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Joachim Roncin, www.twitter.com/joachimroncin

BJV & DJV

Entsetzen über Terrorakt bei Satirezeitschrift "Charlie Hebdo"

DJV richtet Spendenkonto für Hinterbliebene ein

München, Berlin, 07.01.2015

+++ Aktualisierung, 16.01.2015
Spenden für die Opfer des Pariser Anschlags
DJV unterstützt Hinterbliebene mit Spendenaktion

Für die Hinterbliebenen des Anschlags auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo am 7. Januar hat der DJV ein Spendenkonto eingerichtet, auf das ab sofort Spenden eingezahlt werden können. Um die Verteilung der eingesammelten Gelder an die Hinterbliebenen wird sich die Europäische Journalisten-Föderation in Brüssel kümmern, bei der auch Spendengelder aus anderen europäischen Ländern eintreffen.

Die Bankverbindung des DJV-Spendenkontos lautet:
Hilfsverein des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV-Hilfsverein) e.V. IBAN: DE36 3801 0111 1202 4511 00 BIC: ESSEDE5FXXX

Verwendungszweck: Charlie Hebdo

Kontakt für Rückfragen: Michael Klehm, kle@djv.de 

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DJV-Pressemitteilung vom 07.01.2015: Entsetzen über Terrorakt

Mit Entsetzen hat der Deutsche Journalisten-Verband auf den Terrorakt gegen die französische Satirezeitschrift Charlie Hebdo reagiert. Der DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken sprach den Angehörigen der Toten das Beileid aller 36.000 Mitglieder des Deutschen Journalisten-Verbands aus. Den Verletzten wünschte er eine möglichst schnelle Genesung. Nach ersten Berichten drangen zwei schwer bewaffnete Täter am Morgen in die Redaktionsräume der islamkritischen Zeitschrift ein und schossen um sich. Dabei sollen zwölf Menschen den Tod gefunden haben. Zehn weitere Redaktionsmitarbeiter sollen verletzt worden sein. Die Täter befänden sich auf der Flucht, hieß es.

„Das ist ein Anschlag auf das Grundrecht der Presse- und Meinungsfreiheit“, sagte Konken. „Es ist unfassbar, dass in einem demokratischen und freiheitlichen Land eine Satirezeitschrift in den Fokus von Fanatikern geraten kann, die mit brutalsten Mitteln versuchen, islamkritische Standpunkte zu unterdrücken.“ Der DJV-Vorsitzende appellierte an die französischen Sicherheitsbehörden, die Täter so schnell wie möglich dingfest zu machen.

Quelle: DJV-Pressmitteilung

Der BJV-Vorsitzende Michael Busch äußerte sich auf der BJV-Facebook-Seite:
Es gibt Momente, da fehlen Journalisten die Worte. Es wird schwer zu formulieren, was uns bewegt, wie wir eine Tat wie in Paris bewerten sollen. Es sind schnell Sätze gesagt wie: "Angriff auf die Pressefreiheit!" Doch fehlen uns die richtigen Worte.

Wir sind in Gedanken bei den Kollegen in Paris, wir sind bei deren Familien, die nun erleben müssen, was es heißt, sich mit Worten für die Pressefreiheit, für die Demokratie einzusetzen. Wir wissen aber auch, dass diese Tat nur die Aufforderung sein kann an den Aufgaben einer freien Presse festzuhalten. Unterdrückung, Tyrannei, ungerechte Behandlung, all das kann nur dort wachsen, wo es keine Menschen gibt, die diese falschen Ideen offen legen. Der feige Mordanschlag muss Journalisten bestärken, gemeinsam gegen Unrecht vorzugehen.

In diesem Moment sind wir Franzosen. Wir sind "Charlie".

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