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Der Bierholer
Foto: Günter Distler

Pressefoto Bayern

Foto bringt Maßkrug-Rekord ins Museum

Ausstellung mit Bayerns besten Pressefotos 2017 gastiert in Nürnberg

Nürnberg, München, 08.05.2018

Das Bier floss in Strömen und der Weltrekord-Versuch im Maßkrug-Tragen misslang. Dennoch war der Versuch von Kellner Michael Sturm, unter den Anfeuerung seiner Fans beim Jury-Volksfest in Neumarkt/Oberpfalz 26 volle Krüge ins Ziel zu bringen, eine Riesengaudi.

Der Fotograf Günter Distler aus Feucht, der seit 1989 als Bildjournalist für die Nürnberger Nachrichten arbeitet, hat das bierige Spektakel aufgenommen. Mit dieser Aufnahme siegte der Mittelfranke in der Kategorie Bayern – Land & Leute“ des Wettbewerbs Pressefoto Bayern 2017.

Das Foto mit dem Titel „der Bierholer“ ist nun in einer Ausstellung zu sehen, die bis zum 3. Juni 2018 im Nürnberger Museum Industriekultur gastiert. Dort werden rund 80 der besten Pressebilder des abgelaufenen Jahres gezeigt, darunter auch Aufnahmen von Bildjournalisten aus der Region. 

Matthias Murko, Leiter des Museums Industriekultur, zeigte sich bei der Eröffnung der Ausstellung am Dienstag erfreut über die hohe Qualität der Bilder, die nun in einem Ausstellungsraum des Museums vor schwarzem Hintergrund präsentiert werden. Die Fotografie als Medium der Dokumentation nehme in seinem Haus eine besondere Rolle ein, betonte Murko. Dort wird es in der Nachbarschaft von Exponaten der Industriegeschichte gezeigt.  

Es habe ihm, wie in den Vorjahren, wieder großen Spaß gemacht, die Transportkisten mit den gerahmten Bildern zu öffnen und sich davon überraschen zu lassen, wie sich der weiß-blaue Alltag 2017 in der Fotografie widerspiegle. Murko hofft, dass mit dem Aufstieg des 1. FC Nürnberg in die erste Bundesliga 2018 in der Kategorie Sport bald mehr fränkische Szenen zu sehen sein werden. 

Sind Fotografen eine aussterbende Spezies?
Für den BJV eröffnete Thomas Geiger, Vorsitzender der Fachgruppe Bildjournalisten, die Ausstellung. Er warnte davor, dass der festangestellte Bildjournalist heute eine „aussterbende Spezies“ sei.

Der „Bestand“ werde immer älter. Scheide ein Bildjournalist aus Altergründen aus, so würden diese Planstellen meist nicht mehr besetzt. Auch die Fotohonorare seien seit Jahren nicht gestiegen. Fotografen, die für Agenturen arbeiten, blieben am Ende einer langen Verwertungskette oft nur einige Euro pro Bild.  

Konkurrenz durch Sicherheitskräfte
Geiger kritisierte zudem die Konkurrenz durch Feuerwehren und andere Sicherheitsbehörden, deren Kräfte als erste mit Blaulicht am Einsatzort einträfen und ihre Aufnahmen vom Unfallort dann den Medien zeitnah und honorarfrei zur Verfügung stellten. „Bis dann der Bildjournalist informiert ist und vor Ort eintrifft, ist das Feuer längst gelöscht oder er kann noch den Abtransport der Fahrzeuge fotografieren“.

Er berichtete von einer stichprobenartigen Untersuchung des BJV im Februar 2018, bei der die Prüfer in 26 Medien über 250 BOS-Fotos aufspürten – also Bilder von Behörden mit Ordnungs- und Sicherheitsaufgaben und einem Bildvermerk wie „Foto Feuerwehr“ oder „Foto Polizei“.

Mit dem Wettbewerb und der Ausstellung will der BJV die Bildjournalisten, die sonst hinter der Kamera stehen, und ihre ausgezeichneten Arbeiten in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken. Eine Jury hatte im Herbst 2018 aus rund 1000 Aufnahmen die Sieger aus sieben Kategorien bestimmt. Die Preisträger wurden im Dezember 2017 im Bayerischen Landtag ausgezeichnet. Seither tourt die Ausstellung Pressefoto Bayern durch ausgewählte Städte Bayerns. 

Die BJV-Bilderschau ist von Dienstag bis Freitag von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr und am Samstag und Sonntag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr im Museum für Industriekultur, Äußere Sulzbacher Straße 62, zu sehen. Die Ausstellung endet am 3. Juni. Danach macht die Tour der besten Pressefotos Bayerns Station in Regensburg, Kitzingen, Würzburg und Bad Füssing.  

Alle Bilder, Katalog und Downloads
Alle Siegerbilder, einen blätterbaren Katalog sowie Download-Möglichkeiten für die redaktionelle Berichterstattung finden Sie auf unserer Website unter bjv.de/Pressefoto.

Maria Goblirsch

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