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Eberhard Wolf

Ausgabe 2 / 2015

Eine Zensur findet nicht statt . . .

Schon immer mussten sich Journalisten gegen Eingriffe wehren

Jeder von uns hat wohl noch die Bilder des Mordanschlags auf die Redaktion des Pariser Satiremagazin Charlie Hebdo vor Augen; manche die skandierten Beleidigungen und Drohungen Rechtsradikaler bei ausländerfeindlichen Märschen in Deutschland im Ohr (Siehe Seite 18). Die Pressefreiheit ist stets und überall bedroht: sei es körperliche Gewalt und Verbote, aber auch seitens der Journalisten durch Verharmlosung von Problemen oder gar das Unterlassen von Recherche. Am 3. Mai, dem Internationalen Tag der Pressefreiheit, sind wir besonders aufgerufen, uns auf den journalistischen Auftrag zu besinnen: trotz aller Bedrängnis hinschauen und berichten.

„Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten [...]. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt." (Art. 5, Abs. 1 GG). So eindeutig steht es im Grundgesetz und auch weltweit ist eigentlich alles klar. Artikel I, Absatz 2a der UNESCO besagt „Zu diesem Zwecke will die Organisation . . . diejenigen internationalen Vereinbarungen empfehlen, die notwendig erscheinen, um die ungehemmte Verbreitung von Ideen durch Wort und Bild zu erleichtern." Über die Arbeitsbedingungen der Auslandskorrespondenten berichten wir ab Seite 16.

Seit es den Buchdruck gibt, gibt es Unterdrückungsversuche. Max Joseph, damals noch Kurfürst von Bayern, erließ 1803 eine „Verordnung über die vollkommenste Preß- und Buchhandelsfreiheit". Sie galt aber nicht für politische Zeitungen. Da Otto von Bismarck mit dem „Reichspreßgesetz" von 1874 dafür sorgte, dass alle offiziell verantwortlichen Journalisten ganz schnell hinter Gittern verschwinden konnten, erfanden viele Redaktionen den „Sitzredakteur". Dieser Kollege, meist intellektuell nicht die Nummer eins, war laut Impressum der Verant-
Verwaltungsgericht fest, die Namen seien zu nennen.

.. weiterlesen im BJVreport 2 / 2015 Seite 10

von Michael Anger

 

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Aus dem Inhalt

Silberne Zitrone für den Münchner Merkur
27 bayerische Blätter und ihre Fotovermerke

Eine Zensur findet nicht statt ...
Schon immer mussten sich Journalisten gegen Eingriffe wehren

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Kirche und Staatsregierung gehen mit Interview-Wünschen relativ offen um.
Ein Dax-Konzern bleibt zugeknöpft.

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Auch unter elektronischer Beschleunigung des Nachrichtenwesens gelten Rechercheregeln.

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Von Cicero bis Wallraff: So haben Gerichte zur Pressefreiheit entschieden.

Hassgrüße aus Moskau
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Druck von Rechts
Wie Journalisten mit der Bedrohung der Pressefreiheit durch Rechtsextremisten umgehen.

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Treffen deutschsprachiger JournalistenOrganisationen in München

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„Zeigt Pioniergeist"
Machen statt jammern:150 junge Journalistinnen und Journalisten bei 24 Stunden Zukunft in München

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BJV-Streitgespräch zur Multimedialität im Münchner PresseClub

Zeitenwende in Regensburg

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