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Webinare bieten vielfältige Möglichkeiten für freie Journalisten
Foto: Maria Goblirsch

Fachgruppe Freie

FREItag 2017: Webinare – eine Fülle an Einsatzmöglichkeiten

Beim FREItag 2017 präsentiert David Röthler neue Verdienstmöglichkeiten für freie Journalisten

Freising, München, 22.10.2017

Freier Journalismus ist ein hartes Brot. Gleichzeitig gab es vielleicht noch nie mehr Möglichkeiten, journalistische Arbeit zu vermarkten. Der Salzburger David Röthler beschäftigt sich mit einer davon schon seit über einem Jahrzehnt. Beim FREItag 2017 der Fachgruppe freie Journalisten im BJV erklärte der selbstständige Berater sowie Trainer in der Journalistenaus- und weiterbildung den Workshop-Teilnehmern, wie sich mit Webinaren Geld verdienen lässt.

Motto „Fit für die Zukunft“
Unter dem Motto „Fit für die Zukunft: Besser recherchieren, verhandeln, publizieren“ hatte die Fachgruppe heuer nach Freising eingeladen. Aus sieben Workshops konnten sich die Teilnehmer die zu ihrer Arbeit passenden Angebote aussuchen, individuelle Rechtsberatungsgespräche wahrnehmen und beim Netzwerktreffen am Abend alte Kontakte auffrischen und neue knüpfen.

„Synthese aus Telefon und Fernseher“
Ein Webinar beschrieb Röthler als eine „Synthese aus Telefon und Fernseher“, seinen Wert schöpfe es aus der Möglichkeit zur Interaktion. Letztendlich werden dabei sämtliche Teilnehmer via Desktop oder auch Smartphone ortsunabhängig per Web-Videokonferenz miteinander verbunden. Präsentationen, interaktive Whiteboards oder etwa auch Umfragen können am Bildschirm eingeblendet und auch zur Interaktion freigegeben werden.

Fülle an Einsatzmöglichkeiten
Was aber hat das Ganze mit Journalismus zu tun? Jede Menge, sagte Röthler. „Das Faszinierende ist gerade die Fülle an Einsatzmöglichkeiten“, lautet seine Erfahrung. Die Verdienstmöglichkeiten für freie Journalisten seien mannigfaltig. Dafür nannte der Experte einige Beispiele.

Pressekonferenzen live übertragen
Wer in der Öffentlichkeitsarbeit tätig ist, kann mit einfachen Mitteln Pressekonferenzen live übertragen. Dabei braucht man gleichzeitig nicht auf die Präsenzveranstaltung verzichten, denn auch diese lässt sich mit zwei oder drei Kameras live übertragen – und ein viel größerer Personenkreis wird erreicht. Wer möchte, kann sich per Bild, Ton oder auch über den Webinar-Chat in die Konferenz einbringen.

Das eigene Wissen zum Verkauf anbieten
Bildung bezeichnete Röthler als klassischen Einsatzbereich von Webinaren. Geld verdienen können freie Journalisten also, indem sie ihr Wissen zum Verkauf anbieten. Seinen Universitätslehrauftrag in Kärnten nimmt der Salzburger übrigens auch selbst mittels Webinaren mit den Studenten wahr, zudem bietet er online Kurse über Anbieter wie die Friedrich-Ebert-Stiftung an.

Bildungsangebote können natürlich auch selbstständig verkauft werden, als einfacher (und, hat man sich nicht schon einen Namen in der Branche gemacht, wahrscheinlich auch lukrativer) betrachtete Röthler ein Angebot über etablierte Veranstalter. Auch erwähnte er digitale Marktplätze für Webinare wie zum Beispiel edudip.

Podiumsdiskussionen via Internet
Als ein klassisches Betätigungsfeld für Journalisten nannte der Experte die Moderation von Veranstaltungen. Mit Webinar-Technik lassen sich hier etwa Online-Podiumsdiskussionen organisieren – und die Zuschauer am Rechner können als weiteres Beispiel für Partizipation über den Chat eigene Fragen an die Runde richten.

Marketing und Akquise
Zudem hält Röthler die indirekten Verdienstchancen für freie Journalisten für nicht unwichtig. Dienstleistungen wie Produkte lassen sich live und interaktiv präsentieren. Journalisten können Webinare zu Marketingzwecken, zur Akquise neuer Kunden oder zum Aufbau einer Community anbieten – in dem Fall geschieht dies natürlich kostenlos.

Was es an Technik braucht
Und welche technischen Voraussetzungen braucht es – natürlich neben einem guten Internet-Anschluss? Zunächst eine geeignete Software, Röthler nannte unter anderem Anbieter wie WebEx, Skype für Business oder GoToMeeting.

Als Hardware empfahl er einen Computer mit eingebautem Mikrofon und einer Webcam. Um die Tonqualität noch zu verbessern, bietet sich der Einsatz von Headset – also eine Kombination aus Kopfhörer und Mikrofon – an, das verhindert unter anderem Echos wie beim offenen Mikrofon. Auch sorgt eine externe Kamera möglicherweise für eine bessere Qualität und macht flexibel, etwa bei Online-Podiumsdiskussionen.

Mehr über den FREItag 2017 in Freising inklusive Kurzberichten aus den übrigen Workshops wird im BJVreport 06/2017 zu lesen sein.

Michaela Schneider

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