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Mediengruppe Oberfranken

MGO-Übernahme: Medienvielfalt in Oberfranken und Bayern sichern

12.11.2025

Der Bayerische Journalisten-Verband (BJV) blickt mit Sorge auf die Übernahme der Mediengruppe Oberfranken (MGO) durch die Mediengruppe Bayern (MGB).

„Die Einkaufstour von Verlegerin Simone Tucci-Diekmann darf die Medienvielfalt in Bayern nicht noch weiter reduzieren“, sagt der BJV-Vorsitzende Harald Stocker: „Die redaktionelle Unabhängigkeit der MGO-Titel muss unbedingt erhalten bleiben.“

Bei der MGO erscheinen der Fränkische Tag, die Bayerische Rundschau, das Coburger Tagblatt und die Saale-Zeitung, zudem betreibt sie das Onlineportal infranken.de. Die MGB, die mit der Passauer Neuen Presse aus der Verlagsgruppe Passau hervorgegangen ist, hatte zuletzt das Trostberger Tagblatt (2012), das Reichenhaller Tagblatt (2014), den Donaukurier (2016) und die Mittelbayerische Zeitung (2021) erworben.

„Die Übernahmen in Ingolstadt und Regensburg haben die Arbeitsbedingungen der Kolleginnen und Kollegen dort spürbar verschlechtert“, sagt Harald Stocker: „Das darf sich in Bamberg, Coburg und Kulmbach nicht wiederholen. Die journalistischen Arbeitsplätze der MGO müssen erhalten bleiben – im Regionalen genauso wie in der überregionalen Berichterstattung.“ Die Mediengruppe Oberfranken dürfe als heute gut funktionierendes Medienhaus nicht publizistisch ausbluten, um Profiterwartungen der neuen Besitzer zu erfüllen.

„Wir fordern von den neuen Verantwortlichen umfassende Transparenz zur Übernahme gegenüber Betriebsräten und Mitarbeitenden“, so Stocker. Betroffenen Kolleginnen und Kollegen bei der MGO bietet der BJV seine Unterstützung an.

Kontakt für Rückfragen: Benedikt Frank; 089 545 04 18 16; presse@bjv.de

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Kommunikationsreferent Bayerischer Journalisten-Verband