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BJV-Geschäftsstelle

+++ Journalist*innen und die Corona-Krise

Aktuelle Informationen & Tipps

München, 11.08.2020

Hier haben wir für Journalist*innen die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Wir aktualisieren diese Informationen ständig.

+++ Wir dokumentieren und verschlagworten aktuelle Beiträge zum Thema Journalismus & Corona auf der Bookmark-Sammlung Diigo täglich, derzeit sind es fast 500 Beiträge.

+++ DJV-PM: Sportberichterstattung: Fußball, kein Risiko aber volle Berichterstattung (13.08.2020) – Gemeinsamer Appell von BDZV, dju/ver.di, DJV, VDS und VDZ

+++ DJV-PM: Stipendien: Freie nicht allein lassen:
Der DJV appelliert an Kulturstaatsministerin Monika Grütters, die geplanten Stipendien für freischaffende Künstler auch freien Journalistinnen und Journalisten zukommen zu lassen. (23.07.2020)

+++BJV.de:Von lokalen Helden in der Coronakrise – Lokalfunktage 2020 (09.07.2020)

+++ DJV-PM: Corona: Tarifverträge an Zeitungen verlängert
Der Deutsche Journalisten-Verband hat am heutigen Freitag mit Vertretern des Bundesverbandes Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) eine Tarifvereinbarung für die Journalistinnen und Journalisten an Tageszeitungen geschlossen.Damit gelten trotz der durch die Corona-Pandemie verursachten Unwägbarkeiten klare Regelungen.(03.07.2020)

+++ journalist, Monika Lungmus: Umfrage zur Lage der freien Journalisten: Ein finanzielles Desaster (03.07.2020)
Auftragsrückgänge und Honorareinbußen: Die Corona-Pandemie hat die freien Journalistinnen und Journalisten schwer getroffen. Viele bangen um ihre Existenz. Wie schlimm die Lage ist, zeigt eine aktuelle Umfrage des DJV. Die Politik ist gefordert.

+++ BJV.de: Nicht „durchmauscheln“: Befristete Senkung der Mehrwertsteuersätze: Expertin Constanze Elter erklärt, worauf freie Journalist*innen jetzt achten sollten (02.07.2020)

+++ Kostenfreies DJV-Webinar „Corona und die Freien“ am Freitag, 3. Juli, 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr: „Aufträge weg, Quarantäne droht, Krankheit: Welche Ansprüche und Möglichkeiten haben Freie in der Coronakrise? Was gibt es z.B. von der ,Soforthilfe Soforthilfe‘ und wer ist berechtigt?“ (19.06.2020)

+++ Webinar: Existenzgründung als freie/r Journalist-/in (kostenlos) am Mittwoch, 8. Juli, 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr. (19.06.2020)

+++ Vierteilige DJV-Webinar-Reihe Contentmarketing für Journalist*innen (nur für Mitglieder kostenlos, für Nichtmitglieder 348 Euro) jeweils am Freitag, 10., 17., 24. und 31. Juli, 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr (19.06.2020)

+++ DJV-PM: Wirtschaftsminister muss Soforthilfe eindeutig erklären:
Der DJV fordert in einem Schreiben an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier einen verständlichen und einfachen Zugang zu Soforthilfen für Selbstständige. (15.06.2020)

+++ Kostenfreies DJV-Webinar „Corona und die Freien“ am Freitag, 12.06. 14 Uhr bis 16 Uhr: „Aufträge weg, Quarantäne droht, Krankheit: Welche Ansprüche und Möglichkeiten haben Freie in der Coronakrise? Was gibt es z.B. von der ,Soforthilfe Soforthilfe‘ und wer ist berechtigt?“ (10.06.2020)

+++Fußball-Bundesligen & Journalismus: Anpassungen des medizinisch-organisatorischen Konzepts von DFL und DFB: „(...) Zahl der Journalisten, die neben den Rechte-Inhabern aus dem Stadion berichten, von 13 auf 26 [erhöht]“, meldet die DFL heute (10.06.2020)

+++ Auf diese gemeinsame Recherche von 18 internationalen Journalisten weisen wir gerne hin: Cordt Schnibben (Hrsg.), David Schraven (Hrsg.): Corona. Geschichte eines angekündigten Sterbens, dtv, München 2020, ca. 364 Seiten, 18,90 Euro (E-Book 16,99 Euro). Weitere Informationen und eine Leseprobe gibt es beim dtv-Verlag.

+++ Eine „Corona-Sonderförderung“ für Wochenzeitungen, privaten Hörfunk und Lokal-TV in Bayern in Höhe von zwei Millionen Euro kündigte der bayerische Medienminister Dr. Florian Herrmann an. (05.06.2020)

+++ BLM-PM: Corona-Hilfspaket für lokalen Rundfunk in Bayern im Wert von 1,25 Millionen Euro: Staatliche Sonderförderung von 1 Mio. Euro – BLM verdoppelt Forschungsförderung (05.06.2020)

+++ DJV.de: Die Ergebnisse der Umfrage zur Lage der freien Journalistinnen und Journalisten nach der Corona-Pandemie
Hier kurze Auszüge: „Vom kreativen Mittelstand unter das Existenzminium geraten:
Die Berufsgruppe der Freien ist durch die Corona-Krise schwer getroffen. Von einem monatlichen Durchschnittsgewinn von 2.470 Euro ist der Erlös seit der Corona-Krise auf lediglich 780 Euro im Monat gesunken. Dieser Durchschnittswert darf zudem nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Zahl der Freien, die Verluste schreiben, sogar bei rund 50 Prozent liegt. Ebenfalls fast 30 Prozent kommen auf gerade einmal bis zu 500 Euro Gewinn, und weitere 13 Prozent nur bis auf 1.000 Euro.
Fotojournalismus besonders hart getroffen:
Freie mit Schwerpunkt im Fotojournalismus wurden besonders schwer getroffen. Ihr monatlicher Erlös sank von durchschnittlich 2.260 Euro auf lediglich 560 Euro.“

+++ DJV.de: Bundesregierung kündigt neue Hilfen für Selbständige an
Die Bundesregierung hat neue Hilfen für Selbständige angekündigt, die von der Corona-Krise betroffen sind. Auch wird die Corona-Grundsicherung verlängert gewährt. (04.06.2020)

+++ DJV-PM: Fußball-Bundesliga: Gemeinsamer Appell
In einem gemeinsamen Appell mit dem KICKER und Sportredaktionen von Zeitungen und Zeitschriften haben der Deutsche Journalisten-Verband (DJV), der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) und der Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) unter dem Motto „Wir sind die Augen und Ohren der Fans!“ die zuständige Landespolitik und die DFL aufgerufen, wieder mehr Journalisten und Fotografen in den Stadien zuzulassen. (03.06.2020)

+++ Der DJV führte im Mai 2020 eine Umfrage zur Auswirkung der Corona-Pandemie auf die freien Journalistinnen und Journalisten durch. Die Ergebnisse werden am Donnerstag, 4. Juni, 11.30 Uhr bis 12.30 Uhr, in einem Webinar: „Soziale Lage der Freien“ vorgestellt. (03.06.2020)

+++ Die Fachgruppe Freie hat in Zusammenarbeit mit der BJV-Geschäftsstelle ein „Corona-Update für Freie“ zusammengestellt. (29.05.2020)

+++ DJV-PM: Freie: DJV fordert neues Hilfsprogramm (29.05.2020)
Der DJV fordert von der Bundesregierung ein neues Hilfsprogramm für freiberuflich Tätige.

+++ Wir dokumentieren und verschlagworten täglich aktuelle Beiträge zum Thema Journalismus & Corona auf der Bookmark-Sammlung Diigo täglich, derzeit sind es über 400 Beiträge.

+++ Corona Soforthilfe, Künstlerhilfe, modifizierte Grundsicherung: Die Hilfsprogramme von Bund und Freistaat sorgen unter freien Journalist*innen für Verunsicherung und lassen Fragen offen. Mit BJV-Anwalt Jakob Bürner ging die Fachgruppe Freie auf die Fragen zu den Finanzhilfen des Freistaates und des Bundes von Kolleg*innen ein. (27.05.2020)

+++ DJV-PM: Fußball: Mehr Fotografen ins Stadion (25.05.2020)
Nach dem zweiten Wochenende mit Fußballspielen unter strengen Coronaauflagen fordert der DJV, die Zahl der Fotografinnen und Fotografen in den Stadien deutlich zu erhöhen.

+++ „Bayerns Künstlerhilfe: Sibler reagiert auf den Protest“
, meldet der BR am Donnerstagabend. Unter anderem wird der Kunstminister darin so zitiert: „Wer für die bereits beantragte Grundsicherung oder die bereits beantragte(n) Soforthilfe(n) Corona des Freistaats einen Ablehnungsbescheid erhalten hat, kann für das Künstlerhilfsprogramm trotzdem einen Antrag stellen. Das ist zudem auch möglich, wenn man Anträge dort zurück nimmt.“ (21.05.2020)

+++ Neues Webinar-Angebot des BJV für freie Journalist*innen: Vom Terminschrubber zum Trüffelschwein: Neue Ideen für freie Lokaljournalist*innen mit Marion Trutter , am 27.05.2020, 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr (21.05.2020)

+++ Fragen zur „Künstlerhilfe“: Der Antrag zur „Künstlerhilfe“ in Bayern des (StMWK) ist online – und bei vielen von uns löst er Unverständnis oder doch zumindest Fragen aus. War die Corona-Soforthilfe nur für Betriebskosten gedacht, so sollte diese neue Unterstützung ja den Lebensunterhalt sichern. Allerdings darf der Antrag nur gestellt werden, wenn keinerlei andere Unterstützung auch nur beantragt ist – sei es Soforthilfe oder Grundsicherung. Um Sie alle bald- und bestmöglich zu informieren, steht der BJV-Anwalt Jakob Bürner daher am Montag, 25. Mai, ab 17 Uhr in einer Zoom-Konferenz für Fragen zur Verfügung. (20.05.2020)
Auf der Website des Ministeriums finden Sie übrigens FAQs zum Hilfsprogramm.

+++ Corona-Hilfe: Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (StMWK) teilt mit, dass die Antragstellung für das Hilfsprogramm für soloselbstständige Künstler*nnen und auch Journalist*innen jetzt online möglich ist: https://www.kuenstlerhilfe-corona.bayern (19.05.2020)

+++ DJV-Freie: Corona-Krise – Jagdszenen aus Bayern: Selbständige sind in Bayern jetzt gleich zweimal negativ durch die Corona-Krise betroffen. Erst kam es zum Zusammenbruch der Wirtschaft und damit zum umfassenden Verlust von Aufträgen. Jetzt wird die vom Freistaat daraufhin ausgezahlte Soforthilfe auch noch ohne die vorgeschriebene Anhörung der Empfänger zurückgefordert.
Mehr dazu im Artikel von Michael Hirschler auf der der DJV-Website ... (19.05.2020)

+++ Die Anträge für Hilfsprogramm (auch „Künstlerhilfsprogramm“) für soloselbstständige Künstlerinnen und Künstler und freie Journalist*innen sollen laut Bayerischen Wissenschaftsministerium im Lauf der 21. Kalenderwoche (18.-25. Mai 2020) freigeschaltet werden.

+++ DJV-Webkonferenz: Sportfotografie unter Corona-Druck am Mittwoch, 20. Mai, 11.00 Uhr bis 12.30 Uhr, kostenlos für DJV-Mitglieder
 
+++ Deutliche Kritik am späten Diskurs um den Lockdown: #MTMdigitalks Vol. 2 blickten auf guten und nicht so guten Journalismus in Coronazeiten – Artikel von Michaela Schneider (14.05.2020)

+++ Daumen nach oben für die die erste FREIstunde – neue Gesprächsrunde der Fachgruppe Freie bietet digitalen Stammtisch, nächster Termin am Freitag, 15. Mai, 18 Uhr – Artikel von Michaela Schneider (14.05.2020)

+++ Richtig über Corona-Tests berichten:
Das Projekt Medien-Doktor weist auf einen seinen Leitfaden für eine bessere Berichterstattung über diagnostische Tests. (14.05.2020)
 
+++ DJV/Bildjournalisten: Pressefreiheit: Schwerste Einschränkungen für die Sportfotografie (13.05.2020)

+++ Neues Webinar-Angebot des BJV: Vom Terminschrubber zum Trüffelschwein: Neue Ideen für freie Lokaljournalist*innen mit Marion Trutter , 27.05.2020, 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr (13.05.2020)


+++ Künstlerhilfsprogramm gilt auch für Journalist*innen: „Alle Berufsgruppen, die von der KSK in ihrer Übersicht zu künstlerischen bzw. publizistischen Tätigkeiten genannt werden, werden vom bayerischen Künstlerhilfsprogramm erfasst. Darunter fallen auch Journalistinnen und Journalisten.“
Quelle: Pressestelle des Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. Allerdings erfolgte noch keine Mitteilung, wann die Anträge dafür bereitgestellt werden. (11.05.2020)

+++ BJV-Pressemitteilung: Bürokratischer Dauerbrenner statt Soforthilfe?

Der BJV kritisiert in einem offenen Brief an den Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder die zögerliche Umsetzung der Hilfsprogramme für Selbständige und Künstler im Freistaat (11.05.2020)

 
+++ Wir dokumentieren und verschlagworten aktuelle Beiträge zum Thema Journalismus & Corona auf der Bookmark-Sammlung Diigo täglich, derzeit sind es knapp 400 Beiträge. (12.05.2020)
 
+++ Neues DJV-Webinar: Corona und die Freien am Donnerstag, 14. Mai, 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr, Das Webinar wird kostenlos angeboten und ist auch für Nichtmitglieder offen und kostenlos.


+++ Bitte beteiligen: DJV-Umfrage „Freie und Corona“ (05.05.2020)
 
+++ DJV-PM: Fußballclubs: Chance für Bildjournalisten – Der DJV fordert die Fußballclubs der Bundesliga auf, zu den Geisterspielen eine ausreichende Zahl von Bildjournalisten zuzulassen.
 
+++ Wirtschaftsministerium warnt vor Betrügern bei Corona-Hilfen, Kurzbeitrag auf der BJV-Website (04.05.2020)
 
+++ DJV-Blog, Frank Überall: Wie geht es weiter in der Fußball-Bundesliga? Welche Arbeitsbedingungen gibt es für Journalistinnen und Journalisten?

+++ journalist-Redaktionswerkstatt Corona-Lexikon
In der journalist-Redaktionswerkstatt zum Thema Corona klärt Autor Sebastian Pertsch die Frage, ob COVID-19 und SARS-CoV-2 synonym verwendet werden dürfen, was der Unterschied zwischen Letalität und Mortalität ist und warum Begriffe wie Epizentrum und Social Distancing problematisch sind. (28.04.2020)
 
+++ Finanzierung: Journalismus auch staatlich stützen
Der DJV fordert die Bundesregierung auf, ihre wirtschaftlichen Stützungsmaßnahmen stärker als bisher auf den Medienbereich auszudehnen und dabei das Gebot der Freiheit der Berichterstattung weiter stringent zu beachten. (DJV-PM vom 27.04.2020)
 
+++ Hilfen für Künstler*innen auch für Journalist*innen? „Bayern zahlt Künstlern Hilfen von 1000 Euro pro Monat“, verkündete Ministerpräsident Markus Söder am Montag, 20.04.2020. Die Unterstützung soll für die nächsten drei Monate erfolgen. Dabei handelt sich um Künstler, die in der Künstlersozialkasse organisiert sind. Ob freie Journalist*innen, die in der KSK organisiert sind, diesen Zuschuss auch erhalten ist noch unklar. Der BJV hat heute (24. April) vom Bayerischen Wissenschaftsministerium die Mitteilung erhalten, dass die Regelungen in der nächsten Woche wohl veröffentlicht werden. Wir halten Sie natürlich auf dem Laufenden.

+++ Aufgestocktes Kurzarbeitergeld: DJV sieht darin eine „wichtige Hilfestellung für [Journalist*innen] in einer sehr schwierigen Zeit“ (DJV-PM vom 23.04.2020)
Der Koalitionsausschuss hatte in der Nacht beschlossen, das Kurzarbeitergeld auf bis zu 80 bzw. 87 Prozent des Gehalts aufzustocken.

+++ Der BJV-Vorsitzende Michael Busch wirft in ZDF-heute Medienunternehmen vor, dass sie sich nicht nachhaltig Gedanken über Redaktionen in Krisensituationen gemacht haben (ab 7:30 Min.) und sie in Kurzarbeit schickt – im Beitrag u.a. auch Franz Kotteder, Mitglied im Betriebsrat der Süddeutschen Zeitung, zu Wort.

+++ DJV-PM: Brief an Altmaier: Soforthilfe nachbessern (20.04.2020)
Der Deutsche Journalisten-Verband fordert in einem Schreiben an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier dringende Nachbesserungen am Instrument der Soforthilfe für Selbstständige.

+++ Die DJV-Tipps für Freie – Corona und Freie wurden aktualisiert, kompakt auf 31 Seiten erhalten Sie in diesem PDF die wichtigsten Informationen. (Falls Sie das Dokument schon in einer früheren Version gelesen haben: Die Aktualisierungen finden Sie in einem Änderungsdokument) (17.04.2020)

+++ Zum Anhören: Webinar Gesundheitsschutz im Journalismus mit Thomas Schwarz, Journalist und Arzt (Dauer, 1:22:45 Std., auch als Download, 75,8 MB) (17.04.2020)

+++ Solidarität mit den Freien: Video-Nachricht des BJV-Vorsitzenden Michael Busch bei Facebook (5:07 Min.) (18.04.2020)

+++ Wenn Sie Fragen haben, können Sie sich als Mitglied gerne an die BJV-Geschäftsstelle wenden: info@bjv.de, Telefon 089 5450418-0. Presseanfragen unter: bjv.de/presse, presse@bjv.de.

+++Medienhäuser in Not
Angesichts wegbrechender Anzeigenerlöse melden immer mehr Medienkonzerne Kurzarbeit an. Doch ist die Maßnahme für Verlage sinnvoll?
Klaus Raab in Der Freitag – mit einem Statement des BJV-Vorsitzenden Michael Busch (15.04.2020)

+++ DJV-PM: Medienunternehmen: Kurzarbeitergeld aufstocken (15.04.2020)
Der Deutsche Journalisten-Verband sieht die Medienunternehmen in der Pflicht, im Falle von Kurzarbeit ihre Beschäftigten zu unterstützen.

+++ Süddeutsche Zeitung, Stefan Fischer: Hörfunk – Viel Applaus, wenig Geld
Die privaten Radiosender spüren die Corona-Krise mit voller Wucht, weil sie sich allein aus Werbeeinnahmen finanzieren. Der Zuspruch der Hörerinnen und Hörer macht den Machern ebenso Mut wie die Landesmedienanstalten. (14.04.2020)

+++ Ein sehr lesenswerter Beitrag (obacht, zirka 24.000 Zeichen) bei Meedia: Journalismus in der Krise: die fünf Defizite der Corona-Berichterstattung (14.04.2020)
Werden wir in der Corona-Krise hochwertig informiert? Die Wissenschaftler Klaus Meier (Professor für Journalistik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt) und Vinzenz Wyss (Professor für Journalistik an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Winterthur) blicken auf die Berichterstattung in Deutschland und in der Schweiz seit Beginn der Pandemie. Beide Forscher analysieren den Zustand des Journalismus – und erkennen fünf Defizite.

+++ Auf einen mit drei Millionen US-Dollar aufgelegten Hilfsfonds für Lokaljournalismus weißt das European Journalism Centre (EJC) hin. Ab Donnerstag, 16. April sind Bewerbungen möglich. Weitere Informationen zu diesem gemeinsam von EJC und dem Facebook Journalism Project angebotenen Programm gibt es unter europeanjournalism.fund. (09.04.2020)

+++ Die Münchner Medientage starteten am Dienstag mit #MTMdigitalks eine neue Online-Reihe. Michaela Schneider berichtet: Wenn die Krise Trends beschleunigt. (09.04.2020)

+++ Das DJV-Webinar „Corona und die Freien“ am 7.4. verpasst? Macht nix, bei Youtube finden Sie eine Aufzeichnung des Webinars von Michael Hirschler (Dauer 2:14:30 Std.) (09.04.2020)

+++ Bayern: Schwierige Pressekonferenzen in Corona-Zeiten: „Keine Journalisten im Raum, Fragen nur per Mail: Wegen Corona laufen die Pressekonferenzen der Staatsregierung anders als sonst“, berichtet bei BR24 Maximilian Heim. BJV-Vorsitzender Michael Busch fordert baldmöglichst in den Normalmodus zurückzukehren.
Ihre Erfahrungen
Werden Sie bei Ihrer journalistischen Arbeit auch eingeschränkt oder gar gehindert? Melden Sie sich bitte bei der BJV-Geschäftsstelle unter: info@bjv.de und presse@bjv.de. (08.04.2020)

+++ SZ/KNA: Die Landtagsgrünen um ihren medienpolitischen Sprecher Max Deisenhofer fordern angesichts der Corona-Krise finanzielle Hilfen für Zeitungsverlage und private Rundfunksender in Bayern. (06.04.2020)

+++ Media Lab Bayern: Open Innovation Challenge: Neue Lösungen für Lokal-Medien gesucht!
„Ihr habt eine schnell umsetzbare Lösung, die Lokal-Medien bei der Berichterstattung der Corona-Krise hilft? Preisgelder bis 5000 Euro sind ausgeschrieben, Einsendeschluss ist am 14.04.2020. (04.04.2020)

+++ Die WPK (Wissenschaftspressekonferenz e.V.) hat einen Recherchefonds#Covid19 gestartet, der JournalistInnen finanziell bei Recherchevorhaben rund um Covid19 unterstützen soll. Anträge können ab sofort bei der WPK eingereicht werden. (03.04.2020)

+++ DJV: Corona: Berichterstattung in kontaminierter Umgebung (02.04.2020)
Tipps vom International News Safety Institute, übersetzt vom DJV

+++ Weiteres DJV-Freien-Webinar (auch für Nichtmitglieder): Corona und die Freien am Dienstag, 7. April, 11.00 Uhr bis 12.30 Uhr: Anmeldung und Informationen.

+++ VG Wort: Zinsloses Darlehen der VG Wort (01.04.2020)

+++ Freie Journalist*innen & Corona: „Private liquide Mittel müssen nicht (mehr) zur Deckung des Liquiditätsengpasses eingesetzt werden“, teilt die Bayerische Staatsregierung auf ihrer Seite Soforthilfe Corona jetzt mit, darauf weist der DJV hin. Bislang hatte es geheißen, dass nur Mittel zur Altersvorsorge bei der Beurteilung, ob es Liquiditätsprobleme gebe, eine Rolle spielen.

+++ Nebenbei der Hinweis auf das sehr lesenswerte Corona-Tagebuch unseres Kollegen Karl Stankiewitz bei der Bayerischen Staatszeitung: Stankiewitz ist 1928 geboren und einer der ältesten aktiven Journalisten in Deutschland. Weitere, ständig aktualisierte Hinweise zum Thema Journalismus & Corona finden Sie in unserer Link-Liste.

+++ DJV-PM: Coronakrise – Intendanten lassen Mitarbeiter hängen
Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) wirft mehreren öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten vor, einen großen Teil der eigenen Mitarbeiter in der Coronakrise hängen zu lassen. (31.03.2020)

+++ DJV-Podcast mit Medizinjournalist Thomas Schwarz zum Gesundheitsschutz im Journalismus: Corona-Virus – was gilt bei Recherchen draußen, bei der Arbeit in Teams, bei Interviews, in Redaktionen? (1:19:33)

+++ BJV @Facebook: Der BJV-Vorsitzende Michael Busch plädiert gegen Kurzarbeit in Medienhäusern (30.03.2020)
+++ DJV-Blog, Wolfgang Grebenhof: Kurzarbeit: Volle Kraft voraus (27.03.2020)
Der Autor mahnt u.a.: Das Personal jetzt durch Kurzarbeit noch weiter zu dezimieren, bedeutet für Tageszeitungen nicht weniger als Selbstmord auf Raten.
Wolfgang Grebenhof ist stellvertretender DJV-Vorsitzender und Vorsitzender der BJV-Fachgruppe Print.
Siehe auch: Kurzarbeit – Fragen und Antworten (zweiseitiges PDF, Betriebsräte-Info 1/2020, 19.03.2020)

+++ VG Wort: Unterstützung in Zeiten von Corona auf Bund-und Länderebene (zweiseitiges PDF) (27.03.2020)

+++ Bayerische Staatszeitung/Kommentar: Heinz Wraneschitz: Soforthilfe Corona: Verhöhnung Selbstständiger (27.03.2020)
Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Schreiben Sie uns bitte, presse@bjv.de und cc an: info@bjv.de.

+++ journalist: #Corona: Linkliste für Journalist*innen(25.03.2020)
Die journalist-Redaktion trägt hier Links und Tipps rund um das Thema Corona zusammen. Die Liste wird fortlaufend aktualisiert. Wir freuen uns über Hinweise.

+++ PM Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM): BLM-Präsident Siegfried Schneider bittet Ministerpräsident Söder um Unterstützung für Lokalfunk (23.03.2020)
Große Leistungen von privatem Hörfunk und TV im Freistaat – Wirtschaftlicher Druck enorm

+++ DJV-PM: Journalismus: Hilfen dürfen nicht zu kurz greifen (23.03.2020)
Als unzureichend bezeichnet der DJV die nach Medienberichten von der Bundesregierung beschlossenen Hilfen für freie Journalistinnen und Journalisten.

+++ DJV-Blog: Freie Journalisten können jetzt auf staatliche Zuschüsse in der Corona-Krise hoffen. (20.03.2020)

+++ DJV-Tipps für Freie: Corona und Freie (16-seitiges PDF, 20.03.2020)

+++ Landesweite Ausgangsbeschränkungen in Bayern (20.03.2020)
In ganz Bayern gelten ab Samstag, 21. März 2020, 00:00 Uhr landesweite Ausgangsbeschränkungen (siehe Pressemitteilung des Bayerischen Innenministeriums). Dass Journalist*innen dadurch an der Ausübung ihrer Arbeit gehindert werden, ist bislang nicht erkennbar. Wir verweisen auf die Informationen zu „Rundfunk und Pressefreiheit in Krisenzeiten“ auf der DJV-Website (djv.de/corona) und auf dieser Seite. Bitte melden Sie sich bei uns, falls Sie bei Ihrer journalistischen Arbeit eingeschränkt werden sollten: presse@bjv.de und cc an: info@bjv.de. Der BJV hat bereits mit den zuständigen Ministerien Kontakt aufgenommen.

+++ Übermedien, Boris Rosenkranz: Nachfrage nach Presseausweisen steigt (20.03.2020) Mit Statements von BJV-Geschäftsführer Dennis Amour.
Informationen zum Presseausweis finden Sie hier bjv.de/presseausweis.

Informationen der VG Wort (19.03.2020)
Wir informieren in unserem Newsletter zu Themen wie Hauptaussschüttung 2020 und Beihilfen angesichts der Auswirkungen durch COVID-19.

Finanzhilfen für freie Journalist*innen (18.03.2020)

Notbetreuung von Kindern Medienschaffender
(18.03.2020)

Informationen und Tipps vom DJV

- Bundesminister für Arbeit und Soziales Herr Heil hat nachfolgendes zur Beschlussfähigkeit der Betriebsräte veröffentlicht: Ministererklärung (zweiseitiges PDF, Betriebsräte-Info 2/2020, 24.03.2020)
- Geld für Freie: Freie Journalisten können jetzt auf staatliche Zuschüsse in der Corona-Krise hoffen. (DJV-Blog, 20.03.2020)
- Kurzarbeit – Fragen und Antworten (zweiseitiges PDF, Betriebsräte-Info 1/2020, 19.03.2020)
- Tipps für freie: Corona und Freie (16-seitiges PDF, 20.03.2020)
- Redakteur*innen
- Tariflich erfasste Rundfunk-Freie
- Nichttarifliche Freie
- Ansprüche gegenüber Auftraggebern
- Arbeitslosenversicherung

Rundfunk- und Pressefreiheit in Krisenzeiten (DJV-Information vom 18.03.2020)
- Würde eine Ausgangssperre auch für Reporter gelten?
- Wo sind die Grenzen der Presse- und Rundfunkfreiheit?
- Wie steht es um den journalistischen Auskunftsanspruch?

DJV-Pressemitteilungen 

- Brief an Altmaier: Soforthilfe nachbessern (20.04.2020)
- Medienunternehmen: Kurzarbeitergeld aufstocken (15.04.2020)
- Journalismus: Hilfen dürfen nicht zu kurz greifen (23.03.2020)
- Brief des DJV-Vorsitzenden Frank Überall an die Mitglieder (19.03.2020)
- Kurzarbeitergeld aufstocken (18.03.2020)
- Journalismus ist systemrelevant (16.03.2020)
- Verantwortung für Freie zeigen (13.03.2020)
- Freie nicht im Regen stehen lassen (12.03.2020)

Einschränkungen bei der BJV-Geschäftsstelle (BJV-Mail vom 15.03.2020)

+++ Aktuelles zu Corona und Journalismus

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Finanzhilfen für freie Journalist*innen

Soforthilfe Corona des Bayerischen Wirtschaftsministeriums vom 18.03.2020
Die Bayerische Staatsregierung hat ein Soforthilfeprogramm eingerichtet, das sich an Betriebe und Freiberufler richtet, die durch die Corona-Krise in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage und in Liquiditätsengpässe geraten sind.

Folgende Informationen erhielt der BJV vom Bayerischen Wirtschaftsministerium am 18.03.2020:
- Freie Journalisten können, wie alle anderen Freiberufler auch, einen Antrag auf Soforthilfe stellen.
- Die Altersvorsorge beim Presseversorgungswerk muss nicht aufgebraucht sein, auch andere Vorsorgeanlagen nicht. Es geht vor allem darum, dass die normalen liquiden Mittel erschöpft sein müssen, mit denen man Miete und Lebensunterhalt bestreitet.
- Die wirtschaftliche Notlage muss nicht nachgewiesen werden. Allerdings werden Anträge stichpunktartig überprüft. Sollte sich erweisen, dass die Person Vermögen besitzt, handelt es sich um den Straftatbestand des Subventionsbetrugs.

Informationen und Anträge finden Sie auf der Homepage des Bayerischen Wirtschaftsministeriums.

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Notbetreuung von Kindern Medienschaffender
Coronavirus – Medien gehören zur kritischen Infrastruktur, Information des Bayerischen Familienministeriums vom 18.03.2020

Aktuelle Informationen, Formular für Notbetreuung und Informationsblatt für Eltern sind auf der Homepage des Bayerischen Familienministeriums abrufbar.

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Informationen und Tipps vom DJV

Redakteur*innen

Zunächst sollte bei Hinweisen auf eine individuelle Gefährdungslage mit dem Arbeitgeber geklärt werden, ob die journalistische Tätigkeit für eine Übergangszeit von zu Hause ausgeübt werden kann („Homeoffice“). Große Verlage wie Gruner + Jahr oder die Rheinische Post ermöglichen ihren Beschäftigten aktuell solche Lösungen.

Im Übrigen gilt für angestellte Journalist*innen das gleiche wie für die angestellten Arbeitnehmer*innen aller anderen Wirtschaftsbranchen: Wenn sie erkranken oder wenn Quarantäne angeordnet wird, besteht für die Dauer von maximal sechs Wochen die Arbeitgeberpflicht zur Lohnfortzahlung. Im Anschluss daran greift das Krankengeld der Krankenkassen. Tarifverträge im Zeitungs- und Zeitschriftenbereich enthalten die Regel, dass der Arbeitgeber die Differenz zwischen Krankengeld und Gehalt für eine Übergangszeit ausgleicht. Die Dauer dieser Zahlungen hängt von der Betriebszugehörigkeit des Redakteurs bzw. der Redakteurin ab.

Arbeitnehmer*innen und Selbstständige, die unter behördlich angeordnete Quarantäne gestellt werden, können auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes Verdienstausfall und Betriebskostenzuschüsse geltend machen. In jedem Bundesland sind dafür allerdings eigene Behörden zuständig, ausführliche Informationen für Bayern (mit Formularen) finden Sie auf dem BayernPortal.

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Tariflich erfasste Rundfunk-Freie

Wenn eine Krankschreibung vorliegt, greift die Honorarfortzahlung für die Dauer von regelmäßig sechs Wochen durch die Rundfunkanstalt. Wer gesetzlich versichert ist, erhält ab der siebten Woche Krankengeld von der Krankenkasse.

Journalist*innen, die von einer Dienstreise in ein Risikogebiet wie den Iran zurückkehren und sich freiwillig in Quarantäne begeben, können davon ausgehen, dass ihr Honorar weiter gezahlt wird. Das zumindest praktiziert derzeit die Deutsche Welle.

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Nichttarifliche Freie

Freie Journalist*innen außerhalb der Rundfunkanstalten können Krankengeld bei der Künstlersozialkasse erst ab der siebten Woche beantragen. Ein Anspruch auf Honorarfortzahlung in einer ersten Zeit oder auch den ersten sechs Wochen kann je nach Vertragsgestaltung oder konkreter Form der Mitarbeit bei einigen Verlagen, Produktionsfirmen und Portalbetreibern in Betracht kommen, gerade wenn beispielsweise eine Tätigkeit als Pauschalist/in oder feste/r Freie/r ausgeübt wird, hierzu ist aber eine juristische Beratung im Einzelfall erforderlich.

Bei besonderer Vorversicherung können Freie Krankengeld bereits ab der dritten Woche bekommen. Bei Privatversicherten kommt es darauf an, ob sie eine Krankengeldversicherung abgeschlossen haben und ab wann diese leisten soll.

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Ansprüche gegenüber Auftraggebern

Soweit Redaktionen den Freien Aufträge zur Berichterstattung, zur Recherche oder für Redaktionsschichten erteilt haben, richten sich die Ansprüche der Freien nach dem Vertragsrecht. Das kann das inviduelle Vertragsrecht des konkreten Vertragsverhältnisses sein, das durch vertragliche Bestimmungen oder Allgemeine Geschäftsbedingungen der Auftraggeber und/oder der Freien selbst gestaltet wird. Außerdem kann auch das allgemeine Vertragsrecht eine Rolle spielen.

Grundsätzlich gilt der Grundsatz: „Verträge sind einzuhalten“, und das gebieten auch das Fairness-Prinzip („Treu und Glauben“) und die soziale Verantwortung der Auftraggeber. Wenn Auftraggeber dennoch nicht zahlen wollen, ist eine juristische Beratung sinnvoll. Besser als Rechtsstreitigkeiten ist allemal, wenn Auftraggeber und Freie sich darauf einigen, die Arbeit im Home-Office durchzuführen oder wenn Ersatztätigkeiten ausgeübt werden können. Wer in der Medienwirtschaft in der Weiterbildung tätig ist, sollte die Chance erhalten, dieses online mit Webinar-Technik durchführen zu können, oder diesen Vorschlag selbst einreichen.

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Arbeitslosenversicherung

Selbstständige Freie, die eine Freiwillige Arbeitslosenversicherung besitzen, können bei einem Auftragsrückgang auf weniger als 15 Stunden pro Woche einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I geltend machen. Problem allerdings: nach derzeitiger Rechtslage darf dieser Anspruch nur zweimal angemeldet werden, danach ist eine weitere Versicherung in der Freiwilligen Arbeitslosenversicherung nicht möglich.

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Würde eine Ausgangssperre auch für Reporter gelten?

Zunächst einmal ist klar: Die Presse und der Rundfunk haben durch Artikel 5 des Grundgesetzes eine Sonderstellung. Und nicht nur das. Das Bundesverfassungsgericht hat Presse und Rundfunk als systemrelevant eingestuft, u.a. in seinem richtungsweisenden Spiegel-Urteil von 1966:

Eine freie, nicht von der öffentlichen Gewalt gelenkte, keiner Zensur unterworfene Presse ist ein Wesenselement des freiheitlichen Staates. (…) In der repräsentativen Demokratie steht die Presse zugleich als ständiges Verbindungs- und Kontrollorgan zwischen dem Volk und seinen gewählten Vertretern im Parlament und Regierung.

Das gilt natürlich auch in Zeiten von Corona - ja sogar erst recht. Wenn das öffentliche Leben stillsteht, sind eine funktionierende Presse und ein funktionierender Rundfunk umso wichtiger. Denn der Bedarf der Bürgerinnen und Bürger, sich ungehindert aus allgemein zugänglichen und unabhängigen Quellen zu informieren, ist jetzt besonders hoch.

Dementsprechend kann für einen Reporter im Einsatz nicht ohne weiteres eine Ausgangssperre oder ein Reiseverbot verhängt werden.

So lange es zu Ausgangssperren käme, die den Weg zur Arbeit und zum Einkauf ermöglichen, können sich Journalisten – wie jeder andere auch auf die Berufsausübung berufen. Der Presseausweis vereinfacht den Nachweis, ist aber nicht zwingend erforderlich.

Doch selbst bei einer totalen Ausgangssperre müsste eine Grundversorgung mit aktuellen Informationen gewährleistet bleiben.

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Wo sind die Grenzen der Presse- und Rundfunkfreiheit?

Allerdings haben auch Journalisten keinen Freifahrtschein. Auch das steht schon im Spiegelurteil:

„Die in gewisser Hinsicht bevorzugte Stellung von Presseangehörigen ist ihnen um ihre Aufgabe willen und nur im Rahmen dieser Aufgabe eingeräumt. Es handelt sich nicht um persönliche Privilegien; Befreiungen von bestimmten Rechtsnormen müssen nach Art und Reichweite stets von der Sache her sich rechtfertigen lassen.“

Wenn im konkreten Einzelfall die Gesundheit oder sogar das Leben anderer Menschen gefährdet ist, können Behörden auch die Presse- und Rundfunkfreiheit einschränken. Es bedarf dann aber einer gründlichen Abwägung der konkurrierenden Interessen.

Folgende Kriterien spielen dann eine Rolle: Wie groß ist die Gefahr und wie wahrscheinlich ist ihr Eintritt? Wie wichtig ist das Ereignis über das der Reporter berichten will? Handelt es sich um eine politische, informative Berichterstattung oder eine bunte Reportage? Ist das Thema aktuell oder lässt es sich genauso gut zu einem anderen Zeitpunkt umsetzen?

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Wie steht es um den journalistischen Auskunftsanspruch?

Der DJV sieht derzeit keinen berechtigten Grund dafür, dass eine Behörde zum Beispiel einen Auskunftsanspruch oder eine Interviewanfrage mit dem Hinweis auf das Corona-Virus ablehnt. Sogar ein Kamerainterview mit ausreichendem Sicherheitsabstand von zwei Metern und unter freiem Himmel müsste weiterhin möglich sein.

Faktisch kommt es in der Praxis aber doch zu Einschränkungen, weil viele Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt wurden. Hier obliegt es aber den Behörden, die Versorgung der Journalistinnen und Journalisten mit Informationen weiterhin zu gewährleisten.

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Einschränkungen bei der BJV-Geschäftsstelle (BJV-Information vom 15.03.2020)
Generell gilt es Fragen in Bezug auf das Virus, den Einschränkungen für Journalistinnen und Journalisten, und sonstigem journalistischen Bezug gerne an uns zu schicken (info@bjv.de), um entsprechende Antworten zu erhalten. Weitere Informationen finden Sie in unserem Informationsschreiben vom Sonntag, 15.03.2020.

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+++ Aktuelles zu Corona und Journalismus

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