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Berit Weide-Schörghuber (BJV) und Pascal Attenkofer (ver.di) informieren Passauer Bürger über die PNP
Klärten Passauer Bürger über die Arbeitszustände bei der PNP auf: Berit Weide-Schörghuber und Pascal Attenkofer
Foto: 
Hubert Denk

BJV-Geschäftsstelle

Was nicht in der Zeitung steht

BJV und ver.di informieren Passauer Bürger über die Zustände bei der PNP

Passau, 26.07.2016

Zwei Gewerkschaftsvertreter haben in der Passauer Fußgängerzone die Bürger informiert, wie die Heimatzeitung ihrer Auffassung nach die Rechte der Arbeitnehmer mit Füßen tritt. Die Verlegerin Simone Tucci-Diekmann führt das Diktat über Löhne, Urlaub und Kündigungsschutz der Journalisten und Verlagsangestellten. Sie weigert sich, in Tarifverhandlungen zu treten.

„Wollen Sie wissen, wie die Passauer Neue Presse mit ihren Beschäftigten umgeht?“, fragte ver.di-Funktionär Pascal Attenkofer Passanten, die am Infostand in der Bahnhofstraße vorbeikamen. Er hielt mit seiner Kollegin Berit Weide-Schörghuber, Justiziarin des BJV, ein Informationsblatt bereit.

Bürger unterstützen Anliegen der Journalisten
Die beiden Gewerkschaftsvertreter kamen mit manchen Bürgern schnell ins Gespräch. Die PNP ist in Passau für ihre Monopolstellung bekannt und es hat sich in interessierten Kreisen herumgesprochen, dass diese Machtposition auch gegenüber den Mitarbeitern ausgenutzt wird. „Es gab einige Bürger, die uns versprochen haben, Leserbriefe zu schreiben“, sagt die BJV-Vertreterin.

ver.di und BJV hatten Verlegerin Tucci-Diekmann um einen Gesprächstermin gebeten. Es kam keine Antwort. Nach dem zweiten Schreiben ließ sie die Geschäftsführer der verschiedenen Gesellschaften antworten: Man sehe keinen Gesprächsbedarf.

Keine PNP-Mitarbeiter am Stand
Redakteure und Angestellte der Passauer Neue Presse sind am Infostand in der Bahnhofstraße nicht aufgetreten. Die Furcht, dass öffentliche Kritik am eigenen Hause, ein öffentlicher Protest möglicherweise nicht ohne Folgen bleibt, ist begründet. „Wer streikt, fliegt“ so liest sich im Kern der Schlusssatz der Verlegerin in ihrem sogenannten Eckpunktepapier, das sie als einseitiges Vertragswerk beibehalten will.

Weitere Aktionen geplant
BJV und ver.di wollen dafür sorgen, dass sich verbreitet, wie die PNP mit ihren Mitarbeitern umgeht. Sie haben weitere Aktionen geplant. „Wir sorgen für Gesprächsstoff!“ – mit diesem Slogan wirbt normalerweise die PNP für ihre Funktion als Berichterstatter und Sprachrohr in der Region. „Aktuell sorgt die Verlagsleitung selbst für Stoff für Gespräche – da sie solche mit den Gewerkschaften ablehnt. Davon lesen Sie nichts in der Zeitung“, steht auf dem Infoblatt.

Die PNP beschäftigt rund 120 Redakteure, 20 Volontäre und 400 Verlagsangestellte. Altverleger Dr. Axel Diekmann hatte sich bereits 2004 vom Tarif verabschiedet. Er zersplitterte die PNP in Gesellschaften (heute 15), um die Arbeitnehmerrechte zu schwächen.

Hubert Denk

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