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BJVreport

Aktuelle Ausgabe

3/2026

Gefährliche Machtstrukturen

Pressefreiheit im digitalen Zeitalter

Wichtiger Protest

Die Bundesregierung will das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) einschränken, das den Anspruch auf Zugang zu amtlichen Informationen der Bundesbehörden regelt. Nur noch ein eingeschränkter Kreis an Frageberechtigten, höhere Gebühren und geschwärzte Namen von Verantwortlichen drohen. 2006 trat das IFG in Kraft. Seither wird es insbesondere auch von Journalist*innen rege genutzt, mancher Skandal wäre ansonsten nicht aufgedeckt worden. Eine Aushöhlung des IFG wäre ein Angriff auf die Pressefreiheit. Das einzig Gute: Nach Bekanntwerden des Reformpakets von CDU, CSU und SPD ließ breiter Protest nicht lange auf sich warten. Im Frühjahr hatte der BJV wieder den Rainer-Reichert-Preis verliehen, die Siegerbeiträge des Wettbewerbs zum Tag der Pressefreiheit zeigen deren Fragilität auf weiteren Ebenen – und so geht es in unserer Titelstrecke um Hass im Netz, einen Cyberangriff auf die taz und um weitere digitale Bedrohungen. Wir schauen auf eine gefährliche Nähe von Journalist*innen zum BND, auf Journalismus in Georgien, auf Rechtsextremismus und auf eine Newsfluencerin, die die Spielregeln des Journalismus verändert. Eine Kollegin berichtet von ihren Erfahrungen bei einem Sicherheitstraining als Vorbereitung auf einen Einsatz im Kriegsgebiet.   Ab Seite 10

Silke Bigalke ist Bayerns Journalistin des Jahres 2026. Als eine von nur noch wenigen deutschen Korrespondent*innen berichtet sie seit 2018 unter herausfordernden Bedingungen für die SZ über Russland.   Ab Seite 14

Zukunftsforschung, Inklusion in Redaktionen und Journalismus-Samenbomben: Um das und mehr ging es bei „Press Ahead“, dem inzwischen dritten Newcomer-Camp des BJV.   Ab Seite 42
 

Michaela Schneider, Leitende Redakteurin

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