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Rund 500 Journalistinnen und Journalisten nahmen an der Streikkundgebung in München teil
Foto: Sachelle Babbar

BJV-Geschäftsstelle

Zeitungstarifrunde: Verhandlungen unterbrochen

+++ Nicht hinnehmbares Angebot der Verleger – Streikticker +++

München, Berlin, 22.04.2018

+++ Anträge auf Streikunterstützung
Festangestellte Journalist*innen
Freie Journalist*innen

+++ 30.04.2018: Auszug aus der aktuellen DJV-Tarifinfo: „(...) Ohne echten Einkommenszuwachs geht mit uns nichts. Damit das so kommt, wird es auch weiter Streiks geben. (...)“

+++ 30.04.2018: Wie geht's weiter in den Tarifverhandlungen?
BJV und dju laden am 2. Mai, 19.30 Uhr in Nürnberg gemeinsam ein – Verhandler berichten aus erster Hand

+++ 26.04.2018: „Sind die Verleger noch verhandlungsfähig?“, fragt DJV-Sprecher Hendrik Zörner in einem Kommentar auf der DJV-Website

+++ DJV und dju erklärten am Mittwochabend die Tarifverhandlungen für unterbrochen.
Die Verleger hielten an ihrer Forderung nach einem 30-monatigen Gehaltstarifvertrag fest. Am Abend boten sie 1,7 Prozent mehr Gehalt ab 1. Mai und weitere 1,5 Prozent ab 1. Mai 2019 an. Die Einkommen der Jungredakteure sollten einmalig um 120 Euro, die Vergütungen der Volontäre um 80 Euro angehoben werden. Ein nicht hinnehmbares Angebot.
Mehr dazu in einer DJV-Pressemitteilung.

Mittwoch, 25.4., Tag der Verhandlung

+++ Wolfgang Grebenhof, Mitglied der Verhandlungskommission twitterte um 17.30 Uhr: „Nix Neues von #tvtz18 aus Berlin. Noch kein neues Gehaltsangebot. Derzeit geht es um die für Gehaltssprünge geforderte Qualizierung. Formulierungsvorschlag des BDZV aus unserer Sicht untauglich. Völlig offen, ob wir heute noch vorankommen. Wenn nötig & sinnvoll, open end.“

+++ Lesenswert: Das Manifest der jungen Journalistinnen und Journalisten. Bei Twitter sind sie unter @Volostreik aktiv.

+++ „Wir haben lang genug wartet – wo bleibt Euer Angebot?“, sagen die Kolleg*innen der Fränkischen Landeszeitung in Ansbach

+++ Mahnwache von rund 20 Kolleginnen und Kollegen von Münchner Merkur und Zeitungsverlag Oberbayern in Wolfratshausen: „Es wird Zeit“.

+++ Klarer Hinweis aus Nürnberg: „Schaut mal auf die Uhr ,liebe´ Verleger und kommt endlich in die Puschen mit einem fairen Angebot!“

+++ Kempten: Nach wie vor sind 25 Kolleginnen und Kollegen der Allgäuer Zeitung​ im Warnstreik. Die Journalisten sind zunehmend verärgert über das miserable Gebaren des Verlegerverbands. Die Motivation für weitere Streiks ist groß.

+++ Jetzt wird's Zeit!, teilen die Kolleg*innen des Main-Echos bei ihrem Warnstreik am Mittwoch den Verlegern mit ...

+++ Am Mittwoch, 25. April, gehen die Verhandlungen zwischen den Gewerkschaften und dem BDZV in Berlin weiter – wir halten Sie auf dem Laufenden. Weiter gehen indes auch die Warnstreiks in einigen Verlagen.

+++ Zentrale Streikkundgebung am Dienstag, 24. April in München
Ab 11 Uhr Treffpunkt
am Max-Joseph-Platz
(Nähe Münchner Oper, Google Maps; fünf Minuten zu Fuß von U-/S-Bahn Marienplatz, Tram 19 ab Hauptbahnhof Richtung St.-Veit-Straße, Nationaltheater) Die Eintragung in die Streiklisten erfolgt in dieser Zeit.
12 Uhr Kundgebung, die voraussichtlich gegen 15 Uhr endet.

+++ BJV-Pressemitteilung zur Kundgebung am 24. April 2018: Tarifverhandlungen sind keine Märchenstunde

+++ Großer Beifall in München von den Kundgebungsteilnehmer*innen für die 46 Kolleg*innen von der Würzburger Main-Post, die einen Solidaritätsstreik bis 24.00 Uhr veranstalteten; wegen des abgeschlossenen Haustarifs war dies nach über zehn Jahren wieder der erste Arbeitskampf, an dem sich Kolleginnen und Kollegen der Main-Post aktiv beteiligt haben. Umso erfreulicher ist deren große Zahl.

+++ Rede des stellvertretenden DJV-Vorsitzenden Wolfgang Grebenhof (Dowload als PDF)

+++ 600 Journalisten aus Bayern und Baden-Württemberg nehmen an der Streikkundgebung in Stuttgart teil – sehr kämpferische Rede des BJV-Vorsitzenden Michael Busch (Download als PDF)

+++ Auch im Warnstreik sind die Kolleginnen und Kollegen vom Aschaffenburger Main-Echo, nach der Streikversammlung fahren Sie nach Darmstadt, wo sie auf Streikende des Darmstädter Echos und der Frankfurter Neue Presse treffen.

+++ Was sich bundesweit beim Streik tut: Beim DJV erfahren Sie es und natürlich bei Twitter, Hashtag #TVTZ18.

+++ Zu Solidaritätsstreiks am Dienstag von 8.00 Uhr bis 24.00 Uhr sind Kolleginnen und Kollegen der folgenden Medien aufgerufen: HCS Content GmbH, Main-Post GmbH und Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH.

+++ Die Augsburger Allgemeine veröffentlicht eine einspaltige epd-Nachricht zum Streik: „Redakteure im Warnstreik“, in vier Spalten daneben jammern in der Druckausgabe die süddeutschen Verleger über „Unfaires Treiben der Internet-Giganten“ – schuld sind immer die anderen ...

+++ „Die Streiks spiegeln die Stimmung in den Redaktionen wider. Unsere Kollegen sagen: Es reicht, wir wollen nicht abgehängt werden!“, sagt der DJV-Vorsitzende Frank Überall in einer aktuellen DJV-Pressemitteilung.

Streik-Informationen aus verschiedenen Zeitungen vom Montag, 23.4.

+++ Die Redakteurinnen und Redakteure der Augsburger Allgemeinen haben den ersten Streiktag dazu genutzt, ein vier Meter langes Spruchband zu gestalten. Unter dem Titel „Wir verdienen mehr, weil …“ durfte jeder seine Gedanken notieren. Zum Beispiel: „… weil unser Beruf Zukunft haben soll“, „… weil uns nicht mal ein Inflationsausgleich geboten wird“, „… weil schon genügend Fake News unterwegs sind“. Wieder war die Beteiligung sehr hoch: Rund 80 Kolleginnen und Kollegen der Lokalredaktionen und der Zentralredaktion beteiligten sich am Montag am Streik. (ak)

+++ Die Stuttgarter Zeitung/epd erwähnen die bayerischen Streikaktivitäten ausführlich: „Journalistengewerkschaften rufen dreitägigen Warnstreik aus“. Morgen werden auch einige Kolleg*innen aus dem Ländle an der Kundgebung in München teilnehmen (u.a. Streikblog0711). Nur kurz berichtet die Augsburger Allgemeine „In eigener Sache“, nennt aber einen wichtigen Grund um was es den Streikenden geht, nämlich neben mehr Geld „um die Zukunft eines Berufsstands“.

+++ Stillstand bei der Münchner tz, nur einige Wenige arbeiten; am Nachmittag treffen sich Kolleginnen und Kollegen von Münchner Zeitungs-Verlag, Zeitungsverlag tz München und Zeitungsverlag Oberbayern in der Münchner Innenstadt.

+++ „Da streiken, wo andere Urlaub machen“, lautet das bewährte Motto der 25 Streikenden der Allgäuer Zeitung, am Dienstag reisen die Journalisten in „mindestens gleicher Stärke“ nach München zur Kundgebung.

+++ Die Streikenden aus Freising und Erding treffen sich am Nachmittag mit ihren Münchner Mitstreiter*innen.

+++ Schicken Sie uns bitte Ihre Informationen und Bilder an:
presse@bjv.de
#TVTZ18

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Liebe Kolleginnen,
liebe Kollegen,

der DJV-Bundesvorstand ruft die Redakteurinnen und Redakteure der u.a. Verlage zur Unterstützung der Gehaltstarifverhandlungen für die Redakteurinnen/Redakteure an Tageszeitungen von Montag, 23. April 2018, 08:00 Uhr bis Mittwoch, 25. April 2018, 24:00 Uhr zu einem Warnstreik auf:

  • Allgäuer Zeitungsverlag GmbH
  • Fränkische Landeszeitung GmbH
  • Frankenpost Verlag GmbH
  • Verlag und Druckerei Main-Echo GmbH & Co. KG
  • Münchener Zeitungs-Verlag GmbH & Co. KG
  • Druck- und Verlagsanstalt Neue Presse GmbH
  • Nordbayerischer Kurier Zeitungsverlag GmbH
  • Nordbayerische Verlagsgesellschaft mbH Nürnberg
  • Verlag Nürnberger Presse Druckhaus Nürnberg GmbH & Co. KG
  • „Der neue Tag – Oberpfälzischer Kurier“ Druck- und Verlaghaus GmbH
  • Oberbayerisches Volksblatt GmbH & Co. Medienhaus KG
  • Presse-Druck- und Verlags GmbH – Augsburger Allgemeine
  • Schongauer Nachrichten Karl Motz GmbH & Co. KG
  • Süddeutsche Zeitung GmbH
  • Zeitungsverlag tz München GmbH & Co. KG
  • Zeitungsverlag Oberbayern GmbH & Co. KG

mit den jeweiligen Außenredaktionen

Unsere Forderungen
Anhebung der Gehälter und Honorare für Redakteurinnen und Redakteure sowie arbeitnehmerähnliche Journalistinnen und Journalisten an Tageszeitungen in Höhe von 4,5 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten sowie eine Erhöhung der Gehälter der Jungredakteure und Volontäre um mindestens 200 Euro.

Prof. Dr. Frank Überall, DJV-Bundesvorstand

Bitte beachten Sie auch das beiliegende Flugblatt von ver.di/dju und BJV: „QUALITÄT gibt’s nicht zum NULLTARIF“.

Kundgebung mit Kolleg*innen aus Baden-Württemberg am Dienstag in München
Eine Großkundgebung mit 600 Journalist*innen aus Bayern und Baden-Württemberg wird es am Dienstag, 24. April, 11 Uhr, auf dem Münchner Max-Joseph-Platz geben; Informationen hierzu folgen noch.

5. Tarifrunde am Mittwoch
Die Verhandlungen zwischen den Gewerkschaften und dem BDZV werden am Mittwoch, 25. April 2018 in Berlin fortgesetzt.

Weitere Informationen
Weitere Informationen finden Sie bei Twitter und Facebook unter dem Hashtag #tvtz18, sowie auf der DJV-Website. Sie können uns gerne auch Fotos und Informationen zukommen lassen: presse@bjv.de.

Anträge auf Streikunterstützung

Schlagworte:

#TVTZ18

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