisch.

+++ 03.08.2018: SZ, Wolfgang Janisch (@W_Janisch): Rechtsstreit: Verdacht im Chat
Die Wochenzeitung „Kontext“ und die AfD streiten vor Gericht: Hat ein Mitarbeiter der Partei aus dem Stuttgarter Landtag in einem privaten Chat rechte Hetze verbreitet? "Kontext" sagt ja und legt Protokolle vor. Der Mann bestreitet es.

+++ 02.08.2018: taz, Frank Überall (@ueberalltv): Gastkommentar: Rechte Feindeslisten: Gefährliches Geheimhalten
Der Staat gibt die Namen der betroffenen JournalistInnen auf den Feindeslisten von Rechtsextremen nicht preis. Das ist unverantwortlich.

+++ 01.08.2018: taz, Simone Schmollack (@sis_teract): Bedrohung durch Rechtsextreme: Als ich auf einer Liste stand
Die Behörden haben bei Ermittlungen Listen mit rund 35.000 Namen gefunden. Eine Nachricht, die unsere Autorin an eigene Erfahrungen erinnert.

+++ 01.08.2018: taz, Steffen Grimberg: Kolumne Flimmern und Rauschen: „Kontext“ hat Arsch in der Hose
Die Wochenzeitung aus Stuttgart muss sich vor Gericht mit einer Unterlassungsklage [der AfD] auseinandersetzen. Moralisch hat sie jetzt schon gewonnen.

+++ 31.07.2018: DJV, Hendrik Zörner, Pressemitteilung: Sogenannte Feindeslisten: Aufklärung gefordert!
Der Deutsche Journalisten-Verband fordert vom Bundeskriminalamt Aufklärung über Journalisten in den sogenannten Feindeslisten rechtsextremistischer Gruppierungen.

+++ 30.07.2018: Bildblog, Benedikt Frank (@benedikt_frank): Die Verbindungen von „Compact“ zu Rechtspopulisten und Rechtsradikalen

+++ 30.07.2018: Allgäu rechtsaußen, Sebastian Lipp (@SebastianLipp): Neonazi will Berichterstattung über Faustrecht unterbinden – Gericht lässt ihn abblitzen
»Na also. Wir dürfen die nationalsozialistische und menschenfeindliche Ideologie hinter den Texten von Faustrecht benennen«, freut sich Sebastian Lipp über die heute vom Landgericht Kempten verkündete Entscheidung, die einen »Angriff auf die Meinungs- und Pressefreiheit abgeschmettert« habe, so der Journalist. [Eine Pressemitteilung in eigener Sache.]

+++ 30.07.2018: Allgäuer Zeitung, Michael Munkler: Wo endet die Meinungsfreiheit?
Ein Mitglied der Band „Faustrecht“ klagt gegen einen Blogger und Journalisten auf Unterlassung. Der hatte behauptet: Die Gruppe „besingt Rassenkrieg und Nationalsozialismus“.

+++ 27.07.2018: Süddeutsche Zeitung, Ulrike Nimz (@Miss_Achtung) [€]: Investigativ-Journalistin Andrea Röpke: „Ich bin nicht furchtlos“
Die Journalistin Andrea Röpke recherchiert seit Jahren investigativ in der rechtsextremen Szene. Ein Gespräch über ratlose Polizisten, Drohungen und den Einfluss der AfD auf die Arbeit von Journalisten.

+++ 27.07.2018: DJV-Blog, Hendrik Zörner: Polizei: Vom Presserecht keine Ahnung
Immer wieder gucken Polizisten weg, wenn Journalisten von Rechtsextremisten angegriffen werden. Aktuell bestätigt das die investigative Journalistin Andrea Röpke, die sich wie keine andere im Braunen Sumpf auskennt.

+++ 10.07.2018: Entdeckt via diese Twitter-Empfehlung der @Floskelwolke: „Die #AfD hetzt gegen das @handwerkmagazin. Die Antwort des Chefredakteurs @OlafDeininger ist nicht nur gelungen, sondern auch ein gutes Lehrstück im Umgang mit Rechtspopulisten. Lesetipp!“:
handwerk magazin, Olaf Deininger: Junge Frau mit Kopftuch: AfD erregt sich über Juli-Titelbild von handwerk magazin
Eine Kommunalpolitikerin der AfD wirft der Redaktion von handwerk magazin vor, das Titelbild der aktuellen Juli-Ausgabe sei frauenfeindlich und frauendiskriminierend. Zuerst als Leserbrief, dann öffentlich auf Facebook. Der löste eine Debatte aus. Der Post wurde mittlerweile gelöscht.

+++ 06.07.2018: BR-Medienmagazin, Jonathan Schulenburg: Interview: Der NSU-Prozess und die Medien (Audio: 6:04 Min.)
Fünf Jahre, 437 Prozess-Tage. Ein Mammut-Prozess geht zu Ende auch für die Medien, die darüber berichtet haben. Von der Kontroverse um die Journalisten-Akkreditierung am Anfang bis zu Zschäpes Stimme. Welche Medien blieben dran? Wie hat der Prozess die Journalisten verändert? BR-Reporter Tim Aßmann war von Anfang an dabei.

+++ 06.07.2018: taz, Kolumne Right Trash, Lalon Sander (@lalon_sander): Stichwortgeber für die rechte Blase
Für rechte Netzaktivisten ist „Bild“ eine der wichtigsten Quellen. Umgekehrt spült die Zeitung oft Positionen von rechts in den Mainstream.

+++ 01.07.2018: Handelsblatt, Dietmar Neuerer (@dneuerer): AfD schottet sich ab – Journalistenverband droht mit Konsequenzen
Die AfD will auch künftig Journalisten von bestimmten Debatten bei Parteitagen auszuschließen. Der Journalistenverband will das nicht hinnehmen.

+++ 29.06.2018: taz, Anne Haeming (@haemanns): Berichterstattung zur AfD: Alltag einer Wanderdüne
Seit gut 100 Tagen ist die AfD die stärkste Oppositionspartei im Bundestag. Journalist*innen suchen noch nach dem richtigen Umgang mit ihr.

+++ 29.06.2018: der Freitag, Matthias Dell: Die neue Ordnung
Realitätsflucht: Politik und Medien rutschen in atemberaubendem Tempo nach rechts – Ausdruck einer tiefen Verunsicherung

+++ 26.06.2018: Übermedien, Boris Rosenkranz (@der_rosenkranz): AfD-Treffen: Teilnehmer bedrohen und attackieren Journalisten

+++ 26.06.2018: Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di: Wieder AfD-Gewalt an Journalisten: dju in ver.di fordert besseren Schutz durch Polizei

+++ 26.06.2018: Meedia, Alexander Becker: dju: Zwei Journalisten bei Kyffhäusertreffen von rechtsnationalem AfD-Flügel angegriffen
Das diesjährige Kyffhäusertreffen fand am Wochenende in Burgscheidung im Süden Sachsen-Anhalts statt. Laut FAZ kam dabei der rechtsnationale Partei-Flügel der AfD zusammen. Zu den Anwesenden gehörten Jörg Meuthen, Björn Höcke, André Poggenburg aber auch der Pegida-Gründer Lutz Bachmann. Friedlich ging es nicht zu, denn zwei Journalisten sollen dabei angegriffen worden sein.

+++ 25.06.2018: blick nach rechts, Andrea Röpke: Feuchtfröhliche „Flügel“-Feier
AfD und freie Medienvertreter – die Situation scheint sich immer mehr zuzuspitzen. Ein Erfahrungsbericht aus Burgscheidungen in Sachsen-Anhalt.

+++ 25.06.2018: Der Tagesspiegel, Matthias Meisner (@matthiasmeisner): Verschwörungstheorien? Nein danke! Satire-Sender „Wahre Welle“ im Internet
Der Online-TV-Sender „Wahre Welle“ wirkte tagelang wie ein Projekt der Rechten. In Wahrheit will die Bundeszentrale für politische Bildung aufklären.

+++ 21.06.2018: taz, Anna Grieben (@AGrieben): BBC-Interview mit AfD-Politikerin: Emily Maitlis entlarvt von Storch
Die Journalistin Emily Maitlis konfrontiert in ihrer Sendung „BBC Newsnight“ die AfD-Politikerin Beatrix von Storch mit Fakten.

+++ 21.06.2018: Die Zeit, Hamburg, Stefan Schirmer: Die AfD, ein Glücksfall?
So denkt zumindest der Publizist Matthias Matussek. Am Montag breitete er seine Weltsicht vor 400 Gästen im Großen Festsaal des Rathauses aus.

+++ 20.06.2018: ZDF, ZDFzoom, Rainer Fromm, Ron Boese: Die Todesliste des NSU [Video, 28 Min., verfügbar bis 20.06.2019]
Es geht um eine geheimnisvolle Liste. Auf ihr stehen die Namen von mehr als 10 000 Personen. Experten sind überzeugt: Der NSU plante weitaus mehr Attentate und muss Helfer gehabt haben.

+++ 18.06.2018: bento, Helene Flachsenberg, Katharina Hölter: Auf diese Fragen hat Alice Weidel keine Antwort mehr
Dieser WDR-Journalist hat sie sprachlos gemacht.

+++ 16.06.2018: Süddeutsche Zeitung, Annette Ramelsberger (@ARamelsberger) [€]: 432 Tage
So lange schon läuft [in diesem Raum] der NSU-Prozess. Unsere Autorin war an fast jedem Tag dabei. Sie erzählt, wie das ihr Leben verändert hat.

+++ 15.06.2018: Otto Brenner Stiftung, Malene Gürgen, Christian Jakob, Sabine am Orde: Arbeitspapier: Netzwerk AfD: Die neuen Allianzen im Bundestag
Die AfD ist mit über 90 Abgeordneten die drittstärkste Fraktion im Bundestag. In der Wahlperiode bis 2021 stehen ihr etwa 200 Mio. Euro für Personal in der Fraktion und für Mitarbeitende im Bundestag und den Wahlkreisbüros zur Verfügung. Etwa 350 Stellen können besetzt werden. Woher kommt das AfD-Personal, werden Netzwerke bedient? Ein Recherche-Team kommt zu dem Ergebnis, dass die Grenzen zu den rechtsextremen Milieus fallen und sich ungewöhnliche Allianzen auf Kosten der Steuerzahler abzuzeichnen beginnen.
Das 36-seitige Arbeitspapier ist als PDF-Download erhältlich. Besonders interessant ist auch das Kapitel 7: Fake News aus dem Bundestag: AfD und Medien.

+++ 14.06.2018: Die Zeit, Martin Machowecz (@mmachowecz): Journalismus: Klappe halten?
Wie mir nach einem einzigen journalistenkritischen Tweet vorgeworfen wurde, dem Faschismus den Weg zu ebnen.

+++ 09.06.2018: FAZ/epd: Journalist bei Neonazi-Festival angegriffen
Bis zuletzt wollte der Landkreis Hildburghausen verhindern, dass in Themar wieder das größte Neonazi-Festival Deutschlands stattfindet – und scheiterte vor Gericht. Gleich zu Beginn der Veranstaltung wurde ein Journalist verletzt.

+++ 07.06.2018: FAZ, Michael Hanfeld: Journalismus und die AfD: Deckel drauf
Der AfD bei ihren Bösartigkeiten entgegenzutreten, ist das eine. Etwas anderes ist es, Themen, auf denen die Partei herumreitet, unter den Teppich zu kehren. Einen größeren Gefallen kann man den Rechtsauslegern nicht tun. Ein Kommentar.

+++ 06.06.2018: Zapp, Inga Mathwig (@scholastikus), Timo Robben (@TI_MO_RO) & Caroline Schmidt (@CSCHMIDT_5) [Video: 9:14 Min., Lesezeit: zirka sieben Minuten] Stöckchensprung? Der Umgang mit der AfD
Wie sollen Medien auf die Provokationen von AfD-Politikern wie Alexander Gauland reagieren? Breit berichten? Ignorieren? Ein Streitgespräch zwischen Lutz Haverkamp, Redakteur des Berliner „Tagesspiegel“ und Janko Tietz, CvD bei „Spiegel Online“.

+++ 06.06.2018: Zapp, Aimen Abdulaziz (@aimensaid) und Timo Robben (@TI_MO_RO): [AfD] Ein Bürgermeister entzieht sich der Presse
In der Kleinstadt Burladingen auf der schwäbischen Alb redet Bürgermeister Harry Ebert von der AfD nicht mehr mit den Medien. Wie geht die lokale Presse damit um?

+++ 04.06.2018: VICE, Matern Boeslager (@m_boeselager): Warum zwei Neonazis einen Monat nach ihrer Jagd auf Journalisten noch auf freiem Fuß sind
Der Name eines Täters ist bekannt, aber die Staatsanwaltschaft hat kreative Begründungen, weshalb sie ihn nicht verhaften lässt.

+++ 03.06.2018: WEB.DE/DPA, mss: Geplante Provokation: Eine Analyse zur Sprache der AfD
Experten haben die Sprache der AfD genau unter die Lupe genommen. Das bezwecken die AfD-Politiker mit den ständigen Provokationen.

+++ 02.06.2018: NZZ am Sonntag [nur mit Registrierung], Sacha Batthyany (@SachaBatthyany): Hasnain Kazim kämpft mit Humor gegen Hass
Hasnain Kazim, Journalist, erhielt beim „Spiegel“ jede Woche Hunderte Hassmails von rechten Wutbürgern. Dann begann er, sich mit einem simplen Trick zu wehren: Er schrieb zurück.

+++ 02.06.2018: Deutschlandfunk Kultur/Breitband, Daniel Bouhs (@daniel_bouhs): Journalismus und Demonstrationen: No-Go-Areas für Journalisten?
Unter dem Motto „AfD wegbassen“ gab es große Demonstrationen gegen den Aufmarsch von AfD und ihren Anhängern. Daraufhin trat ein Journalist der „ZEIT“ eine Debatte los. Er findet es problematisch, dass viele seiner Kollegen an den Demos teilgenommen hatten.

+++ 02.06.2018: Zapp, Andrej Reisin (@Andrejnalin77): Demonstrieren gegen die AfD? Aber sicher!

+++ 31.05.2018: kress, Bülend Ürük (@buelend): DJV-Vorsitzender Frank Überall widerspricht „Zeit“-Redakteur: „Natürlich dürfen Journalisten gegen die AfD demonstrieren“
Für teils heftige Reaktionen hat am Wochenende ein Journalist der „Zeit“ in den sozialen Netzwerken gesorgt: Journalisten, die gegen die AfD demonstrieren und am nächsten Tag wieder über die AfD berichten, würden dem Journalismus schaden. DJV-Chef Frank Überall sieht das anders, nimmt im Gespräch mit kress.de-Chefredakteur Bülend Ürük demonstrierende Journalisten in Schutz.

+++ 31.05.2018: Spiegel Online, Jan Fleischhauer (@janfleischhauer): Meinungskampf: Bei Rechten reden
Im Prinzip finden reden alle gut. Doch wenn es konkret wird, zucken viele zurück – das werte die Gegenseite nur auf. Unser Kolumnist hat die Aufforderung zum Reden ernst genommen und war beim Burschentag in Eisenach.

+++ 30.05.2018: Das Altpapier, René Martens (@renemartens): Geht mal aus der Sonne!
Lassen manche Journalisten anhand ihres Umgangs mit der AfD erkennen, dass sie unter dem „Stockholm-Syndrom“ leiden? Kann ein Journalist gegenüber einer erklärtermaßen journalistenfeindlichen Partei unvoreingenommen sein? Was hat die Falschberichterstattung über Hitzacker angerichtet? Ein Altpapier von René Martens.

+++ 29.05.2018: taz, Jörg Wimalasena (@JoergWimalasena): Zeit-Redakteur über Umgang mit der AfD: „Man ist kein Zweifelnder mehr“
Der Journalist Martin Machowecz kritisiert, dass Kollegen am Wochenende an der Demonstration gegen die AfD teilgenommen haben.

+++ 28.05.2018: taz-Hausblog, Barbara Junge (@BarbaraJunge): Zum Umgang der taz-Redaktion mit der AfD: Was ist richtig?
Hingehaltene Stöckchen ignorieren? Gezielte Provokationen erwähnen? Die taz hat einen internen Leitfaden aufgesetzt.

+++ 25.05.2018: der rechte rand, diverse Autor*innen: rechte Publikationen: gedruckte Hetze und Propaganda
Das gedruckte, 48-seitige Heft gibt einen ausführlichen Überblick zu von den Autor*innen als „rechts“ eingestuften deutschsprachigen Publikationen. Bestellmöglichkeit und Leseproben unter: der-rechte-rand.de.

+++ 25.05.2018: Berliner Morgenpost, Kai-Hinrich Renner (@com/khrenner): Wie Journalisten Einschüchterung via Internet erleben
Um die Pressefreiheit steht es in Deutschland relativ gut. Doch einige Journalisten erleben, dass relativ gut eben nicht perfekt ist.

+++ 22.05.2018: MEDIENWOCHE, Benjamin von Wyl (@biofrontsau) und Nick Lüth (@nick_luethi): Zwei unterschiedliche Blicke nach rechts
Sie tun das Gleiche, aber doch nicht dasselbe: Fabian Eberhard recherchiert aus journalistischem Interesse im rechtsextremen Milieu. Sören Kohlhuber tut dies aus politischem Antrieb. Ein Gespräch über die Grauzone zwischen Journalismus und Aktivismus.

+++ 15.05.2018: Erdinger/Dorfener Anzeiger, Hans Moritz (@HansMoritzED): AfD sperrt SZ aus – Heimatzeitung erklärt sich solidarisch: „Hat mit Pressefreiheit nichts zu tun“
Das Hausverbot, das die AfD Erding aus Verärgerung über angeblich hetzerische Berichterstattung der Süddeutschen Zeitung für all ihre Veranstaltungen erteilt hat, schlägt Wellen – über den Landkreis hinaus.

+++ 14.05.2018: Neues Deutschland, Robert D. Meyer: Pressefreiheit: AfD-Kreisverband erteilt der Süddeutschen Zeitung Hausverbot
Medienhaus soll keinen Zugang mehr zu Veranstaltungen und Funktionären erhalten / »Erdinger Anzeiger« zeigt sich solidarisch mit Kollegen aus München

+++ 13.05.2018: Süddeutsche Zeitung, Kassian Stroh (@kasstroh): Pressefreiheit: AfD erteilt Süddeutscher Zeitung Hausverbot
Die SZ soll nicht mehr über Erdinger Veranstaltungen berichten dürfen. Der Bayerische Journalistenverband nennt das Vorgehen „antidemokratisch“.

+++ 12.05.2018: Zeit Online, Christian Fuchs (@ChristianFuchs_) und Paul Middelhoff (@PaulMiddelhoff): Neue Rechte: Bis in den letzten, rechten Winkel
Die AfD steht im Zentrum eines Netzwerks neurechter Denkfabriken, Medien und Spender. Sie alle kämpfen gegen die offene Gesellschaft. Eine Deutschlandkarte

+++ 12.05.2018: Erdinger/Dorfener Anzeiger, Hans Moritz (@HansMoritzED): AfD sperrt SZ aus, Erdinger Anzeiger zeigt sich solidarisch
Die AfD Erding greift die Pressefreiheit an. Sie will die Süddeutsche Zeitung von all ihren Veranstaltungen aussperren – weil sie der AfD zu kritisch ist. Der Erdinger/Dorfener Anzeiger zeigt Solidarität mit den Kollegen und verurteilt den Angriff auf die Pressefreiheit aufs Schärfste

+++ 09.05.2018: Neue Zürcher Zeitung, Benedict Neff: Alice Weidel: „Unser ambitioniertes Fernziel ist es, dass die Deutschen irgendwann AfD und nicht ARD schauen.“
Ein eigener Newsroom soll dafür sorgen, dass Botschaften der AfD ungefiltert ans Volk kommen. Aber die Pläne gehen viel weiter. Die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel will von Steve Bannon lernen.

+++ 08.05.2018: Brodnigs Blog, Ingrid Brodnig (@brodnig): Warum sind die Rechten so hip im Netz?
Mein Vortrag von der re:publica: Wie Rechte gekonnt das Internet nutzen – und was wir von ihnen lernen können. Video und Transkript

+++ 08.05.2018: DLF24: Eklat bei Pressekonferenz der AfD-Fraktion
Die AfD-Fraktion im brandenburgischen Landtag steht wegen ihres Umgangs mit Journalisten in der Kritik.

+++ 06.05.2018: taz, Marcus Engert (@marcusengert): Gastkommentar: Medien und die Polizei: Achtung, Behörden-PR!
Viele Redaktionen verbreiten Meldungen der Polizei – unhinterfragt. Dass Skepsis angebracht ist, haben erneut die Demos am 1. Mai gezeigt.

+++ 06.05.2018: Tagesspiegel, Frank Jansen: Rechtsextremismus in Berlin: Die Liste der Todesopfer rechter Gewalt wird länger
Die Berliner Polizei stuft sechs Tötungsdelikte nachträglich als rechts motiviert ein – sieben Berliner Todesopfer werden nachgemeldet. Anlass sind langjährige Tagesspiegel-Recherchen.
[Beispiel dafür, was journalistische Langzeitrecherche bewirken kann.]

+++ 06.05.2018: re:publica, Richard Gutjahr (@gutjahr) und Markus Kompa (@KompaLaw) [Youtube, 56:29 Min.]: Nach Nizza und München – Anatomie eines Shit-Tsunamis

+++ 04.05.2018: Süddeutsche.de, Simon Hurtz (@SimonHurtz): Was Sie tun können, um das Netz nicht den Rechten zu überlassen
Auf der Digitalkonferenz Republica in Berlin erläutert die österreichische Autorin Ingrid Brodnig die Ursachen. Die Publizistin nennt drei Gründe für den Erfolg der Rechten – und gibt Demokraten drei Ratschläge, um den digitalen Diskurs zurückzuerobern.

+++ 03.05.2018: SWR2/Tandem: Thilo Schmidt (@thiloberlin) erhält den ersten Preis des BJV-Wettbewerbs zum Tag der Pressefreiheit für sein am 3. Mai 2017 in der Sendung Tandem auf SWR2 (@SWR2) gesendetes Hörfunk-Feature:
Grundgesetz Artikel 5, Satz 1 – Rechtspopulismus und Pressefreiheit (Dauer: 24:40 Min.).

+++ 30.04.2018: Spiegel Online/AFP: Thüringen: Rechte sollen freie Journalisten überfallen haben
In Fretterode sollen zwei 26-Jährige angegriffen worden sein, nachdem einer von ihnen das Grundstück des NPD-Landesvorsitzenden gefilmt hatten. Tatverdächtig sind zwei Männer, die der rechten Szene zugerechnet werden.

+++ 30.04.2018: Der Tagesspiegel, Matthias Meisner (@matthiasmeisner): Mit Baseballschläger und Schraubenschlüssel: Neonazis attackieren Journalisten
Zwei Journalisten hatten Aufnahmen vom Grundstück des Thüringer NPD-Chefs Heise gemacht. Sie wurden von Rechten überfallen, verletzt und beraubt.

+++ 26.04.2018: Rayk Anders (@RaykAnders)/Youtube: Lösch Dich! So organisiert ist der Hate im Netz – Doku über Hater und Trolle (40:37 Min.)
Die Doku verfolgt ein Team, das undercover als Trolle und Hater im Netz unterwegs war und berichtet von gesteuerten Shitstorms, Mobbingattacken, Wahlmanipulationen. In der Doku sprechen sie mit Trollen, Nazis und Hatern, sind verdeckt in Trollnetzwerken unterwegs.

+++ 24.04.2018:
Süddeutsche Zeitung, Katharina Brunner (@cutterkom), Sabrina Ebitsch (@sebitsch), Sebastian Gierke (@Se_Gier) und Martina Schories (@MSchories): Die AfD im Bundestag: Das gespaltene Parlament
Seit einem halben Jahr sitzt wieder eine Partei vom rechten Rand im Bundestag. Was hat sich mit dem Einzug der AfD ins Hohe Haus verändert?

+++ 24.04.2018:  SZ-Werkstatt: Katharina Brunner (@cutterkom) und Martina Schories (@MSchories): Bundestag: Die Spur der AfD auf Hunderten Protokollseiten(2:43 Min.)
Wer klatscht für wen? Wie verändert sich die Sprache? Und wer redet hier von "völkisch"? Was die Protokolle über den Bundestag verraten, erzählen unsere Datenjournalistinnen im Video.

+++ 21.04.2018: Spiegel Online, Max Holscher (@maxholscher), Florian Barth (@flbarth) und Thies Schnack (Video): Neonazi-Fest in Ostritz Braune Nachbarn
Hunderte Neonazis nehmen über mehrere Tage den sächsischen Ort Ostritz in Beschlag. Die Polizei fährt ein Großaufgebot auf, die Bewohner wehren sich mit massiven Gegenprotesten gegen das schlechte Image.
„(...) Als der Journalisten-Tross gerade wieder Richtung Ausgang läuft, wird eine Festival-Besucherin im Gedränge gegenüber einem Reporter von SPIEGEL ONLINE plötzlich handgreiflich, zerstört die Kamera. Die Polizei schreitet ein. (...)“

+++ 20.04.2018: Zeit Online/Störungsmelder, Henrik Merker (https://twitter.com/J_MkHk): Volksfest für Rechtsaußen
Im sächsischen Ostritz feiert sich am Führergeburtstag die rechte Szene bei einem Festival mit 1.000 Besuchern. Aggressive Besucher greifen Journalisten an, die Polizei hält sich zurück.
„(...) Nach einer Einweisung lässt die Polizei in zwei Gruppen Journalisten auf das Gelände. Das nutzen die Neonazis, um zu posieren. Der rechte Liedermacher Axel Schlimper spielt den Reportern zum Abschied ein Lied, neben ihm steht einer im Adolf-Hitler-Shirt – eine absurde Show. (...)“

Misstrauisch beobachten die Aufpasser Journalisten bei der Tour. Als die Reporter gehen, brüllt plötzlich eine Frau, die Situation eskaliert. Ein Reporter habe sie fotografiert, behauptet sie. Es kommt zum Handgemenge, die Skinhead-Rotte beginnt, Reporter gewaltsam vom Gelände zu drängen. Die Polizisten halten sie nicht auf, fordern die Journalisten stattdessen auf, zu gehen. Später werden die Personalien der Angreiferin aufgenommen.

+++ 20.04.2018: Bayerischer Rundfunk und Nürnberger Nachrichten: NSU-Umfeld plante weitere Anschläge in Nürnberg
Das NSU-Kerntrio Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe hat sich öfter in Nürnberg aufgehalten als bislang bekannt. In der Szene wurde ein Anschlagsplan diskutiert, wie der Bayerische Rundfunk und die Nürnberger Nachrichten erfuhren.
[Neben dem inhaltlichen Ergebnis der Recherche ist hier die Zusammenarbeit der beiden Medien bemerkenswert; auf der Seite gibt es weitere Beiträge zum Thema NSU!]
+++ 20.04.2018: Nürnberger Nachrichten und Bayerischer Rundfunk, Elke Graßer-Reitzner, Sabine Stoll, Jonas Miller (@jo_mlr), Martin Hähnlein und Michael Reiner (@MirReiner): NSU-Umfeld plante weitere Anschläge in Nürnberg
Das NSU-Kerntrio Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe hat sich nach Recherchen der Nürnberger Nachrichten und des Bayerischen Rundfunks öfter in Nürnberg aufgehalten als bislang bekannt. Wie ein früheres Szenemitglied jetzt gegenüber den NN und dem BR erstmals sagte, trafen sich die Drei in den 1990er Jahren immer wieder mit Unterstützern aus Franken, die Attentate planten. Demnach hatte das rechte Netzwerk zunächst einen Bombenanschlag auf den Nürnberger Justizpalast erwogen. Laut dem Insider wurde auch über weitere Ziele gesprochen. Am Ende gingen in Nürnberg bekanntlich drei Morde und – als mutmaßlich erste Tat in Bayern – eine Rohrbombenexplosion im Lokal eines Türken in der Nürnberger Scheurlstraße auf das Konto des NSU.
[Neben dem inhaltlichen Ergebnis der Recherche ist hier die Zusammenarbeit der beiden Medien bemerkenswert; auf der Seite gibt es weitere Beiträge zum Thema NSU!]

+++ 16.04.2018: Das Erste, Die Story im Ersten, Marie-Kristin Boese (@marie_boese) und Karin Dohr (@KarinDohrARD): Die AfD im Bundestag (43:31 Min.)
Seit dem Einzug der AfD in den Deutschen Bundestag haben sie die Neulinge begleitet: zu Sitzungen im Bundestag und auch zu externen Parteiveranstaltungen. In der Dokumentation werten die Korrespondentinnen die Arbeit der AfD im Plenum aus und analysieren, welche Themen die Fraktion setzt – und ob sie damit punkten kann. Überdies zeigen sie auf, wie die anderen Parteien um eine Antwort auf die Frage ringen, wie mit den Neuen im Bundestag eigentlich umzugehen ist.

+++ 13.04.2018: taz, Malene Gürgen, Christian Jakob und Sabine am Orde (@sabineamorde): Rechercheprojekt Netzwerk AfD: 300 rechte Helfer im Bundestag
Mehr als 300 Mitarbeiter hat die AfD eingestellt. Neonazis und Bürgerliche arbeiten gemeinsam in den Büros der Fraktion.
Das Rechercheprojekt wurde mit Mitteln der Otto Brenner Stiftung gefördert.

+++ 12.04.2018: Das Projekt gegen Rechtsextremismus der Friedrich-Ebert-Stiftung – Forum Berlin bietet wieder ein kostenloses (keine Teilnahmegebühr, die Friedrich-Ebert-Stiftung trägt Übernachtungskosten für Teilnehmende von außerhalb Berlins) Seminar „Schreiben über Rechts“ vom 15.-18. Mai in Berlin – weitere Infos bitte bei der FES anfordern.

+++ 12.04.2018: taz, Anne Fromm, Andreas Speit und Malene Gürgen: Verhältnis der AfD zu den Medien: Fake News aus dem Bundestag
Die AfD nutzt die Medien, untergräbt ihre Glaubwürdigkeit und arbeitet am Aufbau einer rechten Öffentlichkeit.

+++ 03.04.2018: Der Spiegel, Nils Minkmar (@nminkmar): Rechter Kampfbegriff: Wie das Gerücht vom „Bevölkerungsaustausch“ in die Welt kam
Wird Europa von Fremden erobert? Erleben wir einen "Bevölkerungsaustausch"? Über die rasante Karriere eines rechten Kampfbegriffs.

+++ 29.03.2018: Menschen Machen Medien (M), Monique Hofmann: Medien und die AfD: Mehr als ein Dilemma
Die Auseinandersetzung mit der AfD stellt den Journalismus nicht nur vor ein Dilemma, sondern vor vielerlei Probleme. Wie soll man hintergründig über eine Partei berichten, die gegenüber Medien ein kategorisch ablehnendes Verhalten einnimmt und nur wenig von sich preisgibt? Muss man über jedes Twitterstöckchen springen und ist es sinnvoll, die Parteipositionen zu reproduzieren? Kurz: Darf man der AfD ein Podium bieten? Fragen, wie sich zeigte, die selbst die Organisator_innen des zweiten Mediensalons von dju in ver.di, DJV Berlin und mekolab vor ein Dilemma stellten.

+++ 28.03.2018: Mittelbayerische Zeitung, Sebastian Heinrich (@bastianoenrico): Netzwelt: Unser seltsamster Erfolg
Aus einem faden Satz der Kanzlerin wird einer der am meisten geklickten Artikel auf mittelbayerische.de. Wie kam es soweit?
Hierzu gibt es auch ein Interview mit Sebastian Heinrich bei Deutschlandfunk/@mediasres, 29.03.2018 (Audio, 5:00 Min.): Rechte Netzwerke – Verzögertes Klickwunder bei der Mittelbayerischen

+++ 21.03.2018: Zeit Online, Kai Biermann (@kaibiermann), Astrid Geisler (@AstridGeisler), Johannes Radke und Tilman Steffen (@tilsteff): Bundestag: AfD-Abgeordnete beschäftigen Rechtsextreme und Verfassungsfeinde
Ein Nazi-Netzwerk im Deutschen Bundestag: Mindestens 27 Mitarbeiter von AfD-Abgeordneten sind Aktivisten und Anhänger rechtsradikaler Organisationen.
* Anmerkung: Nicht unmittelbar zum Thema Rechtsextremismus und Journalismus, aber die Herangehensweise an das Thema AfD ist bemerkenswert.

+++ 21.03.2018: KONTEXT:Wochenzeitung, Danijel Majic (@DanijelMajic): Besuch angedroht
Wer als Journalist über Sekten, Populisten und Neonazis schreibt, muss ein dickes Fell haben. Unser Autor recherchiert und schreibt über kroatische Nationalisten und Rechtsextreme, zuletzt auch für Kontext. Dafür erntet er Beleidigungen, Bedrohungen und Verleumdungen. Ein Erfahrungsbericht.

+++ 20.03.2018: journalist, Michael Kraske (@KraskeM): Zur Jagd freigegeben?
Feindseligkeiten, Drohungen und körperliche Übergriffe auf Demonstrationen und Kundgebungen gehören für Reporter zunehmend zum Alltagsgeschäft. Ebenso wie Konflikte mit Polizeibeamten vor Ort. Während sich Journalisten wie Störer behandelt fühlen, klagt die Polizei über Regelverstöße. Aktuelle Beispiele zeigen, wie massiv die Pressefreiheit auf der Straße bedroht ist. Was tun?

+++ 18.03.2018: Spiegel Online, Hasnain Kazim (@HasnainKazim): Neonazi-Forscher über FPÖ und AfD: „Ich bin gegen einen Dialog mit Rechtsextremisten“
In Österreich ist die rechte FPÖ seit Jahrzehnten etabliert und regiert wieder mit. Der Wiener Rechtsextremismus-Experte Bernhard Weidinger erklärt, was Deutschland im Umgang mit der AfD besser machen kann.

+++ 12.03.2018: Profil, Ingrid Brodnig (@brodnig) und Jakob Winter (@winter_jakob): Rechte Medien, Teil 1 (Video, 2:56 Min., Facebook)
Rechte Medien im Umfeld der FPÖ sind auf dem Vormarsch. Wie arbeiten diese Medien – und wer steckt dahinter? Das erklären die profil-Autoren Ingrid Brodnig und Jakob Winter in einer Videoserie.

+++ 09.03.2018: MDR, Thomas Bille: Wie weit rechts steht die „Junge Freiheit“?
Die Wochenzeitung „Junge Freiheit“ hat kürzlich ihre Teilnahme an der Leipziger Buchmesse abgesagt, weil sie sich dort zu Unrecht in die rechtsextreme Ecke gestellt sah. Wo im Spektrum der Neuen Rechten ist sie einzuordnen? Ein Interview mit der Publizistin Liane Bednarz.

+++ 07.03.2018: Bildblog, Moritz Tschermak: Bild.de: Julian Reichelt und der rechte Hetz-Account

+++ 06.03.2018: taz, Andreas Speit: AfD gegen Antifa-Magazin: „Wir unterlassen gar nichts!“
Die AfD setzt ihre Anwältin auf ein Antifa-Magazin an. Die Redaktion soll ihre Internet-Domain abmelden – lässt sich aber nicht einschüchtern.

+++ 05.03.2018: Sächsische Zeitung/SZ-Online: Dossier: Die Gruppe Freital
szonline: Von Mitte bis Ende 2015 verübt die "Gruppe " Anschläge auf Flüchtlinge und politisch Andersdenkende. Die Mitglieder, ihre Taten, ihre Opfer: Ein SZ-Dossier mit interaktiver Karte, Chronologie und Hintergrundberichten:

+++ 02.03.2018: taz, Konrad Litschko (@konradlitschko): Weiterhin rechtsradikale Bedrohung: Angriffe auf Politiker in Deutschland
Im vergangenen Jahr gab es mehr als 180 Angriffe auf Politiker – nur aufgrund von deren Asylpolitik. Das BKA warnt vor weiteren Gewalttaten.
„Als gefährdet betrachtet das BKA auch weiterhin Heimbetreiber, Flüchtlingshelfer – und Journalisten, falls deren Berichte von Szeneangehörigen als „Angriff“ verstanden würden.“

+++ 23.02.2018: Übermedien, Ingrid Brodnig (@brodnig) und Jakob Winter (@winter_jakob): Rechte Medien in Österreich: Die Volksempfänger
Seit Dezember 2017 ist die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) nun in der Regierung. Profitiert haben die Rechtspopulisten schon vorher von rechten Medien im Internet – sie huldigen ihnen, schmähen Kritiker und strahlen inzwischen bis nach Deutschland aus. Sie sind eng verbunden mit der FPÖ. Ein Einblick.

+++ 21.02.2018: Deutscher Journalisten-Verband, Hendrik Zörner, PM: AfD-Medienhetze: Bundestag soll missbraucht werden

+++ 20.02.2018: Kontrast.at, Redaktion (@kontrast_at): Angriffe auf Journalisten: Bei der FPÖ hat das System
Die FPÖ hat es auf JournalistInnen abgesehen. Und weil glaubwürdige Journalisten für die FPÖ unangenehme Journalisten sind, mobilisiert sie im Internet zum Massenangriff gegen Einzelpersonen. Die Attacken haben System, das Ziel: JournalistInnen einzuschüchtern und Kritik zu unterbinden. Wir haben die Fälle gesammelt.

+++ 15.02.2018: Fürther Nachrichten/Nordbayern.de, egr: Stadtgrenze: Schon wieder üble Drohungen an Nazi-Gegner
„An der Autounterführung zur A73 direkt an der Stadtgrenze prangt seit kurzem eine üble Beschimpfung an einen in Fürth wohnenden Journalisten, der mehrfach über die Machenschaften der extremen Rechten berichtet hat.“

+++ 15.02.2018: Augenzeugen.info/DJV, Anna-Maria Wagner (@_favicon): Polizei Dresden in der Kritik

+++ 15.02.2018: Dresdner Neueste Nachrichten, sl: Polizist fühlt sich von Kamera-Blitz körperlich verletzt
Nach dem Polizeieinsatz am Abend des 13. Februars sorgt eine weitere Merkwürdigkeit für Diskussionen. Wie jetzt bekannt wurde, erhielt ein Fotograf im Rahmen des Polizeieinsatzes rund um die Kundgebung der AfD eine Anzeige wegen Körperverletzung – weil er den Blitz seiner Kamera benutzt hatte.

+++ 13.02.2018: Tagesschau.de/Faktenfinder, Patrick Gensing (@PatrickGensing): Rechte Trollfabrik: Infokrieg mit allen Mitteln
Die Online-Attacken organisieren sie mit militärischer Sprache und Präzision: Rechte Aktivisten, die im Netz Politiker und Medien angreifen. Ein Ziel ist derzeit ein Film der ARD.

+++ 11.02.2018: Robert Andreasch via Twitter, (@robertandreasch): „Auf PI-News werden heute wieder mal Journalist_innen massiv bedroht. Keine andere Münchner Webseite kann unbehelligt von Staatsanwaltschaft #München I oder @PolizeiMuenchen über so viele Jahre soviele Delikte begehen.“ Siehe Screenshots dort.

+++ 07.02.2018: Zapp, Stefanie Groth (@stefanigroth): Mediales Missverhältnis – Cottbus im Brennglas
Seit ein Syrer einen Deutschen mit dem Messer verletzte, kommt Cottbus nicht aus den Schlagzeilen. Dort fühlt man sich in den Medien zu Unrecht in die „rechte Ecke“ gedrängt.

+++ 06.02.2018: Übermedien, Stefan Niggemeier (@niggi): Kommentar: Die Dummheit der „heute-Show“ und der Fanatismus der AfD

+++ 30.01.2018: Fearless Democracy, Kai Heiderich: Die Hass-Produktionsstraße: Innenansichten aus einer rechten Trollfabrik
“Handbuch für Medienguerillas” nennt sich das Handbuch der rechten “Generation D”, das vor wenigen Wochen von HoGeSa veröffentlicht wurde und hier nochmal zum Einfachsolesen bereitsteht. Im Kern geht es in diesem Manual um Hetzkampagnen im Internet, die Manipulation der öffentlichen Meinung durch gezielte Falschinformationen, Fake-Accounts und Sammel-Cotentangriffe auf Schwachpunkte der “linksgrünversifften” Öffentlichkeit. Früher auch bekannt als: die normale Mitte der Gesellschaft.

+++ 25.01.2018: Der Standard: Liste der Einzelfälle
Welche Politiker seit der Wahl für negative Schlagzeilen gesorgt haben
„Die österreichische Innenpolitik ist gekennzeichnet von „Ausrutschern“ und „Einzelfällen“. Während sich die türkis-blaue Regierung vorgenommen hat, entschieden gegen jede Form von Antisemitismus zu kämpfen, fallen immer wieder freiheitliche Politiker durch einschlägige rassistische Ansichten oder Aussagen auf. DER STANDARD bietet mit dieser Auflistung einen Überblick über all die „Einzelfälle“ seit der Nationalratswahl. Das Dokument wird regelmäßig erweitert und ergänzt, sollten neue Fälle dazukommen.“

+++ 22.01.2018: RBB, Torsten Mandalka (@TorstenMandalka): Kommentar | Bedrohung von rbb-Mitarbeitern in Cottbus – Aufstachelung zum Medienhass
Rund 1.000 Menschen demonstrierten am Samstag in Cottbus auf einer Kundgebung des Vereins „Zukunft Heimat“ gegen Flüchtlinge. Anlass waren Gewalttaten, an denen junge Syrer beteiligt waren. Dort wurde auch Stimmung gegen rbb-Journalisten gemacht.

+++ 22.01.2018: Deutscher Journalisten-Verband-Blog, Eva Werner (@EvWerner): Cottbus: Wieder Angriffe auf Journalisten
Es ist leider nichts Neues mehr: Wieder sind am Wochenende Journalisten angegriffen worden. Diesmal in Cottbus, bei einer Demo, zu der „Zukunft Heimat“ aufgerufen hatte.

+++ 22.01.2018: RBB, ohne Autor: Vorfälle bei Demo in Cottbus – Innenminister verurteilt Übergriffe auf Journalisten
Die Straftaten bei der Demonstration in Cottbus am Samstag müssten „sehr streng geahndet werden“, betont Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD). Bei der Demonstration gegen die Flüchtlingspolitik des Bundes gab es Attacken auf Berichterstatter.

+++ 20.01.2018: Der Tagesspiegel, Alexander Fröhlich (@alx_froehlich) und Hardy Krüger: Übergriffe bei Demo in Cottbus: Rechte beschimpfen und attackieren Journalisten
Bei einer rechten Demo gegen Flüchtlinge wurden Journalisten am Samstag heftig angegriffen. Sogar Berufsfeuerwehrleute riefen von ihrem Wagen aus: „Wir grüßen die Patrioten in Cottbus.“

+++ 15.01.2018: Andrea Röpke: 2018 Jahrbuch rechte Gewalt. Hintergründe, Analysen und die Ereignisse 2017. Chronik des Hasses, Knaur Taschenbuch 2018, 382 Seiten, 12,99 Euro (E-Book 10,99 Euro) ISBN 978-3-426-78913-1.
Verlagsinformationen
Im Kapitel „Feindbild Presse: Enthemmte Jagd auf Journalisten“ (Seite 105-120) wird auch ausführlich auf den im BJVreport erstmals und beim DJV-Portal Augenzeugen.info zweitveröffentlichten Artikel „Pöbeleien und Übergriffe“ eingegangen.

+++ 13.01.2018: Der Spiegel (€), Melanie Amann (@MelAmann): Jürgen Elsässer – So denkt der Chefideologe der Neuen Rechten
Jürgen Elsässer war Kommunist und verachtete den Nationalstaat. Heute leitet er das rechtspopulistische „Compact“-Magazin und berät AfD-Politiker. Wie erklärt er das?

+++ 11.01.2018: Richard Gutjahr (@gutjahr): Unter Beschuss – Das #NetzDG in der Praxis. Ein Erfahrungsbericht.
Hater gab es schon immer. Heute sind sie vernetzt und schwer bewaffnet. Ihre Geschütze: YouTube, Facebook, Twitter. Seit 18 Monaten werden meine Familie und ich im Netz gezielt unter Beschuss genommen. Das umstrittene NetzDG hat uns eine kurze Atempause verschafft. Doch das eigentliche Problem sitzt woanders.

+++ 08.01.2018: BayernForum der Friedrich-Ebert-Stiftung: Seminar „Schreiben über Rechts“ vom 20. bis 23. Februar 2018 in München, Anmeldung bis 2. Februar 2018.

+++ 08.01.2018: NS-Dokumentationszentrum München: Sonderausstellung „Nie wieder. Schon wieder. Immer noch. Rechtsextremismus in Deutschland seit 1945“ bis 02.04.2018
Auch für Journalist*innen sehr interessant, hinzuweisen ist außerdem auf das Begleitprogramm, in welchem auch Journalist*innen vorkommen, sowie auf die Publikation zur Ausstellung.

+++ 14.12.2017: Deutschlandfunk, Marina Weisband (@Afelia): Rassismus sollte nicht mit Öffentlichkeit belohnt werden
Es sei zwar wichtig, mit den Menschen zu reden, die rechte Muster aufweisen. Doch je mehr wir versuchen, Nazis zu entlarven, „desto mehr Plattform und Gehör bieten wir ihnen“, findet unsere Kolumnistin Marina Weisband. Die Gesellschaft müsse nicht jedem seine Meinung gönnen.

+++ 13.12.2017: Spiegel Online, Sascha Lobo (@saschalobo): Verschwörungstheorien, Holocaust-Verklärung: Die vielen Formen des Netz-Antisemitismus
Ob im Web oder in sozialen Netzwerken, digitaler Judenhass ist keine Seltenheit. So neu die Medien sein mögen: Meist nutzen Antisemiten auch online altbekannte Rechtfertigungsmuster.

+++ 10.12.2017: journalist, Matthias Holland-Letz: Die Welt von KenFM
Ken Jebsen ist ein „gefallener“ Journalist des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Seit 2012 betreibt er das Onlineportal KenFM – und erreicht damit ein großes Publikum. Jebsen ist umstritten. Er sei aber „kein Rechtsradikaler“, attestierte kürzlich Lutz Hachmeister, der ehemalige Direktor des Grimme-Instituts. Wir haben Zweifel.

+++ 05.12.2017: Main-Post, Wolfgang Jung (@WolfgangJung): Gewaltfantasien bei den „Soldiers of Odin“

+++ 28.11.2017: VICE, Richard Diesing (@Richard_Diesing): Wir waren bei einer Preisverleihung für rechte Journalisten
„AfD und 'Junge Freiheit' bauen aufeinander auf“, sagt der Preisträger für das Lebenswerk.

+++ 27.11.2017: DJV-Pressemitteilung, Hendrik Zörner: AfD-Parteitag: Probleme mit der Akkreditierung

+++ 26.11.2017: Publik-Forum, Ulrike Schnellbach: Die Suche nach dem richtigen Maß
Schreiben über Rechtsextremismus: Wieviel Aufklärung tut not, wie viel Aufmerksamkeit ist angemessen? Journalisten gehen mit dem Druck von rechts unterschiedlich um – und riskieren mitunter ihre Gesundheit

+++ 25.11.2017: Zeit Online, Anselm Neft: Rechtspopulismus: Eigentlich waren wir religiös
Wie soll man mit Rechten umgehen? Argumente blocken sie ab, sagt unser Autor, der früher selbst ein Rechter war. Er empfiehlt das Schwierigste überhaupt: Menschlichkeit.

+++ 24.11.2017: Übermedien, Mats Schönauer: Nach der Bundestagswahl: Provokationen ohne Resonanz? Wie es um die AfD still wurde
U.a. mit Tipps der Leiterin der Deutschen Journalistenschule (DJS), Henriette Löwisch

+++ 22.11.2017: 3sat, Katja und Clemens Riha: Die rechte Wende – Beobachtungen jenseits der Mitte [Video, 59:16 Min.]
Sie sind Autoren, Verlagsbesitzer, Philosophen, Künstler, Studenten, Kirchenmänner und Politiker. Gebildet, wortgewandt, und gleichzeitig radikal – Knotenpunkte im neurechten Netzwerk zwischen AfD und Identitärer Bewegung.

+++ 21.11.2017: Otto Brenner Preis: 3. Preis für Caterina Woj und Andrea Röpke: „Das braune Netzwerk – Wer steuert die Wutbürger?“, WDR Fernsehen, die story, 11.01.2017, 44 Minuten.
Immer entfesselter werden die Rufe auf den Straßen. Hassgesteuert gegen Merkel, Flüchtlinge, Demokratie und Rechtsstaat. Was mit Pegida begann, ist mit dem gigantischen Wahlerfolg der AfD zu einer neuen, wütenden Bewegung geworden. (Hinweis: In einer früheren Fassung des Films konnte der Eindruck entstehen, Herr Kubitschek sei Herausgeber der Bücher von Reinhold Oberlercher. Zwar werden Bücher von Reinhold Oberlercher über den Antaios-Verlag vertrieben, dessen Inhaber Herr Kubitschek ist. Herr Kubitschek weist uns aber darauf hin, dass die Bücher von Reinhold Oberlercher nicht von ihm herausgegeben werden. Wir haben dies im Filmtext korrigiert.)
Abrufbar bis 11.01.2018 in der ARD-Mediathek.

+++ 15.11.2017: faktenfinder.tagesschau.de, Patrick Gensing (@PatrickGensing): Rechtsextreme Fake News: Anonym hetzen via Russland
„Bundestagswahl ungültig“, „Grüne Parasiten scheffeln Millionen“: Typische Fake News der Seite „Anonymous News“, die via Russland hetzt. Zuletzt klauten die Betreiber das Foto eines Flüchtlings aus Hamburg – und verleumdeten ihn als Vergewaltiger.

+++ 14.11.2017: Der Tagesspiegel, Felix Hackenbruch (@FHackenbruch): Tagesspiegel-Reporter: „Mein langer Atem ist noch da“
Seit den 1990ern berichtet Frank Jansen über Rechtsextremismus, 2012 erhielt er dafür den Journalistenpreis „Langen Atem“. Trotz Drohungen berichtet er weiter.

+++ 14.11.2017: Der Tagesspiegel, Felix Hackenbruch (@FHackenbruch) und Jana Scholz: Nominierte für den Journalistenpreis „Der lange Atem“: Berichten, wo es unübersichtlich wird
Krawallnächte, Teeniemütter und Rechtsextreme: Die Arbeiten der Nominierten für den „Langen Atem“ sind unterschiedlich. Drei Journalisten und ihre Projekte im Portrait.

+++ 14.11.2017: taz, Erik Peter (@retep_kire): Querfront-Preisverleihung abgesagt: Kein Raum für Jebsen
Im Berliner Kino Babylon sollte Ken Jebsen als mutiger Journalist geehrt werden. Kultursenator Lederer polterte, jetzt gab es eine Absage.

+++ 02.11.2017: journalist, Michael Kraske (@KraskeM): Das AfD-Dilemma
Nach dem Einzug der AfD in den Bundestag tobt unter Journalisten eine Kontroverse: Haben die Medien mitgeholfen, die Partei groß zu machen? Wurden Gauland und Weidel zu häufig in Talkshows eingeladen? Anstelle von Schuldzuweisungen sollten Journalisten deutlicher aufzeigen, wer die AfD ist, was sie will und welche Folgen das hat. Dazu müssen sie genauer analysieren, intelligenter kritisieren, furchtloser sein. Und sich wieder trauen, wichtige Themen selbst zu setzen.

+++ 01.11.2017: der rechte rand (@DERRECHTERAND), Charles Paresse: Rechte Homestory
Im Journalismus hat sich ein neues Genre etabliert, der Besuch bei Götz und Ellen Kubitschek.

+++ 30.10.2017: Blätter für deutsche und internationale Politik, Johannes Hillje (@JHillje): Propaganda 4.0 – Die Erfolgsstrategie der AfD
Seit dem 24. September sitzt zum ersten Mal seit über 60 Jahren eine Partei im Deutschen Bundestag, die offen rassistische und rechtsextreme Positionen vertritt. Der erstaunliche Sieg der AfD ist in erster Linie ein Erfolg ihrer Medienstrategie. Ohne ihr hoch strategisches Vorgehen – und das Zusammenspiel mit der „Lügenpresse“ – ist ihr Triumph jedenfalls nicht zu verstehen. Faktisch hat die AfD eine neuartige Form der Propaganda in der deutschen Politik etabliert. Dazu haben aber auch massive Fehler der großen Medien maßgeblich beigetragen.

+++ 28.10.2017: Spiegel Online/AFP, koe: Parteitag im Dezember: AfD ändert Daten-Klausel nach Kritik
Rassische Herkunft, Sexualleben, politische Einstellung: Die AfD wollte offenbar sensible Daten von Journalisten speichern, die über den Bundesparteitag berichten. Nun macht die Partei einen Rückzieher.

+++ 27.10.2017: Stuttgarter Zeitung, Katja Bauer (@lebenundlassen): Berichterstattung nur bei Einwilligung: AfD will Recht auf Privatdaten von Journalisten

+++ 20.10.2017: Übermedien, Daniel Erk (@daniel_erk): Rechte Inszenierungen: Über „Identitäre“ berichten, ohne ihnen auf den Leim zu gehen

+++ 12.10.2017: Mediendienst Integration, Fabio Ghelli: Wie sollen die Medien mit Rechtspopulisten umgehen?
Rechtspopulistische Parteien wie die AfD nutzen das Mittel der Provokation gezielt, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Oft geht diese Strategie auf und die Medien berichten ausführlich über die tabubrechenden Aussagen und Aktionen. Nach dem Einzug der AfD in den Bundestag müssen sich Journalisten verstärkt damit auseinandersetzen, wie sie damit umgehen wollen. Der MEDIENDIENST hat Medienforscher und Soziologen befragt.

+++ 24.09.2017: Spiegel Online, Georg Diez: AfD im Bundestag: Wie der Rechtsruck herbeigetalkt wurde
Die Erfolge der AfD haben auch die Plasbergs dieser Welt mitzuverantworten. Denn die öffentlich-rechtlichen Talker haben den reaktionären Kräften schon früh und dann immer wieder eine Bühne geboten.

+++ 23.09.2017: Boris Rosenkranz (@der_rosenkranz): Kluge Satire? Der problematische Wut-Witz der „heute show“

+++ 23.09.2017: Übermedien, Mats Schönauer: „Bild“-Zeitung: Die Stimmungskanone der AfD

+++ 22.09.2017: Horizont, Ingo Rentz: Lufthansa, Post und sogar die Grünen: Warum immer noch Werbung deutscher Unternehmen bei Breitbart erscheint
Fast ein Jahr ist es nun her, dass deutsche Werbungtreibende durch die Kampagne #KeinGeldfürRechts darauf aufmerksam wurden, dass ihre Online-Werbung auf dem umstrittenen US-Portal Breitbart.com erschien. Absicht war das in der Regel nicht, vielmehr zeigten sich an der ungewollten Platzierung die Tücken des Programmatic Advertising. Eine Recherche von HORIZONT Online zeigt nun: Das Problem existiert nach wie vor.

+++ 21.09.2017: Übermedien, Boris Rosenkranz (@der_rosenkranz): Das Geschäft der AfD: Angst essen Hahne auf (Video, 5:47 Min.)
Moderator Peter Hahne beschwört in seiner ZDF-Sendung die ganz große Angst – und erledigt damit das Geschäft der AfD, unter freundlicher Mithilfe des Journalisten Ulrich Reitz und des Psychiaters Christian Dogs.

+++ 19.09.2017: Bildblog, Moritz Tschermak: Welt Online: Und dann noch was über die AfD

+++ 18.09.2017: Tagesspiegel, ohne Autor: Die AfD und die Pressefreiheit: Hausverbot für Tagesspiegel bei Auftritt von Petry und Lengsfeld
Der Tagesspiegel hat über einen geplanten Auftritt von Frauke Petry und Vera Lengsfeld in Pirna berichtet. Nun haben die Veranstalter ein Hausverbot gegen den Tagesspiegel verhängt.

+++ 16.09.2017: Badische Zeitung, Thomas Fricker: Badische Zeitung erstattet Anzeige wegen Droh-Mail
Nach dem Gespräch mit der AfD-Politikerin Weidel auf dem BZ-Wahltag macht Hetze die Runde. Ein Redaktionsmitglied der Badischen Zeitung erhält anonym eine Todesdrohung. Warum die Redaktion diese veröffentlicht.

+++ 14.09.2017: Süddeutsche Zeitung, Jannis Brühl (@jbruehl) und Simon Hurtz (@SimonHurtz): Wie sich Rechte in geschlossenen Facebook-Gruppen radikalisieren
Insbesondere AfD-Sympathisanten sind überzeugt, dass sie ihre Meinung nicht mehr äußern dürfen. Deshalb schaffen sie sich ihre eigene Gegenöffentlichkeit in sozialen Medien.

+++ 13.09.2017: rosenheim24.de, Martin Vodermair (@MartinVodermair): Kommentar über Hass & Hetze gegen Merkel und Journalisten: Eine besorgniserregende Abwärtsspirale!
Rosenheim – Der Merkel-Besuch am Dienstag hat gezeigt, wie gespalten unsere Gesellschaft ist. Er hat aber auch gezeigt, wie unsere Gesellschaft in Sachen Anstand und respektvollem Umgang miteinander immer weiter abdriftet – eine äußerst besorgniserregende Entwicklung!

+++ 13.09.2017: Zeit Online, Nils Markwardt (@FJ_Murau): AfD: Eine hysterische Bewegung
Wer als Demokrat mit den Provokationen der AfD umgehen will, darf die Partei nicht nur kritisch beschweigen. Es kommt jedoch auf die Qualität der Empörung an.

+++ 07.09.2017: Merkur.de/Blog, Thomas Kaspar (@Bibliothomas): Mehr Dialog – neue Kommentarregeln bei Merkur.de
320.000 Leserbeiträge bearbeitet das Community-Team jeden Monat. Eine tolle Zahl, die zeigt, wie engagiert die Nutzer unserer Portale sind. Die Kehrseite: Mit der steigenden Zahl an Kommentaren nimmt auch die Zahl der Beleidigungen und leider auch der Schmähungen und Hetzreden zu. Deswegen ändert Merkur.de seine Richtlinien: Das sind die wichtigsten Änderungen.

+++ 07.09.2017:
Amadeu Antonio Stiftung (Hrsg.): Toxische Narrative. Monitoring rechts-alternativer Akteure (Download als PDF, 2 MB)
„Eine rechts-alternative Medienlandschaft versucht, mit ihren Erzählungen die Debatte zu vergiften – insbesondere in den Sozialen Netzwerken mit großer Reichweite. Überzogen dargestellte Ereignisse und verfremdete Realitäten werden dadurch in die öffentliche Debatte und in die Leitmedien getragen: das Erfolgsrezept der Rechtspopulisten. Die Publikation „Toxische Narrative. Monitoring rechts-alternativer Akteure“ ordnet das Phänomen der Narrative ein, untersucht ihre Verbreitung, und zeigt auf, wie ihnen am besten begegnet werden kann.“

+++ 06.09.2017: Oberhessische Presse, Michael Agricola: AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel: „Das sind mir zu unqualifizierte Fragen“
Das Interview dauerte nur etwas mehr als eine Minute. Und doch wurde das Gespräch zwischen der Spitzenkandidatin und dem OP-Redakteur zum vermeintlichen Schmankerl einer AfD-Wahlkampfrede. Nur, dass es so nicht stattgefunden hatte.

+++ 06.09.2017: Belltower, ohne Autor: Wie Medien mit rechtspopulistischen Positionen umgehen können
AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel läuft aus einer ZDF-Wahlsendung, Minuten später gibt es ein offensichtlich vorbereitetes Pressestatement – und dominiert mit dieser Inszenierung die mediale Berichterstattung zum Event. Die AfD-Medienstrategie der Provokation um jeden Preis, wenn es dafür nur Aufmerksamkeit gibt, geht wieder einmal auf - auch wenn sich Weidel damit dem Spott der Republik preisgibt. Aber gibt es andere Möglichkeiten, damit umzugehen?

+++ 23.08.2017: Amadeu Antonio Stiftung (Hrsg.): Positionieren. Konfrontieren. Streiten. Handlungsempfehlungen zum Umgang mit der AfD. (Download als PDF, 2,8 MB) Hier inbesondere Kapitel: „Wie Medien mit rechtspopulistischen Positionen umgehen können“, S. 16 bis 20. Die Publikation ist auch in einer Print-Version kostenlos bestellbar.

+++ 08.08.2017: Frankfurter Rundschau, Felix M. Steiner (@FelixMSteiner): Neonazis bei G20-Krawallen?
Belege für Gerüchte um randalierende Rechtsradikale bei G20 in Hamburg fehlen bislang. Das spielt den Neonazis in die Hände.

+++ 08.08.2017: taz, Lalon Sander (@lalon_sander): Juli 2017 in rechten Medien: Die sozialen Stars
Am rechten Rand haben sich Medien etabliert, die über Social Media erfolgreich sind. Im Juli diskutierten Rechte vor allem über Gewalt in Hamburg.

+++ 15.08.2017: Spiegel Online, Christian Neeb: Rechtsextreme in den USA: „Sie wollen einen Nazi-Präsidenten“
Die Gewalt in Charlottesville hat gezeigt, wie gefährlich US-Nazigruppen sind. Der Fotograf Johnny Milano begleitet sie seit Jahren. Seine Bilder geben Einblick in eine verstörende Parallelwelt. Interview

+++ 08.08.2017: Augenzeugen-Blog (DJV), Thomas Mrazek (@tmrazek): Pöbeleien und Übergriffe
Eine Gruppe von Fotojournalisten dokumentiert seit dem Aufkommen der Pegida-Bewegung in München rechte Aktivitäten.
Auch als PDF im Heft-Layout des BJVreports: Pöbeleien und Übergriffe (zwei Seiten, 2 MB)

+++ 03.08.2017: M – Menschen Machen Medien (ver.di), Heinz Wraneschitz: Wehrsport-Hoffmann scheiterte vor Gericht
Komplett gescheitert ist der ehemalige Wehrsportgruppen-Führer Karl-Heinz Hoffmann mit seiner Klage gegen den Münchner Journalisten und Autor Ulrich Chaussy. „Der Ausdruck Drahtzieher, der fiel gar nicht“, betonte Richterin Monika Bieber vom Nürnberg-Fürther Landgericht in der Beweisaufnahme. Doch genau wegen dieses Wortes hatte der Rechtsextremist Hoffmann seine Zivilklage gegen Chaussy angestrengt.

+++ 30.07.2017: Zeit Online, Veronika Völlinger (@vvoellin): Themar: Wenn Adolf und Eva kommen
Tausende Neonazis fahren in eine 3.000-Einwohner-Stadt und tarnen ihr Rockkonzert als politische Kundgebung. Muss man das aushalten? Ein Ortsbesuch in Thüringen
Völlinger berichtet u.a.: „Zwei Fotojournalisten werden von Neonazis angegangen und geschlagen, den Verantwortlichen kann die Polizei ermitteln.“
Anzumerken ist, dass die Polizei Thüringen (@Polizei_Thuer) nach unseren Beobachtungen am Samstag sehr gute Arbeitsbedingungen für die anwesenden Journalisten gewährleistete.

+++ 21.07.2017: Übermedien, Sebastian Weiermann (@SWeiermann): Zweifelhafte Berichte über Neonazis bei G20-Randale
In zahlreichen Medien kursieren Geschichten über Neonazis und andere Rechtsextreme, die sich an den Protesten gegen den G20-Gipfel in Hamburg beteiligt haben sollen. Doch für viele Behauptungen fehlt es an Belegen. Die Rechten erhalten so für sie willkommene Aufmerksamkeit.

+++ 18.07.2017: Huffington Post, Sebastian Christ (@SebChristBerlin): Liebe „Zeit“, ihr wollt für Toleranz kämpfen – und bietet ausgerechnet einem Vordenker der neuen Rechten ein Forum

+++ 17.07.2017:
Otto Brenner Stiftung, Bernd Gäbler: AfD und Medien – Analyse und Handreichungen
Kostenloser Download und kostenlose Print-Version sowie weitere Informationen

+++ 11.07.2017: Süddeutsche.de, Simon Hurtz (@SimonHurtz): Sieben Dinge, die ich in der rechten Facebook-Echokammer gelernt habe
Ende 2015 erstellte unser Autor ein zweites Facebook-Profil. „Tim“ öffnete ihm die Tür zu einer Parallelwelt, die ihn zwischenzeitlich an seinen Überzeugungen zweifeln lässt.

+++ 11.07.2017: Talk-Republik.de: Bernd Gäbler: Rechtspopulismus in den Medien: AfD, Pegida und Co. Journalistische Herausforderungen
Umfangreiche Dokumentation zum Journalisten-Workshop vom 3. Mai  2017 in der Böll-Stiftung

+++ 10.07.2017: Meedia, Marvin Schade: Nach „Hetzjagd“-Vorwürfen beim G20: Zeit Online trennt sich von „Störungsmelder“-Autor Sören Kohlhuber
Zeit Online beendet die Zusammenarbeit mit zwei seiner Autoren, die für das Watchblog Störungsmelder tätig gewesen sind – darunter Links-Aktivist Sören Kohlhuber. Hintergrund: Der beim G20 offenbar als Journalist akkreditierte Autor hatte bei Demos andere Berichterstatter fotografiert und die Bilder bei Twitter veröffentlicht – mit dem Hinweis, es handele sich um Anhänger der Identitären Bewegung. Gewalttätige Demonstranten hatten die Betroffenen daraufhin attackiert und geschlagen. Kohlhuber wurde deshalb vorgeworfen, eine „Hetzjagd“ iniitiiert zu haben.
Siehe auch: +++ 08.07.2017: Zeit Online, Störungsmelder, ohne Autor: In eigener Sache

+++ 30.06.2017: Zollern-Alb-Kurier, Klaus Irion: Wie wir beim ZAK heute mit der AfD umgehen
AfD Zollernalb und Sigmaringen haben am Donnerstagabend die Presse von ihrer Nominierungsveranstaltung ausgeschlossen. Wieso das Verhalten der AfD zweifelhaft ist, wir aber dennoch berichten.

+++ 25.06.2017: Kress/Mannheimer Morgen, Dirk Lübke: Das große Sonntagsporträt: Dirk Lübke über den Thüringer NSU-Reporter Kai Mudra
Einer der größten Prozesse der deutschen Nachkriegsgeschichte läuft seit mehr als vier Jahren in München vor dem Oberlandesgericht. Ein Reporter ist fast immer vor Ort und berichtet: Kai Mudra ist Thüringer, Experte für den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) und die meisten Prozesstage dabei. Er berichtet über Beate Zschäpe und Co. schon länger als es den NSU gibt. Ein Porträt von Dirk Lübke, Chefredakteur des „Mannheimer Morgen“.

+++ 21.06.2017: Message, Ariane Butzke, Marcel Nobis  und Martin Wittler: Gespräch unter Kollegen?
Die Alternative für Deutschland (AfD) und die meisten deutschen Journalisten haben kaum gemeinsame Nenner. Zwar zeigte die Diskussion zwischen AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland und ‚den Medien’ auf der netzwerk recherche Jahreskonferenz durchaus konstruktive Elemente – sie war aber insgesamt ein ideologisches Kräftemessen ohne wirklichen Ertrag.

+++ 21.06.2017: BJVreport, Thomas Mrazek: Pöbeleien und Übergriffe (PDF, zwei Seiten, 2 MB)
Eine Gruppe von Fotojournalisten dokumentiert seit dem Aufkommen der Pegida-Bewegung in München rechte Aktivitäten.
Siehe hierzu auch E-Mail-Interview von Thomas Mrazek mit dem Sprecher des Polizeipräsidiums München, Marcus da Gloria Martins: „Das einzig sinnvolle: Miteinander reden“

+++ 15.06.2017: Zapp, Timo Robben (@TI_MO_RO): Spezieller Umgang: Journalisten und die AfD
Mit der AfD reden oder nicht? Das Netzwerk Recherche wollte und lud AfD-Vize Gauland aufs Podium – was nicht allen gefiel. Ein Mitglied trat deshalb aus der Vereinigung aus.

+++ 15.06.2017: Badische Zeitung, Thomas Fricker: AfD verweigert Akkreditierung – BZ berichtet nicht über Wahlkampfauftakt in Rheinfelden
Landauf landab eröffnen dieser Tage Parteien den Bundestagswahlkampf, und die Badische Zeitung berichtet darüber – normalerweise. Den der AfD in Rheinfelden werden wir nicht begleiten. Warum?

+++ 10.06.2017: Message, ohne Autor: (K)eine Bühne für die AfD?
Die Einladung von netzwerk recherche an Alexander Gauland hat die Diskussion zum Umgang mit der rechtspopulistischen Partei neu entfacht. Ein Stimmungsbild.

+++ 09.06.2017: Reflektierter Bengel: Pegida München Anhänger zu Haftstrafe verurteilt
Am 24. Mai und 8. Juni verhandelte das Amtsgericht München insgesamt vier Strafverfahren gegen den Pegida München- und ehemaligen Die Freiheit-Aktivisten Rolf H. Gegenstand der Verhandlung waren mehrere Angriffe auf Pressevertreter und ein Verfahren wegen Nötigung eines KVR-Mitarbeiters in den Jahren 2015 und 2016.

+++ 07.06.2017: Deutschlandfunk, Michael Borgers: Studie zu AfD und Medien: Ein schwieriges Verhältnis
Wie wird über die AfD berichtet? Und wie macht sich die Partei das zunutze? Medienwissenschaftler Bernd Gäbler appelliert an Journalisten, sich im Umgang mit einer neuen Herausforderung alter Tugenden zu bedienen.

+++ 05.06.2017: Übermedien, Stefan Niggemeier: Absturz? Verlorene „Breitbart“-Leser wiedergefunden
Die nationalistische amerikanische Nachrichtenseite „Breitbart“ soll drastisch Leser verloren haben. Seit dem Amtsantritt von Donald Trump seien die Besucherzahlen eingebrochen, berichten mehrere deutsche Medien und berufen sich auf die Internetseite des US-Magazins „Vanity Fair“.

+++ 02.06.2017:
Mediendienst Ost/journalist, Michael Kraske: Blinde braune Flecken
Nach dem Auffliegen des NSU gab es ein Versprechen. Nie wieder wollten Journalisten rechte Gewalt übersehen. Jetzt ist die Gewalt gegen Flüchtlinge und Andersdenkende auf Rekordniveau, aber für viele Medien ist das kein Thema. Warum eigentlich?

+++ 29.05.2017: Übermedien, Boris Rosenkranz: Kirchentag: AfD, Broder und Tichy verleumden Margot Käßmann als Rassistin

+++ 24.05.2017: Süddeutsche.de, Leila Al-Serori und Katharina Brunner: Datenanalyse Wie sich Europas Rechte auf Facebook vernetzen

+++ 23.05.2017: taz, Sabine am Orde: Journalistische Herausforderung AfD: Bleibt sachlich!
Sie nennen Medien „Lügenpresse“ und wollen per Tabubruch Aufermerksamkeit. Dennoch sollte man über die AfD objektiv berichten.

+++ 17.05.2017: Kontext:Wochenzeitung, Redaktion: Der G-Punkt der AfD
Sagen, was ist. Ross und Reiter nennen. Das ist Journalismus. Und genau das haben wir mit dem Artikel "Sein Name ist Hase" getan. Wir haben hinter die Kulissen der Landtags-AfD geschaut. Und auch auf deren Mitarbeiter, die dort ein auskömmliches Einkommen haben. Finanziert vom Steuerzahler. Das hat Kontext eine Abmahnung wegen angeblich unzulässiger, identifizierender Verdachtsberichterstattung eingebracht und eine kostenpflichtige Abmahnung, falls wir einen Passus nicht löschen. Das tun wir nicht.

+++ 15.05.2017: Übermedien, Stefan Niggemeier: Kommentar: Das Peter-Huth-Prinzip: Journalisten machen keine Fehler. Sie werden bloß missverstanden.

+++ 12.05.2017: Meedia, Stefan Winterbauer: „AfD-Sex-Skandal“-Bericht auch innerhalb von Correctiv umstritten – Ethikrat befasst sich mit dem Fall

+++ 11.05.2017: Übermedien, Stefan Niggemeier: Landtag Baden-Württemberg: Hexen verbrennen fürs Klima? Journalisten entstellen AfD-Rede

+++ 09.05.2017: ZDF, Frontal 21, Sha Hua und Markus Reichert: Fake-News und Filterblasen
Immer mehr Menschen lehnen etablierte Medien ab. Politische Blogs, Nachrichtenseiten und nicht-öffentliche Diskussionsgruppen in sozialen Netzwerken werben damit, die bessere Alternative zu sein.

+++ 05.05.2017: Rheinische Post, Julia Rathcke: Erfahrungsbericht einer Reporterin: Annäherungsversuch an die AfD

+++ 03.05.2017: SWR2, Thilo Schmidt: Pressefreiheit in Deutschland: Mit Bodyguard zur Pegida-Demo

+++ 03.05.2017: Süddeutsche.de: Der Facebook-Faktor: So haben wir die Daten recherchiert
Sechs Monate, knapp 5000 User, mehr als eine Million Likes - das ist die Datenbasis für das Projekt "Der Facebook-Faktor". Woher die Daten stammen und was in ihnen steckt.

+++ 28.04.2017: Bayerischer Rundfunk, Florian Regensburger: Wahrheit im Wahlkampf: Welchen Einfluss haben Bots und Fake News?
Roboter-Accounts bei Facebook verbreiten falsche Fakten und beeinflussen Wahlen - so weit die Legende. Studien deuten aber darauf hin, dass der Einfluss von Social Bots und Fake News weit geringer ist, als gedacht.

+++ 28.04.2017: Anti-Medien-Blog, Hektor Haarkötter: Macht WDR Wahlwerbung für Rechtsextremisten?

+++ 25.04.2017: Störungsmelder/Zeit Online, o.A.: Drohen, pöbeln, drangsalieren – wie die AfD mit Journalisten umgeht

+++ 24.04.2017: Süddeutsche Zeitung, Annette Ramelsberger (@ARamelsberger): NSU-Opfer Kiesewetter: Wenn das Böse zu banal ist
Vor zehn Jahren ermordete der NSU eine junge Polizistin. Eine ARD-Doku raunt nun viel Unseriöses und Widerlegtes, statt aufzuklären.

+++ 21.04.2017: Übermedien, Laura Lucas: Kolumne: Filterblasenschwäche: Was die AfD über den BVB-Anschlag zu wissen meinte

+++ 18.04.2017: Correctiv, Anastasiya Polubotko: Faktencheck: Die AfD sagt, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk die Meinungsfreiheit bedrohe. Stimmt das?

+++ 15.04.2017: taz, Klaus Raab: Die taz und die Neuen Rechten – Die Lügenpresse, das sind wir
Gegen die Elite aus Mainstreammedien und Politik, die die Wahrheit verschweigt, wurde 1979 die taz gegründet. Heute reden Rechte so. Was bedeutet das?

+++ 06.04.2017: dbate, Stephan Lamby (@LambyStephan) [Video, 37:54 Min.]: Frauke Petry (AfD) über Machtkämpfe und den Umgang mit Medien
Als AfD-Parteivorsitzende balanciert Frauke Petry stets zwischen Politik und Protest. Immer wieder provoziert sie mit umstrittenen Aussagen. „Ich halte eine Kontroverse für notwendig, auch wenn sie verbal zeitweilig entgleitet“, sagt Petry. Ein Interview über den Umgang mit Medien, Pegida und den Vorwurf selbst schon zum Establishment zu gehören.

+++ 05.04.2017: Übermedien, Lukas Latz: „Der Hass auf Journalisten gehört zur DNA des Front National“

+++ 05.04.2017: Zapp, Caroline Schmidt: Wirbel um Hayalis "Junge Freiheit"-Interview
"ZDF Morgenmagazin"-Moderatorin Dunja Hayali geht offen auf Kritiker zu, sucht den Dialog. Darf sie auch der "Jungen Freiheit" ein Interview geben? Die Meinungen gehen auseinander.

+++ 03.04.2017: DerStandard.at, o.A.: FP-nahes Portal mit deutschem Ableger: "unzensuriert.de" gestartet

+++ 31.03.2017: Oberhessische Presse, Till Conrad: OP verzichtet auf Berichterstattung über Petrys Auftritt
Die im Marburger Verlag HITZEROTH Druck + Medien GmbH & Co. KG erscheinende Tageszeitung Oberhessische Presse verzichtet auf eine Berichterstattung über einen Wahlkampfauftritt von AfD-Chefin Frauke Petry am Freitagabend in Gladenbach, nachdem der AfD-Kreisverband einem Redaktionsmitglied ohne Angaben von Gründen die Akkreditierung zu dieser Veranstaltung verweigert hatte.

+++ 28.03.2017: Übermedien, Stefan Niggemeier: Täter mit Migrationshintergrund: Was deutsche Medien alles nicht verschweigen

+++ 27.03.2017: Drehscheibe, Ralf Freitag: Journalismus und Krise: Forderungen an den modernen Lokaljournalismus
Die Krise der Demokratie hat eine neue Stufe erreicht. Sie ist nicht mehr nur eine weit entfernte Randerscheinung, sondern in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Die Angriffe auf die liberale Demokratie kommen von rechts – von denen, die sich „links liegengelassen“ fühlen, von denen, für welche die Entgrenzung der Gesellschaftsnormen Orientierungslosigkeit bedeutet und die sich mehrheitlich vom gesellschaftlichen Diskurs verabschiedet haben. Vom Diskurs übrig geblieben sind Emotionen und gefühlte Wahrheiten. Wie begegnet man als Lokaljournalist diesen Entwicklungen? Sieben Forderungen an den modernen Lokaljournalismus.

+++ 24.03.2017: Übermedien, Liane Bednarz (@L_Bednarz): Kommentar: Dialog: Warum es richtig war von Dunja Hayali, mit der „Jungen Freiheit“ zu reden

+++ 23.03.2017: Meedia, Stefan Winterbauer: „Nazi-Blättern gibt man keine Interviews“ – oder doch? Dunja Hayalis kontroverser Auftritt in der rechten Wochenzeitung Junge Freiheit
Die ZDF-Journalistin Dunja Hayali gilt vielen als Vorbild in Sachen Haltung und Kampf gegen rechte Gesinnung und Rassismus. Dafür ist sie aber auch oftmals Anfeindungen ausgesetzt. Jüngst erhielt ihre Dankesrede bei der Goldenen Kamera Preisverleihung große Aufmerksamkeit, in der sie sich gegen Hass und Hetze aussprach. Umso erstaunlicher scheint, dass Hayali nun der rechten Wochenzeitung Junge Freiheit ein langes Interview gab. Sowohl für die Journalistin als auch für die Zeitung ist die Story riskant.

+++ 15.03.2017: t3n, Kim Rixecker: Gegen Fake-News und Gewalt: So trainiert Google den Suchalgorithmus
Ein Team von Google-Mitarbeitern bringt der Suchmaschine bei, wie sie Fake-News und menschenverachtende Inhalte erkennen kann. Wir erklären, wie das funktioniert.

+++ 02.03.2017: Übermedien, Boris Rosenkranz: Kritisches AfD-Buch: Kanzleramtschef als Werbepartner: Bitte fragen Sie jetzt nichts

+++ 01.03.2017: Mediendienst Integration, Mehmet Ata: Online-Umfrage: Viele Journalisten von Angriffen betroffen
Welche Erfahrungen machen Journalisten mit hasserfüllten Angriffen wie „Hate Speech“ und körperliche Attacken? Das Institut für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld und der MEDIENDIENST haben gemeinsam Ergebnisse einer Befragung von Journalisten vorgestellt. Die Studie zeigt: Zwei Drittel der Befragten nehmen einen Anstieg hasserfüllter Reaktionen gegen sich und Kollegen wahr.

+++ 25.02.2017: Der Spiegel, Fiona Ehlers und Alexander Smoltczyk: SPIEGEL-Streitgespräch: „Mein Papa möchte eine Mauer bauen“
(Nur der Anreißertext ist online frei erhältlich, ansonsten beim Spiegel selber oder bei Blendle kaufen.)
Was passiert mit Familien, wenn Eltern Sympathisanten der AfD und ihre Kinder Gegner jeder Form des Rechtspopulismus sind? Eine Auseinandersetzung über gegenseitige Provokationen und die Frage, wie muslimisch Deutschland werden darf.
Video: „Making-of“: „Wir brechen das ab!“ (2:39 Min.)

+++ 23.02.2017: FAZ, Rüdiger Soldt: Auf dem Heimatplaneten für rechtsextreme Ufologen
Der Kopp-Verlag wurde mit Ufo-Büchern groß. Dann kam die Flüchtlingskrise. Seither sammeln sich um den Verlag Ufologen, Rechtsextreme und Verschwörungstheoretiker. Ein Besuch, der die Augen öffnet.

+++ 23.02.2017: Bayerischer Rundfunk, ohne Autor: Rechtsextremist verklagt Journalisten – Schlappe für Karl-Heinz Hoffmann

+++ 08.02.2017: Übermedien, Petra Sorge (@petrasorge): „Terror-Erklärer“: Zeitung redet um heißen „Breitbart“ herum
Die Ankündigung klingt vielversprechend: Am morgigen Donnerstag um 19 Uhr laden die „Stuttgarter Nachrichten“ zum „Treffpunkt Foyer“ unter dem Motto „Terrorismus bekämpfen und Freiheit bewahren – wie geht das?“ Chefredakteur Christoph Reisinger befragt Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl sowie Sebastian Gorka, der, so heißt es in dem Artikel, „die Regierungen Obama wie auch Trump in Anti-Terror-Strategien berät“.

+++ 05.02.2017: ZDF Heute, David Gebhard (@DavidGebhard) und Florian Neuhann (@FNeuhann): Facebook-Blase: Hans Mayers Ausflug an den rechten Rand
Was passiert in diesen rechten Filterblasen auf Facebook? Drei Wochen lang sind zwei Hauptstadtkorrespondenten des ZDF darin eingetaucht. Es ging erschreckend leicht: Zutritt zu geschlossenen Gruppen, Hetze, Holocaust-Leugnung – ihre Erlebnisse haben die Journalisten entsetzt.

+++ 30.01.2017: Sächsische Zeitung, Andreas Szabo (@reDDakteur): So hat die MoPo auf den Rauswurf eines @szonline-Kollegen beim Landesparteitag der @sachsen_afd reagiert.

+++ 20.01.2017: Bundeszentrale für politische Bildung, Johannes Radke: „Der Ton ist harscher geworden“ – Die Medien und der Vorwurf der „Lügenpresse“
Ulrich Wolf ist Reporter der Sächsischen Zeitung in Dresden. Seit den Anfängen von Pegida 2014 beobachtet er deren Entwicklung. Wolf und seine Kollegen haben seither mehrere Hundert Meldungen, Berichte, Porträts und Reportagen über Pegida veröffentlicht. Mehrfach wurde Wolf für seine Arbeit mit Journalistenpreisen ausgezeichnet. Für Pegida-Anhänger gilt er als Inbegriff der "Lügenpresse". Das Interview führte Johannes Radke.

+++ 13.01.2017: Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Mrazek: Den demokratischen Dialog aufrechterhalten – Wie Online-Medien mit Leserkommentaren umgehen
Legt man die Nutzerkommentare in Online-Medien und Social-Media-Plattformen wie Facebook als Maßstab an, zeigt sich seit Jahren eine Verrohung der Debattenkultur, sagt der Journalist Thomas Mrazek. Wie man mit Hass, rechtsextremer Propaganda oder verschwörungstheoretischen Kommentaren umgehen soll, ist in den Redaktionen umstritten.

+++ 12.01.2017: Süddeutsche Zeitung, Jan Heidtmann: SZ-Werkstatt Warum die Süddeutsche Zeitung mit AfD-Sympathisanten gesprochen hat [Video, 3:22 Min.]
Videokommentar von Jan Heidtmann – SZ-Reporter sind quer durch Deutschland gefahren, um die Gedanken von Menschen zu protokollieren, die politisch rechts stehen. Selten gab es so viele Leserreaktionen.

+++ 12.01.2017: Tagesspiegel, Maria Fiedler und Matthias Meisner: Konferenz in Koblenz: Rechtspopulisten sperren Journalisten aus

+++ 12.01.2017: Deutscher Journalisten-Verband, Hendrik Zörner, Pressemitteilung: ENF-Konferenz: Faire Akkreditierung nötig
Der Deutsche Journalisten-Verband fordert die Organisatoren der rechtsgerichteten ENF-Konferenz am 21. Januar in Koblenz auf, interessierte Journalistinnen und Journalisten zu akkreditieren.

+++ 10.01.2017: Neon, Marco Maurer (@herrmaurer): Auf die rechte Tour [€, Blendle]

+++ 10.01.2017: Kress.de, Thomas Schmoll: Peter Bandermann im Interview: „Ich bin gerne Journalist. Aber der Job wird anstrengender“
Der Journalist Peter Bandermann hat für die „Ruhr Nachrichten" über die Silvesternacht von Dortmund geschrieben. Sein Bericht wurde von rechten Portalen wie „Breitbart“ so verzerrt wiedergegeben, dass es ihn „überaus entsetzte“. Nachdem er sich dagegen wehrte, erhielt der 49-Jährige verkappte Morddrohungen. Mit kress.de sprach Bandermann auch darüber, ob ihm sein Job noch Spaß macht.

+++ 10.01.2017: Zeit Online/Störungsmelder-Blog, Andrea Röpke (Mitarbeit: Patrick Gensing): Die rechte Hassbewegung und ihre Facebook-Armee
Ein Vorabdruck aus dem „Jahrbuch rechte Gewalt“ von Andrea Röpke

+++ 09.01.2017: Meedia, Alexander Becker: „Auf die rechte Tour“: Neon-Reporter geht undercover auf Israel-Leserreise mit dem Rechts-Blog PI-News
Nach Inside-IS und Inside-Facebook ist es Zeit für die nächste Inside-Story samt passendem Hashtag. Unter dem Schlagwort #InsidePI, berichtet Neon-Autor Marco Mauer von einer außergewöhnlichen Reise. Undercover machte der Journalist eine Leserreise von PI-News, des wohl einflussreichsten Rechts-Blogs in Deutschland, mit. Seine Eindrücke schilderte er in einer großen Reportage, die vor allem für den AfD-Abgeordneten Jörg Henke Folgen haben könnte.

+++ 09.01.2017: Zündfunk/BR, Bärbel Wossagk: #InsidePI: Interview mit Marco Maurer [Audio 10:28 Min.]
PI-News ist der meistgelesene islamfeindliche Blog in Deutschland. PI für Politically Incorrect. Der Journalist Marco Maurer ist für das Neon-Magazin undercover mit PI-News nach Israel gefahren, auf eine Leserreise. Am fünften Tag flog er auf.

+++ 09.01.2017: Deutschlandfunk, Claudia van Laak: Andrea Röpke "2017 Jahrbuch rechte Gewalt": Was bleibt, ist allenfalls Erschrecken
Die Journalistin Andrea Röpke hat sich einen Namen gemacht als Expertin für Rechtsextremismus. Seit vielen Jahren recherchiert sie in der rechten Szene, lässt sich weder von Bedrohungen noch von tätlichen Angriffen abschrecken. Doch ihr neues Buch "2017 Jahrbuch rechte Gewalt" zählt nicht zu ihren stärksten Werken.

+++ 08.01.2017: Deutschlandradio Kultur, Tacheles, Patrick Garber: Rechtsextremismus-Expertin Andrea Röpke: „Wir haben den rechten Terror“ [Audio 29:32 Min. und in Textform]
Andrea Röpke beschreibt in ihrem „Jahrbuch rechte Gewalt“ verheerende rechtsextreme Tendenzen in Deutschland. Die Journalistin warnt vor einer Art Alltagsterror, der aber verglichen mit den islamistisch motivierten Anschlägen kaum Aufmerksamkeit erfahre.
Informationen zum bei Droemer-Knaur am 10. Januar erscheinenden Buch: 2017 Jahrbuch rechte Gewalt – Hintergründe, Analysen und die Ereignisse. Chronik des Hasses

+++ 05.01.2017: ZEITmagazin, Jörg Burger und Jana Simon: Junge AfD – Neue deutsche Welle
Sie sind jung und ehrgeizig. Ihr Feindbild sind die Grünen, mit ihren Auftritten wollen sie provozieren. Wir haben Nachwuchspolitiker der AfD gefragt, was sie so aufregt.

+++ 04.01.2017: Süddeutsche Zeitung Magazin, Rainer Stadler: NSU-Protokolle: Das vierte Jahr im NSU-Prozess
Das SZ-Magazin dokumentiert die Originalaussagen im NSU-Prozess – etwa von Ralf Wohlleben, einem Kopf der Thüringer Neonazi-Szene, der mit dem NSU-Trio nach dessen Untertauchen in engem Kontakt stand. Tag 254 und 255.

+++ 04.01.2017: Correctiv, Camilla Kohrs: Russische Propaganda für deutsche Zuschauer – Die Medien der Neuen Rechten, Teil 7: Das Webportal „RT Deutsch“
Der russische Auslandssender Russia Today hat die Mission, Moskaus Sicht der Dinge in alle Welt zu tragen. Er bietet europakritischen Politikern von ganz links und ganz rechts eine Bühne – Hauptsache die Interviewten sind Merkel- und europakritisch. Ausgerechnet ein AfD-Hinterbänkler aus Berlin ist ein besonders gefragter Interviewpartner bei RT.

+++ 03.01.2017: Correctiv, Camilla Kohrs: Chemtrails und ein schwuler Obama – Die Medien der Neuen Rechten, Teil 6: Der Kopp-Verlag
Begonnen hat man mit UFO-Büchern. Heute klärt der Kopp-Verlag auf über Geheimbünde, Chemtrails, unwirksame Chemotherapien und lügende Journalisten. Immer gibt es verborgene Mächte, die den kleinen Mann zum Narren halten. Ein Denkmuster, das perfekt in das Weltbild der Neuen Rechten passt.

+++ 03.01.2017: junge Welt, Claudia Wrobel: „Angriff auf einen Teil der kritischen Gesellschaft“
Übergriffe von Rechten auf Journalisten werden weniger, Bedrohung bleibt ­spürbar. Polizisten schützen Reporter nicht genug. Gespräch mit [DJV-Sprecher] Hendrik Zörner

+++ 02.01.2017: Correctiv, Camilla Kohrs: Am besten hetzt es sich anonym – Die Medien der Neuen Rechten, Teil 5: Der Blog „Politically Incorrect“
Erst war ein Sportlehrer verantwortlich, dann eine Pfarrerin. Doch heute weiß die Öffentlichkeit nicht, wer hinter dem erfolgreichen Blog Politically Incorrect und seinen „PI-News“ steckt. Vor allem besteht die Seite aus verlinkten Texten, die eine Welt malen, in der Ausländer schnorren, rauben, vergewaltigen.

+++ 31.12.2016: Flurfunk Dresden, Nadine Lindner: Zwei Jahre #Lügenpresse: Wie wir damit leben
Die Sprechchöre klingen mir noch in den Ohren. Ob montags auf der Straße, als Transparent, in den Kommentarspalten auf Facebook oder in Zuschriften: Vor diesen vier Silben gab es für Journalisten in Sachsen in den vergangenen zwei Jahren kaum ein Entrinnen. Eigentlich sollte dieser Text mal heißen "Zwei Jahre 'Lügenpresse': Was haben wir erlebt?" Aber das wäre vielleicht etwas zu kurz gesprungen gewesen. Denn wir sind längst aus dem Akutmodus raus. Pegida demonstriert zwar noch, aber die Teilnehmerzahl stagniert. Das mediale Interesse hat stark nachgelassen. Nun ist also Zeit nachzudenken: über den eigenen Berufsstand, die eigene Arbeit und das Leben mit den Verunglimpfungen.

+++ 30.12.2016: Correctiv, Camilla Kohrs: Das Böse ist immer und überall – Die Medien der Neuen Rechten, Teil 4: Das Portal KenFM
Die Anschläge auf das World Trade Center? Inszeniert von den Amerikanern! Angela Merkel? Eine Marionette Washingtons! Mit KenFM hat der ehemalige Radiomoderator Ken Jebsen ein populäres Portal für Verschwörungstheoretiker aufgebaut. Gleichwohl distanziert er sich von vielen fremdenfeindlichen Positionen der Neuen Rechten.

+++ 29.12.2016: Correctiv, Camilla Kohrs: Salonfaschisten im Rittergut – Die Medien der Neuen Rechten, Teil 3: Das Magazin „Sezession“
In einem Dorf in Sachsen-Anhalt betreibt der Publizist Götz Kubitschek eine neurechte Denkfabrik unter dem Namen „Institut für Staatspolitik". Kubitschek verlegt dort das schmale Theorie-Magazin „Sezession“, in dem die Autoren mit umstürzlerischen und antidemokratischen Ideen liebäugeln. Der thüringische AfD-Chef Björn Höcke sagt, diese Denkfabrik versorge ihn mit „geistigem Manna“.

+++ 28.12.2016: Correctiv, Camilla Kohrs: Der Schirmherr der völkischen Bewegung – Die Medien der Neuen Rechten, Teil 2: Das Magazin „Compact“
Vom strammen Antideutschen zum ebenso strammen Deutschnationalen: Jürgen Elsässer, der Gründer von Compact, hat zahlreiche politische Wandlungen hinter sich. Mittlerweile sieht er sich als Schirmherr der völkischen Bewegung – und warnt vor Verschwörungen gegen Deutschland. Glaubt man „Compact“, solle durch Einwandererflut, Islamisierung, Feminismus die deutsche Identität ausgelöscht werden.

+++ 27.12.2016: Correctiv, Camilla Kohrs: Das Zentralorgan der AfD – Die Medien der Neuen Rechten, Teil 1: Die Wochenzeitung „Junge Freiheit“
1986 hat Dieter Stein die „Junge Freiheit“ als Schülerzeitung gegründet. Seither bemüht er sich, einen Wechsel in Deutschland herbei zu schreiben. Fort vom vermeintlich linksliberalen Mainstream, hin zu einer nationalkonservativen Politik. „Bei aller Skepsis: Diesmal hoffe ich“, sagt Dieter Stein über die AfD. Die Partei und seine Zeitung teilen nicht nur Inhalte. Es gibt auch personelle Überschneidungen.
Siehe hierzu auch Interview von Correctiv-Chefredakteur Markus Grill mit Camilla Kohrs: Die Medien der Neuen Rechten [Youtube, 12:12 Min.]

+++ 21.12.2016: Süddeutsche.de, Oliver Das Gupta: Rechtspopulismus: Der Anschlag, die AfD und ihre Masche
Die AfD instrumentalisiert den Anschlag vom Breitscheidplatz sofort und aggressiv. Ein Lehrstück über den Ablauf von Provokationen, Medien im Dilemma – und Populisten, die den Ekel-Faktor unterschätzen.

+++ 14.12.2016: Norbert Häring: Uwe Krüger: Warum ich einen ZAPP-Beitrag über „Rechte Sprache in den Medien“ für ideologisch und manipulativ halte

+++ 12.12.2016: Übermedien/journalist, Michael Kraske: Der Code der Neuen Rechten

+++ 12.12.2016: BASICThinking, Fabian Mirau: Interview: So möchte Schmalbart dem rechten Breitbart entgegentreten
Das Projekt Schmalbart will den kommenden deutschen Ableger des viel kritisierten US-Mediennetzwerks Breitbart kritisch begleiten. Dazu haben wir dem Gründer Christoph Kappes ein paar Fragen gestellt.
Anmerkung: Schmalbart ist bereits im Netz: schmalbart.de und bei Twitter: @schmalbart1.

+++ 12.12.2016:
Publik-Forum, Ulrike Schnellbach: „Hoffentlich war es kein Flüchtling!“
„Ein Mord geschieht. Der Tatverdächtige ist ein junger Flüchtling. Darf das in der Zeitung stehen? Die Journalistin Ulrike Schnellbach über den „Fall Freiburg“, ihre Zweifel und die Freiheit der Presse in Zeiten des Rechtspopulismus“

+++ 12.12.2016: Drehscheibe, Stefan Wirner: „Man kommt als Zeitung unter Druck“
Der Fall der in Freiburg ermordeten Studentin Maria L. erschüttert die Republik. Als Tatverdächtiger wurde ein minderjähriger Flüchtling aus Afghanistan verhaftet. Auch die Berichterstattung der Medien steht zum Teil erneut in der Kritik, insbesondere die ARD-Tagesschau. Wir sprachen mit Holger Knöferl, dem stellvertretenden Chefredakteur der Badischen Zeitung aus Freiburg.

+++ 11.12.2016: Anne Wild (@annewild_muc): Wahlparty der AfD

+++ 08.12.2016: BR Data (@br_data), Niels Ringler, Kira Schacht, Oliver Schnuck, Robert Schöffel: Rechtes Netz
Die Flüchtlingsdebatte spaltet Deutschland. Das wird vor allem auf Facebook sichtbar. BR Data hat anhand der Seite von Pegida Nürnberg einen Teil des rechtspopulistischen Kosmos untersucht und ein Netzwerk identifiziert, in dem etablierte Parteien und Medien kaum mehr eine Rolle spielen.

+++ 05.12.2016: Badische Zeitung: Nutzer-Kommentare: Fall Maria L.: Ein Blick in die Abgründe von Facebook
Nach der Festnahme eines Tatverdächtigen im Fall Maria L. bricht auf der Facebook-Seite der BZ eine Flut von Hasskommentaren los. Ein dokumentarischer Querschnitt, der fassungslos macht.

+++ 30.11.2016: Droemer-Knaur weist heute auf ein neues Werk von Andrea Röpke hin, welches am 10. Januar 2017 erscheint:
2017 Jahrbuch rechte Gewalt – Hintergründe, Analysen und die Ereignisse. Chronik des Hasses
„Andrea Röpke versammelt in ihrer Chronik alle Gewalttaten mit rechtsradikalem Hintergrund, dokumentiert einzelne Fälle und Täter in Reportagen und Porträts. Sie leuchtet Vorgehensweisen, Tätergruppen, lokale Schwerpunkte und Tendenzen in Hintergrundberichten aus und berichtet über die Verbindung zwischen Hooligans und Pegida, AfD-Demonstrationen und NPD-Aktionen, überBrandserien im Havelland,wegschauende Bürger und Lokalpolitiker, die Hintergründe und der Prozess nach dem Angriff auf den Leipziger Stadtteil Connewitz. Vieles hat sich in den letzten Jahren verändert: Akademiker schreiben Hass-Emails, Familienväter zünden Häuser an. Es sind nicht mehr nur Neonazis, die „Ausländer raus“ brüllen und Gewalttaten gegen Minderheiten begehen. Die Zeiten einfacher Klischees – glatzköpfig, ungebildet, arm – sind vorbei. Zeit für das neue Standardwerk zum Thema „Rechte Gewalt“.“

+++ 23.11.2016: Zapp, Caroline Ebner (@ebner_caro): Gefährliche Übernahme: Rechte Sprache in den Medien
Die vermeintliche „Sorge vor Überfremdung“ oder der sogenannte „Flüchtlingsstrom“: In der Flüchtlingspolitik übernehmen Medien kritische Begriffe von Populisten – das ist gefährlich.
Siehe hierzu auch: +++ 14.12.2016: Norbert Häring: Uwe Krüger: Warum ich einen ZAPP-Beitrag über „Rechte Sprache in den Medien“ für ideologisch und manipulativ halte

+++ 20.11.2016: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Justus Bender: AfD-Parteitag: Journalisten? Bitte draußen bleiben
Die AfD hat allen Journalisten den Zugang zu ihrem Landesparteitag verboten. Unser Autor hat trotzdem versucht reinzukommen.

+++ 09.11.2016: FALTER, Florian Klenk (@florianklenk): Boris wollte mich verbrennen
„Kann den wer anzünden bitte?“, schrieb Boris auf einer FPÖ-Facebook-Seite. Er meinte mich. Ich fuhr zu ihm und lernte, wie heute Politik und Propaganda funktionieren

+++ 08.11.2016: Correctiv, Alexej Hock: Die Plattform #crowdgezwitscher startet und dokumentiert rechtsradikale Demos in Sachsen
Ein Netz von mobilen Reporter und Bürgern berichtet künftig auf einer eigenen Internetseite und unter einem einheitlichen Twitter-Suchbegriff über die zahlreichen fremdenfeindlichen Kundgebungen in Sachsen. Das Projekt wurde über ein Correctiv-Crowdfunding finanziert. Einer der Köpfe hinter #crowdgezwitscher, Alexej Hock, berichtet hier über den aktuellen Stand des Vorhabens.

+++ 21.10.2016*: Bundeszentrale für politische Bildung, Dossier Rechtsextremismus: Debatte: Soll man mit Neonazis reden?
U.a. mit Statements von Stefan Niggemeier: Journalisten müssen ihr „Nein“ heute besser begründen als früher
* Veröffentlichung erfolgte bereits im Sommer 2016.

+++ 20.10.2016: Der Standard, ohne Autor: Rechtsextremer auf dem Podium: Gäste sagen „Talk im Hangar-7“-Teilnahme ab
Drei von fünf Teilnehmern der Servus-TV-Diskussion ziehen ihre Zusage zurück, weil „Identitären“-Chef Sellner ebenfalls eingeladen ist

+++ 19.10.2016: Der Tagesspiegel, Joachim Huber: „Tagesschau“ nennt AfD nicht immer „rechtspopulistisch“
Die ARD will in Nachrichtensendungen die AfD nicht permanent als „rechtspopulistisch“ bezeichnen. AfD-Chefin Petry und Vize Gauland freuen sich.

+++ 17.10.2016: Bildblog, Benedikt Frank: „Compact“ könnte es besser wissen

+++ 16.10.2016: Übermedien, Ronnie Grob: Hasswort: Rechtspopulist
„Die sprachliche Lösung der deutschen Journalisten, um ‹Rechte› zu benennen, die nicht als ‹rechtsradikal› bezeichnet werden können, weil dazu kein Anlass oder Grund besteht, ist der ‹Rechtspopulist›. Weil seine politische Richtung vielen der Journalisten nicht behagt, setzen sie seinen politischen Willen herab, in dem sie seine Anliegen allesamt als ‹populistisch› deklarieren – selbst wenn es Vorschläge sind, die politisch durchaus umsetzbar, also nicht populistisch sind.“

+++ 15.10.2016:
Bayerischer Rundfunk/Zündfunk Netzkongress: Anna Mareike Krause – Strategien gegen den Hass (Video, 44:11 Min.)

+++ 15.10.2016: Bayerischer Rundfunk/Zündfunk Netzkongress: Liane Bednarz – Der neurechte Griff nach dem Bürgertum (Video, 1:04:47 Min.)

+++ 15.10.2016: Bayerischer Rundfunk/Zündfunk Netzkongress: Patrick Gensing – Flüchtige Moderne 2.0 (Video, 43:54 Min.)
Patrick Gensing über das Individuum in den Sozialen Netzwerken. Das ist zumeist auf der Suche nach Anerkennung, Geborgenheit und Sinn. Diese Sehnsüchte sind Ausdruck der flüchtigen Moderne.

+++ 15.10.2016:
Bayerischer Rundfunk, Medienmagazin, Sissi Pitzer (@sip_media): Zündfunk Netzkongress: Über den Umgang mit rechter Hetze im Netz
Dazu gaben Sissi Pitzer drei renommierte KollegInnen Auskunft: Liane Bednarz (@L_Bednarz) beschäftigt sich mit der neuen Rechten und ihren Türöffnern, Patrick Gensing (@PatrickGensing) analysiert AfD, Pegida und ihre Sprachverdrehungen, Anna-Mareike Krause (@mlle_krawall) kümmert sich bei tagesschau.de darum, dass in den Kommentaren die Menschenwürde gewahrt bleibt.

+++ 13.10.2016:
Süddeutsche Zeitung, Peter Frey: Außenansicht: Standhalten
Wahrnehmung, nicht Ausgrenzung – wie Journalisten mit der AfD und anderen Populisten umgehen sollten

+++ 12.10.2016: Zapp, diverse Autoren: Post-Truth-Ära: Wenn Fakten nicht mehr zählen
„(...) Auch wenn es einer Sisyphosarbeit gleicht und sie durch ihre Arbeit zur Zielschiebe für Anfeindungen werden, versuchen viele Journalisten wie Dunja Hayali oder Michael Würz („Zollern-Alb-Kurier“) regelmäßig Gerüchte aufzudecken, die Ängste der Menschen ernst zu nehmen und durch Fakten abzubauen. Wie schwer das ist, und wie andere Medien den Lügen und der Hetze in diesem postfaktischen Zeiten begegnen, darüber hat ZAPP mit u.a. mit Dunja Hayali („ZDF-morgenmagazin“), Sascha Lobo („Spiegel“), Roland Nelles („Spiegel“) und Heribert Prantl („SZ“) gesprochen.“

+++ 11.10.2016:
Augenzeugenblog/DJV, Björn Kietzmann: Polizei will Neonazis bei Bautzen-Aufmarsch „nicht stören“

+++ 10.10.2016: NDR-Info, Das Forum, Claudia Gorille: Bragida– Meinungsfreiheit oder Nazi-Propaganda? (Feature, 24:19 Min., auch das Manuskript kann hier abgerufen werden)
An fast jedem Montag protestieren in Braunschweig Anhänger der sogenannten Bragida-Bewegung. Immer wieder gibt es Gegendemos – längst ein Ritual unter Beobachtung der Polizei.
Anmerkung: Gelungenes Hörfunk-Feature

+++ 10.10.2016: Das physische Behindern eines Journalisten bei seiner Arbeit während der Pegida-Demonstration am Montagabend in München wurde von der Polizei München offenbar als Lappalie abgetan. Quelle: Twitter
24mmjournalism: Kollegin wurde von Beamten geantwortet (sinng.): Kein Sturz, deswegen nichts passiert, keine Anzeige.
24mmjournalism: Rolf H. wird ein weiteres Mal handgreiflich und verhindert Videoberichterstattung durch Kollegen.

Reflektierter Bengel: Gleichzeitig werden Pressevertreter*innen von #Pegida #München Ordnern am Arbeiten gehindert und bedroht.

+++ 08.10.2016: BR24, Roland Hindl und Jürgen P. Lang: Rechte fälschen BR24-Artikel: Lügenpresse selbstgemacht

+++ 07.10.2016: Zeit Online, Jakob Pontius: Straßengezwitscher: „Sachsen will eine kleine Modelleisenbahnwelt sein“
Twittern über rechte Demos brachte Straßengezwitscher den Grimme-Online-Award. Jetzt will Gründer Johannes Filous anderen helfen, sich gegen Rassismus zu engagieren.

+++ 07.10.2016: MDR Sachsen, ohne Autor: Erneut Demonstrationen in Bautzen
„(...) Laut Polizei haben zwei Journalisten Strafanzeige gestellt. Sie seien im Bereich der rechten Demonstranten unterwegs gewesen und dort bedrängt worden. Einem Journalisten sei die Kamera ins Gesicht gedrückt worden. Es werde ermittelt. (...)“
MDR Aktuell, ohne Autor, bei Twitter, @MDRaktuell: „Zwei Journalisten nach eigenen Angaben von rechten Demonstranten in Bautzen bedrängt. Auf Kamera eingeschlagen. #bz0710“

+++ 04.10.2016: Übermedien, Moritz Tschermak: Kopp-Verlag: Fürchtet euch!

+++ 04.10.2016: DJV-Blog, Anna-Maria Wagner: Pegida: Wie Thai PBS in Dresden recherchierte

+++ 02.10.2016: Der Standard, Noura Maan, Fabian Schmid: „Zur Info“: Das Facebook-Universum des HC Strache
Mehr als 400.000 Menschen verfolgen, was der FPÖ-Chef online postet – heuer bislang 3.400 Beiträge, die von Inhalten aus der „Kronen Zeitung“ dominiert werden und auch Falschinformationen beinhalten

+++ 30.09.2016: Übermedien, Stefan Niggemeier: Hörensagen: Journalisten hören Stimmen im Zschäpe-Prozess

+++ 29.09.2016: Veranstaltungshinweis: 2gather – gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Die Rolle des Journalismus, der Zivilgesellschaft, der Kunst und der Politik
Am 8./9. Oktober in Dresden, Veranstalter ist Straßengezwitscher e.V. (@streetcoverage).

+++ 27.09.2016: VICE/Motherboard, Sebastian Lipp: Die Banalität der Brandstiftung: Wenn Neonazis über WhatsApp nach Waffen fragen

+++ 23.09.2016: Sächsische Zeitung, ohne Autor: Übergriffe auf SZ-Reporter

+++ 22.09.2016: Mediendienst Integration, Pavel Lokshin: AfD und die Medien: „Ein symbiotisches Verhältnis“
Der Erfurter Medienwissenschaftler Kai Hafez vertritt eine starke These: Die Alternative für Deutschland (AfD) und die Medien profitierten voneinander, sagt er. Im MEDIENDIENST-Interview spricht Hafez darüber, warum die AfD medial erfolgreich ist und warum Engagierte in der Flüchtlingshilfe eher selten in den Medien vorkommen.

+++ 21.09.2016: Augenzeugenblog/DJV, Anita Grasse und Ralf Leifer: Holger Poppenhäger: „Pressevertreter sollten sich zu erkennen geben“
Dr. Holger Poppenhäger ist seit Dezember 2014  Innenminister des Freistaats Thüringen im Kabinett Ramelow. Zuvor war er von November 2009 bis Dezember 2014 Justizminister. Im Interview mit Ralf Leifer und Anita Grasse vom DJV-Landesverband Thüringen spricht er über Konflikte zwischen Berichterstattern, Demonstranten und der Polizei.

+++ 20.09.2016: taz, Anne Fromm: Mundtot machen – Rechter verklagt Erfurter Radio F.R.E.I.
Ein NPD-Funktionär setzt ein freies Radio in Erfurt unter Druck. Es ist nicht der einzige Sender, der sich derzeit juristisch mit Rechten streitet.

+++ 16.09.2016:
Tagesspiegel, Matthias Meisner und Ingo Salmen: Bautzen in Sachsen: Nach Krawallen mit Flüchtlingen treffen Nazis auf Antifa
U.a. berichten die Kollegen: „Zu Übergriffen kam es auch auf Medienvertreter, die daraufhin teilweise die Berichterstattung einstellten.“

+++ 13.09.2016: DJV-Pressemitteilung, Hendrik Zörner: Sicherheitskonzepte von Live-Sendungen überprüfen
Der Deutsche Journalisten-Verband fordert die Hörfunk- und Fernsehsender in Deutschland auf, ihre Sicherheitskonzepte für Live-Sendungen zu überprüfen. „Anlass sind die massiven Störungen der Live-Sendung „Im Salon“ des RBB-Kanals Radioeins am Montagabend durch Mitglieder der rechtsextremen Gruppe „Identitäre Bewegung“. „Die Aktion zeigt, dass die Rechtsextremen Live-Sendungen für ihre miesen Propagandatricks nutzen wollen“, sagt DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall.“

+++ 13.09.2016:
rbb, ohne Autor: Parolen bei „Im Salon“: „Identitäre Bewegung“ stört Radioeins-Livesendung mit Augstein
Bei einer Live-Sendung von Radioeins mit Jakob Augstein und der Theologin Margot Käßmann ist es zu einer Störung gekommen. Mehrere Minuten lang skandierte die rechtsextreme Gruppe „Identitäre Bewegung“ rechte Parolen, bis sie aus dem Saal geleitet wurde.

+++ 08.09.2016:
Theodor-Wolff-Preis: „(...) Preisträger in der Sparte „Reportage“ (6.000 Euro) ist Tobias Haberl mit seinem in einer Langzeitbeobachtung entstandenen, nüchternen Porträt des einzigen NPD-Abgeordneten im Europäischen Parlament, Udo Voigt: „Reihe 7, Platz 88“ (SZ Magazin, München).“Text mit Fotos von Daniel Delang im SZ-Magazin.

+++ 06.09.2016: Huffington Post, Marc Steinau: Rechtsextreme attackieren Demonstranten bei AfD-Wahlparty in München

+++ 06.09.2016:
Augenzeugenblog/DJV, Anna-Maria Wagner: Demonstranten und Fotografen bei AfD-Wahlparty attackiert

+++ 05.09.2016:
Der Standard/APA, o.A.: Journalisten-Vertreter: „Über AfD ohne Schaum vor dem Mund berichten“
Frank Überall ist für einen professionellen Umgang der Medien mit deutschen Rechtspopulisten
Siehe hierzu auch: +++ 13.09.2016: Übermedien: „Welt am Sonntag“ trennt Frauke Petry von ihrer Familie

+++ 05.09.2016: Süddeutsche Zeitung, Thomas Anlauf: Polizei München: Bei AfD-Wahlparty: Rechtsextreme greifen Fotografen an

+++ 05.09.2016: Zeit Online/Störungsmelder: Johannes Radke: Gewaltausbruch bei AfD-Wahlparty in München

+++ 05.09.2016: tz, Dorita Plange: Karate-Angriff bei der AfD-Wahlparty: "Ich hatte wirklich Angst" auch bei Merkur.de: Karate-Angriff bei der AfD-Wahlparty: "Ich hatte wirklich Angst"
„(...) Ein Kampfsportler im blauen Hemd griff mehrfach Presse-Fotografen an. Diese Fotos kursieren mittlerweile auf Facebook und Twitter. Eine Fotografin sah mit Entsetzen, wie der hochaggressive Mann mehrfach massiv ihre Kollegen angriff, einen sogar regelrecht ansprang und ihn dabei auf den Kopf schlug. „Er ging dann kurz zurück und kam ohne sein Hemd wieder. Dann sind wir geflohen. Ich war echt geschockt von der Gewalttätigkeit. Ich hatte wirklich Angst“, sagte sie am Montag. (...)“

+++ 05.09.2016: Die Welt, mli: Prügelei bei AfD-Wahlparty in München
„(...) Eine weitere Fotografin zeigt auf ihrem Twitter-Account, wie der "Rapper" Ares versucht, einen Pressefotografen mit einem Tritt zu traktieren. (...)“

+++ 04.09.2016: Anne Wild, @annewild_muc, via Twitter (drei Fotos): „AfD-Wahlparty München: Angriff auf Pressefotografen durch Chris A. (Rapper "Deutscher Patriot")“ 

+++ 03.09.2016: Correctiv, Raphael Thelen (@RaphaelThelen): Niedertracht und Propaganda
Folge 9 #obenrechts: Laut AfD-Mann Grimm hausen die Flüchtlinge in Mallentin wie die Wilden. Der Politiker lügt.

Daniel Drepper, Senior Reporter bei Correctiv (@danieldrepper), schreibt zu dieser Folge im – übrigens empfehlenswerten – Correctiv-Newsletter Spotlight: „30 Tage lang ist der freie Reporter Raphael Thelen vor der Wahl in Mecklenburg-Vopommern unterwegs, um zu verstehen, warum sich die Menschen im Bundesland oben rechts abgehängt fühlen. Und warum morgen offenbar jeder Fünfte der AfD seine Stimme geben will. Herausgekommen sind ganz wunderbare Texte. Texte über Menschen, über gesellschaftliche Entwicklungen, über ein selten in den Blick genommenes Bundesland. Und über Politik.

Raphael hat zum Beispiel den AfD-Direktkandidaten Christoph Grimm begleitet, der zuvor 33 Jahre lang in der SPD war und jetzt gegen Flüchtlinge hetzt. Zwei Tage später ist Raphael der Hetze Grimms nachgegangen und hat die angeblich so barbarisch hausenden Flüchtlinge in Mallentin besucht. Grimms Hetze entlarvt Raphael als böse Lüge. Ein Lehrstück über rechte Propaganda.“
Die Serie erscheint parallel auch bei Zeit Online.

+++ 01.09.2016: Augenzeugen-Blog des DJV [Zweitveröffentlichung], Thomas Witzgall (@wit15215): Acht Monate auf Bewährung für Kopfstoß gegen Journalisten
Im Zuge der massiven Zunahme rechtspopulistischer Veranstaltungen verzeichneten Journalistenverbände eine zunehmende Zahl von Einschüchterungsversuchen und auch tatsächlicher Gewalt gegenüber Medienvertretern. Von „Lügenpresse – halt die Fresse!“ war und ist es nicht weit zur Parole „Lügenpresse – auf die Fresse!“ Nicht selten heizen rechtspopulistische Redner die Ressentiments gezielt an. Rolf H., der bei einer AfD-Veranstaltung in Nürnberg Berichterstatter attackierte, kam jedoch wenigstens nicht ungestraft davon.

+++ 28.08.2016: Endstation Rechts Bayern, Redaktion: Nürnberg: 15 Neonazis durften nahe historischer Orte hetzen
U.a. berichtet die Redaktion:„Bisher gab es das noch nicht in Nürnberg: Polizisten der USK-Einheiten „Mfr 7112 und „Mfr 7113 griffen mehrmals zwei Pressefotografen an, versetzten ihnen Schläge auf den Brustkorb und drängten sie ab. Der Hinweis auf den Presseausweis wurde abgebügelt mit der Bemerkung, das interessiere sie nicht. (...)“ Siehe auch Tweets vom 27.08.2016.

+++ 27.08.2016:
Bei einer Aufmarsch der Partei Die Rechte in Nürnberg beklagen sich Berichterstatter über Behinderungen durch die Polizei. Folgende Tweets hierzu: „Polizei zwingt Presse in die Gegendemo“ (Roland Sauer), „[A]uf zur nächsten Station, wieder ewige Diskussion mit der Polizei wg. Presseausweis“ (Roland Sauer), „Naziaufmarsch in Nbg: Polizei geht teilw. mit Gewalt gegen Journalisten vor. Stadt der Menschenrechte?“ (Rüdiger Löster) – „Kann ich so bestätigen, ich war auch betroffen“ (Roland Sauer). „Stadt der Menschenrechte ohne Pressefreiheit“ (Endstation Rechts Bayern).

+++ 25.08.2016: Endstation Rechts Bayern, Thomas Witzgall: Nach AfD-Veranstaltung: 8 Monate auf Bewährung für Kopfstoß gegen Journalisten
Mit Kommentar des BJV-Vorsitzenden Michael Busch.

+++ 23.08.2016: Neues Deutschland, o. A.: Pegida: Erneut Angriff auf Journalisten

+++ 22.08.2016:
taz, Michelle Sensel: Blog über Gewalt gegen Journalisten: „Lügenpresse – auf die Fresse“
Immer wieder werden Journalisten auf rechten Demos attackiert. Die Polizei greift nicht ein. Das „Augenzeugen“-Blog des DJV soll aufklären.

+++ 22.08.2016:
Robert Andreasch bei Twitter: „#PEGIDA #München: Dan #Eising droht in seiner Rede u. a. mir namentlich, wir würden nach dem „Systemsturz" auf „den Marktplatz gestellt“.

+++ 10.08.2016: Übermedien, Michael Würz (@michaelwuerz): Wie wir mit der Hetze fertig geworden sind
Als bekannt wird, dass in dem winzigen baden-württembergischen Städtchen Meßstetten tausend Flüchtlinge untergebracht werden sollen, beginnt ein Ausnahmezustand für die Lokalzeitung. Die Journalisten kämpfen gegen Hass, Drohungen, Gerüchte – und für ihre Facebookseite. Mit Erfolg.

+++ 29.07.2016: Bayerischer Rundfunk, Jonas Miller (@jm_fue): Neonazis mit Presseausweis: Falsche Journalisten

+++ 27.07.2016: Veranstaltungshinweis: 2gather – gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Die Rolle des Journalismus, der Zivilgesellschaft, der Kunst und der Politik
Am 8./9. Oktober in Dresden, Veranstalter ist Straßengezwitscher e.V. (@streetcoverage).

+++ 21.07.2016: SWR, o.A.: Hetz-Seite auf Facebook gegen Journalistin
Die rechte Szene betreibt auf Facebook eine Hetz-Seite gegen eine Lörracher Zeitungsjournalistin. Sie berichtet seit einiger Zeit über die Aktivitäten der Rechten im Dreiländereck.

+++ 10.07.2016: Nordbayern.de, feb: Neonazis machen Jagd mit der Kamera
Rechtsextreme nehmen als selbst ernannte Journalisten Andersdenkende ins Visier

+++ 05.07.2016: Main-Post, Benjamin Stahl: „Lügenpresse“ – Von oben gesteuert?
Bei einer Podiumsdiskussion an der Uni Würzburg kritisierte AfD-Politiker Armin-Paul Hampel die Medien. Vor allem mit einem WDR-Redakteur geriet er dabei aneinander.

+++ 05.07.2016:
Bayerischer Rundfunk, o.A.: Würzburger Mediengespräche: Wenn Medienskepsis in Hass umschlägt

+++ 01.07.2016:
BR-Medienmagazin, Nina Landhofer: Interview mit Alexej Hock von Straßengezwitscher (Audio, 4:20 Min.)
Die Grimme-Preise sind so etwas wie die Oscars unter den Fernsehpreisen in Deutschland. Seit 15 Jahren werden auch digitale Projekte ausgezeichnet – mit dem Grimme Online-Award. In der Kategorie „Information“ hat 2016 kein großes digitales Projekt den Preis für publizistische Qualität im Netz gewonnen, sondern ein Twitter-Account [@streetcoverage].

+++ 30.06.2016:
Der Tagesspiegel, Matthias Meisner: „Störungsmelder“ und Pressefreiheit: Justiz blockt Neonazi-Watchblog
Ein „Zeit“-Blog berichtet über Rechtsextreme, doch Ämter verweigern ihm Auskünfte. Ein Gericht bestreitet, dass es sich um Journalismus handelt.

+++ 30.06.2016:
Lorenz Meyer, Facebook: Liebe AfD,

+++ 30.06.2016: Bayerischer Rundfunk, Jürgen P. Lang und Thies Marsen: AfD in Bayern: Bystron und die Neonazis

+++ 30.06.2016: Augenzeugen.info, Frank Überall: Hartmut Schneider: „Blessuren gelten als Statussymbol“

+++ 29.06.2016:
Endstation Rechts Bayern, Thomas Witzgall: Fränkische „Nachrichtenseite“ bringt Neonazis und AfD zusammen

+++ 21.06.2016: Die Zeit, 9. Juni 2016, Christian Fuchs und Fritz Zimmermann: „Compact“: Hauspost für die Wütenden
Die Zeitschrift „Compact“ feiert die AfD. Chefredakteur ist Jürgen Elsässer – der früher an der linken Front kämpfte.
Eine Art Werkstattbericht hierzu von Christian Fuchs im Zeit Online-Blog Fragen der Zeit: Was ein Reporter erlebt, der das Gespräch mit den „Lügenpresse“-Kritikern sucht

+++ 13.06.2016: taz, Konrad Litschko: Pressefreiheit in Thüringen: Die Polizei, Helfer der Rechten?
Journalisten wollten über ein Rechtsrockkonzert berichten – und kassierten Platzverweise. Jetzt klagen sie gegen die Einschränkung der Pressefreiheit.

+++ 10.06.2016: Vorwärts, Frank Überall: Warum Angriffe auf Journalisten die Demokratie gefährden

+++ 29.05.2016: Störungsmelder/Zeit Online: Kai Budler: „National befreite Zone” mit Hilfe der Polizei“

+++ 24.05.2016: ZDF heuteplus, Thomas Bärsch: Wird über linksmotivierte Straftaten weniger oft berichtet als über rechte? Wir haben nachgefragt. (Video, 3:04 Min.)

+++ 14.05.2016:
Endstation Rechts, Oliver Cruzcampo: Unverhohlene Drohung: NPD-nahe Seite stellt Fotos und Namen von Journalisten online
In Schwerin und Demmin gab es Anfang Mai gleich zwei Demonstrationen der NPD in Mecklenburg-Vorpommern. Am darauffolgenden Tag werden auf einer NPD-nahen Facebook-Seite Fotos der anwesenden Journalisten und deren Namen veröffentlicht. Nur kurz zuvor hatte Fraktionschef Udo Pastörs in seiner Rede von „Journallie-Schmierern“ und „Schweinejournalismus“ gesprochen

+++ 12.05.2016: Augenzeugen-Blog/DJV/ZDF: Udo Pastörs: „Feine Journaille-Schmierer“

+++ 12.05.2016: Die Zeit, Martin Machowecz: Was ist bloß in Sachsen los?
Auf der Suche nach Antworten reisen der Fotograf Thomas Victor und der Autor Raphael Thelen seit vier Wochen quer durch das Bundesland. Ein Gespräch über die Enthemmung im Alltag, die Wut auf der Straße – und darüber, wie Sachsen noch zu retten ist

+++ 06.05.2016: Alvar Freude, Youtube: PEGIDA, AfD und die Angst vor der Meinungsfreiheit
PEGIDA lässt unabhängige Berichterstatter von der Polizei entfernen: Die Leute von PEGIDA München haben wohl Angst, dass Demo-Teilnehmer Unsinn erzählen, wenn sie interviewt werden und wollen daher die Meinungsfreiheit einschränken. Denn gerade als drei Herren von der AfD erzählen wollten, wurde ich daran gehindert das Interview fortzusetzen und ein Ordner ließ mich durch die Polizei von der Demonstration ausschließen. (...)

+++ 02.05.2016: Deutscher Journalisten-Verband, Hendrik Zörner, Pressemitteilung: AfD: Gestörtes Demokratieverständnis
„Der Deutsche Journalisten-Verband weist die wiederholten Angriffe der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry auf Medien und Journalisten zurück.“

+++ 28.04.2016: Auch für JournalistInnen interessant ist diese heute veröffentlichte Publikation:
Amadeu Antonio Stiftung: Nachfragen, Klarstellen, Grenzen setzen –  Handlungsempfehlungen zum Umgang mit der AfD (Download als PDF, 16 Seiten). Druckexemplare können bei der Amadeu Antonio Stiftung bestellt werden.

+++ 26.04.2016: Hinterland, Florian Feichtmeier: „Die Aggressionen gegen uns haben bundesweit zugenommen“ (PDF, Seite 54-57, 2 MB)
„Würden kritische Journalistinnen und Journalisten extrem rechte Veranstaltungen nicht regelmäßig begleiten, läge vielerlei des menschenfeindlichen Treibens im Dunkeln. Robert Andreasch von der Antifaschistischen Informations-, Dokumentations- und Archivstelle (a.i.d.a) dokumentiert seit Jahren extrem rechte Kundgebungen, Versammlungen und Veröffentlichungen in Bayern. Bei seiner Arbeit begegnet Andreasch häufig Michael T., der für seinen Blog „24mm-Journalism“ tagesaktuell und auf Englisch über rassistische Kundgebungen berichtet. Im Kontakt mit den Rechten setzen sich die beiden Journalisten regelmäßig Anfeindungen aus.“

+++ 23.04.2016: VICE, Felix Huesmann: Ich wurde von einem AfD-Demonstranten beraubt

+++ 22.04.2016: InFranken/DPA: Nazigegner aus Nürnberg werden per Postkarte zur Ausreise aufgefordert
Politiker, Gewerkschafter, Journalisten und Rechtsextremismus-Experten aus Nürnberg und ganz Bayern wurden mit Postkarten zur Ausreise aufgefordert

+++ 20.04.2016: Reporter ohne Grenzen: Rangliste der Pressefreiheit
„Deutschland hat sich in der diesjährigen Rangliste um vier Plätz auf Rang 16 verschlechtert – eine Folge der stark gestiegenen Zahl von Anfeindungen, Drohungen und gewalttätigen Übergriffen gegen Journalisten.“ Vertiefende Informationen zur Situation in Deutschland gibt es in einem Länderreport.

+++ 20.04.2015: Zeit Online, Kai Biermann und Astrid Geisler: Reichsbürger: Ein Volk, viele Reiche, noch mehr Führer
Die Reichsbürger – ein Sammelbecken harmloser Spinner? Verfassungsschützer fürchten terroristische Einzeltäter aus der von Verschwörungstheorien geprägten Szene.

+++ 20.04.2016:
Meedia, Marvin Schade: Wegen Pegida-Angriffe auf Journalisten: Deutschland verliert auf Liste der Pressefreiheit vier Plätze

+++ 19.04.2016: Süddeutsche Zeitung, Luise Checchin: Wer auf Youtube rechte Propaganda sehen will, muss zuerst einem Flüchtling zuhören
Auf der Suche nach fremdenfeindlichen Inhalten stoßen Betrachter seit heute zunächst einmal auf Statements von Flüchtlingen. Was steckt dahinter?

+++ 16.04.2015: Diverse Quellen: Journalisten berichten, dass bei einer AfD-Kundgebung heute in München Übergriffe auf sie erfolgten, Drohungen wurden ausgesprochen – Ansprechpartner aus der Pressestelle der Münchner Polizei seien nicht anwesend gewesen. An der Demonstration sollen auch Neonazis teilgenommen haben.

+++ 08.04.2015: Augenzeugen.info, Frank Überall: Michael Klarmann: „Für Rechtsextreme ein personifiziertes Feindbild“

+++ 06.04.2015: Der Tagesspiegel, Martin Niewendick: Berichterstattung über Rassismus in Sachsen: Wächterpreis für Matthias Meisner
Der Tagesspiegel-Redakteur wurde für seine Reportage über das Twitter-Projekt „Straßengezwitscher“ geehrt.

+++ 03.04.2016: Blätter für deutsche und internationale Politik, Frank Überall: Fünfte versus Vierte Gewalt: Journalismus unter Beschuss
Kein Tag vergeht, an dem nicht irgendwo in der Republik gegen die „Lügenpresse“ gepöbelt wird. Kein Tag, an dem Journalisten nicht Zigtausende von Hass-Mails erhalten. Und all das in einer Zeit, in der die Arbeitsbedingungen für Journalisten immer prekärer werden – gesellschaftlich, politisch, aber auch ökonomisch.

+++ 30.03.2016: BR/Das Erste/WDR/SWR, Team: NSU – Rechter Terror damals und heute: webdoku.nsu-terror.de
„(...) Diese interaktive Webdoku begleitet die drei DasErste-Spielfilme über den NSU und stellt sie in einen aktuellen Kontext: Die Recherche der Reporterin Laura Beck beginnt bei den Ereignissen der 90er Jahre, der Zeit, in der Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt sich radikalisiert haben. Eine Zeit, in der Politiker Sätze sagen wie „Das Boot ist voll“, in der Asylunterkünfte brennen und Menschen fremder Herkunft auf offener Straße verfolgt werden. Eine Zeit, die gefährlich an die aktuelle Stimmung in Deutschland erinnert. Die Zuschauer begleiten die Reporterin und werden dabei selbst immer wieder zu Rechercheuren, die dabei helfen, folgende Fragen zu ermitteln: Wie wurde der NSU zur Terrorzelle? Wie haben rechte Netzwerke dem NSU dabei geholfen, Waffen und Unterkunft zu finden? Welche Fehler haben die Ermittler bei der Verfolgung des NSU gemacht? Welche Fragen hat der NSU-Prozess bis heute nicht beantworten können? Und: Ist so etwas wie der NSU auch heute wieder möglich?“

+++ 29.03.2016: Drehscheibe, Johanna Rüdiger: Die Lausitzer Rundschau wird von Rechtsextremen angefeindet [Video, 4:16 Min.]
Die Lokaljournalisten der Lausitzer Rundschau arbeiten unter schwierigen Bedingungen. Immer wieder müssen sie Attacken aus dem rechtsextremen Milieu abwehren. Die Redaktion wurde für ihre mutigen Recherchen in der Neonazi-Szene bereits mit diversen Preisen ausgezeichnet. Chefredakteur Johannes M. Fischer erklärt der drehscheibe, was seine Lokalredaktionen so stark macht und warum er die Lügenpresse-Debatte zum großen Teil für hausgemacht hält.

+++ 19.03.2016: Marco Weiß: Das Phänomen rechte Gewalt verständlich erklärt
Das Datendossier der Schwäbischen Zeitung gibt einen Überblick über die Arten rechtsextremistisch motivierter Gewalttaten in Deutschland, über regionale Schwerpunkte und die zeitliche Verteilung.

+++ 18.03.2016: Freie Presse, Jürgen Becker: Hausverbot unter freiem Himmel
Die Gewalt gegen Journalisten im Umfeld von Pegida & Co. nimmt zu. Jetzt will die Anti-Asyl-Initiative „Heimattreue Niederdorf“ die Berichterstattung eines Reporters der „Freien Presse“ sogar ganz unterbinden.

+++ 15.03.2016: Augenzeugen.info, Frank Überall: Pegida in Dresden: Zwischen Agitation und Ausflugsstimmung

+++ 15.03.2016 Endstation Rechts Bayern, Thomas Witzgall: Pegida München fälschte Zitate von Grünen-Politikern

+++ 13.03.2016: Bayerischer Rundfunk, Diane Deutschle: Angriff gegen Journalisten: Fotograf auf Nürnberger AfD-Demo attackiert

+++ 13.03.2016:
Die Zeit, Malte Henk: Wie ich auszog, die AfD zu verstehen
Unser Reporter ist linksliberal und hat nichts gegen Merkels Flüchtlingspolitik. Mit AfD-Gerede von „Volksverrätern“ und „Tugendterror“ kann er nichts anfangen. Wer denkt so? Auf der Suche nach einer Antwort findet Malte Henk nicht nur Rechtsextreme – sondern viele Menschen, die ihm seltsam vertraut vorkommen.

+++ 13.03.2016: La Vie Vagabonde, Felice Vagabonde: 7 Tage undercover auf Dunkelfacebook

+++ 11.03.2016: Wirtschaftswoche, Konrad Fischer: Kasse machen mit den Rechtspopulisten
Der auf Verschwörungstheorien spezialisierte Kopp-Verlag und andere randständige Medienunternehmen gehören zu den wirtschaftlichen Profiteuren des Aufstiegs der AfD.

+++ 10.03.2016:
BR24: Manipulierte Schlagzeile: Münchner AZ geht auch gegen Pegida-Ableger vor
siehe auch: Abendzeitung, Timo Lokoschat: Auf Facebook: Pegida manipuliert AZ-Schlagzeile

+++ 09.03.2016 Aktualisierung: Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) bietet innerhalb ihres Projekts „Gegen Rechtsextremismus“ wieder eine mehrtägige Fortbildungsveranstaltung „Schreiben über Rechts“ an. Die Veranstaltung findet vom 31. Mai bis 3. Juni 2016 in Berlin statt. Anmeldefrist ist der 30. April 2016. An der Veranstaltung haben bereits BJV-KollegInnen teilgenommen und empfehlen die Teilnahme.

„Das Seminar richtet sich vor allem an BerufseinsteigerInnen und an JournalistenInnen, für die Rechtsextremismus (noch) kein Spezialgebiet ist. Es ist für JournalistenInnen aller Mediengattungen geeignet (Print, TV/Radio, Online). Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben. Die Friedrich-Ebert-Stiftung trägt Hotel- und Verpflegungskosten während des Seminars. Für die Anreise sind die TeilnehmerInnen selbst verantwortlich“. Mehr zum Programm erfahren Sie in einem PDF, welches Sie über Gaby Rotthaus, Gaby.Rotthaus@fes.de, anfordern können.

+++ 08.03.2016: Abendzeitung, Timo Lokoschat: Manipulation auf Facebook: Dreist: AfD fälscht Abendzeitungs-Überschrift
Die Abendzeitung hat ihre Anwaltskanzlei mit dem Fall beauftragt.

+++ 07.03.2016: Kress, Bülend Ürük: Interne Anweisung von AfD-Chefin Frauke Petry legt Medienstrategie offen: „Provokante Aussagen unerlässlich, sie sorgen für notwendige Aufmerksamkeit“
Im Aufwind befindet sich nach der Kommunalwahl in Hessen die rechts-populistische „Alternative für Deutschland“. In einer Nachricht an ihre Parteifreunde, die kress.de vorliegt, legt Parteichefin Frauke Petry erstmals ihre Medienstrategie offen. Provozieren um jeden Preis, um in den Medien vorzukommen.

+++ 07.03.2016: Südwestrundfunk, Thomas Reutter: Terror von Rechts [Video: 44:02 Min.]
„Deutschland, Ende 2015: Mehr als 500 mal wurden Flüchtlingsunterkünfte angegriffen, mehr als doppelt so viele wie im letzten Jahr. Darunter waren viele Brandanschläge und – was kaum einer weiß – auch Anschläge mit Sprengstoff. Ermittler und Politik sind aufgeschreckt. Hinter den verbal-radikalen Pegida-Parolen wird eine Szene sichtbar, die vor Gewalt und womöglich terroristischen Anschlägen nicht mehr zurückschreckt. Vier Jahre nach dem Auffliegen der NSU-Mordserie gibt es einen neuen Terror von Rechts: Deutsche Neonazis verfügen über hunderte Schusswaffen. Sie beschaffen Pyrotechnik und Sprengstoff. Sie planen Anschläge und sie führen sie durch. Die Täter bleiben oft unerkannt. Manche tauchen ab.“

Südwestrundfunk
, Webdoku: Terror von Rechts, terror-von-rechts.de
„Die Zahl der Rechtsextremisten steigt. Die Gewaltbereitschaft nimmt zu. Wie rechts ist Deutschland vier Jahre nach dem Auffliegen der rechtsterroristischen NSU? Und wie reicht der rechte Hass in die Mitte der Gesellschaft? Eine Webdoku von Marion Dilg, Sandra Kaupmann und Katja Beck zum Film von Thomas Reutter.“

+++ 07.03.2016: Drehscheibe, Johanna Rüdiger: Wenn Rechtsextreme Lokaljournalisten bedrohen [Video: 4:50 Min.]
Bedroht, bedrängt, verfolgt – in Dortmund arbeiten Lokaljournalisten unter erschwerten Bedingungen, denn sie werden von einer militanten rechtextremen Szene bedroht und angegriffen. Die drehscheibe fragt den Chefredakteur der Ruhr Nachrichten, Wolfram Kiwit, wie seine Redaktion mit der Situation umgeht und warum es gerade in solchen Situationen wichtig ist, umfassend über die Flüchtlingskrise zu berichten.

+++ 04.03.2016: Netz-gegen-Nazis.de, Simone Rafael: Rechtspopulistische Gesprächsstrategien und wie wir damit umgehen

+++ 04.03.2016: Main-Echo, Martin Schwarzkopf: Grenze überschritten: AfD-Sympathisanten bedrohen Main-Echo-Redakteur
Im „Liveticker Pro und Contra AfD in Wertheim“ des Main-Echos gibt es u.a. folgende Beiträge von Redakteuren:

  • Matthias Schätte: „Die AfD hat mich eben von der Berichterstattung ausgeschlossen und mir Hausverbot erteilt. Ich sei ein Lügner – und die kämen nicht rein, sagt AfD-Kreisvorsitzende Christina Baum. Ordner drängen mich unter körperlichem Zwang aus dem Eingangsbereich der Halle.“
  • Matthias Schätte: „Draußen bedroht mich ein Anhänger, als ich sage, man solle mich nicht anfassen: Nach der nächsten Wahl fasse ich Dich an", wird mir gedroht.“
  • Gunter Fritsch: „Auch die Kollegin der Fränkischen Nachrichten Katharina Gabel darf die Halle nicht betreten. Zwei Ordner weisen die Redakteurin aus der Halle. Sie "störe" die Veranstaltung , heißt es zur Begründung."
  • Gunter Fritsch: „Kreisvorsitzende Christina Baum spricht Main-Echo-Redakteur Matthias Schätte Hausverbot aus, weil er, wie sie behauptet, "einmal gelogen habe". Sie kündigt an, einem weiteren Pressevertreter Hausverbot erteilen zu wollen. Dazu werde sie sich öffentlich äußern.“
  • Gunter Fritsch: „Viel Applaus gibt es für ihre Medienschelte: Rundfunkgebühren sollten abgeschafft werden, Zeitungen bräuchten nicht mehr abonniert werden. Sie greift den Würzburger Main-Post Redakteur Michael Czygan persönlich an, er werde zu keiner AfD-Veranstaltung mehr eingeladen. Czygan hatte über die AfD-Veranstaltung in Unterbalbach berichtet.“

Der freie Journalist Wolfgang Jung berichtet auf seiner Facebook-Seite, dass bei einer AfD-Wahlkampf-Veranstaltung in Wertheim drei zwei Journalisten „rausgeschmissen“ wurden und dass gegen einen Journalisten der Main-Post quasi ein Bann öffentlich ausgesprochen wurde.

+++ 03.03.2016: Die Welt, Stefan Laurin: Extremisten mit Presseausweis werden zum Problem
Auf Demonstrationen von Rechten wie Linken wimmelt es von Menschen mit einem Presseausweis. Den bekommt inzwischen jeder für wenig Geld im Internet. Der Polizei bereitet das zunehmend Schwierigkeiten.

+++ 03.03.2016: Augenzeugen.info, Anna-Maria Wagner: Mario Bialek: Anzeige gegen Anzeige
Seit acht Jahren dokumentiert der Fotograf Mario Bialek kontinuierlich Demos von rechten und rechtsextremen Gruppierungen. (...) Bei einer AfD-Demo am 11. Januar 2016 in Merseburg wurde er als begleitender Fotograf angegriffen und erstattete Strafanzeige. Die im Polizeirevier eingereichte Fallschilderung dokumentieren wir hier gekürzt.

+++ 03.03.2016: Stefan Plöchinger: Über den Hass
Auch in journalist 3/2016: Wut, Hetze, Hass – und wir Journalisten mittendrin. Was passiert da bloß im Netz?
Warum haben Journalisten das Gefühl, gegen eine Wand zu argumentieren? Warum kapitulieren Redaktionen vor der Hetze im Netz? Und warum heizen andere Redaktionen sie bewusst an? Stefan Plöchinger, Digitalchef der Süddeutschen Zeitung, mit einem Erklärungsversuch – der auch Mut machen soll. Denn: „Die öffentliche Debatte zu moderieren, ist ein Kern unseres Jobs.“ Kapitulieren geht nicht. Auch wenn es weh tut: Das Spiel mit den steilen Thesen (€ 0,99 Euro bei Blendle)

+++ 03.03.2016: taz, Reinhard Wolff, Anne Fromm: Finnischer Kampf gegen Hetze im Netz: Journalisten gegen „Lügenmedien“
Finnische Chefredakteure haben sich gemeinsam gegen Hetze im Netz ausgesprochen. Das wäre in Deutschland kaum denkbar.

+++ 29.02.2016: Die Friedrich-Ebert-Stiftung bietet innerhalb ihres Projekts „Gegen Rechtsextremismus“ wieder eine mehrtägige Fortbildungsveranstaltung „Schreiben über Rechts“ an. Die Veranstaltung findet vom 31. Mai bis 3. Juni 2016 in Berlin statt. An der Veranstaltung haben bereits BJV-KollegInnen teilgenommen und empfehlen die Teilnahme. Informationen bitte unter info@fes.de anfordern. 

+++ 23.02.2016: ARD/Morgenmagazin/MDR, Danko Handrick: Reporter trifft Demonstranten: Die verquere Sicht von Pegida auf Clausnitz [Video, 4:48 Min.]
Vor einem Monat traf MDR-Reporter Danko Handrick bei Pegida zwei Teilnehmer und lud sie ein zur „Lügenpresse“ [zum Beitrag]. Nach den fremdenfeindlichen Ereignissen von Clausnitz und Bautzen traf er die beiden nun wieder. Ihre Meinung zu Clausnitz: Schuld haben die Flüchtlinge.

+++ 22./23.02.2016: Süddeutsche Zeitung, Seite Drei, Cornelius Pollmer: Routine (€ Süddeutsche Zeitung und Blendle)
Es tobt der Mob gegen Flüchtlinge – und wieder können hinterher alle alles erklären. Über ein furchtbares Wochenende in Sachsen und die deutsche Gegenwartsbewältigung
Hierzu auch: Stefan Niggemeier, Übermedien: „Cornelius Pollmer hat es in der SZ geschafft, übermüdet und wach, verzweifelt und manchmal fast tragikomisch über Clausnitz und die Exzess-Routine zu schreiben. Besondere Lese-Empfehlung.“
Detlef Esslinger, Süddeutsche Zeitung, lobt den Artikel seines Kollegen Pollmer bei Facebook ebenso.

+++ 22.02.2016: der Freitag, Bartholomäus von Laffert und Konstantin Nowotny: Pegidas Märchen
Auch wer „Lügenpresse“ schreit, braucht Infos. Was sind das für Portale, die ständig Öl ins Feuer gießen?

+++ 22.02.2016: Nordbayern.de, Matthias Oberth: Kommentar: Wir waren zu gutgläubig
Warum es gefährlich ist, jeder „Meinung“ eine Plattform zu bieten – Die Vorfälle in Bautzen und Clausnitz haben uns aufgezeigt, wie naiv wir waren.

+++ 22.02.2016: Hamburger Morgenpost: Pegida-Boss Lutz Bachmann droht der MOPO

+++ 22.02.2016: NDR 1, Radio MV, Stefan Ludmann: Journalistenverband: AfD verletzt Pressefreiheit

+++ 21.02.2016: Daniel Bouhs/Youtube: „Pegida geht gegen Ende zu – die AfD übernimmt“: Ulrich Wolf („Sächsische Zeitung“) [Video, 14:07 Min.]
Auf der Feier „Journalisten des Jahres“ in Berlin wird Ulrich Wolf von der „Sächsischen Zeitung“ als Reporter des Jahres 2015 (regional) ausgezeichnet. Die Laudatio auf Wolf hält Annette Ramelsberger („Süddeutsche Zeitung“).

+++ 20.02.2016:
Die Medienwoche, Adrian Lobe: „Wer die AfD verstehen will, muss die ‚Junge Freiheit‘ lesen“

+++ 18.02.2016: Meedia: Volksverhetzung? HAZ zeigt Facebook-Hasskommentare an

+++ 16./17.02.2016:
Leipziger Internet Zeitung: LEGIDA und die Polizei: Maßnahmen gefordert, Einstellung der L-IZ-Liveberichterstattung
Hierzu auch die Meldung auf dem DJV-Blog Augenzeugen.info: Offener Brief der L-IZ.de und eine Pressemitteilung des DJV: Verheerendes Signal. Auch die DPA berichtet, hier in der Welt: Leipziger Journalisten stellen Legida-Berichte ein

+++ 10.02.2016:
Süddeutsche Zeitung, Die Seite Drei, Bernd Kastner [€]: Hausbesuch
„Täglich schreiben Leserinnen und Leser an die „Süddeutsche Zeitung“. Vor allem die Briefe der Anhänger von Pegida sind voller Wut, oft auch voller Hass. Zeit für ein paar Gespräche.“

+++ 09.02.2016: Zeit Online, DPA: Gericht verbietet Hasskommentare gegen Dunja Hayali

+++ 08.02.2016: 24mmjournalism [Video, 1:08 Min.]: PEGIDA am Rosenmontag – Übergriffe durch Polizei gegen Journalisten [in München]

+++ 05.02.2016:
Funkturm, Nicole Kirchner und Peter Stawowy: „Soll jetzt Lutz Bachmann ein Praktikum bei uns machen?“
Via Bildblog, 6 vor 9 (Linktipps), Lorenz Meyer: „Langfassung eines Gesprächs, in dem drei Medien-Fachleute aus Sachsen nach Lösungen ringen, wie man das Bild der Presse in der Bevölkerung verbessern kann und mit der Wut auf die Medien umgehen soll. Man merkt den Gesprächspartnern das Bemühen an, die „Lügenpresse“-Rufer zu erreichen. Andererseits wird die komplizierte und verfahrene gesellschaftspolitische Gemengelage deutlich, und an manchen Stellen schimmern Hilf- und Ratlosigkeit durch. Ein Gespräch, das auch außerhalb von Sachsen seine Bedeutung hat.“

+++ 04.02.2016:
Süddeutsche Zeitung, Hannes Munzinger, Antonie Rietzschel und Hauke Bendt: Pegida auf Facebook: Hetze im Sekundentakt

+++ 30.01.2016: Bayerischer Rundfunk, Susanne Betz: Rechtsextreme Verschwörer: Fiction für den  „Volkswiderstand“
„Sie mixen einen Verschwörungscocktail aus Rassismus und reiner Fiction. Ein rechtsextremes publizistisches Netzwerk füttert AfD und Pegida mit abstrusen Theorien. Stoff für den selbsternannten „Volkswiderstand“ gegen „Lügenpresse“, Gendermainstreaming und „Überfremdung“.“

+++ 30.01.2016: Ostsee-Zeitung, ohne Autorennennung: Rostock-Lichtenhagen: Rechte Demonstranten attackieren Journalisten

+++ 29.01.2016: Bayerischer Rundfunk – Medienmagazin, Daniel Ronel: Angriffe auf Journalisten in Magdeburg: [Interview] Holger Stahlknecht, CDU, Innenminister von Sachsen-Anhalt (Audio 5:34 Min.)
„Immer häufiger werden Journalisten bei rechten Demonstrationen massiv behindert. „Lügenpresse“-Rufe sind das eine, die Aufforderung zu Gewalt das andere. Pegida-Frontfrau Festerling hatte kürzlich dazu aufgefordert, „Eliten ... aus den Pressehäusern zu prügeln“. In Magdeburg wurden jetzt TV-Teams von MDR und ZDF mit Pfefferspray angegriffen und verletzt.

+++ 28.01.2016: quer: Pegida in München (Video, 5:00 Min, Behinderung der Berichterstatter zirka bei 4:30 Min.)
Ein Interview mit quer lehnten Münchner Pegida-Vertreter ab; bei der Pegida-Demonstration am Montag wurde ein quer-Berichterstatter von einem Teilnehmer angegangen und die Kamera beschädigt. Es entstand ein geringer Sachschaden, aber die Aufnahmen konnten nicht fortgeführt werden, die Journalisten meldeten den Vorfall bei der Polizei.

+++ 28.01.2016: Meedia: Bei AfD-Demo in Magdeburg: Journalisten mit Reizgas attackiert

+++ 27.01.2016: Krautreporter, Rico Grimm: Die neuen Rechten, verständlich erklärt
Bin ich ein Nazi, wenn ich gegen mehr Einwanderung bin? Was ist eigentlich „rechts“? Woher haben Pegida und AfD ihre Ideen? Führen die Flüchtlinge zu einem Rechtsruck in Deutschland? Krautreporter gibt Antworten, die jeder versteht.

+++ 27.01.2016:
Augenzeugen.info, Anna-Maria Wagner: Wie sich Journalisten gegen Drohungen zur Wehr setzen

+++ 26.01.2016: Berliner Zeitung, Arno Schupp: In eigener Sache: Uns reicht es!
„Dass in sozialen Netzwerken zu Gewalt gegen Einzelpersonen aufgerufen wird, ist nicht hinzunehmen. Die Berliner Zeitung wird juristisch gegen alle vorgehen, die unsere Redakteure bedrohen und diffamieren. Eine erste Strafanzeige wurde gestellt.“

+++ 25.01.2016: MDR Info/ARD Morgenmagazin, Stephan Zimmermann: Zwei Demonstranten beim MDR: Pegida zu Besuch bei der „Lügenpresse“

+++ 15.01.2016:
Augenzeugen.info: Strafanzeige wegen Volksverhetzung
Der DJV hat am 13. Januar Strafanzeige wegen Volksverhetzung und aller sonst in Betracht kommenden Straftaten gegen die Pegida-Organisatorin Tatjana Festerling erstattet.

+++ 14.01.2016: FAZ, Urs Humpenöder: Gewalt gegen Journalisten: Prügel, bis die Polizei kommt
„Am Montagabend ist die MDR-Reporterin Ine Dippmann in Leipzig von Legida-Demonstranten tätlich angegriffen worden. Der Angriff ist kein Einzelfall. Die Gewalt gegen Journalisten nimmt zu.“

+++ 13.01.2016: Der Standard/APA: Deutschland: Journalisten als Zielscheibe rechter Gewalt

+++ 13.01.2016: Zapp, Daniel Bouhs: Wer schützt das Grundrecht „Pressefreiheit“?
Textbeitrag und Video (7:59 Min.).

+++ 13.01.2016: DJV, Pressemitteilung Hendrik Zörner: Augenzeugen.info: Blog zu Gewalt gegen Journalisten
Augenzeugen.info heißt das Blog, das der Deutsche Journalisten-Verband am heutigen Mittwoch gestartet hat.

+++ 12.01.2016: DrMorbid (bei Twitter verwendetes Pseudonym): Examples of aggression by #pegida against the #press with no police intervention (Pegida-Demonstration in München, 11.01.2016)

+++ 12.01.2016: Tagesspiegel, Matthias Meisner: Gewalt bei Pegida: „Linksversifft, Lügenpresse, das volle Programm“
Die MDR-Reporterin Ine Dippmann berichtete am Montag über den ersten Geburtstag des Pegida-Ablegers Legida. Als sie Lutz Bachmann fotografierte, bekam sie von einer Demonstrantin einen Schlag ins Gesicht.

+++ 12.01.2016: MDR.de: MDR-Intendantin: „Wir lassen uns nicht einschüchtern“
„(...) „Wir haben beschlossen, Reporterinnen und Reporter bei solchen Einsätzen künftig generell von Sicherheitspersonal begleiten zu lassen“, erklärt Jana Hahn, Hörfunkchefin der Hauptredaktion Information.“

+++ 12.01.2016: Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger, BDZV, Anja Pasquay, Pressemitteilung: Pegida-Spitze das Handwerk legen: Pegida-Spitze das Handwerk legen: BDZV verurteilt Leipziger Hetzreden auf das schärfste

+++ 12.01.2016: Meedia, Marvin Schade: „Eliten aus Pressehäusern prügeln“: Pegida-Frontfrau ruft zu Gewalt gegen Journalisten auf

+++ 11.01.2016: MDR.de: Ticker zu den Ereignissen in Leipzig
Auszug: „+++ 22:42 Uhr – MDR-Reporterin angegriffen +++
Eine Reporterin des MDR ist am Rande der Legida-Demonstration angegriffen worden. Eine Frau hat ihr zunächst das Handy aus der Hand geschlagen. Anschließend wurde ihr mit voller Wucht ins Gesicht geschlagen.“

+++ 11.01.2016: Tichys Einblick, David Berger: So macht man Neonazis Freude

+++ 31.12.2015: Stern, Ulrich Wolf (€): „Auf die Fresse“
Die Stimmung gegen Journalisten in Sachsen ist aggressiv. Ein Redakteur der „Sächsischen Zeitung“ über seinen Arbeitsalltag

+++ 31.12.2015: Die Presse, Philip Baugut und Katharina Neumann: Neonazis, Gewalt und die Berichterstatter
Schwache Analyse! tm

+++ 30.12.2015:
journalist/Presseportal: augenzeugen.info startet
„Bereits im Januar soll "augenzeugen.info" starten, ein Blog, in dem der DJV-Vorsitzende über die zunehmende Bedrohung gegen Journalisten berichten wird. "Ich will dort Texte und Interviews zusammenstellen, die einen Blick darauf werfen, was in dieser Szene tatsächlich passiert", so Frank Überall. Das können Erfahrungsberichte von Kollegen, ein Interview mit einem Redaktionsleiter oder Beiträge von Wissenschaftlern sein, die sich um das Phänomen Rechtsextremismus kümmern. Der DJV hatte kürzlich dazu aufgerufen, Fälle von Übergriffen gegen Journalisten zu melden. Auch diese Informationen sollen für augenzeugen.info aufbereitet werden.

+++ 29.12.2015: ARD-Morgenmagazin, Anna Planken: „Pegida ist mit klassischen Medien nicht zu erreichen“ (Video: 5:01 Min.)
Interview mit Ulrich Wolf, Sächsische Zeitung

+++ 23.12.2015: Deutsche Welle, Yalda Zarbakhch: #prideandprejudice: Leaving the Nazi-past behind
Singing racist songs and organizing neo-Nazi marches: Once, Felix [Benneckenstein] was deep into the right-wing scene. But then he found out how wrong it is. Since then, he's helped others exit the scene.

+++ 21.12.2015: Vorwärts, Kai Doering: Pressefreiheit: Warum Journalisten zur Zielscheibe von Pegida werden
Interview mit dem DJV-Vorsitzenden Frank Überall

+++ 19.12.2015:
BJV.de: Neue Link-Sammlung zum Thema Flüchtlinge & Journalismus als Ergänzung zum Titelthema des BJVreport 6/2015 „Flüchtlinge in den Medien“: bjvlink.de/fluechtlinge

+++ 19.12.2015: Hamburger Abendblatt, Karolin Jaquemain: Wird über Flüchtlinge ausgewogen berichtet?
Moderatorin Anja Reschke hat ein Buch zu dem Thema des Jahres herausgegeben. Ein Gespräch über Willkommenskultur, Hetze und „Lügenpresse“

+++ 15.12.2015: NDR-Journalistin Anja Reschke hat ein Buch zum Thema herausgegeben:
Anja Reschke (Hg.): Und das ist erst der Anfang – Deutschland und die Flüchtlinge. Rowohlt, Hamburg, 2015, 336 Seiten, 12,99 Euro (E-Book 10,99 Euro), ISBN 978-3-499-63184-9 (ISBN E-Book 978-3-644-57071-9). Weitere Informationen beim Rowohlt Verlag, dort gibt es auch eine Leseprobe (PDF, 26 Seiten, 227 kb).

+++ 15.12.2015:
Dresdner Neueste Nachrichten/DPA: Pegida-Aufmärsche: Studie listet Angriffe gegen Journalisten auf
Bei Pegida-Aufmärschen wird gegen die „Lügenpresse“ gehetzt. Journalisten sind Teil des Feindbildes geworden. Das Leipziger Zentrum für Pressefreiheit hat Attacken gegen Medienvertreter untersucht.

+++ 15.12.2015: European Centre For Press And Media Freedom (ECPMF): [Interaktive Karte] Journalism as a provocation
„For our study on right-wing populist violence against journos in GER we launched an impressive story-telling map.“

+++ 09.12.2015: Frankfurter Rundschau, Katja Thorwarth: NSU: Mutmaßliche Mörderin wird zum Popstar
„(...) Die Medien tragen ihre [Beate Zschäpes] Inszenierung als Popstar bereitwillig mit. Ein Kommentar.“

+++ 08.12.2015: FAZ/FAS, Friederike Haupt/Volker Zastrow: Alternative für Deutschland: Die völkische Bewegung stellt sich vor

+++ 08.12.2015: Der Tagesspiegel, Maria Fiedler: „Lügenpresse“: Warum verlieren Medien an Glaubwürdigkeit?

+++ 07.12.2015: taz, Daniel Bouhs: D-Radio-Journalistin über Pegida-Demos – „Grenzüberschreitungen jeglicher Art“

+++ 04.12.2015: reDDakteur, Andreas Szabo: Über 25 Übergriffe auf Journalisten in Sachsen

+++ 03.12.2015: Dunja Hayali bei Facebook: „Haben wir im ZDF morgenmagazin gelogen? Sind mir bei „hart aber fair“ die Gesichtszüge entglitten? Bin ich selbst schuld an den krassen Beleidigungen, die hier gepostet werden?“

+++ 03.12.2015: couragiert, Tom Waurig: Was tun gegen Facebook-Hetze?

+++ 03.12.2015:
Zeit Online/Die Zeit, Paul Blickle, Kai Biermann, Philip Faigle, Astrid Geisler, Götz Hamann, Lenz Jacobsen, Anna Kemper, Martin Klingst, Karsten Polke-Majewski, Stefan Schirmer, Hannes Soltau, Julian Stahnke, Toralf Staud, Tilman Steffen und Sascha Venohr: Gewalt gegen Flüchtlinge: Es brennt in Deutschland
Aufwändige Recherche und zugleich auch eine gute Recherchequelle.

+++ 02.12.2015: starke-meinungen.de, Christoph Giesa: Gestatten, ARD – Rundfunk für besorgte Bürger

+++ 01.12.2015:
journalist, Matthias Daniel: Was Pegida anrichtet

+++ 01.12.2015: journalist, Svenja Siegert: [€] „Angst ist das falsche Wort“
Für die Titelgeschichte hat journalist-Redakteurin Svenja Siegert die Macher von Streetcoverage in Dresden getroffen – zwei 26-Jährige, die Montag für Montag auf die Straße gehen, um live zu berichten. Via Twitter. Der Text versucht, die Stimmung in Dresden einzufangen. Was macht ‪#‎Pegida‬ mit den Journalisten vor Ort? Wie bedroht fühlt sich die „Lügenpresse“ tatsächlich? Wie hält man das alles aus? Journalisten erzählen davon, warum sie ihr Mikro häufig in der Tasche lassen, warum sie auf manche Demos nicht mehr allein gehen, warum sie einen Fahrradhelm dabei haben, warum sie schon mal mit dem Gedanken gespielt haben, aus Dresden wegzugehen. Denn: Pegida hört ja mit Feierabend nicht auf. Hier der Link zum Text auf Blendle Deutschland (0,99 €).

+++ 28.11.2015: n-tv.de, Christoph Herwartz: „Pinocchio musste auch lernen“: AfD versucht es noch einmal mit der Presse

+++ 28.11.2015: Störungsmelder/Zeit Online, Johannes Radke: Morddrohung gegen Störungsmelder-Autor
Mit Dokumentation der Pressemitteilung vom ver.di Bezirk Mittelfranken und den Betroffenen: „Todesdrohungen lassen Nazigegner kalt

+++ 28.11.2015:
Endstation Rechts.Bayern: Todesdrohungen lassen Neonazi-Gegner kalt

+++ 27.11.2015:
Bayerischer Rundfunk, Thies Marsen: Attacken in Franken: Neonazi-Gegner erhalten Todesdrohungen
„(...) Betroffen von den fingierten Todesanzeigen sind die Sozialwissenschaftlerin Birgit Mair, die regelmäßig in Schulen über Neonazis aufklärt sowie der verdi-Gewerkschaftssekretär Ulli Schneeweiß und der freie Journalist Jonas Miller, der unter anderem für ‚Die Zeit’ und den Bayerischen Rundfunk arbeitet. (...)“

+++ 27.11.2015: Daniel Bouhs, Interview mit Nadine Lindner, Deutschlandfunk: Als Korrespondentin bei Pegida-Demos: „Von der Polizei wünsche ich mir ein höheres Maß an Sensibilität” (Audio, 17:47 Min., auch thematisch untergliedert anhörbar)

+++ 27.11.2015: ZDF morgenmagazin: Rohmaterial der AfD-Demo in Cottbus (Video, 15:43 Min.)
Nach dem Angriff auf ZDF-Journalistin Britta Hilpert auf einer AfD-Demo in Cottbus, gibt es hier das Rohmaterial.

+++ 27.11.2015: Handelsblatt, Dietmar Neuerer: Gewalt gegen ZDF-Reporterin: Schwere Vorwürfe gegen AfD-Vize Gauland

+++ 27.11.2015:
Tagesspiegel, Matthias Meisner: Pegida, AfD, NPD und die Medien: „Es gibt No-go-Areas für Journalisten“

+++ 26.11.2015:
Reporter ohne Grenzen, Pressemitteilung: ROG-Vorstand auf AfD-Demonstration angegriffen, Britta Hilpert war als ZDF-Reporterin unterwegs
Siehe hierzu auch Beitrag von Britta Hilpert im ZDF morgenmagazin vom 27.11.2015 (Video, 2:20 Min.)

+++ 26.11.2015: Meedia, Stefan Winterbauer: Die neue Pegida-Presse: Wie Querfront-Medien sich ihr krudes Weltbild zurechtbiegen

+++ 25.11.2015: Zapp, Bastian Berbner: Machtlos gegen Flüchtlingsgerüchte? Text und Video (7:38 Min.)
Gerüchte über Flüchtlinge sind in Deutschland allgegenwärtig. Wie kann man ihnen journalistisch begegnen?

+++ 25.11.2015:
DJV-Blog: Wir wollen's wissen
Übergriffe auf Journalisten, Schlagen, Prügeln, Treten kommen bei rechtsradikalen Demos immer öfter vor. Wir sammeln jetzt die Fälle. Journalisten, meldet euch!

+++ 24.11.2015:
Deutschlandradio Kultur, Dieter Kassel: Gewalt gegen Journalisten: „Das kannte ich nur aus autoritären Regimen“
„Geschubst, bespuckt, mit Mord bedroht: Journalisten sähen sich hierzulande wachsender rechtsextremer Gewalt ausgesetzt, sagt Frank Überall. Gleichzeitig fordert der DJV-Chef mehr Selbstkritik der Medien: Nicht immer würden Bericht und Kommentar deutlich getrennt.“

+++ 23.11.2015: taz-Hausblog, Andreas Speit: Bewährungschance missachtet: taz-Autor darf nicht vom NPD-Bundesparteitag berichten

+++ 18.11.2015: Volksstimme, Alexander Dinger, Christopher Kissmann und Matthias Fricke: AfD attackiert Grüne und Linke – Auszug: „Als ein Reporter der Volksstimme mit einem AfD-Demonstranten aus Magdeburg sprach, ging ein Ordner dazwischen. Er fotografierte den Reporter erst mit seinem Handy und führte den Magdeburger Rentner dann weg und sagte: "Wir reden nicht mit der Lügenpresse". Als der Volksstimme-Reporter später fragte, warum er das Gespräch unterbunden habe, sagte der Ordner: "Das ist ein freies Land. Ich muss das nicht begründen."“

+++ 17.11.2015: 24mmjournalism.com/Youtube: PEGIDA MÜNCHEN – Presseteilnehmer bedrängt (Video: 2:09 Min.)

+++ 16.11.2015: Freie Presse, Julia Lappert: „Freie Presse“-Redaktion in Glauchau angegriffen

+++ 12.11.2015: taz, Claudia Hennen: Bedrohter Journalist [Interview mit Peter Bandermann] über Rechte: „Ich bin kein Einzelfall“

+++ 11.11.2015: Zapp, Tom Fugmann, Janina Kalle: Pegida-Demos: Journalisten geraten ins Visier (Video: 4:44 Min.)

+++ 11.11.2015: Zapp, Daniel Schmidthäussler: „Lügenpresse“: Medienkritik besorgter Bürger (Video: 6:03 Min.)

+++ 10.11.2015:
Hamburger Abendblatt, Maike Schiller: Gewalt gegen Journalisten – Katja Gloger: „Aus Wutbürgern werden Hassbürger“

+++ 09.11.2015: BJV bei Facebook: Pegida hat vor der Öffentlichkeit offensichtlich viel Angst. Fotografen werden bei der Arbeit behindert.

+++ 03.11.2015: FAZ, Leonie Feuerbach: Hetzjagd auf Journalisten

+++ 03.11.2015: Spiegel Online: Angriffe auf Journalisten: Rechtsradikale attackieren erneut Reporter

+++ 03.11.2015:
BJV/Facebook: Dokumentation einiger Tweets zu gestrigen #Pegida-Demonstration in München – u.a. wird das Verhalten der Polizei kritisiert

+++ 02.11.2015:

- taz, Jürn Kruse: Angriff auf Tagesspiegel-Autor in Berlin: „Du linke Drecksau“
- Tagesspiegel:
Rechte Gewalt: Tagesspiegel-Autor Helmut Schümann angegriffen
- B.Z. Berlin
, Matthias Lukaschewitz: Wegen Kolumne: Tagesspiegel-Redakteur von rechtem Schläger attackiert
- Turi2, Tatjana Kerschbaumer: „Tagesspiegel“-Journalist von Rechten attackiert

+++ 02.11.2015: Reflektierter Bengel/Twitter: „Wir haben bis jetzt keine Demo begleitet bei der #Pressefreiheit so eingeschränkt war wie heute bei #Pegida #München“ und „#Neonazis und Rechtspopulisten konnten vor der #Polizei mit Deutschlandfahnen nach Journalisten schlagen u. Objektive verdecken“

+++ 02.11.2015: Meedia/DPA, ms: Welt-Reporter bei Neonazi-Demo attackiert, Kolumnist auf Straße niedergeschlagen

+++ 02.11.2015: DJV-Pressemitteilung: Übergriffe: Solidarität mit mutigen Journalisten

+++ 28.10.2015: Da Hog'n, Thomas Witzgall und Stephan Hörhammer: Vor der AfD-Demo in Passau: Bezirksvorsitzender nimmt es nicht allzu genau mit Tatsachen
U.a.: „Das Publikum greift daraufhin die Anschuldigungen auf – und skandiert ein mehrfaches, lautes „Lügenpresse“. Ohne den Vorfall – vor allem zeitlich – einzuordnen, geht Protschka sogleich zum nächsten Thema über. Beides, sowohl die Vergewaltigung durch eine Gruppe als auch das Verschweigen einer solchen Straftat durch die Presse sind schwerwiegende Vorwürfe.“

+++ 28.10.2015: Reflektierter Bengel/Youtube (1:18 Min.): Pressefreiheit und die Münchner Polizei

+++ 27.10.2015: Journalismus-Handbuch, Paul-Josef Raue, Peter Bandermann: Neonazis stellen Lokalredakteur unentwegt nach: Die ganze Geschichte

+++ 26.10.2015:
Bayerischer Rundfunk/kontrovers, Astrid Halder (Video: 4:42 Min.): Medien und Flüchtlinge: Schwierige Berichterstattung
Jedes Bild hat Macht, jedes Wort zählt - gerade bei einem Thema, das so emotional diskutiert wird wie die Flüchtlingsfrage. Umso wichtiger ist eine umfassende, objektive Berichterstattung. Aber dabei haben Journalisten mit unterschiedlichen Schwierigkeiten zu kämpfen ...

+++ 26.10.2015: Spiegel Online, Anne Martin und Leonie Voss: Journalisten auf Pegida-Demos: „Das ist eine Hetzjagd“, Video (3:48 Min.)
Sie werden beschimpft, beleidigt und sogar geschlagen: Immer häufiger sind Journalisten Angriffsziel von Pegida-Anhängern in Dresden. Seit einem Jahr jeden Montag mitten drin, die Reporter der Sächsischen Zeitung. Ein Bericht aus dem Herzen der „Lügenpresse“.

+++ 26.10.2015:
@robertandreasch: Rolf H. verletzte am Samstag in #Nürnberg Fotografen mit Kopfstoß. Bei "PEGIDA" #München droht er, mir Zigarette im Gesicht auszudrücken.

+++ 26.10.2015: Drehscheibe, Sonderschwerpunkt: Angekommen. Flüchtlinge in Deutschland, PDF, elf Seiten, 1,4 MB
U.a. Interview mit einem Fotografen, der am Rande einer Pegida-Demonstration angegriffen wurde. Und: „Seit Pegida-Demonstranten in Dresden Journalisten tätlich angegriffen haben, diskutiert die Branche über die Bedrohung der Pressefreiheit. Ulrich Wolf, Reporter der Sächsischen Zeitung, rät hingegen dazu, Probleme nicht hochzuschreiben.“

+++ 26.10.2015: Journalismus-Handbuch, Paul-Josef Raue: Neonazis stellen Redakteur nach – Staatsanwalt zuckt mit den Schultern: „Nicht schwerwiegend“

+++ 25.10.2015:
Fränkischer Tag, Johannes Görz: [€] Unter Rechten: Wie ich mich mit 500 Neonazis befreundete

+++ 23.10.2015: Südwest Presse, Ulrich Becker: Der Hass widert uns nur noch an
„Täglich laufen in der Redaktion der SÜDWEST PRESSE Mails ein, deren Inhalt uns mittlerweile – mit Verlaub – ankotzt. Einhellig berichten die Kollegen darüber, dass die Debatte um die Flüchtlinge eine Wut entfacht hat, die sie in dieser Weise noch nie in ihrem Berufsleben erfahren haben. Ein Kommentar von Chefredakteur Ulrich Becker.“

+++ 20.10.2015: Twitter-Meldungen zur gestrigen Pegida-Demonstration in München:
- „Erneut #Pressevertreter bei #Pegida #München bedroht: Wir finden dich und deine Familie und bringen dich um! @BJVde #neonazis #freepress“
- „Ausserdem hinderte die Polizei München wieder einmal die Presse Vertreter und fotografierte sie ab. #München @BJVde“

+++ 16.10.2015: Offener Brief des BJV-Vorsitzenden an den Münchner Polizeipräsidenten Hubertus Andrä – Polizei muss freie Berichterstattung über Pegida-Demonstrationen gewährleisten

+++ 15.10.2015: Die Kollegen von Straßengezwitscher melden per Twitter aus Dresden-Klotzsche von einer AfD/Pegida-Demonstration gegen eine Flüchtlingsunterkunft: „Wir wurden massiv bedrängt, uns wurde auf die Kamera geschlagen von einem vermummten Demonstranten. Wir brechen ab.“ und „Demonstranten (teils vermummt) und Ordner greifen Pressevertreter an“. Hierüber berichtet u.a. das Blog reDDakteur: Wie die AfD Dresden zur Lügenpresse wurde.

+++ 14.10.2015: Pressemitteilung der Mitteldeutschen Zeitung, Halle, Chefredakteur Hartmut Augustin: „Funktionäre und Mitglieder des Landesverbands der Alternative für Deutschland (AfD) haben politische Gegner und Journalisten mit dem Tod bedroht. (...) Unterdessen hetzten AfD-Mitglieder und Sympathisanten in öffentlich zugänglichen Internetforen auch gegen Journalisten. Auf der Facebook-Seite ‚Bitterfeld  Meine Heimat‘ etwa war eine MZ-Redakteurin regelmäßig Ziel solcher Angriffe. (...)“. Ausführlich berichtet Hendrik Kranert-Rydzy in der Mitteldeutschen Zeitung im Artikel „AFD-Funktionär droht Andersdenkenden auf Facebook ‚An die Wand gestellt‘“.

+++ 14.10.2015:
„Goldene Victoria für Pressefreiheit“ u.a. für Berichterstattung über Rechtsextreme in Dortmund
Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) verleiht am 2. November erstmals die „Goldene Victoria für Pressefreiheit“. Auf seiner Website meldet der VDZ:
„Der dritte Preisträger ist der Redakteur und Journalist Peter Bandermann. Er berichtet trotz anhaltender Drohungen seit 15 Jahren für die Ruhr Nachrichten über die rechtsextreme Szene in Dortmund. ‚So unterschiedlich sie sind, alle drei zeigen sie mit ihren Beiträgen, Kommentaren und Äußerungen, aus welchen Richtungen Journalisten attackiert werden, wieviel Courage man benötigt, um die Schere im Kopf zu verdrängen und wie zentral unabhängige und faktenbasierte Berichterstattung sind‘, mahnt [VDZ-Hauptgeschäftsführer Stephan] Scherzer.“
In den Ruhr Nachrichten berichtete Gaby Kolle über die Auszeichnung für ihren Kollegen: „Seit 15 Jahren berichtet RN-Redakteur Peter Bandermann über die rechtsextreme Szene in Dortmund – trotz Drohungen, Nazi-Post und eines Farbanschlags auf sein Privathaus. (...)“Artikel von Peter Bandermann finden Sie auf der Website der Ruhr Nachrichten; Bandermann twittert unter rn_bandermann.

+++ 13.10.2015: Bild München, Oliver Grothmann und Kathrin Stangl: Nazis in der Feldherrnhalle: Warum verhinderte die
Polizei nicht diese Provokation? Im Text bemerken die KollegInnen auch: „Als die Nazis die Feldherrnhalle wieder verließen, bedrängten sie außerdem noch Fotografen.“ BerufsfotografInnen beschwerten sich wiederholt über das Verhalten der Münchner Polizei.

+++ 12.10.2015: 3sat/Kulturzeit, Alexander Glodzinski: Ganz weit rechts – Was steckt hinter der Partei "Der III. Weg"? (Video: 7:43 Min.),
außerdem Interviews mit Markus Schäfert, Bayerischer Verfassungsschutz (Video: 2:55 Min.); Robert Andreasch, aida-Archiv (Video: 3:44 Min.); Bernd Wagner, Extremismus-Experte (Video: 4:36 Min.) und Hajo Funke, Politikwissenschaftler (Video: 3:43 Min.).

+++ 12.10.2015: Das Erste/Die Story im Ersten, Jo Goll, Torsten Mandalka und Olaf Sundermeyer: Dunkles Deutschland  Die Front der Fremdenfeinde (Video: 44:03 Min.).

+++ 10.10.2015: WDR/ARD-Dokumentation, Mareike Wilms: BVB gegen Rechts  Dortmund und seine Fans (Video: 30:01 Min.).

+++ 08.10.2015: Ein sehr gelungenes Recherchestück: Die Zeit [Blendle, 0,89 Euro], Christian Fuchs und Daniel Mülller: Heidi und die Brandstifter
„Sie stammt aus einer Familie von treuen Nazis, als Kind wurde sie in geheimen Lagern gedrillt. Ihre früheren Kameraden zündeln heute bei NPD und Pegida. Doch Heidi Benneckenstein hat sich anders entschieden.“

+++ 07.10.2015:
3sat/Kulturzeit, Clemens Riha: Der braune Osten (Video: 6:52 Min.)
Die Hälfte aller rassistischen Gewalttaten ging in den vergangen Monaten auf das Konto der neuen Bundesländer, obwohl die nur 17 Prozent der gesamten Bevölkerung in Deutschland ausmachen. Warum?

+++ 07.10.2015:
Horizont, Ingo Rentz: Die „Lügenpresse“ wehrt sich: Wie Jung von Matt eine Pegida-Demo crashte

+++ 06.10.2015:
Panorama – die Reporter: Im Nazidorf (Video: 30:43 Min.) Jamel in Mecklenburg-Vorpommern gilt als Nazidorf: Die meisten Einwohner gehören der rechtsextremen Szene an. Doch diesen Sommer wohnte Michel Abdollahi mitten unter ihnen. Zusätzlich gibt es ein Interview zu diesem journalistischen Experiment von Dietmar Schiffermüller: Abdollahi: „Ich wollte die Nazis interviewen“.

+++ 06.10.2015: 24MM Journalism: PEGIDA Munich marches – board-member suspect in terror investigation – freedom of press restricted

+++ 06.10.2015: Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen – rosa liste München, Pressemitteilung: Skurriles Vorgehen der Münchner Polizei gegen Anti-Pegida-Demonstranten
„Am Rande der gestrigen Pegida-Kundgebung kam es zu einem skurrilen Zwischenfall. Die Polizei nahm die Personalien eines Fotografen auf, gegen ihn wird nun wegen Körperverletzung ermittelt. Der Grund: er habe mit seinem Blitz Pegida-Anmelder Heinz M. geblendet, gegen den aktuell ein Verfahren wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung läuft. (...)“ Siehe hierzu auch Bericht von München.tv vom 08.10.2015: Grüne werfen Polizei mangelnde Neutralität vor (Video: 3:09 Min.) Der stellvertretende Pressesprecher der Münchner Polizei, Thomas Baumann, beruft sich bezüglich der Anzeige gegen den Fotografen auf das Legalitätsprinzip, wonach jeder Anzeige nachgegangen werden müsse.

+++ 05.10.2015: MDR, Uta Deckow: Pressefreiheit ja – solange es die eigene Meinung deckt

+++ 05.10.2015: DJV-Sachsen: Sicherheit für Medienvertreter gefordert – DJV-Landesverbände, MDR und Sächsischer Zeitungsverlegerverband wollen mehr Sicherheit bei der Berichterstattung

+++ 05.10.2015: journalist [€], Svenja Siegert: „Das geht nicht spurlos an einem vorbei“ – Interview mit Dunja Hayali
„Dunja Hayali zeigt Gesicht. Die Moderatorin des ZDF-Morgenmagazins besucht Flüchtlingsheime, diskutiert in Schulen über Nazis und versucht, in sozialen Netzwerken rechten Hassparolen etwas entgegenzusetzen. Das bietet Angriffsfläche. Ein Gespräch über Emotionen, Engagement und die Zukunft eines ZDF-Experiments namens Donnerstalk.“

+++ 02.10.2015: Bayerischer Rundfunk/Medienmagazin, Sammy Khamis: Kommentar: Rechte greifen in Sachsen Journalisten an (Audio: 2:54 Min.)

+++ 01.10.2015: Neues Deutschland: Pegida stürmt auf Journalisten: Polizei tatenlos

+++ 01.10.2015:
DJV-Pressemitteilung: DJV empört über Untätigkeit der sächsischen Polizei

+++ 01.10.2015: MDR.de/DPA, Nils Bastek: Zwei Dresdner Studenten twittern gegen Rassismus

+++ 29.09.2015: BR2/Zündfunk, Sammy Khamis: Aus dem Tagebuch: Pegida ohne Ende. Vier Tage Sachsen – und fünf Demos „(...) Angriffe auf das Technische Hilfswerk, Polizei, Flüchtlinge und Journalisten.“

+++ 29.09.2015: Download-Tipp: klicksafe.de: Hass gegen Fremde im Netz ist alltägliche Realität, Artikel zum Erscheinen der Publikation von Jugendschutz.net: Rechtsextremismus online beobachten und nachhaltig bekämpfen. Bericht über Recherchen und Maßnahmen im Jahr 2014 (PDF, 24 Seiten, 1,3 MB)

+++ 29.09.2015: Dresdner Neueste Nachrichten: Angriff auf Journalisten: Die Hemmschwelle bei Pegida sinkt

+++ 29.09.2015: MDR.de: Dresden: Fotografen von Pegida-Teilnehmern angegriffen

+++ 29.09.2015: DJV-Blog, Hendrik Zörner: Pegida-Demo: Das Pack schlägt zu

+++ 28.09.2015: Straßengezwitscher [Tweet]: Am Rande der Pegida Demonstration wurden zwei Journalisten geschlagen und getreten. #Sachsen #Dresden 

+++ 26.09.2015: Straßengezwitscher [Tweet]: Auch dieses Gebaren in #Niederau ist mittlerweile fast alltäglich in #Sachsen: Journalisten bedrohen. #Rassismus

+++ 19.09.2015:
Bei der DJV-Tagung Besser Online 2015 am Samstag, 19. September 2015 in Köln gibt es das Forum „Der Kampf von und gegen Rechts im Netz“. Teilnehmer sind:

  • Robert Andreasch, Mitarbeiter der antifaschistischen informations-, Dokumentations- und Archivstelle München e.V., a.i.d.a.
  • Johannes Filous vom Twitter-Projekt Straßengezwitscher, das im März 2015 gestartete Angebot liefert „Reportagen und Liveticker von dort, wo es brennt. Gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“.
  • Johannes Radke, freier Journalist mit dem Themenschwerpunkt Rechts, er arbeitet u.a. für das Zeit Online-Blog Störungsmelder.
  • Moderation: Thomas Mrazek

+++ 16.09.2015: Dieser Tage ist eine neue Publikation der Amadeu Antonio Stiftung erschienen: „‚Geh sterben‘ Umgang mit Hate Speech und Kommentaren im Internet“(PDF, 40 Seiten, 1,5 MB). Im Kapitel „Journalist_innen berichten: Hate Speech im Redaktionsalltag“ berichten Torsten Beeck, Spiegel Online, und Anna-Mareike Krause, tagesschau.de, über ihre Erfahrungen (Seite 23, 24). Auch interessant ist die kompakte Zusammenfassung von Gegegenstrategien: „Im Umgang mit Hate Speech gibt es verschiedene Möglichkeiten, die alle Vor- und Nachteile haben“ (Seite 22).

+++ 15.09.2015: Report Mainz: Politiker und Ehrenamtliche werden immer häufiger zur Zielscheibe von Rechtsextremen

+++ 08.09.2015: Sächsische Zeitung: Dresdner attackiert Pressefotograf

+++ 03.09.2015:
taz-Hausblog, Malene Gürgen: Reporterin unter Verdacht: Wie die Berliner Polizei meine Arbeit behinderte

+++ 30.08.2015: BR-Medienmagazin, Jonathan Schulenburg (Audio: 6:01 Min.): Berichterstattung über Flüchtlinge: Neue Quellen – alter Hass. Interview mit Matthias Meisner vom Tagesspiegel Berlin. Matthias Meisners empfehlenswertes Twitter-Account finden Sie unter: twitter.com/MatthiasMeisner.

+++ 29.08.2015: SZ.de, Carolin Gasteiger: Dunja Hayali gegen Fremdenhass"ABER WAS???". Die ZDF-Moderatorin ist selbst von rechtsextremen Anfeindungen betroffen.

+++ 28.08.2015: inFranken.de: inFranken.de zeigt Gesicht gegen Rassismus und Hass

+++ 28.08.2015:
Kress, Rupert Sommer: „Kein Millimeter Asphalt für Fremdenhass“: So wehren sich Medienmacher gegen Nazi-Kommentare

+++ 27.08.2015: BJVreport, Thomas Mrazek: Flucht vor der Verantwortung – Hass-Kommentare gegen Flüchtlinge verbreiten sich rasant über Facebook. Journalisten spielen dabei zuweilen eine ungute Rolle. (PDF, eine Seite, 58 kb)

+++ 25.08.2015: DJV-Blog, Hendrik Zörner: Rechtsextremismus: Heidenau ist vielerorts

+++ 25.08.2015: Kress, Froben Homburger: Nachrichtenchef Froben Homburger von dpa: Wie das „vermutlich“ bei Heidenau in die Überschrift kam

+++ 22.08.2015: ENDSTATION RECHTS.: Heidenau: Rassisten-Mob attackiert Polizei und Journalisten

+++ 18.08.2015: Main-Post, Stefan Sauer: [Rechtsradikaler] Leserbrief-Fälscher zahlt 4000 Euro

+++ 17.08.2015: Stefan Niggemeier: Mit Lügen gegen die „Lügenpresse“: Pegida fälscht „Spiegel Online“-Überschrift

+++ 16.08.2015: Deutschlandfunk, Marco Betolaso: Warum wir über „Nazi-Patrouillen in Dortmund“ nicht berichtet haben

+++ 12.08.2015: Deutschlandradio Kultur, Ellen Häring (Audio, 4:52 Min.): Wie Rechte via facebook eine Radio-Reportage missbrauchen & BR.de, Maximilian Zierer: Internet-Fakes: Unter falscher Flagge. Bereits am 6. August schrieb Elke Wittich darüber in der Jungle World: Online-Stürmer auf Facebook. Wittich erwähnt die Website/Initiative Mimikama/ZDDK, die sich u.a. mit Fakes und Hoaxes beschäftigt. Weitere Berichte: SZ.de, Paul Katzenberger: Selbstgemachte „Lügenpresse“; Stuttgarter Zeitung, Natalie Diedrichs: Rechte hetzen mit fingierten Falschmeldungen.

+++ 11.08.2015: Spiegel Online, Vanessa Steinmetz: Blogger kapituliert vor Rechten: „Im Moment bin ich verstummt“ [Interview mit Heinrich Schmitz] & Tagesspiegel, Heinrich Schmitz: Rechte Hassbürger und Meinungsfreiheit: Eine Kapitulationserklärung

+++ 06.08.2015: KONTEXT:Wochenzeitung, Susanne Stiefel: Wächter aus dem Wieslauftal „Sie sind mit ihren Kameras da, wo es weh tut: in der ersten Reihe. Die Fotoreporter der Beobachternews schauen Neonazis auf die Finger, aber auch der Polizei. Mancher Demonstrant fühlt sich seitdem sicherer, mancher Ordnungshüter unter verstärkter Beobachtung. Und das ist ganz im Sinne des Erfinders Alfred Denzinger.“

+++ 03.08.2015: „Wie lange will die Redaktion noch von Beate Zschäpe berichten? Es reicht (Leser fragen)“, titelt der Chefredakteur der Thüringer Allgemeinen, Paul-Josef Raue, in seinem Blog Journalismus-Handbuch. Und Raue gibt eine angemessene Antwort auf diese Frage. Auch zum Thema äußerte sich bereits am 20.07.2015 in der Drehscheibe Rouven Kühbauch: Sie bleiben dran: Lokalzeitungen im NSU-Prozess.

+++ 29.07.2015: Spiegel Online, Maximilian Popp: Attacken gegen Flüchtlinge: Terror in Deutschland. Im Vorspann schreibt Popp: „Die Zahl der Angriffe auf Asylunterkünfte steigt enorm an. Politiker und Journalisten sind mitverantwortlich für die Eskalation der Gewalt: Sie haben Ressentiments gegen Flüchtlinge allzu oft befeuert.“

+++ 28.07.2015: Sueddeutsche.de, Karin Janker: Berichterstattung über Flüchtlinge: Eskalieren, ohne es zu merken

+++ 28.07.2015: Störungsmelder/Zeit Online: Rechte Gewalt und Eingriffe in die Pressefreiheit in Dresden

+++ 28.07.2015:
Ulrich Wolf (Sächsische Zeitung) im Blog von Stefan Niggemeier: Häkelmütze im Pegida-Land, Erstveröffentlichung bei Communicatio Socialis, dort auch als PDF (sechs Seiten, 69 kb) abrufbar.

+++ 27.07.2015: Zeit Online, David Hugendick: Angriffe auf Flüchtlinge: Der neue Name der Rechten: „In die Berichte über brennende Flüchtlingsheime hat sich ein neuer, vermeintlich neutraler Begriff geschlichen: Der fremdenfeindliche Mob heißt nun ‚Asylkritiker‘“

+++ 25.07.2015:
Ruhrbarone: MDR versagt bei Berichterstattung über Nazi-Angriff in Dresden & Flurfunk Dresden: Mopo24.de verbreitet NPD-Hetze

+++ 23.07.2015: Pressemitteilung des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV): Journalisten besser vor rechtsextremer Gewalt schützen

+++ 22.07.2015: In der Süddeutschen Zeitung berichtet Bernd Kastner heute über die Pegida-/Bagida-Kundgebung mit Lutz Bachmann am vergangenen Montag: Festnahmen bei Pegida-Kundgebung. Unter anderem schreibt Kastner unter Berufung auf den Bericht der Münchner Polizei: „Zwischen einem Fotografen aus dem linken Spektrum und einem Pegida-Anhänger kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung, bei der die Kamera beschädigt wurde“. Bei dieser Gelegenheit weise ich auf einen sehr interessanten Artikel von Kastner in der SZ vom 31.01.2015 zum 25-jährigen Bestehen des antifaschistischen Archivs a.i.d.a. hin: Recherchen auf freier Wildbahn sind gefährlich.

+++ 08.07.2015: Die Friedrich-Ebert-Stiftung bietet innerhalb ihres Projekts „Gegen Rechtsextremismus“ wieder eine mehrtägige Fortbildungsveranstaltung „Schreiben über Rechts“ an. Die Veranstaltung findet vom 2. bis 5. November 2015 in Würzburg statt. Unterbringung während des Seminars in der Akademie Frankenwarte. Es wird keine Teilnahmegebühr erhoben. An- und Abreise der TeilnehmerInnen auf eigene Kosten. Informationen bitte unter info@fes.de anfordern. Ich kann dieses Seminar sehr empfehlen, ich habe es 2014 besucht. Die Anmeldung muss bis spätetestens 4. September 2015 erfolgen.

+++ 03.07.2015: netzwerk recherche: nr-Leuchtturm für Ulrich Chaussy: Text und Video (zirka 25 Minuten) mit einer sehr interessanten Laudatio von von Annette Ramelsberger und ebenso interessanten Worten von Chaussy

+++ 30.06.2015:
Endstation Rechts: Attacken auf Medienvertreter bei Münchner Pegida-„Spaziergang“

+++ 21.06.2015:
BR MedienMagazin: (Audio: 3:31 Min.) Ausgezeichnet: Andrea Röpke erhält Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage

+++ 18.06.2015: Cicero Online: Rechtsradikale Kommentare: Liebe Neonazis, verschwindet von unserer Seite!

+++ 17.06.2015: WDR.de: Interview mit Paul-Spiegel-Preisträgerin Andrea Röpke: Neonazi-Szene in NRW „bundesweit Vorbild“

+++ 12.06.2015: Jüdische Allgemeine: „Ich hoffe, dass ich aufklären kann“ Andrea Röpke im Interview mit Martin Krauß über Recherchen im Nazimilieu, journalistischen Alltag und den Paul-Spiegel-Preis.

+++ 08.06.2015: Zentralrat der Juden in Deutschland verleiht Paul-Spiegel-Preis 2015 an die Journalistin Andrea Röpke. Auszug aus der Presseerklärung des Zentralrats: „‚Frau Röpke verdient für ihre Arbeit hohe Anerkennung und Respekt‘, erklärte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster. ‚Sie ist beharrlich über viele Jahre an dem Thema geblieben und hat zahlreiche Verbindungen und Strukturen in der rechtsextremen Szene aufgedeckt. Für ihre Recherchen nimmt sie ein hohes persönliches Risiko auf sich. Ihre mutige Arbeit und ihr beeindruckendes Engagement sind vorbildlich. Frau Röpke leistet damit einen außerordentlich wichtigen Beitrag für unsere Demokratie.‘“ Der Preis wird am 17. Juni 2015 in Düsseldorf verliehen. Mehr über Andrea Röpke und Publikationen von ihr finden Sie in der Wikipedia.

+++ 02.06.2015: Der DJV Nordrhein-Westfalen bietet am 16. Juni in Hagen folgendes Seminar an: „Bedroht durch Rechte: Praxis-Workshop zum sicheren journalistischen Arbeiten über Extremisten“.

+++ 23.05.2015: Interview mit dem Münchner Journalisten Robert Andreasch in der Thüringer Allgemeinen vom 16.05.2015: ‚Ich bin ein Feindbild’: Mutiger Journalist kommt nach Jena

+++ 20.05.2015: Correct!v meldet: „Die Aufklärung der Taten des NSU und seiner Unterstützer ist komplex. Untersuchungsausschüsse in mehreren Bundesländern befassen sich mit den rechten Netzwerken hinter der Terrorgruppe. Doch wer überblickt noch alle Verbindungen? Ein Rechercheteam mit Journalisten aus ganze Deutschland möchte eine neue Website als länderübergreifende Übersicht starten. Dort soll die Aufarbeitung der mutmaßlichen NSU-Morde begleitet werden.“ Die Finanzierung dieses Projektes soll durch Crowdfunding erfolgen; beteiligt sind bei dieser Recherche neben Correct!v die Heilbronner Stimme und die Ruhrbarone. Mehr zu diesem interessanten Rechercheprojekt erfahren Sie bei Correct!v.

+++ 14.05.2015: Die Reportage Reihe 7 Platz 88 im SZ-Magazin von Tobias Haberl, der den NPD-Politiker Udo Voigt bei seiner Arbeit für das EU-Parlament ein Jahr lang begleitetete, ist jetzt online.

+++ 08.05.2015: Der Autor Tobias Haberl hat für das SZ-Magazin den NPD-Politiker Udo Voigt über Monate begleitet. Seine Reportage erschien am 8. Mai 2015 im SZ-Magazin. In einem Video (03:47 Min.) spricht Haberl über seine Recherche – und die Frage, ob einem ein NPD-Politiker sympathisch werden kann.

+++ 07.05.2015: Zapp vom 06.05.2015 (05:05 Min.): Aufmärsche: Journalisten bei Neonazi-Demos

+++ 06.05.2015: journalist, 5/2015: NSU-Prozess: Frau Zschäpe und ich, Bericht des freien Journalisten Tom Sundermann.

+++ 05.05.2015:
Zum zweiten Jahrestag des NSU-Prozess in München hat der Bayerische Rundfunk eine Website mit den Stimmen aller am Prozess beteiligten Parteien (u.a. auch Berichterstatter) online gestellt: www.nsu-interviews.de.

+++ Aktualisierung, 28.04.2015:
Im Verfassungsschutzbericht Bayern 2014, den Innenminister Joachim Herrmann am 27.04.2015 vorstellte, wird unter anderem moniert, dass Rechtsextremisten „vermehrt“ versuchen, „die mit dem Status als Journalist verbundenen Privilegien zu nutzen“. Es dreht sich um die „Beschaffung“ von Presseausweisen. Den entsprechenden Textauszug (Seite 95) finden Sie hier. Den Verfassungsschutzbericht Bayern 2014 und weitere Informationen dazu, finden Sie auf der Website des Bayerischen Innenministeriums.

Artikel-/Linksammlung zum Thema „Rechtsextremismus und Journalismus“

Rund 100 Artikel, das Verzeichnis wird ständig aktualisiert, von Thomas Mrazek bei Medien-Journalismus.de. Hier finden Sie u.a. einen Zapp-Bericht vom März 2015 „Dortmund: Polizeischutz für Journalisten“.

Informationen zum Rechtsextremismus

Linktipps zu Personen aus dem Artikel „Druck von Rechts – Wie Journalisten mit der Bedrohung der Pressefreiheit durch Rechtsextremisten umgehen“ (PDF, drei Seiten, 576 kb) von Thomas Mrazek im BJVreport 2/2015

Felix Benneckenstein

René Wappler

Bernd Kastner

Tagungen zum Thema Rechtsextremismus und Journalismus

Islamhasser und Neonazis – Recherche am rechten Rand
Tippsheets einer netzwerk recherche-Fachkonferenz in Kooperation mit der Akademie für Politische Bildung Tutzing im April 2014
Hierzu gibt es einen Bericht von Thomas Mrazek im BJVreport 3/2014, Seite 30: „Islamhasser: Gefahr von Rechts“ (PDF, 13 MB und in der blätterbaren Version)

bpb-/drehscheibe-Blog Redaktionskonferenz „Recherche Rechtsextremismus“
„Sorgfalt in der Berichterstattung über Rechtsextremismus und vor allem ein kontinuierlicher Umgang mit dem Thema sind die Grundlage für guten Journalismus“, sagt Berthold. L. Flöper, Leiter des Lokaljournalistenprogramms der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb).
Im Mai 2014 fand in München die Redaktionskonferenz „Recherche Rechtsextremismus“ der bpb statt. Die drehscheibe dokumentierte dieses Seminar in einem Blog.

Gute Quellen bietet auch das Portal der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) „Projekt gegen Rechtsextremismus“, hier finden Sie zahlreiche Publikationen, Links und Ansprechpartner. Die FES veranstaltet auch kostenlose Mehrtages-Seminare „Schreiben über Rechts“ (der Autor hat selbst an einem dieser Seminare 2014 teilgenommen und kann es nur weiterempfehlen).

NSU-Prozess in München

journalist-Bericht des freien Journalisten Tom Sundermann über zwei Jahre NSU-Prozess
„Seit zwei Jahren läuft der NSU-Prozess in München, seit zwei Jahren sitzen Dutzende Journalisten im Gerichtssaal. Prozesstag für Prozesstag. Unter ihnen: Tom Sundermann. Bei 140 der gut 200 Verhandlungstage war er dabei. Ein Bericht aus einem Arbeitsleben zwischen Antworten und Anfeindungen“.
journalist
, 5/2015: „NSU-Prozess: Frau Zschäpe und ich“.

Zwei Jahre NSU-Prozess: NSU-Interviews des Bayerischen Rundfunks
Der Bayerische Rundfunk hat am 05.05.2015 ein Interview-Dossier veröffentlicht: „(...) Der Prozess polarisiert, lässt Ansprüche aufeinanderprallen. Deshalb lassen wir Vertreter aller am Prozess beteiligten Parteien einzeln und ausführlich zu Wort kommen, fragen nach Einordnung durch fachkundige Beobachter, stellen Meinungen gegenüber. Die interaktive Darstellung ermöglicht dabei eine Annäherung an den Prozess aus mehreren Blickwinkeln, bietet Zusatzinformationen und weiterführende Links, so dass ein möglichst komplettes Gesamtbild entsteht. Eines, das Antworten auf die wichtigsten Fragen gibt, aber auch Widersprüche zulässt und Standpunkte verdeutlicht. (...)“
www.nsu-interviews.de

Fabian Virchow, Tanja Thomas, Elke Grittmann: „Das Unwort erklärt die Untat“. Die Berichterstattung über die NSU-Morde – eine Medienkritik. Eine Studie der Otto Brenner Stiftung, Frankfurt am Main, 2015
In der Studie wird der Frage nachgegangen, ob auch Medien bei der Aufdeckung der Hintergründe der NSU-Mordserie versagt haben. Die 92-seitige Studie kann in der Print-Version kostenlos bestellt werden, ebenso ist der Download möglich.

Meiner Meinung nach gelungene Berichterstattung zu diesem Thema leisten u.a. der Bayerische Rundfunk und die Süddeutsche Zeitung/Süddeutsche Zeitung Magazin in ihren NSU-Protokollen. Der Bayerische Rundfunk bietet außerdem ein aktuelles Online-Dossier.

NSU Watch
Hier finden sich u.a. detaillierte Protokolle von jedem Tag im NSU-Prozess. Das Projekt wurde bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet.
www.nsu-watch.info

Zeit Online – Das NSU-Prozess-Blog
„Der tägliche Blick nach München. Was wird verhandelt? Wie berichten die Medien?“
blog.zeit.de/nsu-prozess-blog

Info Rechtsextremismus – Tipps für Journalisten
Obgleich dieses von JournalismusstudentInnen der Hochschule Darmstadt in Kooperation mit der Journalistenschule Ruhr zusammengestellte Dossier, „Info Rechtsextremismus – Tipps für Journalisten“, schon etwas älter ist (es entstand 2008), bietet es einige brauchbare Informationen zum Thema, u.a. beispielsweise zu Interviews mit Rechtsextremen.

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