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Werner Wunder 1946 - 2018
Werner Wunder 1946 – 2018
Foto: 
Thomas Geiger

Nachruf

Trauer um Werner Wunder

Der Nürnberger Kollege ist am Montag im Alter von 71 Jahren verstorben

Nürnberg, 22.03.2018

Mit ihm kam im Mai 1991 ein Kulturwandel in die Redaktion des BJVReports. Werner Wunder, seit Längerem schon tätig auf dem Gebiet der PR und versiert im Herstellen kleinerer Zeitschriften, hatte einen Rucksack voll neuer Anzeigenkunden im Gepäck. Mit einem sicheren Gespür für die Zielgruppe beackerte er die Pressestellen, sich in dem Magazin der bayerischen Journalisten zu präsentieren. Eine neue Rubrik war erfunden, ein wertvoller Service für recherchierende Kollegen und ein weiterer Schritt, den BJVReport wirtschaftlich auf sichere Füße zu stellen.

Von Anfang an gehörte der Nürnberger Werner Wunder in Doppelfunktion zum Team: Sein Erma-(später Antim-) Verlag kümmerte sich um die Abwicklung des publizistischen Objekts und er selbst war ein Teil der Redaktion, damals von Michael Anger geleitet. 4500 Exemplare umfasste damals die Auflage. Sie sollte in den 1990-er Jahren stark in die Höhe klettern, während sich das Heft immer wieder in seinen Inhalten wie in seinem Erscheinungsbild modernisierte. 1998 kam Farbe ins Heft. Zusätzlich legte er oft service-orientierte Teile bei, etwa zu Fragen der richtigen Versicherung und später die Sachverhalte. Im Laufe der Jahre entfremdeten sich allerdings Verlag und Verband, Ende 2011 trennte man sich. Werner Wunder ging publizistisch seine eigenen Wege und fand Partner unter anderem in den neuen Bundesländern.

Werner Wunder, der in Nürnberg Betriebswirtschaftslehre studiert und bei Prof. Ronneberger in Erlangen kommunikationswissenschaftliche Seminare belegt hatte, arbeitete überzeugt als freier PR-Journalist. Dank seiner musikalisch-künstlerischen Ader bewies er Stilgefühl als Verleger.

Dank seiner vielfältigen Kundenkontakte tagte das Team in fränkischen Burgen, am Strand des neuen Brombachsees und in Schloss Egg im Bayerischen Wald. Auf Leserreisen des BJVreports erschloss er den Kollegen in den 1990-ern vor allem China als ein Land im stürmischen Umbruch. Zugleich hielt er engen Kontakt zur wissenschaftlichen Betrachtung der PR. Als Fachmagazin gab er zweimonatlich das Public Relations Forum für Wissenschaft und Praxis heraus.

In den BJV ist er Ende 1977 beigetreten. Seine Basis hatte er im Ortsverein Nürnberg, ohne ihn war der Vorstand nicht komplett. Seit 1987 engagierte er sich in Stadt und Bezirk. Wertvolle Impulse gab er der Fachgruppe Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie der Kommission Europa. Der Tausendsassa „Wunderwerner“ verfügte über zahllose Kontakte auf dem weiten Feld der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, aus dem er dem Verband oft interessante Referenten beschaffte. Auch wenn er als der perfekte Franke wirkte, – er war doch gebürtig ein Oberpfälzer. Am 21. November 1946 kam er in Neumarkt zur Welt. Am 19. März ist er ganz plötzlich im Alter von 71 Jahren gestorben.

Alois Knoller

Die Beisetzung von Werner Wunder findet am Montag, 26. März 2018, um 15:30 Uhr auf dem Friedhof Heilsbronn, 91560 Heilsbronn statt.

 

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